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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Haushaltsrecht

OVG Lüneburg - VG Göttingen
27.12.2004 10 LB 6/02
Finanzbedarf, Finanzhoheit, Frakturlinie, Halbteilungsgrundsatz, Kreisumlage, Samtgemeindeumlage, Schlüsselzuweisung, Selbstverwaltungsaufgabe, freiwillige, Spitze, freie

Zulässigkeit und Grenzen der Samtgemeindeumlage
NFAG § 15
NFAG § 6 II 1
NGO § 76 II
NGO § 83 I, II

Aktenzeichen: 10LB6/02 Paragraphen: NFAG§15 NFAG§6 NGO§76 NGO§83 Datum: 2004-12-27
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PDF-DokumentStaatsrecht - Wahlrecht Kommunalrecht Bürgermeister

Thüringer OVG - VG Meiningen
30.09.2004 2 KO 1112/03
Wahl, Bürgermeister, Wahlprüfungsverfahren, Ungültigkeitserklärung, Ausschlussfrist, Bekanntmachung, ortsübliche Weise, Wirksamkeit

Verfristung einer Ungültigkeitserklärung im Wahlprüfungsverfahren

1. Bei der ortsüblichen Bekanntmachung des Wahlergebnisses einer Kommunalwahl genügt eine Veröffentlichung, die ungeachtet der Anforderungen der Thüringer Bekanntmachungsverordnung den Bestimmungen der kommunalen Hauptsatzung über öffentliche Bekanntmachungen der Gemeinde entspricht.

2. Die Ungültigkeitserklärung der Rechtsaufsichtsbehörde einer Kommunalwahl (hier: Bürgermeisterwahl) wird erst dann wirksam, wenn sie wie die Bekanntmachung des Wahlergebnisses in ortsüblicher Weise öffentlich bekannt gemacht wurde.
ThürKWG §§ 9 Abs. 6, 31 Abs. 2 S. 1, 32 Abs. 2 S. 2, 32 Abs. 2 S. 3
ThürKWO § 52 S. 1
ThürVwVfG § 41 Abs. 3

Aktenzeichen: 2KO1112/03 Paragraphen: ThürKWG§9 ThürKWG§31 ThürKWG§32 ThürKWO§52 ThürVwVfG§41 Datum: 2004-09-30
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PDF-DokumentSonstige Rechtsgebiete Staatsrecht - Kommunalbetriebe Kommunalrecht

Sächsisches OVG - VG Dresden
30.06.2004 5 B 369/03
Eigenbetrieb, Betriebsführung, Verwaltungsakt
Im Rahmen der laufenden Betriebsführung ist die Betriebsleitung eines Eigenbetriebes zum Erlass von Verwaltungsakten befugt.
VwVfG § 1 Abs. 4
SächsGemO § 53 Abs. 1
SächsEigBG § 5 Abs. 1
SächsEigBG § 6 Abs. 1

Aktenzeichen: 5B369/03 Paragraphen: VwVfG§1 SächsGemO§53 SächsEigBG§5 SächsEigBG§6 Datum: 2004-06-30
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Sonstiges

OVG NRW - VG Köln
21.6.2004 15 A 1535/04
Wird ein Belegstück des Druckwerks, in dem eine Satzung bekannt gemacht worden ist, entgegen § 6 Abs. 4 BekanntmVO nicht verwahrt, handelt es sich nicht um einen Bekanntmachungsmangel im Sinne von § 7 Abs. 6 Buchst. b GO NRW.
GO NRW § 7 Abs. 6
BekanntmVO § 6 Abs. 4

Aktenzeichen: 15A1535/04 Paragraphen: GONRW§7 BekanntmVO§6 Datum: 2004-06-21
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Gemeinderat/Stadtrat

Bayerischer VGH - VG Regensburg
17.3.2004 4 BV 03.1159
Ausschussbesetzung; Spiegelbildlichkeit; Proportionalität; D’Hondt; Hare-Niemeyer; Saint Lague/Schepers; Höchstzahlverfahren; Restverteilungsverfahren; Verzerrungsverbot; Überaufrundung

Die Pflicht des Gemeinderates, bei der Zusammensetzung der Ausschüsse dem Stärkeverhältnis der in ihm vertretenen Parteien und Wählergruppen Rechnung zu tragen (Art. 33 Abs. 1 Satz 2 GO), schließt die Sitzverteilung nach dem d'Hondtschen Höchstzahlverfahren aus, wenn eine dabei im Einzelfall durch eine sog. Über-Aufrundung auftretende Überrepräsentation einer Fraktion zu Lasten einer anderen durch alternative Verfahren (z.B. nach Hare-Niemeyer oder Saint Laguë/Schepers) vermieden wird, ohne dass die bei jenen Verfahren auftretenden Rundungsfehler zu einer Unterrepräsentation anderer Fraktionen bzw. Gruppen führen.
GO Art. 33 Abs. 1 Satz 2

Aktenzeichen: 4BV03.1159 Paragraphen: GOArt.33 Datum: 2004-03-17
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Gemeinderat/Stadtrat

OVG NRW 2.3.2004 15 A 4168/02 Fraktionen, die im Jugendhilfeausschuss nicht vertreten sind, haben wegen der abschließenden Sondervorschriften des Jugendhilferechts zur Besetzung dieses Ausschusses keinen Anspruch nach § 58 Abs. 1 Satz 7 GO NRW, ein Ratsmitglied oder einen sachkundigen Bürger als beratendes Mitglied dieses Ausschusses zu benennen.
GG Art. 20 Abs. 1 und 2
Verf NRW Art. 2, 3 Abs. 1, 31
SGB VIII § 71
AG-KJHG NRW §§ 3, 4 und 5
GO NRW § 58 Abs. 1

Aktenzeichen: 15A4168/02 Paragraphen: GGArt.20 VerfNRWArt.2 VerfNRWArt.3 VerfNRWArt.31 SGBVIII§71 GONRW§58 AG-KJHGNRW§3 AG-KJHGNRW§4 AG-KJHGNRW§5 Datum: 2004-03-02
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PDF-DokumentStaatsrecht - Bürgermeister Kommunalrecht

VG Oldenburg
09.02.2004 6 B 5300/03
Zuweisung der Funktion eines stellvertretenden Fachbereichsleiters

Der Oberbürgermeister einer Stadt darf durch Organisationsanweisung einen Oberrat des höheren technischen Dienstes zum stellvertretenden Amtsleiter bestimmen, auch wenn zuvor ein Rat des höheren technischen Dienstes diese Aufgabe vorübergehend wahrgenommen hat.
BRRG § 126 III
NGO § 62 II
NBG § 63, 3
NBG § 3 III

Aktenzeichen: 6B5300/03 Paragraphen: BRRG§126 NGO§62 NBG§63 NBG§3 Datum: 2004-02-09
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PDF-DokumentStaatsrecht Wiedervereinigungsrecht - Kommunalrecht Sonstiges

Sächsisches OVG - VG Dredsen
27.01.2004 4 B 606/02
Klagebefugnis, Kaufvertrag, Nutzungsrecht, Selbstverwaltungsrecht, Rechtsaufsicht, Haushaltsführung, Beurteilungsspielraum, Selbstbindung, Eigentumsschutz, Vertragsfreiheit

Die von dem Gesichtspunkt der geordneten Gemeindewirtschaft abhängige Genehmigungserteilung i.S.v. § 90 Abs. 3 Nr. 1 SächsGemO ist eine Regelung i.S.v. Art. 89 Abs. 2 SächsVerf, wonach durch Gesetz bestimmt werden kann, dass etwa die Veräußrung von Vermögen von einer Zustimmung abhängig gemacht und unter dem Gesichtspunkt einer geordneten Wirtschaftsführung erteilt oder versagt werden kann.
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 28 Abs. 2
VwGO § 42 Abs. 2
SachenRberG § 3 Abs. 1 Satz 2, § 61, § 68
EntschG § 10 Abs. 1 Nr. 11a
SächsVerfArt. 15, Art. 18 Abs. 1, Art. 31 Abs. 1, Art. 82 Abs. 2 Satz 2, Art. 84 Abs. 2 Satz 1, Art. 89
SächsGemO § 72 Abs. 2 und 3, § 90
DV vom 15.3.1990 zum Gesetz der DDR über Den Verkauf volkseigener Gebäude vom 7.3.1990 § 6 Abs. 2

Aktenzeichen: 4B606/02 Paragraphen: GGArt.2 GGArt.14 GGArt.28 VwGO§42 SachenRBerG§3 EntschG§10 Datum: 2004-01-27
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht

OVG NRW - VG Düsseldorf
18.12.2003 1 B 1750/03
Zu den kommunalverfassungsrechtlichen Kompetenzen und beamtenrechtlichen Vorgaben bei der Neufestlegung des Geschäftskreises eines städtischen Beigeordneten, der zuvor zum Kämmerer bestellt war.
GO NRW §§ 62 Abs. 1 Satz 3, 73 Abs. 1

Aktenzeichen: 1B1750/03 Paragraphen: GONRW62 GONRW§73 Datum: 2003-12-18
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Wahlrecht Gemeinderat/Stadtrat

BVerwG - OVG Münster - VG Düsseldorf
10.12.2003 8 C 18.03
Wahl der Mitglieder der Ausschüsse des Gemeinderats; verfassungskonforme Auslegung; Verstoß gegen Bundesverfassungsrecht bei der Auslegung von Landesrecht; spiegelbildliche Abbildung der Zusammensetzung des Plenums in den Ausschüssen; Anwendung des d'Hondtschen Höchstzahlverfahrens; Zulässigkeit eines Zusammenschlusses von mehreren Fraktionen zu einer Zählgemeinschaft.

Gemeinderatsausschüsse müssen die Zusammensetzung des Plenums und das darin wirksame politische Meinungs- und Kräftespektrum widerspiegeln (wie Urteil vom 27. März 1992 - BVerwG 7 C 20.91 - BVerwGE 90, 104 <113>). Bei der Besetzung der Ausschüsse sind deshalb - zur Erlangung eines zusätzlichen Sitzes gebildete - gemeinsame Vorschläge mehrerer Fraktionen unzulässig.
GG Art. 20 Abs. 2, Art. 28 Abs. 1 Sätze 1 und 2
GO NRW § 50 Abs. 3

Aktenzeichen: 8C18.03 Paragraphen: GGArt.20 GGArt.28 GONRW§50 Datum: 2003-12-10
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Kommunalaufsicht Bürgermeister Haftungsrecht

BGH - OLG Rostok - LG Stralsund
4.12.2003 III ZR 30/02
a) Zur Haftung einer Gemeinde nach den Vorschriften über die Geschäftsführung ohne Auftrag, wenn sie ein Rechtsgeschäft - hier: Schuldbeitritt und treuhänderische Verwahrung eines Schecks - abschließt, das mangels der erforderlichen kommunalaufsichtlichen Genehmigung (schwebend) unwirksam ist.

b) Für ein solches Rechtsgeschäft kommt im Fall, daß die Kommunalaufsicht die Genehmigung verweigert, eine persönliche Haftung des für Gemeinde handelnden Bürgermeisters unter dem Gesichtspunkt der Vertretung ohne Vertretungsmacht nicht in Betracht.
DDR-KomVerf § 45 Abs. 2
BGB §§ 681 Satz 2, 667; 179 Abs. 1

Aktenzeichen: IIIZR30/02 Paragraphen: KomVerf§45 (DDR) BGB§681 BGB§667 Datum: 2003-12-04
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PDF-DokumentStaatsrecht Verkehrswegerecht - Kommunalrecht Straßenrecht

VG Oldenburg
01.12.2003 5 B 2982/03
Keine Verletzung kommunaler Planungshoheit durch Abstufung
Die Abstufung einer Bundesstraße zu einer Gemeindestraße verletzt nicht das kommunale Selbstverwaltungsrecht einer Nachbargemeinde.
GG Art. 28 II 1
FStrG § 2 V

Aktenzeichen: 5B2982/03 Paragraphen: GGArt.28 FStrG§2 Datum: 2003-12-01
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Bürgermeister

Thüringer OVG - VG Weimar
26.11.2003 4 ZEO 796/01
Beschwerde; Zulassung; Ausbaubeitrag; wiederkehrend; Bescheid; Verwaltungsgemeinschaft; Bürgermeister; Vorbehaltsrecht; Zuständigkeit; sachliche ; Behörde; Behördenorganisation; Verwaltung; Angelegenheit; laufende; Wirkungskreis; eigener; Selbstverwaltungsrecht

1. Die Verwaltungsgemeinschaft ist einerseits eine Körperschaft des öffentlichen Rechts (§ 46 Abs. 2 Satz 1 ThürKO), anderseits nach § 47 Abs. 2 Satz 2 alleinige Behörde ihrer Mitgliedsgemeinden für die bei der Gemeinde verbleibenden Aufgaben des eigenen Wirkungskreises.

2. Der Bürgermeister einer Mitgliedsgemeinde kann nach § 47 Abs. 2 Satz 4, 2. Halbsatz ThürKO a. F. (jetzt: § 47 Abs. 2 Satz 2, 2. Halbsatz ThürKO) jederzeit die Aufgaben des eigenen Wirkungskreises an sich ziehen. Dieses sog. Vorbehaltsrecht sichert das Selbstverwaltungsrecht der Mitgliedsgemeinden.

3. Der Bürgermeister, der dieses Vorbehaltsrecht ausübt, ist keine weitere Behörde der Mitgliedsgemeinde. Vielmehr übt er insoweit nur die Funktion des Leiters der Behörde „Verwaltungsgemeinschaft“, begrenzt auf den eigenen Wirkungskreis seiner Gemeinde aus. Bei der Frage, ob die Verwaltungsgemeinschaft als Behörde der Gemeinde oder deren Bürgermeister die laufenden Angelegenheiten des eigenen Wirkungskreises erledigt, handelt es sich demnach ausschließlich um eine Frage der internen Zuständigkeit innerhalb der Behördenorganisation der gemeinschaftsangehörigen Gemeinde. Sie betrifft nicht die sachliche Behördenzuständigkeit im Außenrechtsverhältnis zum Bürger.
VwGO § 124 Abs 2 Nr 2
ThürKO §§ 47 Abs 2, 46 Abs 1 S 1, 22 Abs 2, 29 Abs 2, 31 Abs 1
ThürKAG § 7a Abs 1

Aktenzeichen: 4ZEO796/01 Paragraphen: VwGO§124 ThürKO§47 ThürKO§46 ThürKO§22 ThürKO§29 ThürKO§31 ThürKAG§7a Datum: 2003-11-26
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Sonstiges

OVG NRW - VG Arnsberg
20.11.2003 4 A 2618/02
1. Wird der von einem Hoheitsträger gegenüber einem anderen Hoheitsträger erlassene Zuwendungsbescheid zurückgenommen bzw. widerrufen oder wird er infolge Eintritts einer auflösenden Bedingung unwirksam, so dürfen Erstattungs- und Zinsforderungen nach § 49a VwVfG NRW durch Verwaltungsakt geltend gemacht werden.

2. Es bleibt offen, ob sich der nach § 49a VwVfG NRW zur Erstattung verpflichtete Hoheitsträger auf Entreicherung berufen kann.
VwVfG NRW § 49a

Aktenzeichen: 4A2618/02 Paragraphen: VwVfGNRW§49a Datum: 2003-11-21
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PDF-DokumentStaatsrecht - Wahlrecht Kommunalrecht Parlament/Abgeordnete

OVG Berlin
18.11.2003 4 B 7.03
1. Nach § 28 Abs. 1 LAbgG vom 21. Juli 1978 scheidet ein in das Abgeordnetenhaus gewählter Beamter mit dem Tage des Erwerbs der Mitgliedschaft (§ 5 Abs. 2 LWahlG vom 25. September 1987 [GVBl. S. 2370]) aus seinem Amt, ruhen seine Rechte und (im Wesentlichen) Pflichten aus dem Dienstverhältnis, wenn sein Amt nach den Vorschriften des LWahlG mit dem Mandat unvereinbar ist (§ 27 LAbgG). Dies ist (u.a.) für unmittelbare Landesbeamte (mit Dienstbezügen) in der Hauptverwaltung der Fall (§ 26 Abs. 1 Nr. 1 LWahlG).

2.Das LWahlG knüpft allein an die beamten- und organisationrechtliche Zuordnung. Sein Text ist eindeutig, lässt keinen Raum für relativierende, etwa Lehrer von der getroffenen Regelung ausnehmende Interpretation, was übrigens (sofern sie erforderlich sein sollte) verfassungskonforme Auslegung prinzipiell hinderte.

3. Studienräte sind unmittelbare Landesbeamte der Hauptverwaltung. Sie stehen in einem Beamtenverhältnis zum Land Berlin (§ 2 Abs. 1 LBG) und haben dieses zum Dienstherrn (§ 2 Abs. 2 Satz 1 LBG). Als Personal des Landesschulamtes, das nachgeordnete Behörde und damit Teil der Hauptverwaltung (§ 2 Abs. 2 AZG, § 1 Abs. 1 LSAG) war, zählten sie zu deren Beamten. Zwischen „typischen“ und „nicht typischen“ Beamten der Hauptverwaltung unterscheidet § 26 Abs. 1 Nr. 1 LWahlG nicht. Für solche Differenzierung lässt sich selbst den Vorschriften des LSAG nichts entnehmen. Grund der darin angeordneten Überleitung der an den Schulen tätigen Lehrkräfte auf das Landesschulamt war nicht etwa, dass Lehrer „nicht typische Verwaltungsbeamte“ sind, an sich nicht zur Hauptverwaltung gehören; der Personalüberleitung bedurfte es allein zur Verwirklichung des Gesetzeszwecks, die bisher bei den Bezirksämtern liegende Personalverwaltung für u.a. die Lehrkräfte an den Schulen im Landesschulamt zusammenzufassen (§ 1 Abs. 5 Satz 1 LSAG), sie zu Dienstkräften der Hauptverwaltung zu machen. (Leitsatz der Redaktion)
LAbgG § 28
LBG § 2
LWahlG § 26

Aktenzeichen: 4B7.03 Paragraphen: LAbgG§28 LBG§2 LWahlG§26 Datum: 2003-11-18
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Wahlrecht

Bayerischer VGH - VG Regensburg
21.10.2003 4 BV 03.671
Wahl des ersten Bürgermeisters der Stadt...., Wahlanfechtung, Stichwahl, Antrag auf Erteilung eines Wahlscheins, Briefwahl, Bürgermeister, Neutralitätsgebot, Verdunkelungsmöglichkeit
GLKrWG Art. 20 Abs. 3 GLKrWG Art. 50 Abs. 2 Satz 1 GLKrWG Art. 51 Satz 1

Aktenzeichen: 4BV03.671 Paragraphen: GLKrWGArt.20 GLKrWGArt.50 GLKrWGArt.51 Datum: 2003-10-21
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Gemeinderat/Stadtrat Bürgermeister

OVG NRW - VG Düsseldorf
17.10.2003 15 B 1798/03
Der Bürgermeister hat bei der Entscheidung über die Auflösung von Ausschüssen, gleich zu welchem Zweck dies geschieht, volles Stimmrecht gemäß § 40 Abs. 2 Satz 2 GO NRW.
GG Art. 28 Abs. 2
Verf NRW Art. 78 Abs. 1
GO NRW §§ 40, 50, 57, 58

Aktenzeichen: 15B1798/03 Paragraphen: GGArt.28 VerNRWArt.78 GONRW§40 GONRW§50 GONRW§57 GONRW§58 Datum: 2003-10-17
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PDF-DokumentStaatsrecht - Kommunalrecht Wahlrecht

VerfGH NRW
7.10.2003 VerGH 11/02
Das in § 19 Abs. 2 Satz 3 Hs. 1 LWahlG normierte Unterschriftenquorum für Kreiswahlvorschläge verletzt die betroffenen Parteien nicht in ihren Rechten auf Gleichheit der Wahl und auf Chancengleichheit im politischen Wettbewerb. Dies gilt auch für solche Parteien, die eine Landesreserveliste mit der gemäß § 20 Abs. 1 Satz 3 LWahlG erforderlichen Zahl von Unterstützungsunterschriften eingereicht haben.

Aktenzeichen: VerfGH11/02 Paragraphen: LWahlGNRW§20 LWahlGNRW§19 Datum: 2003-10-07
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Staatsrecht - Bebauungsplan Kommunalrecht Gemeinderat/Stadtrat

OVG Rheinland-Pfalz
26.09.2003 8 B 11491/03
Bebauungsplan, Satzungsbeschluss, Mitwirkungsverbot, Ratsmitglied, Vorteil, unmittelbarer Vorteil, Bevölkerungsteil

Zum Mitwirkungsverbot für ein Ratsmitglied bei der Aufstellung eines Bebauungsplans.
GemO § 22 Abs. 1 Nr. 1 F: 1994

Aktenzeichen: 8B11491/03 Paragraphen: GemO§22 Datum: 2003-09-26
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PDF-DokumentStaatsrecht - Wahlrecht Kommunalrecht

Hessischer VGH
10.07.2003 8 UE 2947/01
Anfechtung der Wahl eines Oberbürgermeisters
Altenheim, Altenwohnheim, Briefwahl, Geheimhaltung, Kausalität, Mandatsrelevanz, Oberbürgermeisterwahl, Unregelmäßigkeiten beim Wahlverfahren, Wahlfehler, tendenzlos

1. Zur Frage, wie ein amtierender Bürgermeister im Wahlkampf für seine Wiederwahl werben darf.

2. Wird die Baustelle einer privatrechtlich organisierten Einrichtung, die nach ihrer Fertigstellung öffentlichen Zwecken dienen soll, im Wahlkampf einer politischen Gruppierung zur Durchführung einer Veranstaltung überlassen, so kann dies nur dann eine Unregelmäßigkeit beim Wahlverfahren sein, wenn die Überlassung der Baustelle der Kommune oder einem ihrer Organe zuzurechnen ist und die Überlassung einen Verstoß gegen die Chancengleichheit und/oder das Neutralitätsgebot im Wahlkampf darstellt. Letzteres ist nur denkbar, wenn die Baustelle anderen nicht zu einer Partei- bzw. Wahlveranstaltung zur Verfügung gestellt worden wäre.

3. Eine Unregelmäßigkeit, die nicht gezielt Einfluss auf das Abstimmungsverhalten der Wahlberechtigten nehmen soll, wirkt sich auf das Wahlergebnis grundsätzlich nicht aus. Eine in diesem Sinne "tendenzlose Unregelmäßigkeit" kann sich allenfalls dann als "mandatsrelevant" erweisen, wenn der Wahlausgang so knapp war, dass für ein anderes Ergebnis eine Verschiebung um wenige Einzelstimmen ausgereicht hätte.

GG Art 20 Abs 3, GG Art 28 Abs 1 S 2 HV Art 138, HV Art 78 Abs 2 KWG 1992 §§ 1, § 25 Abs 1, 49, § 50 Nr 2, 50 Nr 4, KWO 1980 §§ 17 Abs 4 S 3, 18 Abs 4 S 1, 45 Abs 3, 45 Abs 4

Aktenzeichen: 8UE2974/01 Paragraphen: GGArt.20 GGArt.28 HVArt.138 HVArt.78 KWG§1 KWG§25 KWG§49 KWG§50 KWO§17 KWO§18 KWO§45 Datum: 2003-07-10
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