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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/kontermination

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Mannheim
16.03.2006
7 C 3.05

Altlast; Abraumhalde Kalibergwerk; (Abschluss-)Betriebsplan; Entlassung aus der Bergaufsicht; Grundwasserverunreinigung; Duldung; Legalisierungswirkung; Haftungsbeschränkung; Gesamtrechtsnachfolge; Verursachungsbeitrag; Rückwirkung, echte, unechte; Rechtswirkung, deklaratorische, konstitutive; Polizeipflicht, abstrakte und konkretisierte; Vertrauensschutz; verfassungskonforme Auslegung; Ermessensfehler; Störerhaftung, höchstpersönliche; Sanierungsplanung; Vorbehalt des Gesetzes; zivilrechtlicher Rechtsnachfolgetatbestand

1. Die Bestimmungen des Bundes-Bodenschutzgesetzes über die Sanierungspflicht des Gesamtrechtsnachfolgers des Verursachers einer schädlichen Bodenveränderung beanspruchen auch für die Zeit vor dessen Inkrafttreten Geltung.

2. Die Sanierungspflicht des Gesamtrechtsnachfolgers des Verursachers verstößt nicht gegen das grundsätzliche Verbot der Rückwirkung von Gesetzen. Sie ist normativer Ausdruck eines seit langem anerkannten allgemeinen Grundsatzes des Verwaltungsrechts, wonach öffentlich-rechtliche Pflichten auf den Gesamtrechtsnachfolger übergehen.

GG Art. 14 Abs. 1
BBodSchG §§ 2, § 3 Abs. 1 Nr. 10, 4, 9 Abs. 2, 13 Abs. 1
WHG § 34 Abs. 2
AbfG §§ 2 Abs. 1, 4, 9, 11, 10 Abs. 2
UmwG 1969 §§ 1 Abs. 1, 63 Abs. 1
UmwG 1994 §§ 20 Abs. 1, 174
AktG 1965 §§ 339 Abs. 1 Ziff. 1, 376
BGB § 1922
BGB § 1967

Aktenzeichen: 7C3.05 Paragraphen: BBodSchG§2 BBodSchG§3 BBodSchG§4 BBodSchG§9 BBodSchG§13 WHG§34 Datum: 2006-03-16
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination Gebühren/Kosten

Hessischer VGH - VG Darmstadt
10.08.2005
5 UZ 3645/04

Amtshandlung, Bodenschutzrechtliches Verfahren, Maßnahmedurchführungskosten, Verwaltungskosten

Verwaltungskosten bei Prüfung von Gutachten

Für die als "Maßnahme" der zuständigen Behörde in einem bodenschutzrechtlichen Verfahren nach § 9 Abs. 1 des Bundesbodenschutzgesetzes (BBodSchG) in Erscheinung tretende Prüfung eines vorgelegten Gutachtens können auf Grund der bundesrechtlichen Kostentragungsregelung in § 24 Abs. 1 BBodSchG Verwaltungskosten nach dem Verwaltungskostengesetz des Landes nicht erhoben werden.

BundesbodenschutzG § 24
BundesbodenschutzG § 9
HessVwKostG § 2 Abs. 1

Aktenzeichen: 5UZ3645/04 Paragraphen: BBodSchG§24 BBodSchG§9 HessVwKostG§2 Datum: 2005-08-10
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

Hessischer VGH - VG Frankfurt
03.08.2005
6 UE 1672/04

Altlastenfeststellung, Bundes-Bodenschutzgesetz, Gesetzesmaterialien, Gesetzgebungsgeschichte, Gestuftes Verfahren, Handlungsinstrumentarium, Konkurrierende Gesetzgebungskompetenz, Regelungszweck, Sperrwirkung Für Die Länder, Verwaltungsakt, Zielsetzung

Altlastenfeststellung

1. Das Bundes-Bodenschutzgesetz stellt das rechtliche Instrumentarium zur Verfügung, um altlastverdächtige Flächen zu erfassen, zu untersuchen, zu bewerten und Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

2. Eine gesonderte Altlastenfeststellung durch Verwaltungsakt i. S. d. § 11 Abs. 1 HAltlastG ist seit dem Inkrafttreten des Bundes-Bodenschutzgesetzes nicht mehr zulässig.

BBodSchG §§ 9 Abs. 2, 10, 11, 21
GG Art. 72
GG Art. 74 Abs. 1 Nr. 18
GG Art. 84 Abs. 1
HAltlastG § 11 Abs. 1

Aktenzeichen: 6UE1672/04 Paragraphen: BBodSchG§9 BBodSchG§10 BBodSchG§11 BBodSchG§21 GGArt.72 GGArt.74 GGArt.84 HAltlastG§11 Datum: 2005-08-03
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

OVG Lüneburg - VG Lüneburg
18.04.2005 7 ME 29/05
Bodenverunreinigung, Erkundung, Gefährdungsabschätzung, Gesamtschuld, Kohlenwasserstoff, LCKW, Reinigung, chemische, Störerauswahl, Untersuchungsmaßnahme

Bodenschutzrechtliche Anordnungen gegen früheren Betreiber einer chemischen Reinigung

BBodSchG §§ 24, 4 III, 4 V, 9 II

Aktenzeichen: 7ME29/05 Paragraphen: BBodSchG§24 BBodSchG§9 BBodSchG§4 Datum: 2005-04-18
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PDF-DokumentUmweltrecht Bau- und Bodenrecht - Boden/Kontermination Bergbau Bergrecht

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
14.04.2005 7 C 26.03
Tongrube; Einbau Abfall; Abfallbeseitigung; Abfallverwertung; Verwertung, stoffliche; Abfallgemisch; Abfall, schadloser; Abschlussbetriebsplan; Wiedernutzbarmachung Oberfläche; Betriebsplan Risikovorsorge; Bodenschutz; Bodenveränderung, schädliche; Vorsorgepflicht; Sanierungspflicht; Bodeneinwirkung Nachbargrundstück

1. Die Verfüllung eines der Bergaufsicht unterliegenden Tagebaus mit hierzu geeigneten Abfällen ist im Regelfall ein Verwertungsvorgang.

2. Die Nutzung des Abfallvolumens ist eine stoffliche Verwertung, wenn die Abfälle aufgrund ihrer Eigenschaften für den Verwendungszweck geeignet sind.

3. Das Bundes-Bodenschutzgesetz ist bei der bergrechtlichen Zulassung eines Abschlussbetriebsplans, der die Verfüllung von Abfällen gestattet, über § 48 Abs. 2 BBergG heranzuziehen.
KrW-/AbfG §§ 4 Abs. 3 Satz 1, 5 Abs. 3, 31 Abs. 2
BBergG §§ 4 Abs. 4, 48 Abs. 2, 55 Abs. 1, 56 Abs. 1 Satz 2
BBodSchG §§ 3 Nr. 10, 4 Abs. 2, 7 Satz 1
BBodSchV § 10 Abs. 1 Satz 1
BBodSchV Anhang 2 Nr. 4

Aktenzeichen: 7C26.03 Paragraphen: KrW-/AbfG§4 KrW-/AbfG§31 KrW-/AbfG§5 BBergG§4 BBergG§55 BBergG§56 BBodSchG§3 BBodSchG§4 BBodSchG§7 Datum: 2005-04-14
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PDF-DokumentUmweltrecht Grundstücksrecht - Boden/Kontermination Bergbau Haftungsrecht Bergbaurecht

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
22.02.2005 10 S 1478/03
Bodenschutz, Altlasten, Sanierung, Kalihalde, Salzablagerungen, Grundwassergefährdung, Stillgelegter Bergwerksbetrieb, Entlassung aus der Bergaufsicht, Verursachungsbeitrag, Gesamtrechtsnachfolge, Echte Rückwirkung, Unechte Rückwirkung, Rechtsstaatsprinzip, Vertrauensschutz, Verfassungskonforme Auslegung, Abstrakte Polizeipflicht, Ermessensfehler

1. § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG erfasst nicht Gesamtrechtsnachfolgen, die in den 70-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfolgt sind. Das ergibt sich aus einer verfassungskonformen Auslegung dieser am 01.03.1999 in Kraft getretenen Vorschrift. Eine Ausnahme von dem verfassungsrechtlich begründeten Verbot einer echten Rückwirkung ist infolge "unklarer oder verworrener Rechtslage" hinsichtlich einer Gesamtrechtsnachfolge in die abstrakte Polizeipflicht erst ab Mitte der 80-er Jahre des letzten Jahrhunderts anzunehmen.

2. Eine erst 1972 entstandene Aktiengesellschaft, die Gesamtrechtsnachfolgerin der Betreiberin eines 1973 stillgelegten Bergwerksbetriebs ist, ist nach § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG nur für eigene Verursachungsbeiträge verantwortlich, nicht aber für solche ihrer Rechtsvorgängerin.

3. Eine behördliche Heranziehung des letzten von mehreren Verursachern von Salzablagerungen zur Vorbereitung von Sanierungsmaßnahmen unter Hinweis darauf, er sei wegen Gesamtrechtsnachfolge für die gesamten Salzablagerungen auch seiner Rechtsvorgänger verantwortlich, ist ermessensfehlerhaft.
GG Art. 20 Abs. 3
BBodSchG §§ 3 Abs. 1 Nr. 10, 4 Abs. 3 Satz 1, 10 Abs. 1, 13
BBergG § 69 Abs. 2
BBergG § 169 Abs. 2

Aktenzeichen: 10S1478/03 Paragraphen: GGArt.20 BBodSchG§3 BBodSchG§4 BBodSchG§10 BBodSchG§13 BBergG§69 BBergG§169 Datum: 2005-02-22
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

Bayerischer VGH - VG Würzburg
17.02.2005 22 ZB 04.3472
Bodenschutzrechtliche Anordnung von Sanierungsuntersuchungen und -maßnahmen; maßgebliche Sach- und Rechtslage; Auswahlentscheidung bei mehreren denkbaren Verpflichteten; Heranziehung des Grundstückseigentümers bei schwierig zu ermittelndem Verursacher; bodenschutzrechtliche Anordnung einer Untersuchung zur Gefährdungsabschätzung; Ersatzvornahme ohne vorangehende Androhung; Ermittlung der Gefährdung durch die zuständige Behörde durch orientierende Messungen
BBodSchG §§ 4 Abs. 3, 9 Abs. 1, 9 Abs. 2, 10 Abs. 1
BayVwZVG Art. 19 Abs. 1, Art. 32, Art. 35

Aktenzeichen: 22ZB04.3472 Paragraphen: BBodSchG§4 BBodSchG§9 BBodSchG§10 BayVwZVGArt.19 BayVwZVGArt.32 BayVwZVGArt.35 Datum: 2005-02-17
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PDF-DokumentUmweltrecht Naturschutzrecht - Boden/Kontermination Bodenschutz

BVerwG - VGH Mannheim - VG Karlsruhe
17.02.2005 7 C 14.04
Schädliche Bodenveränderung; Gefährdungsabschätzung; Untersuchungsanordnung; nichtförmliches Verwaltungshandeln; Kooperationsprinzip; Kostenerstattung; Analogie; richterliche Rechtsfortbildung; Gutachtenkosten; Rechtsanwaltskosten

1. Die Kosten einer ohne Untersuchungsanordnung vom Grundstückseigentümer durchgeführten Bodenuntersuchung, die den durch vorangegangene Erkundungsmaßnahmen begründeten und nicht vom Eigentümer zu vertretenden Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder einer Altlast nicht bestätigt hat, sind in entsprechender Anwendung des § 24 Abs. 1 Satz 2 BBodSchG erstattungsfähig, wenn die zuständige Behörde die Untersuchung veranlasst und das Untersuchungskonzept gebilligt hat.

2. Die im Zusammenhang mit einer Bodenuntersuchung aufgewendeten Rechtsanwaltskosten gehören nicht zu den Kosten, die in unmittelbarer oder entsprechender Anwendung des § 24 Abs. 1 Satz 2 BBodSchG erstattungsfähig sind.
BBodSchG § 9 Abs. 2 Satz 1
BBodSchG § 24 Abs. 1 Satz 2 VwVfG § 80 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 7C14.04 Paragraphen: BBodSchG§9 BBodSchG§24 VwVfG§80 Datum: 2005-02-17
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PDF-DokumentUmweltrecht Grundstücksrecht - Bodensanierung Boden/Kontermination Haftung Haftungsrecht

VG Aachen
16.02.2005 6 K 1301/01
Kostenerstattung für Bodensanierungen.

Den Ländern ist es verwehrt, über § 24 Abs. 1 Satz 1 BBodSchG hinausgehende bodenschutz- bzw. altlastenrechtliche Kostenerstattungsregelungen zu treffen, also etwa Aufwendungsersatzansprüche einer Behörde im Sinne des § 31 Abs. 7 Nr. 1 LAbfG zu schaffen. Das Bundes-Bodenschutzgesetz stellt auch insoweit gemäß Art. 72 Abs. 1 GG eine abschließende, landesbodenschutz- bzw. altlastenrechtliche Regelungen versperrende Bestimmung dar. (Leitsatz der Redaktion)
BbodSchG § 24
LAbfG NRW § 31
GG Art.72

Aktenzeichen: 6K1301/01 Paragraphen: BBodSchG§24 LAbfGNRW§31 GGArt.72 Datum: 2005-02-16
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PDF-DokumentGebühren- und Abgabenrecht Umweltrecht - Verwaltungsgebühren Sonstiges Gebührenkalkulation Boden/Kontermination Gebühren

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
10.02.2005 2 S 2488/03
Amtshandlung, Verwaltungsgebühr, behördeninterner Vorgang, individuelle Zurechenbarkeit, öffentlich-rechtliche Vereinbarung, Gebührenerhebungspflicht, rechtsstaatliche Bestimmtheit, Doppelbelastung, Sperrwirkung, Kostenbegriff, sachliche Gebührenfreiheit

1. Die Teilnahme eines Behördenbediensteten an einer Besprechung, die auf den Abschluss einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung (hier: Sanierungsvertrag gem. § 13 Abs. 4 BBodSchG) zur Vermeidung einer einseitigen Inanspruchnahme des Zustandsstörers hinzielt, ist eine gebührenpflichtige Amtshandlung im Sinne von § 1 Abs. 1 LGebG und stellt nicht lediglich das gebührenfreie Führen eines "Gesprächs" dar. Keine Amtshandlung ist indes die behördenintern gebliebene Vorbereitung auf die Besprechung.

2. Die bundesrechtliche Kostentragungsregelung in § 24 Abs. 1 S. 1 BBodSchG steht der Erhebung einer Verwaltungsgebühr nach Maßgabe des Landesgebührengesetzes nicht entgegen, die der Deckung des Personal- und Sachaufwands für die Teilnahme eines Bediensteten an der oben genannten Besprechung dient.

3. Die Aufnahme von Gesprächen zur Vorbereitung eines öffentlich-rechtlichen Sanierungsvertrags mit dem Ziel der Bewältigung einer Altlastenproblematik ist in erster Linie von dem privaten Interesse des Zustandsstörers geleitet, eine einseitige Inanspruchnahme durch Verwaltungsakt zu vermeiden. Diese Interessenlage rechtfertigt keine sachliche Gebührenfreiheit nach § 5 Abs. 1 Nr. 7 LGebG.

4. Bei der Ermittlung des Personalkostenaufwands für die Teilnahme eines Behördenbediensteten an oben genannten Gesprächen kann auf die bei Vornahme der Amtshandlung jeweils geltende Fassung der Verwaltungsvorschrift des Finanzministeriums über die Berücksichtigung des Verwaltungsaufwands bei der Festlegung von Verwaltungs- und Benut-zungsgebühren und von sonstigen Entgelten für die Inanspruchnahme der Landesverwaltung - VwV-Kostenfestlegung - zurückgegriffen werden.
GG Art. 72 Abs. 1, Art. 84 Abs. 1
BBodSchG § 24 Abs. 1 Satz 1
LGebG §§ 1, 2, 3, 5 Abs. 1 Nr. 7, 11 Abs. 1 Satz 3
GebVO i.F.m. GebVerz Nr. 1.2.18

Aktenzeichen: 2S2488/03 Paragraphen: GGArt.72 GGArt.84 BBodSchG§24 LGebG§1 LGebG§2 LGebG§3 LGebG§4 LGebG§5 LGebG§11 Datum: 2005-02-10
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PDF-DokumentUmweltrecht Naturschutzrecht - Boden/Kontermination Sonstiges Bodenschutz

VG Minden
02.02.2005 11 K 7572/03
Die Beteiligten streiten um die Sanierung des etwa 6900 m2 großen Grundstückes.

1. Nach § 9 Abs. 2 Satz 1 BBodSchG kann die zuständige Behörde anordnen, dass die in § 4 Abs. 3, 5 und 6 BBodSchG genannten Personen die notwendigen Untersuchungen zur Gefährdungsabschätzung durchzuführen haben. Voraussetzung hierfür ist, dass auf Grund konkreter Anhaltspunkte der hinreichende Verdacht einer schädlichen Bodenveränderung oder einer Altlast besteht. Konkrete Anhaltspunkte liegen nach § 3 Abs. 4 Satz 1 BBodSchV vor, wenn Untersuchungen eine Überschreitung von Prüfwerten ergeben haben oder wenn auf Grund einer Bewertung nach § 4 Abs. 3 BBodSchV eine Überschreitung von Prüfwerten zu erwarten ist.

2. Auswahl zwischen mehreren potenziellen Sanierungspflichtigen i.S.d. § 4 Abs. 3 Satz 1 BbodSchG. (Leitsatz der Redaktion)
BBodSchG §§ 4,9

Aktenzeichen: 11K7572/03 Paragraphen: BBodSchG§4 BBodSchG§9 Datum: 2005-02-02
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PDF-DokumentUmweltrecht Naturschutzrecht - Boden/Kontermination Verjährung Bodenschutz

VG Kassel
20.01.2005 7 E 1152/01
ALTLAST; ERSATZVORNAHME; FÄLLIGKEIT; KOSTEN; SANIERUNG; VERJÄHRUNG

Die Klägerin wendet sich gegen die Auferlegung von Kosten der Ersatzvornahme im Rahmen einer Sanierung einer Altlast nach dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG).

Zur Anwendung des § 24 Abs. 1 BbodSchG, Verjährung.
BBodSchG § 24
HVwKostG § 13
HVwKostG § 19
HVwVG § 74
VKostO § 14

Aktenzeichen: 7E1152/01 Paragraphen: BBodSchG§24 HVwKostG§13 HVwKostG§19 HVwVG§74 VKostO§14 Datum: 2005-01-20
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PDF-DokumentProzeßrecht Umweltrecht Grundstücksrecht - Verwaltungsverfahren Verwaltungsakt Zustellung Boden/Kontermination Bodensanierung Haftungsrecht

OVG Lüneburg
15.12.2004 7 LB 247/02
Altlastenhaftung eines Komplementärs; Altlastensanierung; Rechtsnachfolge; Verantwortliche Person; Vollzug eines Verwaltungsakts

Sicherungs- und Sanierungsanordnung gegen die Rechtsnachfolgerin einer Komplementärin
HGB §§ 128, 159 I, 161 II
NAbfG 1994 § 35 I
NAbfG 1994 § 31 VI

Aktenzeichen: 7LB247/02 Paragraphen: HGB§128 HGB§159 HGB3161 NAbfG§35 NAbfG§31 Datum: 2004-12-15
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PDF-DokumentUmweltrecht Schadensrecht - Boden/Kontermination Haftungsrecht

Bayerischer VGH - VG Bayreuth
29.11.2004 22 CS 04.2701
Altlast, Personengesellschaft, Gesellschafterhaftung, Haftung für öffentlich-rechtliche Verbindlichkeiten, sanierungspflichtige Personen, Durchgriffshaftung, Rechtsstaatliches Bestimmtheitserfordernis, Kostenhaftung eines OHG-Gesellschafters

Der nach § 128 HGB haftende Gesellschafter einer OHG, die eine Altlast verursacht hat, kann wegen der insoweit abschließenden Regelung im Bundes-Bodenschutzgesetz nicht unmittelbar zu Sanierungsmaßnahmen herangezogen werden.
BBodSchG § 4
HGB §§ 128, 130, 159, 160
BGB §§ 31, 138
LStVG Art. 9 Abs. 1 Satz 4
KG Art. 2 Abs. 2
KG Art. 15

Aktenzeichen: 33CS04.2701 Paragraphen: BBodSchG§4 HGB§128 HGB§130 HGB§159 HGB§160 BGB§31 BGB3138 LStVGArt.9 KGArt.2 KGArt.15 Datum: 2004-11-29
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination Haftungsrecht

Bayerischer VGH - VG Regensburg
13.10.2004 22 CS 04.2489
Verpflichtung zur Durchführung einer Detailuntersuchung nach Bodenschutzrecht; Störerauswahl
BBodSchG § 4 Abs. 3 Satz 1
BBodSchG § 9 Abs. 2

Aktenzeichen: 22CS04.2489 Paragraphen: BBodSchG§4 BBodSchG§9 Datum: 2004-10-13
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination Haftung

BVerwG - VG Bayreuth
23.09.2004 7 C 22.03
Bodenschutzrechtliche Anordnung; Ordnungspflichten; Insolvenz; schädliche Bodenveränderungen; Altlasten; kontaminierte Grundstücke; Insolvenzverwalter; störender Massegegenstand; Zustandsverantwortlichkeit; Masseverbindlichkeit, Insolvenzforderung; Ordnungsrecht; Insolvenzrecht; Freigabe; massefreies Vermögen; Sittenwidrigkeit; Eigentumsaufgabe; Eigentumsinhaltsbestimmungen; Verhältnismäßigkeit

1. Der Insolvenzverwalter kann nach § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG als Inhaber der tatsächlichen Gewalt für die Sanierung von massezugehörigen Grundstücken herangezogen werden, die bereits vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens kontaminiert waren. Eine solche Verpflichtung ist eine Masseverbindlichkeit im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 1 InsO (Bestätigung von BVerwGE 108, 269).

2. Hat der Insolvenzverwalter die kontaminierten Grundstücke aus der Masse freigegeben, darf er nicht mehr nach § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG für deren Sanierung in Anspruch genommen werden; ebenso wenig ist § 4 Abs. 3 Satz 4 Halbsatz 2 BBodSchG entsprechend anwendbar.
GG Art. 14 Abs. 1 Satz 2
GG Art. 14 Abs. 3
BBodSchG §§ 4 Abs. 3, 4 Abs. 6, 9 Abs. 2, 10 Abs. 1 Satz 1
BimSchG §§ 5, 22
KrW-/AbfG § 3 Abs. 5, 3 Abs. 6, 11
InsO §§ 32 Abs. 3 Satz 1, 38, 55 Abs. 1 Nr. 1, 60, 80 Abs. 1, 148 Abs. 1

Aktenzeichen: 7C22.03 Paragraphen: GGArt.14 BBodSchG§4 BBodSchG§9 BBopdSchG§10 BImSchG§5 BImSchG§22 KrW-/AbfG§3 InsO§32 InsO§38 InsO§55 InsO§60 InsO§80 InsO§148 Datum: 2004-09-23
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

Hessischer VGH - VG Darmstadt
23.08.2004 6 TG 1119/03
Altlast, Gefährdungsabschätzung, Konzept, Sanierungsplan, Sanierungsuntersuchung, schädliche Bodenveränderung, Untersuchung

Anordnungen nach dem BundesBodenschutzgesetz

Zur Sanierung von schädlichen Bodenveränderungen kann nach den Vorschriften des Bundes-Bodenschutzgesetzes weder die Vorlage eines Untersuchungskonzepts noch die Erstellung eines Sanierungsplans verlangt werden.

Auch wenn die Notwendigkeit der Sanierung einer schädlichen Bodenveränderung bereits feststeht, kann die Behörde auf der Grundlage des § 9 Abs. 2 BBodSchG weitere Untersuchungen zur Feststellung des Umfangs der Gefährdung anordnen und so die spätere Sanierungsanordnung vorbereiten.
BBodSchG §§ 10, 13, 21 Abs. 2, 9 Abs. 2
BBodSchV §§ 2, 3, 5

Aktenzeichen: 6TG1119/03 Paragraphen: BBodSchG§10 BBodSchG§13 BBodSchG§21 BBodSchG§9 BBodSchVO§2 BBodSchV§3 BBodSchV§5 Datum: 2004-08-23
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Bauordnungsrecht Sonstiges Boden/Kontermination

Hessischer VGH - VG Frankfurt
09.07.2004 3 TG 1812/04
ANALYSE, AUSHUB, BEPROBUNG, BODENFÜLLMATERIAL, SOFORTVOLLZUG, TRÜM-MERGRUNDSTÜCK

Überprüfung von Bodenfüllmaterial

Wer auf einem Trümmergrundstück aus dem 2. Weltkrieg Aushubmaterial ungeprüft wieder in die Baugrube verfüllt, kann sofort vollziehbar zu einer nachträglichen Beprobung des Materials sowie zu einer Analyse und Bewertung verpflichtet werden
HBO 2002 § 53 Abs 2,
VwGO § 80 Abs 2 Nr 4

Aktenzeichen: 3TG1812/04 Paragraphen: HBO§53 VwGO§80 Datum: 2004-07-09
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

BGH - OLG Oldenburg - LG Oldenburg
2.4.2004 V ZR 267/03
Mit der Sanierungsverpflichtung des Gesamtrechtsnachfolgers des Verursachers ist zumindest dann keine unzulässige Rückwirkung des Gesetzes verbunden, wenn die Gesamtrechtsnachfolge nach Mitte der achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts eingetreten ist.
BBodSchG § 4 Abs. 3 Satz 1

a) Jedenfalls wenn die Sanierung auf Grund eines Bescheides der zuständigen Behörde gemäß dem Bundes-Bodenschutzgesetz erfolgt, kann ein bodenrechtlicher Ausgleichsanspruch auch dann bestehen, wenn schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten schon bei Inkrafttreten des Gesetzes am 1. März 1999 vorhanden waren.

b) Mit der Vereinbarung eines Gewährleistungsausschlusses ist nicht zwingend eine Vereinbarung über den Ausschluß des bodenrechtlichen Ausgleichsanspruchs verbunden.

c) Im Einzelfall kann sich auf Grund - auch ergänzender - Vertragsauslegung ergeben, daß ein vereinbarter Ausschluß der Gewährleistung auch den bodenrechtlichen Ausgleichsanspruch erfaßt.

d) Ein Grundstückseigentümer ist an der Geltendmachung des bodenrechtlichen Ausgleichsanspruchs gegen den Verursacher nicht schon dann gehindert, wenn er bei Abschluß des Kaufvertrages auf Grund von Fahrlässigkeit keine Kenntnis von den schädlichen Bodenveränderungen oder der Einordnung als Altlast erlangte.

e) Zum Nachweis der Verursachung sind für den Anspruchsteller Beweiserleichterungen insbesondere analog §§ 6, 7 UmweltHG eröffnet.
BBodSchG § 24 Abs. 2

Aktenzeichen: VZR267/03 Paragraphen: BBodSchG§4 BBodSchG§24 Datum: 2004-04-02
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination Haftungsrecht

VG Osnabrück
21.11.2003 2 A 34/02
Verbindlichkeitserklärung eines Sanierungsplans
1. Der Eigentümer eines Altlastengrundstücks kann in den Fällen, in denen der (Mit-)Verursacher einer bereits länger zurückliegenden schädlichen Bodenveränderung nicht mehr existiert, regelmäßig zur Sanierung des Grundstücks herangezogen werden, auch wenn er die von seinem Grundstück ausgehenden Gefahren nicht selbst verschuldet hat.

2. Die Sanierung ist wirtschaftlich regelmäßig dann zumutbar, wenn die veranschlagten Sanierungskosten den (künftigen) Verkehrswert des Grundstücks nach durchgeführter Sanierung nicht übersteigen.
BBodSchG §§ 13 I 1;13 VI 1; 2 V; 4 III
GG Art. 14 I 2

Aktenzeichen: 2A34/02 Paragraphen: BBodSchG§13 BBodSchG§2 BBodSchG§4 GGArt.14 Datum: 2003-11-21
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

Bayerischer VGH
25.11.2002 22 B 00.1203
Verunreinigung des ehemaligen Standorts einer chemischen Reinigung mit LHKW; Nachweiserfordernisse bei der Heranziehung des Verursachers zur Erkundung und Sanierung der festgestellten Altlast; eine "intertemporale Solidargemeinschaft" aller potenziellen Verursacher wegen; gleichartiger Grundstücksnutzung während verschiedener Zeiträume; Feststellung des Ursachenzusammenhangs anhand gewichtiger Indizien; keine Regelvermutung für einen Verursachungsbeitrag allein aufgrund langjährigen; Betriebs einer chemischen Reinigung; Einzelfall nicht hineichender Gründe für die Heranziehung eines früheren
BayWG Art. 68 a Abs. 1 Satz 2

Aktenzeichen: 22B00.1203 Paragraphen: BayWGArt.68a Datum: 2002-11-25
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination Gebühren

Bayerischer VGH
7.11.2002 22 CS 02.2577
Bodenschutzrechtliche Untersuchungsanordnung zur Gefahrenabschätzung; Begründung für die Anordnung der sofortigen Vollziehbarkeit; Interessenabwägung im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes; Sanierungspflicht des Grundstückseigentümers; Beschränkung der Sanierungspflicht des früheren Grundstückseigentümers; Schutz des Vertrauens des Erwerbers eines Grundstücks auf das Nichtvorhandensein von schädlichen Bodenveränderungen; Bestimmtheit der Zwangsgeldandrohung.
VwGO § 80 Abs. 3 Satz 1, Abs. 5 BbodSchG § 4 Abs. 3, Abs. 5, Abs. 6, § 9 Abs. 2 GG Art. 14 Abs. 1 BayVwZVG Art. 31 Abs. 2, Art. 36 Abs. 1

Aktenzeichen: 22Cs02.2577 Paragraphen: VwGO§80 BBodSchG§4 BBodSchG§9 GGArt.14 BayVwZVGArt.31 BayVwVZGArt.36 Datum: 2002-11-07
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PDF-DokumentUmweltrecht - Boden/Kontermination

OVG Saarlouis
30.09.2002 3 Q 183/00
Die vorrangige immissionsschutzrechtliche Hauptpflicht des Betreibers einer Wurftaubenschießanlage zur Nachsorge und damit zur Entfernung und Entsorgung einer grenzwertüberschreitenden allein betriebsbedingten konkret grundwassergefährdenden Bleikontamination des oberflächennahen Waldbodens mit rund 31 Tonnen Blei wird nicht in Frage gestellt durch die vom Betreiber behauptete und erst noch zu klärende historische Bleikontamination mit rund 7 Tonnen Blei im wesentlich tieferen Waldboden.

Aktenzeichen: 3Q183/00 Paragraphen: Datum: 2002-09-30
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