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PDF-DokumentSonstige Rechtsgebiete Gebühren- und Abgabenrecht - Insolvenzrecht Insolvenz

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
19.6.2019
10 C 2.18

Insolvenzrechtliche Begründung (§ 38 InsO) eines öffentlich-rechtlichen Erstattungsanspruchs

Ein öffentlich-rechtlicher Erstattungsanspruch nach § 49a Abs. 1 VwVfG ist im Sinne von § 38 InsO auch dann bereits begründet und damit Insolvenzforderung, wenn zur Zeit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens der Widerrufsgrund des Auflagenverstoßes gemäß § 49 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 VwVfG gegeben ist (Fortführung von BVerwG, Urteil vom 26. Februar 2015 - 3 C 8.14 - BVerwGE 151, 302).

VwVfG § 49 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 und 2
InsO §§ 38, 185 Satz 1

Aktenzeichen: 10C2.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-19
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PDF-DokumentProzeßrecht - Gericht Urteil/Beschluß

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
9.5.2019
7 C 34.17

Abschluss des Verfahrens; Ausschlussgrund; Beeinträchtigung; Beratung; Beratungsgegenstand; Beratungsprozess; Beratungsverfahren; Bereichsausnahme; Berichterstatter; Beschlussabteilung; Bundeskartellamt; Fusion; Fusionsverfahren; Informationsfreiheit; Informationszugang; Kollegialorgan; Kollegialprinzip; Meinungsbildung; Teilbereichsausnahme; Vermerk; Vertraulichkeit; Vorprüfungsverfahren; Votum; Zusammenschluss; Zusammenschlussverfahren; einengende Vorwirkung; notwendige Vertraulichkeit; offene Meinungsbildung;

Kein Informationszugang zu Votum des Berichterstatters des Bundeskartellamts

Beratungsvermerke (Voten) der Berichterstatter von Beschlussabteilungen des Bundeskartellamts unterliegen dem Vertraulichkeitsschutz für Beratungen von Behörden nach § 3 Nr. 3 Buchst. b IFG.

IFG § 3 Nr. 3 Buchst. b, § 4 Abs. 1, § 7 Abs. 2
GWB § 51

Aktenzeichen: 7C34.17 Paragraphen: Datum: 2019-05-09
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Polizeirecht Sicherheit

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
8.5.2019
7 C 28.17

Abwägung; Antrag; Begründungspflicht; Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse; Geheimhaltungsinteresse; Informationsinteresse; Kommunikation in Umweltfragen; Kommunikationsstrategie; Rechte am geistigen Eigentum; Stuttgart 21; Verfahrensfehler; Wahrscheinlichkeitsmaßstab; Zugang zu Umweltinformationen; gerichtliche Kontrolle; mögliche Auswirkung auf Umweltbestandteile; Äußerungen eines Polizeibeamten; öffentliches Interesse an der Bekanntgabe;

Zugang zu Umweltinformationen über Stuttgart 21
Ob Maßnahmen oder Tätigkeiten im Sinne des § 2 Abs. 3 Nr. 3 UIG sich auf Umweltbestandteile oder -faktoren wahrscheinlich auswirken können, kann in Anlehnung an den allgemeinen ordnungsrechtlichen Wahrscheinlichkeitsmaßstab festgestellt werden; es genügt die nicht nur fernliegende oder theoretische Möglichkeit einer Beeinträchtigung (Fortführung von BVerwG, Urteil vom 27. November 2014 - 7 C 12.13 - BVerwGE 150, 383 Rn. 25).

RL 2003/4/EG Art. 2 Nr. 1 Buchst. c, Art. 3 Abs. 1,
RL 2003/4/EG Art. 4 Abs. 2 Unterabs. 1 Buchst. d und e, Abs. 5 Satz 2
UIG § 2 Abs. 3 Nr. 3 Buchst. a
UVwG BW § 23 Abs. 3 Nr. 3 Buchst. a, § 24 Abs. 1 Satz 1, § 25 Abs. 1,
UVwG BW § 27 Abs. 1 Satz 3, § 29 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 und 3

Aktenzeichen: 7C28.17 Paragraphen: Datum: 2019-05-08
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht

BVerwG - OVG Koblenz - VG Trier
14.6.2019
7 B 25.18

Mündliche Verhandlung; Schriftsatzfrist; Verwirkung; Vorverfahren; Widerspruch; Widerspruchsfrist; ehrenamtliche Richter; einstimmige Entscheidung durch Beschluss; gesetzlicher Richter; nachgelassener Schriftsatz; rechtliches Gehör; wasserrechtliche Ausnahmegenehmigung;

Erforderlichkeit einer mündlichen Verhandlung in der Berufungsinstanz

Eine Entscheidung des Berufungsgerichts nach § 130a VwGO ist nicht deswegen ausgeschlossen, weil das Verwaltungsgericht nach ordnungsgemäßer Durchführung einer mündlichen Verhandlung bei der Beratung über einen nachgelassenen Schriftsatz verfahrensfehlerhaft die ehrenamtlichen Richter übergangen hat.

EMRK Art. 6 Abs. 1
GG Art. 101 Abs. 1 Satz 2, Art. 103 Abs. 1
VwGO § 108 Abs. 2, § 130a

Aktenzeichen: 7B25.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-14
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht

BVerwG - OVG Lüneburg - VG Hannover
9.7.2019
6 B 2.18

Divergenzzulassung; Einheitlichkeit der Rechtsprechung im Verwaltungsrechtsweg; Videobeobachtung; maßgebender Zeitpunkt; Änderung der Sach- und Rechtslage; Überzeugungsgrundsatz; öffentlicher Personennahverkehr;

Beanstandung einer Videobeobachtung in Bussen und Bahnen nach dem Bundesdatenschutzgesetz a.F.

Sinn und Zweck des § 132 Abs. 2 Nr. 2 VwGO, die Einheitlichkeit der Rechtsprechung im Verwaltungsrechtsweg zu sichern, fordern eine Revisionszulassung nicht, wenn die Rechtsprechung, von der das Berufungsgericht abgewichen ist, nach der aktuellen höchstrichterlichen Rechtsprechung in einem Revisionsverfahren nicht mehr zur Anwendung kommt.

GG Art. 103 Abs. 1
BDSG a.F. § 6b Abs. 1, § 38 Abs. 5 Satz 1
VwGO § 108 Abs. 1 Satz 1, § 108 Abs. 2, § 132 Abs. 2, § 133 Abs. 3 Satz 3

Aktenzeichen: 6B2.18 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht - Baugenehmigungsrecht Bauleitplanung Bebauungsplan Dorgebiet Nachbar/Nachbarrecht

BVerwG - Sächsisches OVG - VG Chemnitz
6.6.2019
4 C 10.18

Eigenart der näheren Umgebung; Faktisches Baugebiet; Gebietserhaltungsanspruch; Gemengelage; Gewerbebetrieb; Prüfungsgegenstand; Prüfungsmaßstab; Vorhaben; Vorhabengrundstück; nicht wesentlich störender Gewerbebetrieb; störender Gewerbebetrieb; unbeplanter Innenbereich; ungenehmigte Nutzung;

Nachbarschutz im faktischen Dorfgebiet

Bei der Prüfung nach § 34 Abs. 2 BauGB, ob die Eigenart der näheren Umgebung einem der Baugebiete nach der Baunutzungsverordnung entspricht, ist ein bereits verwirklichtes Vorhaben nicht zu berücksichtigen, das selbst Gegenstand der bauplanungsrechtlichen Beurteilung ist.

BauGB § 34 Abs. 2
BauNVO § 5 Abs. 1 und 2
SächsBO § 80 Satz 2

Aktenzeichen: 4C10.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
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PDF-DokumentProzeßrecht - Kostenrecht

BVerwG
27.6.2019
2 KSt 1.19

Aufwendung; Bahnfahrkarte; Behördenvertreter; Deutsche Bahn; Einsparmöglichkeit; Erinnerung; Erstattungsfähigkeit; Flexpreisticket; Gerichtstermin; Kostenerstattung; Kostenfestsetzung; Kostenfestsetzungsbeschluss; Kostengünstigkeit; Kostenminderungspflicht; Kostenvermeidung; Notwendigkeit; Reisekosten; Sparangebot; Sparsamkeit; Spartarif; Supersparpreis; Terminaufhebung; Verfahrensbeteiligter; Zugbindung; außergerichtliche Kosten; mündliche Verhandlung; zweckentsprechende Rechtsverteidigung;

Erstattungsfähigkeit von Reisekosten eines Verfahrensbeteiligten; Fahrkarten der Deutschen Bahn im Flexpreistarif; keine Beschränkung auf Sparangebote

Reisekosten eines Verfahrensbeteiligten in Gestalt von Fahrkarten der Deutschen Bahn im sog. "Flexpreis"-Tarif sind stets erstattungsfähig i.S.v. § 162 Abs. 1 VwGO. Die Pflicht, die notwendigen Kosten der Rechtsverfolgung so niedrig wie möglich zu halten, führt nicht dazu, dass der Erstattungsanspruch auf den Betrag eines eventuellen Sparangebots ("Super-Sparpreis") reduziert wäre.

VwGO § 151, § 162 Abs. 1, § 165, § 173
ZPO § 91 Abs. 1 Satz 2
JVEG § 5
BRKG §§ 3, 4

Aktenzeichen: 2KSt1.19 Paragraphen: Datum: 2019-06-27
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Zulagen

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
6.6.2019
2 C 9.18

Ausgleichszulage; Einbau der Sonderzuwendung in das Grundgehalt; Einrechnung; Gebot der größtmöglichen Wahrung der beamtenrechtlichen Rechtsstellung; Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung; Verringern von Dienstbezügen; dynamische Rechtsstandswahrung; statische (betragsmäßige) Besitzstandswahrung; unfreiwilliger Dienstherrnwechsel;

Ausgleichszulage nach Dienstherrnwechsel gemäß § 4 Abs. 3 RVOrgRefÜG

Die Regelung über die Ausgleichszulage nach § 4 Abs. 3 Satz 3 RVOrgRefÜG ist nicht als dynamische Rechtsstandswahrung, sondern lediglich dahingehend auszulegen, dass sie betragsmäßig den Besitzstand des Beamten im Zeitpunkt seines Übertritts zum neuen Dienstherrn wahrt (Aufgabe von BVerwG, Urteile vom 30. Januar 2014 - 2 C 27.12 - Buchholz 240 § 13 BBesG Nr. 6 und - 2 C 12.13 - juris).

RVOrgRefÜG § 4
BBesG 2002 § 13

Aktenzeichen: 2C9.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht

BVerwG - VG Stuttgart
22.5.2019
1 C 11.18

Asylantragstellung; Flüchtling; Gefahrendichte; Gerichtetheit, beachtliche Verfolgungswahrscheinlichkeit; Gruppe; Gruppenverfolgung; Kriegsverbrechen; Militärangehörigkeit; Militärdienst; Prognose; Sprungrevision; Syrien; Verfolgungsgrund; Verfolgungshandlung; Verknüpfung; Verweigerung; entscheidungserheblich; illegale Ausreise; menschenrechtswidrige Behandlung; politische Überzeugung; regimefeindliches Gebiet; sunnitische Glaubenszugehörigkeit; widersprüchliche Tatsachenfeststellungen; Überzeugungsgrundsatz;

Widersprüchliche Tatsachenfeststellungen im Urteil

Bleibt aufgrund widersprüchlicher tatsächlicher Feststellungen des Tatsachengerichts offen, von welchem Sachverhalt das Gericht im Rahmen seiner Sachverhalts- und Beweiswürdigung überzeugt ist, fehlt es an einer dem § 108 Abs. 1 VwGO genügenden richterlichen Überzeugungsbildung.

AsylG § 3 Abs. 1 und 4, § 3a Abs. 1, 2 Nr. 5 und Abs. 3, § 3b Abs. 1 Nr. 5
VwGO § 108 Abs. 1 Satz 1, §§ 134, 144 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2

Aktenzeichen: 1C11.18 Paragraphen: Datum: 2019-05-22
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Versammlungsrecht

Thüringer OVG - VG Gera
17.7.2019
3 ZKO 422/16

Teilnahme an Einwohnerversammlungen nach KomO TH 2003 § 15 für ortsfremde Personen

1. Die Einwohnerversammlung nach § 15 ThürKO ist keine öffentliche Versammlung i. S. des Art 8 Abs 1 GG, § 1 Abs 1 S 1 VersammlG.(Rn.5) 2. Ortsfremde Personen haben grundsätzlichen keinen Anspruch auf Teilnahme an der Einwohnerversammlung.(Rn.8)

3. Der Bürgermeister als Leiter der Einwohnerversammlung kann im Rahmen des ihm zustehenden Hausrechts eine Ermessensentscheidung über den Ausschluss anwesender Personen treffen.(Rn.8)

GG Art 8 Abs 1
KomO TH 2003 § 15

Aktenzeichen: 3ZKO422/16 Paragraphen: Datum: 2019-07-17
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PDF-DokumentProzeßrecht - Befangenheitsrecht

Thüringer OVG - VG Weimar
16.7.2019
3 KO 35/15

(Keine) Besorgnis der Befangenheit wegen Verfahrensverzögerungen

1. Grundsätzlich liegt keine Befangenheit darin, dass der Berichterstatter durch die Anfrage nach § 130 a VwGO zu erkennen gegeben hat, dass er derzeit nicht der Rechtsauffassung des Klägers folgt.(Rn.7)

2. Zwar können unter besonderen Umständen auch Verfahrensfehler oder der Vorwurf der unzureichender Verfahrensleitung die Besorgnis der Befangenheit rechtfertigen, aber nur, wenn sich dadurch der betroffenen Partei der Eindruck einer willkürlichen oder auf Voreingenommenheit beruhenden Verfahrensgestaltung aufdrängt.(Rn.8)

3. Ebenso ist auch eine von den Beteiligten als unzumutbar empfundene Verfahrenslänge für sich genommen grundsätzlich kein Ablehnungsgrund.(Rn.10)

VwGO § 54 Abs 1, § 130a
ZPO § 42 Abs 2

Aktenzeichen: 3KO35/15 Paragraphen: Datum: 2019-07-16
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PDF-DokumentKommunalrecht - Satzungsrecht

Thüringer OVG - VG Gera
17.7.2019
3 EO 281/19

Auslegung der Bekanntmachungsregeln in einer gemeindlichen Hauptsatzung Die Hauptsatzung einer Gemeinde kann für die im Wege des öffentlichen Aushanges vorgesehene Bekanntmachung von Gemeinderatsbeschlüssen nach § 40 Abs 2 ThürKO die Anwendbarkeit der einschlägigen Regelungen der ThürBekVO anordnen mit der Folge, dass der dort geregelte Fristenlauf zu beachten ist.(Rn.6)

BekV TH § 2, § 6
EBBG TH § 12

Aktenzeichen: 3EO281/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-17
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Immissionsschutz Windernergieanlagen Baugenehmigungsrecht

Sächsisches OVG - VG Dresden
8.8.2019
1 B 439/18

Auslegung, Zustellung

1. Die Bekanntgabe des Genehmigungsbescheids vom 12. Dezember 2016 erfolgte auf Antrag der Beigeladenen im Weg der öffentlichen Bekanntmachung im Amtsblatt des Antragsgegners am 3. Februar 2017 (§ 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 3 Satz 1 VwVfG). Der Bescheid galt danach mit dem Ende der Auslegungsfrist von zwei Wochen am 17. Februar 2017 als zugestellt.

2. Hingewiesen wurde dabei nicht nur auf den Auslegungszeitraum vom 4. Februar 2017 bis zum 17. Februar 2017, die bewirkte Zustellung mit dem Ende der Auslegungsfrist, sondern auch auf den Ort der Einsichtnahme (§ 21a Abs. 1 Satz 3 9. BIMSchV, § 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 4 Satz 3 VwVfG). Ferner war dem Genehmigungsbescheid eine zutreffende Rechtsbehelfsbelehrung (§ 58 Abs. 1 VwGO) beigefügt, auf die auch im Rahmen der öffentlichen Bekanntmachung hingewiesen wurde. Die Voraussetzungen für den Eintritt der Fiktion der Bekanntgabe gem. § 1 SächsVwVfZG i. V. m. § 41 Abs. 4 Satz 1 und Satz 3 VwVfG wurden damit erfüllt.

VwGO § 70 Abs 1
BImSchG § 19, § 10 Abs 7, § 10 Abs 8
VwVfG § 41 Abs 3 S 1

Aktenzeichen: 1B439/18 Paragraphen: Datum: 2019-08-08
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PDF-DokumentDienstrecht - Dienstfähigkeit/Unfähigkeit

OVG Schleswig-Holstein - VG Schleswig
24.7.2019
2 MB 1/19

1. Eine Untersuchungsanordnung zur Feststellung der Dienstfähigkeit eines Beamten im Rahmen eines Zurruhesetzungsverfahrens ist gemäß § 44a VwGO nicht isoliert angreifbar (unter Aufgabe der bisherigen Rechtsprechung, vgl. Beschluss vom 25. August 2014 – 2 MB 14/14 – Juris Rn. 5, ebenso: BVerwG, Beschluss vom 14. März 2019 – 2 VR 5.18 – Juris LS 1 und Rn. 18).

2. Ein Betroffener genügt mit der bloßen Behauptung, von ihm selbst eingereichte Dienstunfähigkeitsbescheinigungen und bei ihm selbst durchgeführte Untersuchungen könnten weitere Inhalte insbesondere zu seinen zugrundeliegenden Erkrankungen haben, seinen Darlegungspflichten nicht, da beides Gegenstand seiner eigenen Wahrnehmung war.

Aktenzeichen: 2MB1/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-24
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Verkehrsrecht

OVG Sachsen-Anhalt - VG Halle
15.7.2019
3 M 123/19

Zur Anordnung der sofortigen Vollziehung einer Fahrerlaubnisentziehung aufgrund Alkoholmissbrauchs

VwGO § 80 Abs 3 S 1
StVG § 3 Abs 1
FeV § 46, § 11 Abs 8

Aktenzeichen: 3M123/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-15
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PDF-DokumentBeruf- und Ausbildung - Hochschulrecht

OVG Saarland - VG Saarland
24.7.2019
1 B 61/19.NC
1 B 62/19.NC
1 B 63/19.NC
1 B 64/19.NC
1 B 65/19.NC

(Kapazitätsberechnung im Studiengang Humanmedizin; hier: curricularer Eigenanteil der vorklinischen Lehreinheit und Schwundberechnung)

1. Zur Frage, ob eine etwaige Überschreitung des Gesamtcurricularnormwertes infolge eines überhöhten Ausbildungsaufwands der klinischen Lehreinheit die Hochschule zur Kürzung des curricularen Eigenanteils der vorklinischen Lehreinheit verpflichtet.(Rn.8)

2. Korrektur der Schwundberechnung.(Rn.18)

KapVO SL § 7 Abs 3, § 8 Abs 1 S 3, § 9
GG Art 5 Abs 3, Art 12 Abs 1

Aktenzeichen: 1B61/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-24
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PDF-DokumentBeruf- und Ausbildung - Hochschulrecht

OVG Saarland - VG Saarland
24.7.2019
1 B 51/19.NC
1 B 52/19.NC
1 B 53/19.NC
1 B 54/19.NC
1 B 55/19.NC

Vorläufige Zulassung zum Studium der Humanmedizin WS 2018/2019
Fortführung der Senatsrechtsprechung zur Beschränkung der vorläufigen Zulassung auf den vorklinischen Studienabschnitt

KapVO SL § 11 Abs 2
LehrVerpflV SL § 5

Aktenzeichen: 1B51/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-24
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PDF-DokumentUmweltrecht - Wasserrecht

OVG Saarland - VG Saarland
31.7.2019
1 A 259/18

Wasserrechtliche Beseitigungsanordnung, Rückbau, Brücke, Entfernung von Baumaterialien und eines Häuschens, Ermessensentscheidung, Einschreitenskonzept, vergleichbare Anlagen

Einzelfall einer erfolglosen Klage gegen eine wasserrechtliche Beseitigungsanordnung

WasG SL § 56 Abs 3 S 2 Nr 1a, § 78 Abs 1 Nr 1, § 78 Abs 3, § 83 Abs 3

Aktenzeichen: 1A259/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-31
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit Prozeßrecht - Rechtliches Gehör Asylrecht Verfahrensrecht

OVG NRW - VG Minden
8.8.2019
4 A 3086/19.A

Erfolgreiche Gehörsrüge wegen fehlerhafter Bejahung der Wirksamkeit einer fiktiven Klagerücknahme

Das Gericht verletzt das rechtliche Gehör eines Asylklägers, wenn es eine anlasslose fehlerhafte Melderegisterabfrage zum Anlass für eine Betreibensaufforderung nimmt und die Klage nach fruchtlosem Fristablauf als zurückgenommen ansieht.

GG Art. 103 Abs. 1
AsylVfG 1992 § 78 Abs 3, § 81 S1

Aktenzeichen: 4A3086/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-08
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PDF-DokumentDienstrecht - Beförderung

OVG NRW - VG Münster
14.8.2019
1 B 612/19

Vorläufige Untersagung der Besetzung von Beförderungsstellen (Beförderungsrunde 2017/18; Beförderung nach BesGR A 9_vz)

1. Zusammenfassende Darstellung der Anforderungen, die sich auf der Grundlage der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zur Begründung dienstlicher Beurteilungen nach der ständigen Rechtsprechung des Senats für diejenigen dienstlichen Beurteilungen ergeben, die nach den aktuellen "Beurteilungsrichtlinien für die bei der Deutschen Telekom AG beschäftigten Beamtinnen und Beamten" erstellt worden sind und eine/n im Beurteilungszeitraum höherwertig beschäftigte/n Beamtin/Beamten betreffen.

2. War die/der zu beurteilende Beamtin/Beamte im Beurteilungszeitraum (deutlich) höherwertig eingesetzt, muss in der Beurteilung auch erläutert werden, weshalb die Höherwertigkeit der Tätigkeit bei den Einzelnoten gerade wie geschehen in Ansatz gebracht worden ist. Das gilt insbesondere dann, wenn die Beurteiler zur Berücksichtigung der höherwertigen Tätigkeit nicht alle, sondern nur bestimmte einzelne Einzelkriterien höher bewertet haben als es nach den Bewertungen der unmittelbaren Führungskraft in der von dieser vorgelegten Stellungnahme geschehen ist.

3. Es kann weder den Beurteilungsrichtlinien der Deutschen Telekom AG noch der einschlägigen Beurteilungspraxis entnommen werden, dass die Gesamtnote "Hervorragend" ausschließlich deutlich höherwertig beschäftigten Beamtinnen/Beamten vorbehalten wird und von statusamtsentsprechend eingesetzten Beamtinnen/Beamten selbst bei optimaler Erfüllung der Anforderungen des Statusamtes (faktisch) nicht erreicht werden kann.

4. Die ausgeworfene Gesamtnote wird nicht schon durch solche vergleichenden Erwägungen hinreichend nachvollziehbar begründet, die die im Vergleich zu der/dem Beamtin/Beamten besser beurteilten Mitglieder der Vergleichsgruppe anhand unkonkreter Begrifflichkeiten ("vergleichbare Bewertung", "geringfügig schlechtere Leistungseinschät-zung", "deutlich höherwertig eingesetzt") bezeichnen.

GG Art 33 Abs 2

Aktenzeichen: 1B612/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-14
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht

OVG NRW - VG Aachen
12.8.2019
1 A 1029/17

Ruhen von Versorgungsbezügen - hier: Berufungszulassungsantrag erfolglos

Nichterfüllung der Voraussetzungen für eine Zulassung der Berufung hinsichtlich der Frage zur gerichtlichen Klärung, ob es mit dem Alimentationsgrundsatz und dem europarechtlichen Diskriminierungsverbot vereinbar ist, das Anwachsen der Versorgungsanwartschaft eines Beamten mit dem Erreichen von 40 ruhegehaltsfähigen Dienstjahren und dem damit verbundenen Erreichen eines Höchst-Ruhegehaltssatzes von 71,75 v. H. enden zu lassen und im Zuge dessen die Vorlage dieser Frage an den Gerichtshof der Europäischen Union anregt. (Hier Entscheidungserheblichkeit abgelehnt)

BeamtVG § 55

Aktenzeichen: 1A1029/17 Paragraphen: Datum: 2019-08-12
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PDF-DokumentFörderung- und Unterstützung - BAföG

OVG Hamburg - VG Hamburg
26.7.2019
4 Bf 175/18.Z

1. Im Falle der als Darlehen zu gewährenden Studienabschlussförderung nach §§ 15 Abs. 3a, 17 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BAföG ist nach der Ausnahmeregelung des § 17 Abs. 3 Satz 3 BAföG zusätzlich nur die Leistung des Kinderbetreuungszuschlags nach § 14b als Zuschuss möglich.

2. § 17 Abs. 3 Satz 3 BAföG erfasst nicht die Fälle, in denen die Umstände, die zu einer Zuschussförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus nach § 15 Abs. 3 Nr. 5 BAföG geführt haben (hier: Betreuung von Kindern), während der Gewährung von Studienabschlussförderung fortbestehen.

BAföG § 15 Abs 3 Nr 5, § 15 Abs 3a, § 17 Abs 3 S 1 Nr 3, § 15 Abs 3 S 3

Aktenzeichen: 4Bf175/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-26
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht Visum

OVG Hamburg - VG Hamburg
9.7.2019
1 Bs 133/19

Wirkungen der verspäteten Klageerhebung eines Wiedereinsetzungsantrages; Notwendigkeit der Visumeinholung zwecks Führung einer ehelichen Lebensgemeinschaft nach visumsfreier Einreise zum Zweck der Asylantragstellung; Wirksamkeit einer „Handschuhehe“

1. Wird gegen einen Bescheid verspätet Klage erhoben und Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt, so ändert dies als solches nichts an der bereits eingetretenen Bestandskraft des Bescheides und im Fall der Ablehnung eines Asylantrags am Erlöschen der Aufenthaltsgestattung.(Rn.22)

2. Die visumfreie Einreise zum Zweck der Asylantragstellung befreit nach negativem Abschluss des Asylverfahrens nicht vom grundsätzlich bestehenden Erfordernis, für einen Daueraufenthalt zu dem Zweck, eine eheliche Lebensgemeinschaft zu führen, ein entsprechendes Visum einzuholen.(Rn.36)

3. Es bleibt offen, ob eine im Ausland durch Stellvertreter erfolgte Eheschließung ("Handschuhehe"), bei der die Eheschließenden selbst im Bundesgebiet bleiben, mit einer Eheschließung im Bundesgebiet im Sinn von § 39 S 1 Nr 5 AufenthV gleichzustellen ist.(Rn.39)

AufenthG 2004 § 10 Abs 1, § 10 Abs 3 S 3, § 28 Abs 1 S 1 Nr 1, § 28 Abs 1 S 3,
AufenthG 2004 § 5 Abs 2 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: 1BS133/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentBeruf- und Ausbildung - Prüfungsrecht

OVG Bremen - VG Bremen
28.5.2019
2 PA 279/18

Rücktritt von einer Prüfung wegen Krankheit; Notwendigkeit der Unverzüglichkeit der Rücktrittserklärung bei abweichende Praxis Rücktritt von einer Prüfung wegen Krankheit; Unverzüglichkeit der Rücktrittserklärung, abweichende Praxis(Rn.17)(Rn.22)

1. Krankheitsbedingte Prüfungsunfähigkeit ist ein triftiger Grund, der zum Nichtantritt oder zum Abbruch einer Prüfung berechtigt.(Rn.17)

2. Wird dem Prüfling durch allgemeine Hinweise suggeriert, er könne den Rücktritt bis zu 3 Werktagen nach der Prüfung erklären, kann ihm nicht der Vorwurf des schuldhaften Zögerns gemacht werden, wenn er bei Auftreten von deutlichen Krankheitssymptomen die Prüfung nicht sofort unterbricht, sondern die genannte Frist in Anspruch nimmt.(Rn.22)

GG Art 12 Abs 1

Aktenzeichen: 2PA279/18 Paragraphen: Datum: 2019-05-28
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PDF-DokumentBeruf- und Ausbildung - Prüfungsrecht

OVG Bremen - VG Bremen
28.5.2019
2 PA 240/18

Nachweis einer Prüfungsanmeldung bei einem Online-System

Zum Nachweis einer Prüfungsanmeldung bei einem Online-System(Rn.18)

1. Im Hinblick auf die Bedeutung und die Folgen einer fehlerhaften Prüfungsanmeldung dürfen keine zu geringen Anforderungen an den Nachweis einer wirksamen Prüfungsanmeldung gestellt werden.(Rn.18)

2. Eine wirksame Prüfungsanmeldung wird grundsätzlich durch den Inhalt der Prüfungsakte nachgewiesen.(Rn.19)

GG Art 12 Abs 1

Aktenzeichen: 2PA240/18 Paragraphen: Datum: 2019-05-28
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PDF-DokumentProzeßrecht - Kostenrecht

OVG Bremen - VG Bremen
4.6.2019
2 LC 138/18

Reisekostenerstattung für VROLG für Teilnahme an der mündlichen Verhandlung des EuGH in einem Vorabentscheidungsverfahren; Umfang der Arbeitspflichten eines Richters, hier Sicherstellung der Erreichbarkeit und Herbeirufbarkeit

1. Kein Anspruch eines Vorsitzenden Richters am OLG auf Reisekostenerstattung für eine Reise nach Luxemburg zur Teilnahme an der mündlichen Verhandlung des EuGH im Vorabentscheidungsverfahren.(Rn.52)

2. Aus der allgemeinen Arbeitspflicht des Richters (§ 71 DRiG iVm. § 34 S 1 und 2 BeamtStG) folgt die Verpflichtung eines Richters, zur Wahrnehmung unaufschiebbarer Dienstgeschäfte an das Gericht zurückzukehren und zu diesem Zweck seine Erreichbarkeit und Herbeirufbarkeit sicherzustellen.(Rn.86)

BeamtStG § 34
RiG BR § 41 Nr 4
RKG BR 2009 § 2 Abs 2, § 2 Abs 2 S 2

Aktenzeichen: 2LC138/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-04
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht Fristen

OVG Bremen - VG Bremen
24.6.2019
2 LA 162/19

Pflicht zur Einräumung einer Frist zur Stellungnahme im Berufungszulassungsverfahren über die in einem Vergleichsvorschlag gesetzte Frist hinaus und Ankündigung weiteren Vortrags

Keine Frist zur Stellungnahme erforderlich nach Ablehnung eines Vergleichsvorschlages im Berufungszulassungsverfahren und Ankündigung weiteren Vortrags; Zuwarten einer angemessenen Zeit zur Stellungnahme.(Rn.8)

VwGO § 124, § 106

Aktenzeichen: 2LA162/19 Paragraphen: Datum: 2019-06-24
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht

OVG Bremen - VG Bremen
19.6.2019
2 LA 125/18

(Keine) Staatliche Verfolgung in Afghanistan durch Neffen eines Provinzvorstehers

Aus dem Umstand, dass das Verwaltungsgericht die Bedrohungen durch den Neffen eines Provinzvorstehers als kriminelles Unrecht von Privatpersonen und damit als nicht von einem tauglichen Verfolgungsakteur i. S. d. § 3c AsylG ausgehend eingestuft hat, lässt sich nicht schließen, dass das Verwaltungsgericht die Angaben der Asylbewerbers zu der von ihm eingenommenen Machtposition unbeachtet gelassen und dadurch deren Recht auf rechtliches Gehör verletzt hätte, wenn die Angaben des Asylbewerbers in der mündlichen Verhandlung, der Neffe des Provinzvorstehers sei in die Polizeistruktur involviert und die Polizei stehe unter dem Einfluss solcher Leute, noch nicht ohne weiteres die nach § 3c Nr. 3 AsylG erforderliche Annahme zu begründen vermag, die in § 3c Nr. 1 und 2 AsylG genannten Akteure seien erwiesenermaßen nicht in der Lage oder nicht willens, Schutz vor Verfolgung zu bieten. (Rn.18)

AsylG 1992 § 78 Abs 3 Nr 3, § 3c Nr 1, § 3c Nr 3, § 3c Nr 2

Aktenzeichen: 2LA125/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-19
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PDF-DokumentProzeßrecht Dienstrecht - Rechtsmittelrecht Urlaub

OVG Bremen - VG Bremen
28.5.2019
2 LA 124/18

Zulassung der Berufung bei Verfall von Urlaubsansprüchen entgegen dem unionsrechtlichen Mindesturlaubsanspruchs

Eine Berufung ist zuzulassen, soweit der Fortbestand des unionsrechtlichen Mindesturlaubs von vier Wochen aus dem Jahr 2014 in Streit steht.(Rn.12)

UrlV BR
VwGO § 124

Aktenzeichen: 2LA124/18 Paragraphen: Datum: 2019-05-28
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PDF-DokumentProzeßrecht Gebühren- und Abgabenrecht - Kostenrecht Sonstiges

OVG Bremen - VG Bremen
24.6.2019
2 LA 47/18

Kostenfestsetzung aus Anlass der Unterbringung seiner sichergestellten Hunde in einem Tierheim; Umfang der Aufklärungspflicht

1. Es ist nicht zu beanstanden, wenn sich das Verwaltungsgericht seine Überzeugung, dass die für die Unterbringung der Hunde angesetzten Kosten auch tatsächlich angefallen sind, allein unter Berücksichtigung der Ausführungen der Behörde zu der vereinbarten Kostenpauschale und auf der Grundlage der beigebrachten Rechnungen gebildet hat.(Rn.11)

2. Tatsachengerichte die Pflicht, jede mögliche Aufklärung des entscheidungserheblichen Sachverhalts bis zur Grenze der Zumutbarkeit zu versuchen, sofern dies für die Entscheidung des Rechtsstreits erforderlich ist.(Rn.14)

3. Bei den aufgrund von Tierabgabeverträgen an ein Tierheim geleisteten Zahlungen handelt es sich um einen pauschalierten Aufwendungsersatz, nicht aber um einen Veräußerungserlös.(Rn.16)

4. Für eine Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Höhe des durch eine Verwertung erzielten Erlöses ist im Rahmen der Kostentragungspflicht des Verantwortlichen aus § 26 Abs. 3 BremPolG regelmäßig kein Raum.(Rn.17)

PolG BR § 25 Abs 3, § 26 Abs 2 S 1, § 26 Abs 3 S 1
VwGO § 86 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 2LA47/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-24
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht Aufenthaltsrecht

OVG Bremen - VG Bremen
10.7.2019
2 B 316/18

Gründe gegen eine Verteilung nach Bestandskraft der Vorspracheverpflichtung aber vor Veranlassung der Verteilung; Berücksichtigung ernstlicher Gesundheitsgefahren nach Veranlassung der Verteilung; Ausnahme, in der eine Erkrankung einer Verteilung entge-genstehen kann

1. Ob zwingende Gründe einer Verteilung nach § 15a AufenthG entgegen stehen, kann nicht von der die Verteilung veranlassenden Behörde, sondern nur von der Ausländerbehörde im Rahmen der Entscheidung nach § 15a Abs 2 AufenthG geprüft werden.(Rn.4)

2. Treten solche Gründe nach Bestandskraft der Vorspracheverpflichtung aber vor der Veranlassung der Verteilung ein, sind sie gegenüber der Ausländerbehörde mit einem Antrag nach § 51 VwVfG geltend zu machen.(Rn.5)

3. Nach Veranlassung der Verteilung können ernsthafte Gesundheitsgefahren, die mit der Verteilung verbunden wären, nur noch als Vollstreckungshindernis geltend gemacht werden.(Rn.5)

4. Die Anforderungen an ein solches Vollstreckungshindernis sind höher als die Anforderungen an einen "zwingenden Grund" im Sinne des § 15a Abs 1 S 6 AufenthG. Der Ausländer darf durch die Vollstreckung der Verteilung aber jedenfalls nicht sehenden Auges dem sicheren Tod oder schwersten Gesundheitsschäden ausgeliefert werden.(Rn.8)

5. Zu den Umständen, unter denen eine Erkrankung ausnahmsweise einer Verteilung nach § 15a AufenthG entgegenstehen kann.(Rn.9)

AufenthG § 15a, § 15a Abs 1 S 6, § 15a Abs 2
GG Art 2 Abs 2 S 1
VwVfG § 51

Aktenzeichen: 2B316/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-10
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht

OVG Bremen - VG Bremen
5.7.2019
2 B 98/18

Auswirkungen der Geltendmachung politischer Verfolgung im Heimatland im gerichtlichen Rechtsschutzverfahren gegen seine Ausweisung

1. Macht ein Ausländer im gerichtlichen Rechtsschutzverfahren gegen seine Ausweisung geltend, ihm drohe im Heimatland politische Verfolgung, liegt ein Nachsuchen um Asyl im Sinne des § 13 AsylG vor. In der Folge können sämtliche zielstaatsbezogenen Abschiebungshindernisse nicht mehr im Rahmen des Ausweisungsverfahrens, sondern nur noch im Rahmen des Asylverfahrens geprüft werden.(Rn.12)

2. Schwierigkeiten, auf die ein Ausländer bei der (Re-)Integration in die Lebensverhältnisse des Herkunftslandes treffen würde, können im Rahmen von § 53 Abs 2 AufenthG bzw. Art 8 EMRK auch dann als Abwägungselement von Bedeutung sein, wenn sie nicht die Schwelle eines zielstaatsbezogenen Abschiebungshindernisses nach § 60 AufenthG (juris: AufenthG 2004) erreichen.(Rn.14)

3. Ein Ausländer ist nach Äußerung eines Asylgesuchs im Sinne des § 13 Abs 1 AsylG nicht mehr zur Ausreise verpflichtet, auch wenn ihm entgegen § 63a AsylG ein Ankunftsnachweis noch nicht ausgestellt wurde und daher die Aufenthaltsgestattung im Sinne des § 55 Abs 1 S 1 AsylG noch nicht entstanden ist.(Rn.18)

4. Äußert ein Ausländer während des Widerspruchsverfahrens gegen eine ausländerrechtliche Abschiebungsandrohung ein Asylgesuch im Sinne des § 13 AsylG und führt dies zu einem Entfallen der Ausreisepflicht, wird die Abschiebungsandrohung rechtswidrig und die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs ist anzuordnen.(Rn.17)

AsylG 1992 § 13, § 14, § 19, § 63a, § 67

Aktenzeichen: 2B98/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-05
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht

OVG Bremen - VG Bremen
26.6.2019
1 LA 267/18

Inländische Fluchtalternative für pakistanische Staatsangehörige gegen Übergriffe der Taliban

Die Fragen, ob sich Menschen pakistanischer Staatsangehörigkeit bei einer Verfolgung durch der organisierten Kriminalität zugehörige und dieser zuzuschreibende Gruppierungen wie u.a. den Taliban in Pakistan eine inländische Fluchtalternative bietet, ob sie sich also dem Zugriff von der organisierten Kriminalität zugehörigen und dieser zuzuschreibenden Gruppierungen wie u.a. den Taliban in Pakistan durch einen landesinternen Fortzug entziehen können und zugleich an jenem anderen Ort die Möglichkeit haben und finden, ihr Existenzminimum sicherzustellen, ob ihnen dieser Fortzug also auch zumutbar ist, lässt sich im Rahmen eines Berufungsverfahrens in dieser Allgemeinheit nicht grundsätzlich beantworten, weshalb sie auch die Zulassung der Berufung nicht rechtfertigt.(Rn.9)

AsylVfG 1992 § 78 Abs 4 S 4, § 78 Abs 3 Nr 1

Aktenzeichen: 1LA267/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-26
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht

OVG Bremen - VG Bremen
7.6.2019
1 LA 246/18

Zulässigkeit eines Antrages auf Zulassung der Berufung nach Erfüllung des verwaltungsgerichtlichen Urteils seitens des unterlegenen Beklagten ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und Versagung der Abgabe einer Erledigungserklärung durch den in 1. Instanz obsiegende Kläger

Ein Antrag des Beklagten auf Zulassung der Berufung ist auch dann zulässig, wenn der Beklagte das, wozu ihn das angefochtene Urteil seiner Ansicht nach verpflichtet, nach Erlass des Urteils ohne Anerkennung einer Rechtspflicht erfüllt hat, der Kläger aber eine Erledigungserklärung nicht abgibt weil er meint, dass sich aus dem Urteil noch weitergehende Ansprüche ergeben.(Rn.9)

VwGO § 124a, § 161 Abs 2

Aktenzeichen: 1LA246/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-07
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsweg Zuständigkeiten

OVG Bremen - VG Bremen
6.6.2019
1 LA 86/17

Bestimmung des zuständigen Bundeslandes anhand der Zuständigkeitsregelungen der VwVfGe der Länder und des Bundes

Die Bestimmung des zuständigen Bundeslandes - also die Verbandszuständigkeit - richtet sich nach den zur örtlichen Zuständigkeit getroffenen Regelungen in den Verwaltungsverfahrensgesetzen der Länder, die insoweit sämtlich inhaltsgleich sind, mit § 3 des Verwaltungsverfahrensgesetzes des Bundes übereinstimmen und daher auch ein aufeinander abgestimmtes System ergeben. Diese Regelungen finden entsprechend Anwendung.(Rn.7)

VwVfG BR § 3 Abs 1 Nr 1, § 3 Abs 1 Nr 4, § 15
WasG BR 2011§ 92
VwVfG § 3

Aktenzeichen: 1LA86/17 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Umweltrecht - Bebauungsplan Bauleitplanung Umweltverträglichkeitsprüfung

OVG Berlin-Brandenburg
23.7.2019
OVG 11 S 80.18

Europäische Gas-Anbindungsleitung (EUGAL); Schutzgut Klima; Treibhausgasemissionen; Umweltverträglichkeitsprüfung; Abwägungsmangel; Planrechtfertigung; direkte und indirekte Umweltauswirkungen; Erheblichkeit; Zurechnung; Produktion der Rohre; Methan-Lecks; Störfälle; Herstellung und Verbrauch des Erdgases; Gasbedarf; Prognose; Szenariorahmen; Netzentwicklungsplan; Bundesnetzagentur; vorläufiger Rechtsschutz erfolglos

VwGO § 80 Abs 5
EnWG § 1 Abs 1
UVPG § 2
GG Art 19 Abs 4
VwGO § 80a Abs 3

Aktenzeichen: 11S80.18 Paragraphen: Datum: 2019-07-23
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Aufenthaltsrecht Familie

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
30.7.2019
OVG 11 N 156.16

Ehegattennachzug; Türkei; Nachweis einfacher deutscher Sprachkenntnisse; Vereinbarkeit mit Art. 13 ARB 1/80

AufenthG § 30 Abs 1 S 1, § 30 Abs 1 S 3
VwGO § 124 Abs 2, § 124a Abs 4 S 4

Aktenzeichen: 11N156.16 Paragraphen: Datum: 2019-07-30
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PDF-DokumentGebühren- und Abgabenrecht - Rundfunk/Fernsehen Befreiung

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
2.8.2019
OVG 11 N 26.16

Rundfunkbeitrag; Befreiung; Schwerbehinderung; Ermäßigung auf ein Drittel; UN-Behindertenrechtskonvention; Härtefall; eingeschränkte finanzielle Leistungsfähigkeit; Aufklärungspflicht; Hinweispflicht

VwGO § 86 Abs 1
GG Art 3 Abs 2
Verf BE Art 11
BGG § 7 Abs 1
UNBehRÜbk Art 4 Abs 3

Aktenzeichen: 11N26.16 Paragraphen: Datum: 2019-08-02
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Polizeirecht

Bayerischer VGH - VG Ansbach
8.7.2019
10 ZB 18.1003

Schriftformerfordernis für Ausschreibung zur polizeilichen Beobachtung

1. Für eine Ausschreibung zur polizeilichen Beobachtung ist grundsätzlich eine schriftliche Begründung erforderlich.(Rn.7)

2. Versuchte und vollendete gefährliche Körperverletzung können im konkreten Einzelfall Straftaten von erheblicher Bedeutung sein.(Rn.10) PolAufgG Bay 1990 vom 24.06.2013 Art 36 Abs 1 Nr 1, Art 36 Abs 3 S 3, Art 36 Abs
5, PolAufgG Bay 1990 vom 24.06.2013 Art 30 Abs 5 S 2
PolAufgG Bay 1990 vom 24.05.2018 Art 40 Abs 1 Nr 1

Aktenzeichen: 10ZB18.1003 Paragraphen: Datum: 2019-07-08
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Aufenthaltsrecht

Bayerischer VGH - VG München
9.7.2019
10 CS 19.1165

Verlustfeststellung; Arbeitnehmereigenschaft; Rechtsmissbrauch

VwGO § 146, § 80 Abs 5
FreizügG/EU § 5 Abs 4, § 2 Abs 2 Nr 1, § 2 Abs 3 S 1 Nr 2

Aktenzeichen: 10CS19.1165 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Aufenthaltsrecht EU-Recht

Bayerischer VGH - VG München
16.7.2019
10 CS 19.882

Aufenthaltserlaubnis für in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union langfristig Aufenthaltsberechtigte; Italienische Daueraufenthaltskarte-EU; Widerruf der Rechtsstellung; Allgemeine Erteilungsvoraussetzungen; Sicherung des Lebensunterhalts; Maßgeblicher Zeitpunkt

VwGO § 80 Abs 5
AufenthG § 2 Abs 7, § 5 Abs 1 Nr 1, § 38a, § 82 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 10CS19.882 Paragraphen: Datum: 2019-07-16
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PDF-DokumentProzeßrecht - Rechtsmittelrecht

Bayerischer VGH - VG Augsburg
4.7.2019
10 B 19.1067

Unstatthaftes Rechtsmittel; Auslegung; Umdeutung

VwGO § 124 Abs 1, § 124a Abs 4, § 125 Abs 2

Aktenzeichen: 10B19.1067 Paragraphen: Datum: 2019-07-04
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht

Bayerischer VGH - VG Regensburg
15.7.2019
9 ZB 19.32519

Asylrecht (Sierra Leone); Homosexualität

AsylVfG 1992 § 78 Abs 3

Aktenzeichen: 9ZB19.32519 Paragraphen: Datum: 2019-07-15
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht

Bayerischer VGH - VG Regensburg
16.7.2019
9 ZB 19.32441

Asylrecht (Sierra Leone); Gehörsrüge

AsylVfG 1992 § 78 Abs 3
AufenthG § 60a Abs 2c

Aktenzeichen: 9ZB19.32441 Paragraphen: Datum: 2019-07-16
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PDF-DokumentStaatsangehörigkeit - Asylrecht Verfahrensrecht

Bayerischer VGH - VG Augsburg
16.7.2019
9 ZB 19.32081

Asylrecht (Sierra Leone)

AsylVfG 1992 § 78 Abs 3 Nr 3

Aktenzeichen: 9ZB19.32081 Paragraphen: Datum: 2019-07-16
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht Normenkontrolle - Bebauungsplan Normenkontrollverfahren Anträge

Bayerischer VGH
9.7.2019
9 N 16.1228

Normenkontrollantrag gegen noch nicht bekannt gemachten Bebauungsplan; Kein „Hineinwachsen“ in Zulässigkeit

Unzulässigkeit eines Normenkontrollantrages gegen noch nicht bekannt gemachten Bebauungsplan

1. Ein Normenkontrollantrag, der sich gegen einen noch nicht bekannt gemachten Bebauungsplan richtet, ist offensichtlich unzulässig.(Rn.16)

2. Da der Gegenstand, der mit einem Rechtsbehelf angegriffen wird, bereits im Zeitpunkt der Einlegung dieses Rechtsbehelfs rechtlich existieren muss, wächst ein Normenkontrollantrag auch bei nachträglicher Bekanntmachung des Bebauungsplans nicht in die Zulässigkeit hinein.(Rn.18)

3. Ein Ausnahmefall, der aus prozessökonomischen Gründen ein nachträgliches „Hineinwachsen“ in die Zulässigkeit angemessen erscheinen lassen könnte, liegt nicht vor, wenn dem Antragsteller die Möglichkeit bleibt, den Bebauungsplan nach dessen Inkrafttreten mit einem zulässigen Normenkontrollantrag form- und fristgerecht anzugreifen und eine nicht wiedergutzumachende Rechtsschutzlücke nicht ersichtlich ist.(Rn.19)

VwGO § 47 Abs 1 Nr 1

Aktenzeichen: 9N16.1228 Paragraphen: Datum: 2019-07-09
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht - Bebauungsplan

Bayerischer VGH
10.7.2019
9 N 14.2525

Bebauungsplan; Ermittlungs- und Bewertungsdefizit hinsichtlich des rechtlichen „Status“ eines überplanten Grundstücks; Teilunwirksamkeit

VwGO § 47 Abs 2 S 1
BBauG § 1 Abs 7, § 2 Abs 3, § 8 Abs 2 S 1, § 214 Abs 1 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: 9N14.2525 Paragraphen: Datum: 2019-07-10
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PDF-DokumentBau- und Bodenrecht - Bauaufsicht Lärmschutz

Bayerischer VGH - VG Ansbach
19.7.2019
9 CS 19.794

Lebensmittelmarkt; Bauaufsichtliche Anordnungen; Nichteinhaltung festgesetzter Immissionswerte; Zuschlag für Tonhaltigkeit; Tieffrequente Geräusche durch Klimageräte bei Lkw-Anlieferung

BauO BY § 54 Abs 2 S 2
VwGO § 80 Abs 5

Aktenzeichen: 9CS19.794 Paragraphen: Datum: 2019-07-19
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PDF-DokumentProzeßrecht - Untätigkeitsklage Verwaltungsakt

VG Sigmaringen
29.7.2019
10 K 2416/19

Untätigkeitsklage, Erledigung in der Hauptsache, Kosten

Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Untätigkeitsklage nach § 75 Satz 1 und 2 VwGO ist, dass der Antrag auf Vornahme eines Verwaltungsakts die der Sache nach erforderlichen Angaben und Unterlagen enthält, welche die Behörde für eine Sachentscheidung über den Antrag benötigt. Einem Bauantrag i.S.d. § 53 LBO müssen deshalb die in der Verfahrensordnung zur Landesbauordnung - LBOVVO - genannten Bauvorlagen beigefügt sein. Ist der Antrag unvollständig, wird die Sperrfrist des § 75 Satz 2 VwGO nicht ausgelöst (Anschluss an VGH Bad.-Württ., Urteil vom 27.02.2003 - 5 S 1279/01 -, juris). Dies gilt auch dann, wenn die Behörde weder eine Mitteilung nach § 54 Abs. 1 S. 2 LBO noch nach § 54 Abs. 2 Nr. 1 LBO versandt hat.

Aktenzeichen: 10K2416/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-29
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