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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Heilfürsorge Beihilfe

VG Stuttgart
21.12.2015
12 K 1638/14

1. Ein Heilfürsorgeberechtigter fällt hinsichtlich der bei ihm berücksichtigungsfähigen Angehörigen unter die aufgrund beamtenrechtlicher Vorschriften Beihilfeberechtigten im Sinne des § 4 Abs. 6 Satz 3 BVO.

2. Ein Krankenfürsorgeberechtigter im Sinne des § 46 Abs. 1 AzUVO fällt unter die aufgrund beamtenrechtlicher Vorschriften Beihilfeberechtigten im Sinne des § 4 Abs. 6 Satz 3 BVO.

3. § 4 Abs 6 Satz 3 BVO erfasst auch die Konkurrenz zwischen einer Krankenfürsorgeberechtigung nach § 46 Abs. 1 AzUVO und einer Beihilfeberechtigung nach der Bundesbeihilfeverordnung.

4. § 5 Abs. 4 Satz 3 BBhV in der seit dem 17.12.2009 (BGBl. 2009 I 3922) inhaltlich unveränderten Fassung steht der Regelung des § 4 Abs. 6 Satz 3 BVO nicht entgegen.

Aktenzeichen: 12K1638/14 Paragraphen: Datum: 2015-12-21
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PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Implantate Beihilfe

VG Stade
14.12.2015
3 A 3025/13

Zur Beihilfefähigkeit eines Cochlea-Implantats bei einseitiger Taubheit

Kein Nachweis einer medizinischen Notwendigkeit eines Cochlea-Implantats bei einseitiger Taubheit.

BhV ND § 20 Abs 1

Aktenzeichen: 3A3025/13 Paragraphen: Datum: 2015-12-14
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Hilfsmittel

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
26.3.2015
5 C 9.14

Beihilfe; Beihilferecht; Beihilfefähigkeit; Beihilfeausschluss; Medizinprodukte; Beihilfefähigkeit von Medizinprodukten; Beschränkung; Ausschluss; Teilausschluss; Wiedereinbeziehung; ausnahmsweise Einbeziehung; Fürsorgegrundsatz; Fürsorgepflicht des Dienstherrn; Grundsatz vom Vorbehalt des Gesetzes; Bestimmtheitsgebot; verfassungsrechtlich; maßgeblicher Zeitpunkt; Ostenil; Arzneimittel-Richtlinie; Gemeinsamer Bundesausschuss; Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses; gesetzliche Krankenversicherung; Recht der gesetzlichen Krankenversicherung; dynamische Verweisung; doppelte dynamische Verweisung; sozialversicherungsrechtliche Regelung; Verordnungsfähigkeit von Medizinprodukten; Verweisung; Auslegungsregel; hyaluronsäurehaltige Medizinprodukte; Mischsystem; Alimentationsniveau; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums; Gesetzesvorbehalt und Beihilferecht; Anforderungen an den Gesetzesvorbehalt; Ermächtigungsgrundlage; Rechtsstaatsprinzip; Demokratieprinzip; Bestimmtheitsgebot; Verordnungsermächtigung; Verweisung auf Regelung Dritter; Systemunterschiede zwischen gesetzlicher Krankenversicherung und beamtenrechtlicher Beihilfe; Leistungsausschluss; Dienstherr; Regelungen anderer Normgeber; nichtstaatliche Normungsgremien; Verweisungsumfang; Publizitätserfordernis; Beschränkung; Umfang der Verweisung; qualitative Begrenzung; quantitative Begrenzung, qualitative Beschränkung; quantitative Beschränkung; Härtefallregelung; Bestimmtheit; hinreichende Bestimmtheit; Alimentationspflicht des Dienstherrn; Wesenskern; Erstattungsanspruch; Härtefallausgleich; amtsangemessener Lebensunterhalt.

Beihilfebeschränkung für Medizinprodukte verfassungsgemäß

Die Beihilfefähigkeit von Medizinprodukten wird durch § 22 Satz 2 der Landesbeihilfeverordnung Berlin wirksam beschränkt. Die doppelte Verweisung auf § 31 Abs. 1 Satz 2 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch und die in der Arzneimittel-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses getroffenen Regelungen über Medizinprodukte verstößt nicht gegen Verfassungsrecht. Sie ist insbesondere mit dem Grundsatz vom Vorbehalt des Gesetzes vereinbar.

GG Art. 2 Abs. 1, Art. 20 Abs. 1 und 3, Art. 28 Abs. 1 Satz 1, Art. 33 Abs. 5,
GG Art. 80 Abs. 1 Satz 2
BRRG § 127 Nr. 2
BeamtStG §§ 45, 63 Abs. 3 Satz 2
SGB V § 31 Abs. 1 Satz 2 und 3, § 91 Abs. 1 Satz 1, § 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6,
SGB V § 93 Abs. 1 Satz 2, § 94 Abs. 2
AMG § 2
MPG § 3 Nr. 1 und 2
LBG BE § 76 Abs. 11
LBhVO BE § 22 Satz 1 und 2, § 7 Satz 2, § 6 Abs. 1

Aktenzeichen: 5C9.14 Paragraphen: Datum: 2015-03-26
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Behandlungskosten Kostenübernahme

BVerwG - VGH Badenwürtemberg - VG Karlsruhe
6.11.2014
5 C 7.14

Beihilfefähigkeit; stationäre Behandlung; privates Krankenhaus; zugelassenes Krankenhaus; allgemeine Krankenhausleistungen; Wahlleistung; funktionale Wahlleistung; Unterkunft; Zweibettzimmer; sinngemäße Anwendung; pauschal berechnete Aufwendungen; Fallpauschale; DRG-Entgeltsystem; diagnoseorientierte Fallpauschale; Landesbasisfallwert; Bewertungsrelation; Abrechnung; pauschale Abrechnung; Berechnung; gesonderte Berechnung; Kostenbegrenzungsregelung; Kostenbegrenzungszweck; Verwaltungsvereinfachung; Kostenvergleich; Vergleichsbetrachtung; Vergleichsberechnung; Vergleichsmaßstab; Vergleichskrankenhaus; Kostenaufstellung; Aufstellung der Kosten; Analogie.

1. Der Anwendungsbereich des § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. ist im Wege der Analogie auf die Fälle zu erstrecken, in denen ein privates Krankenhaus das Krankenhausentgeltgesetz sinngemäß anwendet.

2. Eine sinngemäße Anwendung des Krankenhausentgeltgesetzes in Analogie zu § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. liegt vor, wenn die Abrechnung der allgemeinen Krankenhausleistungen eines privaten Krankenhauses durch Inrechnungstellung von Fallpauschalen geprägt ist, die mit den Pauschalen, welche die nach § 108 SGB V zugelassenen Krankenhäuser nach dem DRG-Vergütungssystem abrechnen, noch vergleichbar sind.

3. Für den nach § 7 Abs. 7 Satz 1 BVO a.F. anzustellenden Kostenvergleich sind die zugelassenen Krankenhäuser desjenigen Landes in den Blick zu nehmen, das im maßgeblichen Zeitraum für die konkrete Behandlung des Beihilfeberechtigten bundesweit den höchsten Landesbasisfallwert zugrunde legt.

4. Bei der Aufstellung der (fiktiven) Kosten ist zudem ein Entgelt für die Wahl-leistung Unterkunft in Ansatz zu bringen, wenn diese Wahlleistung von dem Beihilfeberechtigten in dem privaten Krankenhaus der Sache nach in Anspruch genommen wurde und sie auch in dem als Vergleichsmaßstab dienenden zugelassenen Krankenhaus gesondert berechnet worden wäre. Insoweit ist dasjenige zugelassene Krankenhaus in dem Land mit dem höchsten Landesbasisfallwert heranzuziehen, das für die Wahlleistung das höchste Entgelt ausweist.

BPflV a.F. § 1 Abs. 1
KHG § 17b Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2
KHEntgG a.F. § 7 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1; § 18
SGB V § 108
BVO a.F. § 5 Abs. 2 Satz 2; § 6a Abs. 1 Nr. 2 und 3; § 7 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2, Abs. 7 Satz 1

Aktenzeichen: 5C7.14 Paragraphen: Datum: 2014-11-06
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
10.6.2014
13 A 8167/13

Beihilfe, Schwellenwertüberschreitung

GOZ Nr 5 Abs 2
BhV ND § 5 Abs 1 S 4, § 5 Abs 1 S 3 Nr 2

Aktenzeichen: 13A8167/13 Paragraphen: GOZ§5 BhVNds.§5 Datum: 2014-06-10
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
14.5.2014
13 A 8004/13

Beihilfe, Schwellenwertüberschreitung und funktionsanalytische Maßnahmen

GOZ § 5 Abs 2
BhV ND § 9 Abs

Aktenzeichen: 13A8004/13 Paragraphen: GOZ§5 BhVNds.§9 Datum: 2014-05-14
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - VG Berlin
17.4.2014
5 C 16.13

Aufwendungen, beihilfefähige -; Beihilfe, Leistungseinschränkungen -; Basistarif; Basistarifversicherte, unfreiwillige -; Beihilfe; Gebührenordnung für Ärzte; Gleichbehandlungsgebot; allgemeiner Gleichheitssatz; Grundsatz des Gesetzesvorbehalts; Höchstbetrag; Krankenversicherung, private -; Krankenversicherungspflicht; Parlamentsvorbehalt; Sachgesetzlichkeit des Beihilfensystems; Schwellenwert; Vorsorgefreiheit.

Die Basistarifklausel des § 6 Abs. 5 der Beihilfeverordnung des Landes Berlin verstößt jedenfalls in den Fällen gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG, in denen der Beihilfeberechtigte oder der berücksichtigungsfähige Angehörige unfreiwillig im Basistarif versichert ist. Dies ist der Fall, wenn er aufgrund der allgemeinen Krankenversicherungspflicht gehalten ist, eine private Krankenversicherung abzuschließen und er sich zu zumutbaren Bedingungen nur zum Basistarif versichern kann.

GG Art. 3 Abs. 1
LBG Berlin 2009 § 76 Abs. 5 Satz 3
LBhV Berlin 2009 § 6 Abs. 3 und 5
SGB V § 75 Abs. 3a Satz 2 und 3
VAG § 12 Abs. 1a und 1b Satz 1 Nr. 2 und Abs. 1c; § 12g
VVG § 193

Aktenzeichen: 5C16.13 Paragraphen: Datum: 2014-04-17
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
17.4.2014
5 C 40.13

Aufwendungen, beihilfefähige -; Beihilfe, Leistungseinschränkungen -; Basistarif; Basistarifversicherte, unfreiwillig -; Beihilfe; Gebührenordnung für Ärzte; Gleichbehandlungsgebot; allgemeiner Gleichheitssatz; Grundsatz des Gesetzesvorbehalts; Höchstbetrag; Krankenversicherung, private -; Krankenversicherungspflicht; Parlamentsvorbehalt; Sachgesetzlichkeit des Beihilfesystems; Schwellenwert; Vorsorgefreiheit.

Die Basistarifklausel des § 6 Abs. 5 der Bundesbeihilfeverordnung verstößt jedenfalls in den Fällen gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG, in denen der Beihilfeberechtigte oder der berücksichtigungsfähige Angehörige unfreiwillig im Basistarif versichert ist. Dies ist der Fall, wenn er aufgrund der allgemeinen Krankenversicherungspflicht gehalten ist, eine private Krankenversicherung abzuschließen und er sich zu zumutbaren Bedingungen nur zum Basistarif versichern kann.

GG Art. 3 Abs. 1
BBG § 80 Abs. 3 Satz 3
BBhV § 6 Abs. 3 und 5
SGB V § 75 Abs. 3a Satz 2 und 3
VAG § 12 Abs. 1a und 1b Satz 1 Nr. 2; Abs. 1c; § 12g
VVG § 193

Aktenzeichen: 5C40.13 Paragraphen: Datum: 2014-04-17
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PDF-DokumentGesundheitskosten Sozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Sonstiges

VGH Baden-Württemberg - VG Karlsruhe
15.11.2012
2 S 1053/12

Beihilfefähigkeit von Implantaten bei medizinischer Notwendigkeit

Die in der Beihilfeverordnung Baden-Württemberg vorgenommene Begrenzung der Aufwendungen für Implantate kann in solchen Fällen keine Geltung beanspruchen, in denen die Versorgung mit weiteren Implantaten auf einer zahnmedizinisch zwingenden Indikation beruht. Dies ist dann der Fall, wenn eine Alternativbehandlung überhaupt nicht existiert oder mit weitgehenden Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit oder erheblichen gesundheitlichen Nachteilen verbunden wäre.

Aktenzeichen: 2S1053/12 Paragraphen: Datum: 2012-11-15
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht Versicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - Hessischer VGH - VG Wiesbaden
8.11.2012
5 C 2.12

Beihilfefähigkeit; Aufwendungen; Arzneimittel; weitere Beihilfe; Bundesbeihilfeverordnung; Beurteilungszeitpunkt; Beihilfeberechtigung; Versorgungsempfänger; Notwendigkeit; wirtschaftliche Angemessenheit; Angemessenheit; schriftliche Verordnung; Festbetrag; Festbeträge; Obergrenze; Bestimmung; Festsetzung; Allgemeine Verwaltungsvorschrift; Dienstrechtsneuordnungsgesetz; wirkungsgleiche Übertragung; Wirtschaftlichkeitsgebot; dynamische Verweisung; gesetzliche Krankenversicherung; Verwaltungsvorschriften; Fürsorgepflicht; Fürsorgegrundsatz; Datenverarbeitungssystem; Publizität.

Das bis zum Ablauf des 19. September 2012 geltende Beihilferecht des Bundes enthielt keine Rechtsgrundlage, welche die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für Arzneimittel auf Festbeträge beschränkte.

BBG §§ 78, 80 Abs. 1, 2 und 4
BBhV § 2 Abs. 1 und 2, § 6 Abs. 1, § 7 Satz 2 und 3, § 22 Abs. 1 bis 3
BBhV-VwV Nr. 22.3
SGB V § 35

Aktenzeichen: 5C2.12 Paragraphen: BBG§78 BBG§80 BBhV§2 Datum: 2012-11-08
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Lüneburg
9.2.2012
5 LA 264/10

Zur Anwendbarkeit der Hinweise zu BhV a. F. im Übergangszeitraum

BhV § 6 Abs 2
BG ND § 87c Abs 1

Aktenzeichen: 5LA264/10 Paragraphen: BhV§6 Datum: 2012-02-09
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG NRW - VG Gelsenkirchen
14.1.2012
2 C 24.10

Beihilfe; stationäre Pflege; Heimunterbringung; Pflegekosten; Pflegedifferenzkosten; Unterkunfts-, Verpflegungs- und Investitionskosten; Fürsorgepflicht; Alimentation; Ausnahmefall; strengster Maßstab; Mischsystem; zumutbare Eigenvorsorge; Pflegeversi-cherung; Pflegezusatzversicherung; Versicherbarkeit; beihilfefähige Aufwendungen; Beihilfebemessungssatz; Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge

Ein Versorgungsempfänger hat einen Anspruch auf Erhöhung des Beihilfebemessungssatzes für die Erstattung der Aufwendungen für seine stationäre Pflege, wenn ansonsten der amtsangemessene Lebensunterhalt nicht mehr sichergestellt ist und Eigenvorsorge durch Abschluss einer Versicherung nicht möglich oder zumutbar ist. Das von der Beihilfeverordnung, hier § 12 Abs. 5 Buchst. c BVO NRW, eröffnete Ermessen ist dann auf Null reduziert.

GG Art. 33 Abs. 5
BVO NRW 2004 § 5 Abs. 7 Satz 2, § 12 Abs. 5 Buchst. c
SGB VI § 294 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 2C24.10 Paragraphen: GGArt.33 BVONRW§5 SGBVI§294 Datum: 2012-01-14
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Göttingen
4.1.2012
5 LA 176/10

Aufwendungen, Beamter, Beihilfe, Entstehung, Zeitpunkt; maßgeblicher

Maßgeblicher Zeitpunkt für die Beurteilung im Beihilferecht Maßgeblich für die rechtliche Beurteilung beihilferechtlicher Streitigkeiten ist grundsätzlich die Sach- und Rechtslage zum Zeitpunkt des Entstehens der Aufwendungen

BBhV § 58 I
NBG § 87 c I

Aktenzeichen: 5LA176/10 Paragraphen: BBhV§58 NBG§87c Datum: 2012-01-04
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Stuttgart
19.10.2011
8 K 3031/11

1. Die zum 01.01.2011 in Kraft getretene Verordnungsermächtigung in § 78 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3, 2. Halbsatz, 1. Alternative LBG, wonach die Gewährung von Beihilfen an den Nachweis der Erfüllung der Versicherungspflicht nach § 193 Abs. 3 VVG geknüpft werden kann, ist verfassungswidrig, weil der Landesgesetzgeber mangels Gesetzgebungskompetenz verfassungsrechtlich an der Erteilung einer solchen Verordnungsermächtigung gehindert ist (in Fortführung der Rechtsprechung des VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 28.10.2010 - 10 S 2821/09 -).

2. Die Regelung in § 78 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3, 2. Halbsatz, 1. Alternative LBG stellt nach wie vor lediglich eine Ermächtigung zur Einführung einer zusätzlichen Sanktionierung der Nichterfüllung der bundesrechtlich normierten Versicherungspflicht in § 193 Abs. 3 VVG dar, für die der Landesgesetzgeber keine Regelungskompetenz besitzt.

3. Die auf Grund der Ermächtigung des § 78 Abs. 2 Satz 2 Nr. 3, 2. Halbsatz, 1. Alternative LBG erlassene Regelung des § 1 Abs. 5 Satz 1 BVO kann den Beihilfeanspruch eines Beihilfeberechtigten damit nicht ausschließen.

Aktenzeichen: 8K3031/11 Paragraphen: VVG§193 Datum: 2011-10-19
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Kostenübernahme

BVerwG - VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
17.10.2011
2 C 14.10

Beihilfe; Grenznähe; Auslandsbehandlung; Krankenhauskosten; Kostenbeschränkung auf die im Inland beihilfefähigen Kosten; Abkommen der Europäischen Gemeinschaft und ihrer Mitgliedstaaten mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft; grenzüberschreitende Dienstleistungen; Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit; gesetzliche Grundlage; Verordnungsermächtigung; Angemessenheit; Notfallbehandlung; Konkretisierung des Begriffs der Angemessenheit; Auslandskrankenversicherung; Gleichheitssatz; im Beihilfesystem angelegte Sachgesetzlichkeit

Sofern eine kostengünstigere Behandlung für den Beamten tatsächlich nicht erreichbar ist, darf die Beihilfe für notwendige medizinische Leistungen nicht nach einer fiktiven Vergleichsberechnung begrenzt werden.

GG Art. 3 Abs. 1
EGFreizügAbkCH
EGV Art. 49, 50
LBG BW § 101 Satz 1 und 2, § 101 Satz 3 Nr. 4
BVO BW § 13 Abs. 1 Satz 1, § 13 Abs. 2 Nr. 3 Alt. 2, § 5 Abs. 1
GOÄ § 6a Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 2C14.10 Paragraphen: GGArt.33 L Datum: 2011-10-17
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Kostenübernahme

BGH - OLG Oldenburg - LG Aurich
13.10.2011
III ZR 231/10

Wird bei der Festsetzung der Beihilfe die Überschreitung des Schwellenwertes (2,3facher Gebührensatz) in einer Zahnarztrechnung rechtswidrig und schuldhaft nicht anerkannt, und lässt sich daraufhin der den Antrag stellende Beamte wegen der bei ihm durch diese Entscheidung hervorgerufenen begründeten Zweifel an der Richtigkeit der Rechnungsstellung auf einen Zivilrechtsstreit mit dem behandelnden Arzt ein, so sind ihm die im Falle des Unterliegens entstehenden Kosten zu ersetzen.

BGB § 839
BhV vom 01.11.2001§ 5 Abs 1

Aktenzeichen: IIIZR231/10 Paragraphen: BGB§839 Datum: 2011-10-13
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
30.9.2011
2 B 66.11

Aufwendungen im Krankheitsfall; Krankheit im beihilferechtlichen Sinne; beihilferechtliche Notwendigkeit von Aufwendungen; entstellendes Aussehen als Krankheit; psychische Krankheit aufgrund einer körperlichen Eigenschaft ohne Krankheitswert

Die Aufwendungen zu einem operativen Eingriff in einen gesunden Körper, durch den das subjektiv als belastend empfundene Aussehen verändert wird, sind auch dann nicht notwendig im beihilferechtlichen Sinne, wenn die Belastungen das Ausmaß einer psychischen Krankheit angenommen haben (im Anschluss an die stRspr des BSG zu § 27 Abs. 1 Satz 1 SGB V).

BhV § 1 Abs. 1 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
BBhV § 1 Satz 1, § 6 Abs. 1 Satz 1
SGB V § 27 Abs. 1 Satz 1
VwGO § 86 Abs. 1

Aktenzeichen: 2B66.11 Paragraphen: BhV§1 BhV§5 BBhV§1 SGBV§27 VwGO§86 Datum: 2011-09-30
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Kostenübernahme

BVerwG - OVG Lüneburg - VG Oldenburg
29.9.2011
2 C 80.10

Beihilfe; Beihilfeausschluss; persönliche Tätigkeit; naher Angehöriger; Ehegatte; Eltern; Kind; Honorar; Forderung; Vertrauensschutz; Aufwendungen; Angemessenheit; Notwendigkeit; Abweichung von der Sachgesetzlichkeit; sachlicher Grund; Angewiesenheit auf die Behandlung durch den nahen Angehörigen

1. § 5 Abs. 4 Nr. 6 Satz 1 BhV schließt Aufwendungen für die persönliche Tätigkeit eines nahen Angehörigen bei einer Heilmaßnahme auch dann von der Beihilfe aus, wenn diese nicht der Angehörige selbst, sondern dessen Angestellter durchgeführt hat.

2. Der Beihilfeausschluss gilt nicht für Fallkonstellationen, in denen die erforderliche medizinische Behandlung nur in der Praxis des nahen Angehörigen durchgeführt werden konnte oder es dem Berechtigten aus tatsächlichen Gründen nicht möglich oder zumutbar war, eine andere Praxis aufzusuchen, und der Umfang der Behandlung das Maß dessen deutlich übersteigt, was üblicherweise noch unentgeltlich geleistet wird.

GG Art. 3 Abs. 1 GG
NBG (2001) § 87c Abs. 1
BhV (2001) § 5 Abs. 4 Nr. 6 Satz 1

Aktenzeichen: 2C80.10 Paragraphen: GGArt.3 NBG§87c Datum: 2011-09-29
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
24.8.2011
13 A 1236/11

Batterie, Beihilfe, Cochlea-Implantat, Fürsorgepflicht, Hilfsmittel, Hörgerät

Frage der Beihilfefähigkeit für Batterien für ein Cochlea-Implantat

BhV § 6

Aktenzeichen: 13A1236/11 Paragraphen: BhV§6 Datum: 2011-08-24
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4202

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
11.7.2011
13 A 6153/08

Begründung, Refraktive Laseranwendung, Schwellenwertüberschreitung, überdurchschnittlich, Unruhe

Beihilfe für eine refraktive Laseranwendung nach der PRK-Methode; Frage der Begründetheit einer Schwellenwertüberschreitung nach dem Urteil des OVG Lüneburg vom 05.04.2011 - 5 LB 231/10 -

BhV § 5 I
NBG §§ 120, 87c

Aktenzeichen: 13A6153/08 Paragraphen: BhV§5 NBG§120 NBG§87c Datum: 2011-07-11
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Berlin
24.3.2011
7 K 235.09

Der völlige Ausschluss der Gewährung von Beihilfe bei fehlendem Nachweis eines Krankenversicherungsschutzes durch § 10 Abs. 2 Bundesbeihilfeverordnung ist wegen fehlender Ermächtigungsgrundlage unwirksam.

GG Art 80 Abs 1 S 2
Verf BE Art 64 Abs 1 S 2
BG BE § 44 aF, § 76 nF
BBG § 80

Aktenzeichen: 7K235.09 Paragraphen: GGArt.80 BBG§80 Datum: 2011-03-24
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Hamburg
14.7.2010
2 B 92/09

Einführung der Kostendämpfungspauschale in Hamburg; Legitimation durch den Gesetzgeber

1. Der Vorbehalt des Gesetzes gilt wegen der außergewöhnlichen Bedeutung der Beihilfevorschriften für die Wahrung eines verfassungsgemäßen Alimentationsniveaus auch für das Beihilferecht.

2. Die Kostendämpfungspauschale des § 17a HmbBeihVO genügte im Jahr 2005 den Anforderungen des Gesetzesvorbehalts.

BhV HA § 17a

Aktenzeichen: 2B92/09 Paragraphen: BhVHmbg§17a Datum: 2010-07-14
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4082

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
4.3.2010
5 LA 92/08

Altersgrenze, Befruchtung künstliche, Beihilfe, ICSI-Behandlung

1. Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für Maßnahmen einer künstlichen Befruchtung (ICSI-Behandlungen) bei Frauen, die das 40. Lebensjahr vollendet haben

2. Die durch Verweis auf § 27a Abs. 3 SGB V im Beihilferecht geltende Altersgrenze für Frauen bei Maßnahmen der künstlichen Befruchtung begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.

BhV § 6 I Nr 13
GG § 3 I
SGB V § 27a III

Aktenzeichen: 5LA92/08 Paragraphen: BhV§6 GGArt.3 SGBV§27a Datum: 2010-03-04
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Hamburg - VG Hamburg
3.2.2010
1 Bf 246/09

Keine Beihilfe für Versorgungsempfänger, bei denen ein Rentenversicherungsträger die Hälfte des auf eine Rente entfallenden Krankenversicherungsbeitrages zahlt Trägt der Träger der gesetzlichen Rentenversicherung die Hälfte des auf die Rente entfallenden Krankenversicherungsbeitrages des pflichtversicherten Beamten, so sind die Leistungen eines Kassenarztes für den Beamten auch dann nicht beihilfefähig, wenn die gesetzliche Krankenversicherung sie nicht trägt.

Aktenzeichen: 1Bf246/09 Paragraphen: Datum: 2010-02-03
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG OIsnabrück
19.1.2010
5 LA 80/09

Zur Beihilfefähigkeit der Schutzimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)

BhV a. F. § 10 III
BhV a. F. § 1

Aktenzeichen: 5LA80/09 Paragraphen: BhV§10 BhV§1 Datum: 2010-01-19
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

LAG München - ArbG München
22.12.2009
4 Sa 215/09

1. Die beim Bayerischen Rundfunk geltenden Beihilfevorschriften (BhV) stellen eine tarifvertragliche Regelung dar.

2. Der Verzicht eines Rentners/Versorgungsempfängers auf einen Teil seines Anspruches auf einen gesetzlichen Beitragszuschuss zu seinen Aufwendungen für seine private Krankenversicherung gegenüber dem Rentenversicherungsträger nach § 106 SGB VI ist rechtlich zulässig (§ 46 Abs. 1 SGB VI) - hier auch nicht im Hinblick auf die Einschränkungen des § 46 Abs. 2 SGB I rechtsunwirksam - und nicht nach den Grundsätzen der Rechtsprechung des BAG zu einer zulasten des Arbeitgebers erfolgten Nettoentgelterhöhung durch Lohnsteuerklassenwechsel als rechtsmissbräuchlich (§ 242 BGB) anzusehen. Ein solcher (Teil-)Verzicht führt dazu, dass ein den Beihilfebemessungssatz reduzierender "Anspruch" auf Beitragszuschuss nach § 14 Abs. 5 BhV nF insoweit nicht mehr gegeben ist, der Behilfebemessungssatz damit ungekürzt bleibt.

Aktenzeichen: 4Sa215/09 Paragraphen: Datum: 2009-12-22
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
03.11.2009
13 A 2970/09

Beihilfe, Fürsorgepflicht, Kieferanomalie, Leistungen, kieferorthopädische

Beihilfefähigkeit von kieferorthopädischen Leistungen

BhV § 6 I Nr 1
NBG § 120 I
NBG § 87c

Aktenzeichen: 13A2970/09 Paragraphen: BhV§6 NBG§120 NBG§87c Datum: 2009-11-03
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Kostenübernahme

VG Hannover
27.10.2009
13 A 2968/09

Belegarzt, Belegkrankenhaus, Neugeborenen-Screening, Vorsorgeuntersuchung

Beihilfefähigkeit des Neugeborenen-Screenings

Der Zweck des Neugeborenenscreenings ist es, Patienten mit behandelbaren, angeborenen Stoffwechselerkrankungen bereits im Neugeborenenalter zu identifizieren, um rechtzeitig eine Behandlung einleiten zu können. Sinn macht ein solches Verfahren vor allem dann, wenn man dadurch die entsprechenden Erkrankungen in einem Alter erkennt, indem eine medizinische Intervention klinische Symptome verhindern oder reduzieren kann. In Deutschland wurde das Neugeborenenscreening Ende der 60er Jahre (1969 BRD, 1971 DDR) als staatlich finanzierte Untersuchung eingeführt. Von daher sind Zweifel des Gerichts an der medizinischen Notwendigkeit dieser Vorsorgeuntersuchung nicht vorhanden.

BhV § 10 I Nr 1

Aktenzeichen: 13A2968/09 Paragraphen: BhV§10 Datum: 2009-10-27
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG NRW - VG Gelsenkirchen
26.08.2009
2 C 62.08

Anwendbarkeit der Regelungen über den Ausschluss der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel während eines Übergangszeitraums; Eingriff in den Gleichheitsgrundsatz durch eine Begrenzung der Beihilfefähigkeit durch Leistungsausschlüsse und Leistungsbeschränkungen; Anspruch auf Gewährung von Beihilfe für Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel aufgrund der verfassungsrechtlich gewährleisteten Fürsorgepflicht eines Dienstherrn; Relevanz des Zusammenhangs zwischen der Fürsorgepflicht und der Alimentationspflicht eines Dienstherrn bei der Schaffung von Ausschlussregelungen i.R.d. Bestimmungen über Beihilfen

Die Regelungen über den Ausschluss der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b BhV waren in dem - inzwischen abgelaufenen - Übergangszeitraum weiter anwendbar (im Anschluss an Urteil vom 26. Juni 2008 - BVerwG 2 C 2.07 - BVerwGE 131, 234).

BhV §§ 5 Abs. 1, 6 Abs. 1, 12 Abs. 1, 12 Abs. 2
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5
SGB V § 91 Abs. 1

Aktenzeichen: 2C62.08 Paragraphen: BhV§5 BhV§6 BhV§12 GGArt.3 GGArt.33 SGBV§91 Datum: 2009-08-26
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG NRW - VG Minden
15.08.2008
6 A 2861/06

Eine Beihilfevorschrift, die die Beihilfefähigkeit von notwendigen und angemessenen Aufwendungen in Krankheitsfällen einschränkt, muss sich am Grundsatz der Verhältnismäßigkeit messen lassen, insbesondere dem Gebot eines vertretbaren Ausgleichs zwischen der Fürsorgepflicht und fiskalischen Erwägungen genügen. Der weitgehende Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für Implantatbehandlungen durch § 4 Abs. 2 lit b) BVO NRW entspricht diesen Anforderungen nicht.

LBG NRW § 88
BVO NRW § 4

Aktenzeichen: 6A2861/06 Paragraphen: LBGNRW§88 BVONRW§4 Datum: 2009-08-15
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Lüneburg - VG Hannover
25.06.2009
5 LA 1/07

Beihilfefähigkeit, Wahlleistungen

Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Wahlleistungen zu Lasten schwerbehinderter Beamte

GG Art. 3 I
GG Art. 3 III 2
GG Art. 33 V
NBG § 120 I
NBG § 87c II
NBG a.F. § 87c II

Aktenzeichen: 5LA1/07 Paragraphen: GGArt.3 GGArt.33 NBG§120 NBG§87c Datum: 2009-06-25
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG NRW - VG Düsseldorf
24.06.2009
3 A 1795/08

1. Das vom Landesgesetzgeber rückwirkend in Kraft gesetzte "Gesetz zur Erhebung von § 4 Abs. 1 Nummer 7 und Anlage 2 der Beihilfenverordnung in Gesetzesrang" vom 17. Februar 2009 (GV. NRW. S. 83) genügt verfassungsrechtlichen Anforderungen.

2. Die angeordnete (echte) Rückwirkung verletzt nicht das verfassungsrechtliche Rückwirkungsverbot.

3. Die gesetzlichen Regelungen über den Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel von der Beihilfefähigkeit verstoßen nicht gegen die Fürsorgepflicht des Dienstherrn. Die im Gesetz enthaltenen Ausnahme- und Härtefallregelungen tragen dem Fürsorgegrundsatz in atypischen Fällen, in denen bei dem Beamten verbleibende Belastungen unzumutbar sind, hinreichend Rechnung.

3. Der Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Medikamente von der Beihilfefähigkeit ist mit Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar. Die Abweichung von dem systemimmanenten Grundsatz der Beihilfe im Krankheitsfall für notwendige Aufwendungen im angemessenen Umfang ist durch zureichende, im Beihilferecht angelegte Sachgründe gerechtfertigt.

4. Sofern ein Kläger in einem beihilferechtlichen Verfahren auch nach Belehrung ein Begehren auf höhere Alimentation nicht durch einen klageändernden (Hilfs-) Feststellungsantrag geltend macht, ist das Gericht nicht verpflichtet zu prüfen, ob das Nettoeinkommen des Klägers verfassungswidrig zu niedrig bemessen ist.

GG Art. 3 Abs. 1
GG Art. 33 Abs. 5
LBG NRW § 88
BVO NRW § 4 Abs. 1 Nr. 7

Aktenzeichen: 3A1795/08 Paragraphen: Datum: 2009-06-24
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - VG Köln
28.05.2009
2 C 28.08

Aufwendungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel als in voller Höhe beihilfefähig für den Fall einer Festsetzung eines Festbetrages nach § 35 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V); § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2a Beihilfevorschrift (BhV) als Grundlage der Beschränkung einer Beihilfefähigkeit

1. Die Aufwendungen für verschreibungspflichtige Arzneimittel sind auch dann in voller Höhe beihilfefähig, wenn ein Festbetrag nach § 35 SGB V festgesetzt worden ist.

2. In den Beihilfevorschriften nicht vorgesehene Leistungseinschränkungen lassen sich nicht auf Hinweise des Bundesministers des Innern stützen.

GG Art. 3 Abs. 1
BhV § 6 Abs. 1 Nr. 2 S. 2a
SGB V § 31
SGB V § 34
SGB V § 35

Aktenzeichen: 2C28.08 Paragraphen: GGArt.3 BhV§6 SGBV§31 SGBV§34 SGBV§35 Datum: 2009-05-28
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
30.04.2009
13 A 2460/08

Beihilfe, Gebärmutterhalskrebs, Impfung, Papillomaviren

Beihilfefähigkeit der Impfung gegen Papillomaviren bei älteren Mädchen bzw. jungen Frauen

BhV § 10 III
NBG § 87c

Aktenzeichen: 13A2460/08 Paragraphen: BhV§10 NBG§87c Datum: 2009-04-30
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Hannover
30.04.2009
13 A 3238/08

Konkurrenzregelung, Leistungslücke, Versorgungsansprüche, Vorrang Konkurrenzregelung des § 4 Abs. 1 Nr. 2 BhV

Kein vollständiger Ausschluss des Beihilfeanspruchs gegenüber dem eigenen Dienstherrn, wenn die jüngeren. von dem verstorbenen Ehepartner abgeleiteten Beihilfeansprüche deutlich hinter dem Leistungsspekturm der selbst erdienten Beihilfeansprüche zurücktreten.

BhV § 4 I Nr

Aktenzeichen: 13A3238/08 Paragraphen: BhV§4 Datum: 2009-04-30
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung Gesundheitskosten - Beihilfe Praxisgebühr

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
30.04.2009
2 C 127.07

Kürzung der Beihilfe um die sogenannte Praxisgebühr; Alimentationsgrundsatz; Fürsorgegrundsatz; Mischsystem von Alimentation und Beihilfe; Härtefallregelung

Die Kürzung der Beihilfe um die sogenannte Praxisgebühr ist mit dem Fürsorge- und Alimentationsgrundsatz vereinbar. Die Ausgleichsregelung in Härtefällen garantiert, dass die beihilfeberechtigten Beamten nicht unzumutbar belastet werden.

GG Art. 33 Abs. 5
BhV § 12 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1
BhV § 12 Abs. 2 Satz 1

Aktenzeichen: 2C127.07 Paragraphen: BhV§12 Datum: 2009-04-30
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG NRW - VG Münster
30.04.2009
2 C 11.08

Kürzung der Beihilfe um die sogenannte Praxisgebühr; Alimentationsgrundsatz; Fürsorgegrundsatz; Mischsystem von Alimentation und Beihilfe; Härtefallregelung

GG Art. 33 Abs. 5
BhV § 12 Abs. 1 Satz 2 Halbs. 1
BhV § 12 Abs. 2 Satz 1

Aktenzeichen: 2C11.08 Paragraphen: GGArt.33 BhV§12 Datum: 2009-04-30
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
12.03.2009
4 B 38.08

Die Beihilfevorschriften sind im Falle der Klägerin anzuwenden. Sie verstoßen zwar gegen den Vorbehalt des Gesetzes und sind deshalb nichtig. Dies gilt auch, soweit die Beihilfevorschriften des Bundes durch Landesgesetz als Landesrecht inkorporiert worden sind. Sie verlieren dadurch nicht den Charakter von Verwaltungsvorschriften. Deshalb hat das beklagte Land die Regelungen über die Fürsorge zu Gunsten seiner Beamten in Krankheits-, Pflege- und Geburtsfällen für den eigenen Rechtskreis den grundsätzlichen Erfordernissen anzupassen. Für eine Übergangszeit ist allerdings von der Weitergeltung der Beihilfevorschriften als Verwaltungsvorschriften auch im Landesbereich auszugehen. Damit ist gewährleistet, dass die Leistungen im Falle von Krankheit, Pflegebedürftigkeit und Geburt nach einem einheitlichen Handlungsprogramm erbracht werden.

Von diesem "einheitlichen Handlungsprogramm" ist der Abzug einer Eigenbeteiligung wie der "Praxisgebühr" nicht ausgenommen. (Leitsatz der Redaktion)

BhV § 5 Abs. 2 Satz 2
BhV § 12
LBG § 44 Abs. 1
SGB V § 28 Abs. 4

Aktenzeichen: 4B38.08 Paragraphen: BhV§5 BhV§12 LBG§44 SGBV§28 Datum: 2009-03-12
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Schleswig - VG Schleswig
19.02.2009
2 CN 1.07

Verstoß gegen Bundesrecht durch Ausschluss der Beihilfe für anlässlich einer privaten Reise in der Schweiz entstandene notwendige medizinische Aufwendungen in der Beihilfeverordnung eines Landes; Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit

Der Ausschluss der Beihilfe für anlässlich einer privaten Reise in der Schweiz entstandene notwendige medizinische Aufwendungen in der Beihilfeverordnung eines Landes verstößt gegen Bundesrecht.

BhVO § 8 Abs. 4
LBG § 100 Abs. 1
GG Art. 3 Abs. 1

Aktenzeichen: 2CN1.07 Paragraphen: BhVO§8 LBG§100 GGArt.3 Datum: 2009-02-19
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Hamburg - VG Hamburg
18.2.2009
1 Bf 108/08.Z

Eine Ohrfehlstellung (Segelohr) eines Kindes ist in der Regel keine Krankheit.

Aktenzeichen: 1Bf108/08 Paragraphen: Datum: 2009-02-18
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

LAG Berlin-Brandenburg - ArbG Berlin
29.01.2009
25 Sa 24/09

Beihilfevorschriften des RBB, Auslegung, Erstattung konkreter Behandlungskosten

BGB § 611

Aktenzeichen: 25Sa24/09 Paragraphen: BGB§611 Datum: 2009-01-29
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG NRW - VG Aachen
22.01.2009
2 C 129.07

Beihilfefähigkeit; Angemessenheit; Krankenhausaufenthalt; Privatklinik; Pflegesätze; Behandlungsvertrag; Krankenhauswahl; Krankenhauspflegesätze; Fürsorgegrundsatz; zivilrechtliche Berechtigung von Forderungen; Zurückverweisung

1. Die Angemessenheit der Kosten einer stationären Behandlung orientiert sich nicht an der Vergütung, die nach dem Behandlungsvertrag geschuldet ist.

2. Der Begriff der beihilferechtlichen Angemessenheit erschließt sich aus der Verpflichtung des Dienstherrn, Beihilfe im Rahmen des medizinisch Gebotenen gewähren zu müssen.

3. Der Verweis auf eine Behandlung in Universitätskliniken entbindet den Dienstherrn nicht davon, den Nachweis für die Notwendigkeit und Angemessenheit dafür auch im konkreten Fall zu erbringen.

LBG (NRW) § 88
BVO (NRW) § 3 Abs. 1
BVO (NRW) § 4 Abs. 1 Nr. 2
GG Art. 33 Abs. 5

Aktenzeichen: 2C129.07 Paragraphen: LBGNRW§88 BVONRW§3 BVONRW§4 Datum: 2009-01-22
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG NRW - VG Düsseldorf
16.12.2008
6 A 4509/05

Verneinung der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für wissenschaftlich nicht anerkannte Arzneimittel und Mittel, die geeignet sind, Güter des täglichen Bedarfs zu ersetzen.

1. Ob ein Mittel geeignet ist, Güter des täglichen Bedarfs zu ersetzen, richtet sich nach seiner objektiven Eigenart und Beschaffenheit. Unerheblich ist, wie es im Einzelfall eingesetzt und ob dabei ein therapeutischer Zweck verfolgt wird.

2. Unmittelbar aus der Fürsorgepflicht lässt sich ein Beihilfeanspruch grundsätzlich nur herleiten, wenn die notwendigen Aufwendungen im Krankheitsfall die wirtschaftliche Lebensführung des Beamten und seiner Familie so einschränken, dass sie nicht mehr alimentationsgerecht ist.

BVO NRW § 4 Abs. 1 Nr. 7
LBG NRW § 85
VwGO § 86 Abs. 1

Aktenzeichen: 6A4509/05 Paragraphen: BVONRW§4 LBGNRW§85 VwGO§86 Datum: 2008-12-16
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Stuttgart
3.11.2008
12 K 1005/08

Die Frist nach § 6 a Abs. 2 S. 1 BVO läuft auch dann, wenn der Zugang der nach § 6 a Abs. 2 S. 3 BVO vorgeschriebenen Information an den Beihilfeberechtigten nicht festgestellt werden kann.

Dies führt auch nicht dazu, dass sich das LBV nicht auf die Versäumung der Frist berufen kann.

Hohes Alter bzw. Krankheit können nur ausnahmsweise dazu führen, dass sich das LBV nicht auf die Versäumung der Frist berufen kann.

Aktenzeichen: 12K1005/08 Paragraphen: BVO§6a Datum: 2008-11-03
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

VG Stuttgart
21.8.2008
6 K 1360/08

Verspäteter Beihilfeantrag - Eingangsstempel der Behörde ist öffentliche Urkunde

1. Ein behördlicher Eingangsstempel ist eine öffentliche Urkunde, die den vollen Beweis für die Richtigkeit des durch den Stempel angegebenen Eingangsdatums erbringt (im Anschluss an die h. M.).

2. Da § 17 Abs. 10 S. 4 BVO Baden-Württemberg eine Ausschlussfrist bestimmt, ist eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der in § 17 Abs. 10 S. 1 BVO vorgeschriebene Frist rechtlich nicht möglich.

Aktenzeichen: 6K1360/08 Paragraphen: BVO§17 Datum: 2008-08-21
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3886

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
04.07.2008
2 A 10313/08.OVG

Beihilfe; Krankenhaus der Maximalversorgung; Privatklinik; Vergleichsberechnung

§ 5a Abs. 3 BVO erfordert einen Vergleich der Behandlungskosten der Privatklinik mit den Entgelten desjenigen nächstgelegenen Krankenhauses der Maximalversorgung, welches die in der Privatklinik durchgeführte Therapie anbietet.

War dies im Zeitpunkt der Maßnahme in keinem solchen Krankenhaus der Fall, so sind lediglich die Aufwendungen erstattungsfähig, die für die dort durchgeführte (konventionelle) Behandlung der Erkrankung entstanden wären. Nur dann, wenn diese nicht mehr als diejenige Krankenhausleistung anerkannt werden kann, die im Einzelfall nach Art und Schwere der Krankheit medizinisch zweckmäßig und aus-reichend ist, sind die Kosten der Privatklinik in voller Höhe beihilfefähig.

BVO § 4
BVO § 5a

Aktenzeichen: 2A10313/08 Paragraphen: BVO§4 BVO§5a Datum: 2008-07-04
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - VG Frankfurt/Main
26.06.2008
2 C 2.07

Fürsorgepflicht; Alimentation; amtsangemessener Lebensunterhalt; unzumutbare finanzielle Belastungen; Beihilfensystem; Eigenvorsorge; Recht der gesetzlichen Krankenversicherungen; Notwendigkeit; Angemessenheit; Leistungsausschlüsse; Arzneimittelrichtlinien; nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel; Gemeinsamer Bundesausschuss

1. Die Regelungen über den Ausschluss der Beihilfefähigkeit der Aufwendungen für nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b BhV sind in dem Übergangszeitraum bis zu der gebotenen normativen Neuregelung des Beihilferechts des Bundes weiter anwendbar.

2. Die verfassungsrechtliche Fürsorgepflicht fordert eine Ausgleichsregelung für die Härtefälle, die sich aus dem Leistungsausschluss des § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. b BhV ergeben können. Dies führt im Übergangszeitraum zur entsprechenden Anwendung der Regelungen über die Belastungsgrenzen gemäß § 12 Abs. 2 BhV.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5
BBG § 79
BhV 2004 §§ 5 Abs. 1 Satz 1, 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. B, 12 Abs. 2
SGB V §§ 31 Abs. 1 Satz 4, 34, 91 Abs. 1 Satz 1, 92 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6

Aktenzeichen: 2C2.07 Paragraphen: GGArt.3 GGArt.33 BBG§79 BhV§5 BhV§6 SGBV§34 SGBV§91 Datum: 2008-06-26
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3847

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Schleswig - VG Schleswig
28.05.2008
2 C 9.07

Beihilfe; Hilfsmittel; Geräte zur Selbstbehandlung und Selbstkontrolle; Fahrradergometer; Ergometer; Ergo-cycle 150; Heimtrainer; Pulsoxymeter; Hinweise des BMI; Hilfsmittelverzeichnis als bloße interne Arbeitshilfe; Vergleichbarkeit der Hilfsmittel; Positivliste; Negativliste; Einzelfallentscheidung der obersten Bundesbehörde; Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern; medizinisch notwendige Behandlung; Ermessensentscheidung; Ermessensreduzierung; Behandlungskosten; Anschaffungskosten; Gegenstände der allgemeinen Lebenshaltung

1. Die Negativliste in Nr. 9 der Anlage 3 BhV schließt nur Hilfsmittel und Gegenstände von der Beihilfefähigkeit aus, deren Anschaffungskosten der allgemeinen Lebenshaltung zuzurechen sind, nicht aber Geräte zur Selbstbehandlung und Selbstkontrolle und Körperersatzstücke.

2. Ist ein Hilfsmittel oder ein Gerät zur Selbstbehandlung und Selbstkontrolle mit einem Gegenstand aus der Positivliste der Nr. 1 der Anlage 3 BhV vergleichbar, ist es beihilfefähig. Nennt die Positivliste einen Gegenstand mit einer konkreten Krankheit, ist die Krankheit des Beamten mit dieser nach der Schwere und dem Einsatzzweck des Gegenstandes zu vergleichen. Fahrradergometer sind auch als medizinische Geräte nicht beihilfefähig.

3. Ist ein Gegenstand weder in der Positivliste noch in der Negativliste genannt und mit den dort genannten Gegenständen auch nicht vergleichbar, so hat die oberste Dienstbehörde im Einvernehmen mit dem Bundesministerium des Innern über die Beihilfefähigkeit ohne Bindung an die als "Hilfsmittelverzeichnis" bezeichnete Arbeitshilfe der Beihilfefestsetzungsstellen nach Ermessen zu entscheiden.

GG Art. 103 Abs. 1
BhV i.d.F. vom 1. November 2001 § 6
VwGO § 108
VwGO § 125 Abs. 1 Satz 1
VwGO § 130b Satz 2
VwGO § 132
VwGO § 144 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2

Aktenzeichen: 2C9.07 Paragraphen: GGArt.103 BhV§6 VwGO§108 VwGO§125 Datum: 2008-05-28
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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Mainz
28.05.2008
2 C 24.07

Alimentation; allgemeiner Gleichheitssatz; Angemessenheit; Arzneimittelrichtlinien; behandlungsbedürftige Erkrankung; Beihilfe; dynamische Verweisung; erektile Dysfunktion; Erforderlichkeit; ergänzende Beihilfe; Erhöhung der Lebensqualität; Fürsorge; Gemeinsamer Bundesausschuss; Geringfügigkeit; Gleichheitsgrundsatz; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums; Krankheitsfälle; Leistungsausschluss; Viagra; Lifestyle-Mittel; Mischsystem; potenzsteigernde Mittel; private Vorsorge; Prostatakarzinom; Prostata-Ektomie; übergangsweise Fortgeltung; Übermaßverbot

1. Die den Anforderungen des verfassungsrechtlichen Gesetzesvorbehalts nicht genügenden und deshalb nichtigen Beihilfevorschriften des Bundes sind auch weiterhin für eine spätestens mit der jetzigen Legislaturperiode endende Übergangszeit anzuwenden.

2. Der Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für potenzsteigernde Mittel auch in Krankheitsfällen ist mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar.

GG Art. 3 Abs. 1
GG Art. 33 Abs. 5
BhV 2004 § 5 Abs. 1 Satz 1
BhV 2004 § 6 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a
SGB V § 34
SGB V § 91 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 2C24.07 Paragraphen: GGArt.3 GGArt.33 BhV§5 BhV§6 SGBV§34 SGBV§91 Datum: 2008-05-28
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3820

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe

BVerwG - OVG Rheinland-Pfalz - VG Koblenz
28.05.2008
2 C 1.07
2 C 10.07

Alimentation; allgemeiner Gleichheitssatz; Angemessenheit; behandlungsbedürftige Erkrankung; Beihilfe; erektile Dysfunktion; Erforderlichkeit; ergänzende Beihilfe; Erhöhung der Lebensqualität; Fürsorge; Gleichheitsgrundsatz; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums; Krankheitsfälle; Leistungsausschluss; Viagra; Lifestyle-Mittel; Mischsystem; potenzsteigernde Mittel; private Vorsorge; Prostatakarzinom; übergangsweise Anwendbarkeit; Übermaßverbot

1. § 90 Abs. 1 LBG Rheinland-Pfalz stellt keine ausreichende Ermächtigung für den Erlass einer Beihilfenverordnung dar. Die Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz ist jedoch für eine Übergangszeit weiterhin anzuwenden.

2. Der Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für potenzsteigernde Mittel auch in Krankheitsfällen ist mit dem allgemeinen Gleichheitsgrundsatz des Art. 3 Abs. 1 GG vereinbar (wie Urteil vom selben Tag BVerwG 2 C 24.07).

GG Art. 3 Abs. 1
GG Art. 33 Abs. 5
GG Art. 80
LBG RP § 90
BVO RP § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
BVO RP § 4 Abs. 1 Nr. 6 Halbs. 2 Buchst. a

Aktenzeichen: 2C1.07 2C10.07 Paragraphen: GGArt.3 GGArt.33 GGArt,80 LBGRP§90 BVORP§3 BVORP§4 Datum: 2008-05-28
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3846

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