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PDF-DokumentBesonderer Teil - Bedrohung

OLG Zweibrücken - LG Kaiserslautern
26.2.2020
1 OLG 2 Ss 14/20

1. Hat der Angeklagte in einem weit gefassten Tatzeitraum mehrere WhatsApp-Sprachnachrichten an die Geschädigte gesendet, bestimmt sich die „Nämlichkeit“ der Tat in erster Linie nach dem Inhalt der Äußerung.

2. Droht der Angeklagte damit, den Geschädigten „ans Kreuz zu nageln“, bedarf die Annahme, der Angeklagte habe den Geschädigten ernstlich mit einem Tötungsdelikt bedroht und angenommen, dass dieser die Drohung ernst nehme, eingehender Darlegung des Gesamtgeschehens.

StGB § 241

Aktenzeichen: 1OLG2Ss14/20 Paragraphen: Datum: 2020-02-26
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=5133

PDF-DokumentBesonderer Teil - Rauschmitteldelikte

BGH - LG Bielefeld
28.1.2020
4 StR 303/19

Zur Ablehnung einer teleologischen Reduktion des Tatbestands des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln.

BtMG § 30a Abs 2 Nr 2

Aktenzeichen: 4StR303/19 Paragraphen: Datum: 2020-01-28
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=5098

PDF-DokumentBesonderer Teil - Beleidigungsdelikte

OLG Köln
10.12.2019
1 RVs 180/19

1. Eine Meinungsäußerung, die sich weder als Verletzung der Menschwürde, Formalbeleidigung noch Schmähkritik darstellt, erfordert eine Abwägung zwischen dem Grundrecht der Meinungsfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 GG und dem in Art. 2 Abs. 1 GG verankerten Persönlichkeitsrecht, deren Ergebnis verfassungsrechtlich nicht vorgegeben ist, bei der jedoch alle wesentlichen Umstände des Falles zu berücksichtigen und bei der es auf die Schwere der Beeinträchtigung der betroffenen Rechtsgüter ankommt.

2. Die auf die Person des Geschädigten abzielende Bezeichnung als „Gashahnaufdreher“ stellt eine Ehrkränkung von erheblichem Gewicht dar, da dem so Bezeichneten nicht nur im Sinne eines „Mitläufers“ die Eigenschaft eigenständigen Denkens und eigenverantwortlichen Handelns abgesprochen wird, sondern er mit der konkreten Wortwahl auch persönlich in die Nähe einer Ideologie vergleichbar mit derjenigen der Unterstützer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes gerückt und in direkten Zusammenhang mit einer nationalsozialistisch gesinnten Gruppe gebracht wird.

StGB § 185

Aktenzeichen: 1RVs180/19 Paragraphen: Datum: 2019-12-10
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=5065

PDF-DokumentBesonderer Teil - Vorteilsnahme

BGH - LG Düsseldorf
28.11.2019
3 StR 294/19

1. Nutzt der Täter die durch seine rechtswidrigen Taten bereicherte Gesellschaft nur als formalen Mantel, ohne dass deren Vermögenssphäre von seiner eigenen getrennt ist, oder leitet die Gesellschaft die Erträge aus den Taten stets zeitnah an den Täter weiter, so erlangt er selbst im Sinne des § 73 Abs. 1 StGB die betreffenden Vermögenwerte bereits dann, wenn sie der Gesellschaft zufließen.

2. Unabhängig von einer solchen Zurechnung der bei der drittbegünstigten Gesellschaft eingetretenen Vermögensmehrung aufgrund faktischer Verschmelzung der Vermögensmassen kann der Täter etwas durch die Tat erlangen, soweit die Gesellschaft die inkriminierten Vermögenswerte nachfolgend - ganz oder teilweise - an ihn weiterleitet und sie ihm auf diese Weise persönlich zufließen.

3. Lag einem solchen Vermögenstransfer ein nicht bemakelter Vertrag zugrunde, der mit der Straftat in keinem Zusammenhang stand, so ist die (Wertersatz-) Einziehung regelmäßig ausgeschlossen.

StGB § 73 Abs 1, § 73b Abs 1 S 1 Nr 1, § 73c S 1

Aktenzeichen: 3StR294/19 Paragraphen: Datum: 2019-11-28
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=5096

PDF-DokumentBesonderer Teil - Körperverletzungsdelikte

OLG Bremen - LG Bremen
27.11.2019
1 Ss 44/19

Schlag mit einem Mobiltelefon als Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeugs im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB

1. Ein Schlag mit einem in der flachen Hand gehaltenen Mobiltelefon in das Gesicht des Opfers stellt grundsätzlich keine Körperverletzung mittels eines gefährlichen Werkzeugs im Sinne des § 224 Abs. 1 Nr. 2 StGB dar, da hiermit nach Beschaffenheit und der Art seiner Benutzung eine Eignung zur Herbeiführung erheblicher Körperverletzungen nicht festzustellen ist. Anderes kann gelten, wenn der Schlag mit einer Ecke oder Kante des Telefons ausgeführt wurde.

2. Auch dass es bei dem Schlag mit dem Mobiltelefon zu einer inneren Platzwunde an der Lippe kam, trägt für sich genommen nicht die Feststellung, dass das Mobiltelefon nach der konkreten Art seines Einsatzes zur Verursachung erheblicher Verletzungen geeignet war. Anderes kann gelten auf der Grundlage gesonderter Feststellungen zum konkreten Umfang und zum Heilungsverlauf der Verletzung.

StGB § 224 Abs 1 Nr 2

Aktenzeichen: 1Sa44/19 Paragraphen: Datum: 2019-11-27
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=5081

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