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PDF-DokumentInternationales Recht - Prozeßrecht Zuständigkeiten Vollstreckungsrecht

OLG Köln - LG Aachen
02.12.2005
16 W 31/05

Zuständigkeit für Handlungsvollstreckung aus für vollstreckbar erklärtem ausländischen Titel

1. Wenn ein Schuldner mit Sitz im Inland durch ein ausländisches Urteil zur Vornahme vertretbarer und nicht vertretbarer Handlungen verurteilt und dieses Urteil in Deutschland für vollstreckbar erklärt worden ist, hat der Gläubiger ein Wahlrecht, ob er im Urteilsstaat die nach dem dortigen Recht möglichen Zwangsmaßnahmen erwirkt oder in Deutschland nach den §§ 887, 888 vorgeht.

2. Für Anträge auf Ersatzvornahme, Kostenvorschuss und Zahlung eines Zwangsgeldes ist „Prozessgericht“ i. S. d. §§ 887, 888 ZPO der Vorsitzende der Zivilkammer des Landgerichts, der das ausländische Urteil für vollstreckbar erklärt hat.

3. Auch bei der Festsetzung der Zwangsmaßnahmen entscheidet der Vorsitzende der Zivilkammer nicht als „Einzelrichter“ i. S. d. §§ 348, 348a ZPO sondern aufgrund der gesonderten Kompetenzzuweisung des Art. 39 EuGVVO i. V. m. dem Anhang II bzw. des § 2 III AVAG mit der Folge, dass über eine sofortige Beschwerde der Zivilsenat des Oberlandesgerichts in seiner GVG-mäßigen Besetzung und nicht der originäre Einzelrichter des § 568 ZPO zu befinden hat.

EuGVVO Art. 39, 49
AVAG § 2 III
ZPO § 568

Aktenzeichen: 16W31/05 Paragraphen: EuGVVOArt.39 EuGVVOArt.49 AVAG§2 ZPO§568 Datum: 2005-12-02
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht Familienrecht - Internationales Vollstreckungsrecht Vollstreckungsrecht Familienrecht Prozeßrecht

OLG Dresden - AG Leipzig
9.11.2005
21 UF 670/05

Vollstreckbarkeit eines Urteils eines Gerichts der Republik Ungarn über Kindesunterhalt

1. Die Vollstreckbarkeit eines Urteils eines Gerichts der Republik Ungarn über Kindesunterhalt richtet sich nach dem Haager Übereinkommen über die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen auf dem Gebiet der Unterhaltspflicht ggü. Kindern vom 15.4. 1958 (BGBl. II 1961, 1005) und dem dazu ergangenen Ausführungsgesetz vom 18.7.1961 (BGBl. I 1961, 1053) in der durch Art. 2 § 8 des Schiedsverfahrensgesetzes vom 22.12.1997 (BGBl. I 1997, 3224) gegebenen Fassung.

2. Im Rahmen der Vollstreckbarkeitserklärung ist die der Verpflichtung zum Unterhalt vorgreifliche Feststellung der Vaterschaft inzident zu prüfen.

3. Wirkt der Verpflichtete an der angeordneten Abstammungsbegutachtung nicht mit, so widerspricht eine aufgrund der Aussage der Mutter getroffene Feststellung seiner Vaterschaft nicht dem ordre public.

4. Das Verfahren zur Vollstreckbarkeitserklärung wird durch die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Unterhaltspflichtigen nicht unterbrochen.

5. Der Wert des Verfahrens zur Vollstreckbarkeit bestimmt sich nach dem Wert des für vollstreckbar erklärten Anspruchs.

HUÜ 1958 Art. 2 Nr. 5
ZPO §§ 240, 328 Abs. 1 Nr. 4
GKG §§ 42, 47

Aktenzeichen: 21UF670/05 Paragraphen: HUÜ1958Art.2 ZPO§240 ZPO§328 GKG§42 GKG§47 Datum: 2005-11-09
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PDF-DokumentInternationales Recht - Prozeßrecht Zustellung Vollstreckungsrecht

EuGH
13.10.2005
C 522/03


Artikel 27 Nummer 2 des Übereinkommens vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen in der durch das Übereinkommen vom 9. Oktober 1978 über den Beitritt des Königreichs Dänemark, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, das Übereinkommen vom 25. Oktober 1982 über den Beitritt der Republik Griechenland, das Übereinkommen vom 26. Mai 1989 über den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik und das Übereinkommen vom 29. November 1996 über den Beitritt der Republik Österreich, der Republik Finnland und des Königreichs Schweden geänderten Fassung in Verbindung mit Artikel IV Absatz 1 des diesem Übereinkommen beigefügten Protokolls ist dahin auszulegen, dass, sofern zwischen dem Urteilsstaat und dem Vollstreckungsstaat ein internationales Übereinkommen gilt, die Ordnungsgemäßheit der Zustellung des verfahrenseinleitenden Schriftstücks an einen Beklagten, der sich auf das Verfahren nicht eingelassen hat, ausschließlich nach den Bestimmungen dieses Übereinkommens zu beurteilen ist, es sei denn, es wird auf die Übermittlungsmethode der unmittelbaren Übersendung zwischen gerichtlichen Amtspersonen gemäß Artikel IV Absatz 2 des Protokolls zurückgegriffen und der Vollstreckungsstaat hat dieser Methode nicht offiziell widersprochen.

Brüsseler Übereinkommen

Aktenzeichen: C522/03 Paragraphen: Brüsseler Übereinkommen Datum: 2005-10-13
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PDF-DokumentInternationales Recht - Vollstreckungsrecht Zuständigkeiten

BGH - OLG Köln - AG Köln
4.10.2005
VII ZB 9/05

Öffentlichrechtliche Gebührenansprüche eines ausländischen Staates (hier: Zahlungsansprüche der Russischen Föderation aus Einräumung von Überflugrechten, Transitrechten und Einflugrechten) unterliegen nicht der internationalen Zuständigkeit deutscher Gerichte und daher nicht dem inländischen Vollstreckungszugriff.

ZPO § 828
GG Art. 25

Aktenzeichen: VIIZB9/05 Paragraphen: ZPO§828 GGArt.25 Datum: 2005-10-04
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PDF-DokumentInternationales Recht - Vollstreckungsrecht

BGH - Kammergericht - AG Berlin-Mitte
4.10.2005
VII ZB 8/05

a) Bei Maßnahmen der Zwangsvollstreckung gegen einen fremden Staat darf nicht auf die seiner diplomatischen Vertretung zur Wahrnehmung ihrer amtlichen Funktion dienenden Gegenstände zugegriffen werden, sofern dadurch die Erfüllung der diplomatischen Tätigkeit beeinträchtigt werden könnte (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 28. Mai 2003 IXa ZB 19/03, NJW-RR 2003, 1218 = Rpfleger 2003, 518).

b) Aus der in dem Investitionsschutzvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken vom 13. Juni 1989 (BGBl. 1990 II 342) enthaltenen Schiedsvereinbarung ergibt sich für das Zwangsvollstreckungsverfahren kein Verzicht auf Immunität.

GG Art. 25

Aktenzeichen: VIIZB8/05 Paragraphen: GGArt.25 Datum: 2005-10-04
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht - Internationales Vollstreckungsrecht Vollstreckungsrecht

OLG Zweibrücken
22.09.2005
3 W 175/05

Vollstreckbarerklärung eines italienischen Mahnbescheids

Aktenzeichen: 3W175/05 Paragraphen: Datum: 2005-09-22
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht - Vollstreckungsrecht Internationales Vollstreckungsrecht

OLG Zweibrücken - LG Zweibrücken
19.09.2005
3 W 132/05

Vollstreckbarerklärung eines in Italien ergangenen Versäumnisurteils. (Leitsatz der Redaktion)

EuGVO §§ 34, 35

Aktenzeichen: 3W132/05 Paragraphen: EuGVO§34 EuGVO§35 Datum: 2005-09-19
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PDF-DokumentInternationales Recht - Vollstreckungsrecht

OLG Zweibrücken - LG Landau
25.08.2005
3 W 96/05

Vollstreckbarerklärung eines österreichischen Urteils

Aktenzeichen: 3W96/05 Paragraphen: Datum: 2005-08-25
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht - Internationales Vollstreckungsrecht Vollstreckungsrecht

OLG Karlsruhe - LG Freiburg
08.07.2005
9 W 8/05

Ein französisches Versäumnisurteil (jugement réputé contradictoire) ist in Deutschland vollstreckbar, auch wenn das französische Gericht sich ohne Begründung über die ihm bekannte Vereinbarung deutschen Rechts und die Vereinbarung eines deutschen Gerichtsstandes hinweggesetzt hat, sofern dem Schuldner die Verteidigung und die Einlegung eines Rechtsbehelfs in Frankreich möglich und zumutbar war.

EuGVVO Art. 34 Nr. 1
EuGVVO Art. 35 II
EuGVVO Art. 38

Aktenzeichen: 9W8/05 Paragraphen: Art.34/EU Art.35/EU Art.38/EU Datum: 2005-07-08
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht - Zuständigkeiten Vollstreckungsrecht

OLG Stuttgart - AG Stuttgart
23.06.2005 8 W 246/05
Auch wenn der Schuldner seinen Wohnsitz im Ausland hat, bestimmt sich in Zwangsvollstreckungsverfahren das Beschwerdegericht nicht nach § 119 Abs. 1 Nr. 1 b GVG, weil die deutschen Vollstreckungsorgane deutsches Zwangsvollstreckungsrecht anwenden und deshalb in Zwangsvollstreckungsverfahren generell ein rechtlicher Auslandsbezug fehlt.
GVG § 119 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b

Aktenzeichen: 8W246/05 Paragraphen: GVG§119 Datum: 2005-06-23
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht - Vollstreckungsrecht Internationales Vollstreckungsrecht

OLG Frankfurt - LG Hanau
21.06.2005
20 W 463/04

Österreich; ordre public; Unterhalt; Familienbeihilfe; Vollstreckbarerklärung

Zur Frage, ob bei einer österreichischen gerichtlichen Unterhaltsentscheidung die Nichtberücksichtigung der in Österreich gezahlten Familienbeihilfe einen Vollstreckbarerklärungsversagungsgrund wegen Verstoßes gegen den ordre public-Vorbehalt im Sinne der Art. 45 Abs. 1, 34 Nr. 1 EuGVVO begründen kann

EuGVVO § 34
EuGVVO § 45

Aktenzeichen: 20W436/04 Paragraphen: EuGVVO§34 EuGVVO§45 Datum: 2005-06-21
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht - Internationales Vollstreckungsrecht Vollstreckungsrecht

OLG Zweibrücken - LG Kaiserslautern
10.05.2005 3 W 165/04
Zur Frage der Vollstreckbarerklärung eines in Belgien ergangenen Versäumnisurteils, wenn dem Beklagten das verfahrenseinleitende Schriftstück nicht und das daraufhin ergangene Versäumnisurteil öffentlich zugestellt wurde.
EuGVO Art. 34 Nr. 1
EuGVO Art. 34 Nr. 2

Aktenzeichen: 3W165/04 Paragraphen: Art.34/EU Datum: 2005-05-10
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PDF-DokumentVollstreckungsrecht Internationales Recht - Internationales Vollstreckungsrecht Vollstreckungsrecht

OLG Schleswig - LG Lübeck
09.05.2005
16 W 48/05

Zwangsvollstreckung, ausl. Titel, Einstw. Rechtsschutz

Vollstreckbarkeit ausländischer Entscheidungen im einstweiligen Rechtsschutz

1. Unter anzuerkennende ausländische "Entscheidung" i. S. von Art. 32 EuGVVO fallen auch Entscheidungen des vorläufigen Rechtsschutzes, die in einem ausländischen einstweiligen Verfügungs-, Anordnungs- oder Arrestverfahren ohne vorherige Anhörung des Gegners ergangen sind.

2. Die Entscheidung des EuGH vom 21.05.1980 (IPRax 1981, 95, 96) ist zu Art. 27, 46 Nr. 2 EuGVÜ ergangen und auf die Art. 32 ff. EuGVVO nicht übertragbar. Der Verordnungsgeber hat auf die EuGH-Rechtsprechung nicht reagiert, er hält vielmehr in Art. 32 EuGVVO ausdrücklich an der weiten Fassung des ursprünglichen Art. 25 EuGVÜ fest.

3. Der Begriff "Entscheidungen" i. S. von Art. 32 EuGVVO ist weit auszulegen und umfasst auch sog. "Ex parte Entscheidungen". Anderenfalls hätte der Verordnungsgeber bei Erlass der Verordnung vom 22.12.2002 (Nr. 44/2001) im Hinblick auf die bereits bekannte EuGHRechtsprechung (s. o.) reagiert und Entscheidungen des Ursprungslandes im Bereich des vorläufigen Rechtsschutzes aus dem Anwendungsbereich der Anerkennungsvorschriften für die Vollstreckung ausgenommen.

ZPO § 722
EuGVVO Art. 32
EuGVVO Art. 34

Aktenzeichen: 16W48/05 Paragraphen: ZPO§722 Art.32/EU Art.34/EU Datum: 2005-05-09
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht - Vollstreckungsrecht Internationales Vollstreckungsrecht

EuGH
28.4.2005 C 104/03
Brüsseler Übereinkommen – Einstweilige Maßnahmen einschließlich solcher, die auf eine Sicherung gerichtet sind – Zeugenvernehmung

Artikel 24 des Übereinkommens vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ist dahin auszulegen, dass eine Maßnahme, durch die die Vernehmung eines Zeugen mit dem Ziel angeordnet wird, es dem Antragsteller zu ermöglichen, die Zweckmäßigkeit einer eventuellen Klage einzuschätzen, die Grundlage für eine solche Klage festzustellen und die Erheblichkeit der Klagegründe, die in diesem Rahmen geltend gemacht werden könnten, zu beurteilen, nicht unter den Begriff der „einstweiligen Maßnahmen einschließlich solcher, die auf eine Sicherung gerichtet sind“, fällt.

Aktenzeichen: C104/03 Paragraphen: Datum: 2005-04-28
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht Bankrecht - Vollstreckungsrecht Internationales Vollstreckungsrecht Anlageberatung Haftungsrecht

OLG Köln - LG Köln
05.04.2005 15 U 153/04
1. Art. 5 Nr. 3 LugÜ (Luganer Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen) ist auf die alleinige Geltendmachung eines Vermögensschadens aus unerlaubter Handlung wegen rechtswidriger Kapitalanlageberatung anwendbar.

2. Zu den Voraussetzungen der Haftung aus § 831 Abs. 1 S. 1 BGB wegen rechtswidriger Kapitalanlageberatung durch einen Handelsvertreter.
BGB § 831
LugÜ Art. 5 Nr. 3

Aktenzeichen: 15U153/04 Paragraphen: BGB§831 LugÜArt.5 Datum: 2005-04-05
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht - Vollstreckungsrecht Familienrecht Internationales Vollstreckungsrecht

OLG Frankfurt - LG Hanau
30.03.2005 1 W 93/04
Vollstreckbarkeit; Belgien; Unterhalt; Ehe; Ausland; Urteil

1. Die Vollstreckung eines belgischen Urteils über nachehelichen Unterhalt, verstößt selbst dann nicht gegen den deutschen ordre public, wenn das Urteil darauf beruht, dass dem unterhaltspflichtigen Ehegatten die Schuld am Scheitern der Ehe zugesprochen wird.

2. Bei dem nach belgischen Recht eingelegten Pourvoi en Cassation handelt es sich um einen "ordentlichen Rechtsbehelf" im Sinne des Art. 46 Abs 1 EuGVVO.

3. Eine Aussetzung des Verfahrens auf Erteilung der Vollstreckungsklausel gemäß Art. 46 Abs. 1 EuGVVO kommt nicht in Betracht, soweit der Antragsgegner dem von ihm im Erststaat erhobenen, noch nicht beschiedenen Rechtsbehelf Einwände zugrunde legt, die er auch im bisherigen dortigen Verfahren hätte vorbringen können.

4. Bei der Ermessensentscheidung, die Zwangsvollstreckung gegen Sicherheitsleistung durch denjenigen, welcher die Vollstreckbarkeitserklärung begehrt, einzustellen (Art. 46 Abs. 3 EuGVVO), sind im Einzelfall alle Nachteile zu berücksichtigen, die sich bei einer Vollstreckung aus einer nur vorläufig vollstreckbaren Entscheidung für den Vollstreckungsgläubiger im Rahmen seines bisherigen Prozessverhaltens hat Zweifel aufkommen lassen, in welchem Land sich ihm gehörende Vermögensgegenstände befinden, die bei einer etwaigen Rückabwicklung der vorläufigen Vollstreckung nach einem Erfolg des noch nicht beschiedenen Rechtsbehelfs im Erststaat von Bedeutung sind.
AVAVG § 22
EuGVVO § 45
EuGVVO § 46 I
EuGVVO § 46 III

Aktenzeichen: 1W93/04 Paragraphen: Datum: 2005-03-30
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PDF-DokumentFamilienrecht Internationales Recht Vollsreckungsrecht - Prozeßrecht Vollstreckungsrecht Familienrecht Titel Internationales Vollstreckungsrecht

OLG Zweibrücken - AG Speyer
10.03.2005 5 WF 36/05
1. Zur Vollstreckbarerklärung einer Unterhaltsentscheidung eines Urteils aus Bosnien-Herzegowina.

2. Allein die deutsche Vollstreckbarkeitsentscheidung - nicht der ausländische Titel - muss den vollstreckungsrechtlichen Bestimmtheitsanforderungen des deutschen Rechts genügen. Der deutsche Exequaturrichter hat deshalb nach Herbeiführung eines entsprechenden Antrags die Urteilsformel, soweit erforderlich, ausreichend zu konkretisieren, falls diese im Ursprungsland eine Vollstreckung erlauben würde und zumindest mittelbar den Vollstreckungsumfang eindeutig bestimmt.

3. Gegen die Zulässigkeit der hilfsweisen Erhebung einer Leistungsklage im Rahmen einer Klage auf Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Urteils bestehen keine grundsätzlichen Bedenken. Das im Ausland ergangene Urteil schließt eine neue Klage im Inland nicht aus. Es ist lediglich, soweit das ausländische Urteil anzuerkennen ist, eine inhaltlich übereinstimmende Sachentscheidung zu treffen.
ZPO §§ 328, 606 a Abs. 2 Satz 2, 722, 723
FamRÄndG Art. 7 § 1 Abs. 1 Satz 3
AVAG §§ 3 ff

Aktenzeichen: 5WF36/05 Paragraphen: ZPO§328 ZPO§606a ZPO§722 ZPO§723 FamRÄndGArt.7§1 AVAG§3 Datum: 2005-03-10
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PDF-DokumentInternationales Recht Vollstreckungsrecht - Vollstreckungsrecht Internationales Vollstreckungsrecht

OLG Köln - LG Bonn
09.03.2005 16 W 48/04
Vollstreckung aus einem französischem Titel. (Leitsatz der Redaktion)
EuGVÜ Art. 47 Nr. 1

Aktenzeichen: 16W48/04 Paragraphen: EuGVÜArt.47 Datum: 2005-03-09
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PDF-DokumentInternationales Recht - Vollstreckungsrecht EG-Recht Haftungsrecht

EuGH
1.3.2005 C 281/02
Brüsseler Übereinkommen – Räumlicher Anwendungsbereich des Brüsseler Übereinkommens – Artikel 2 – Zuständigkeit – Unfall in einem Drittstaat – Körperlicher Schaden – Klage in einem Vertragsstaat gegen eine Person mit Wohnsitz in diesem Staat und gegen andere Beklagte mit Wohnsitz in einem Drittstaat – Einrede des Forum non conveniens – Unvereinbarkeit mit dem Brüsseler Übereinkommen

Das Übereinkommen vom 27. September 1968 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen in der durch das Übereinkommen vom 9. Oktober 1978 über den Beitritt des Königreichs Dänemark, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland, das Übereinkommen vom 25. Oktober 1982 über den Beitritt der Republik Griechenland und das Übereinkommen vom 26. Mai 1989 über den Beitritt des Königreichs Spanien und der Portugiesischen Republik geänderten Fassung verwehrt einem Gericht eines Vertragsstaats, seine Zuständigkeit nach Artikel 2 dieses Übereinkommens mit der Begründung zu verneinen, dass ein Gericht eines Nichtvertragsstaats geeigneter ist, um über den betreffenden Rechtsstreit zu befinden, selbst wenn keine Zuständigkeit eines Gerichts eines anderen Vertragsstaats in Betracht kommt oder das Verfahren keine Anknüpfungspunkte zu einem anderen Vertragsstaat aufweist.

Aktenzeichen: C281/02 Paragraphen: Brüssler Übereinkommen Datum: 2005-03-01
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PDF-DokumentInternationales Recht - Vollstreckungsrecht

OLG Düsseldorf - LG Mönchengladbach
01.03.2005 I-3 W 335/04
Gegen die Vollstreckbarerklärung eines niederländischen Urteils kann der Schuldner auch nach Inkrafttreten der EuGVVO gemäß § 12 Abs. 1 AVAG mit der Beschwerde geltend machen, der titulierte Anspruch sei nach Urteilserlass durch Erfüllung erloschen, wenn der Gläubiger dieselbe nicht bestreitet.
EuGVVO Art. 43
EuGVVO Art. 45 Abs. 1
AVAG § 12 Abs. 1

Aktenzeichen: I-3W335/04 Paragraphen: EuGVVOArt.43 EuGVVOArt.45 AVAG§13 Datum: 2005-03-01
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