RechtsCentrum.de
Angezeigte Ergebnisse pro Seite:   5 | 10 | 20 | 50
Suchergebnisse 221 bis 240 von 360

PDF-DokumentSteuerrecht - Hundesteuer Vollstreckung

OVG Berlin-Brandenburg - VG Potsdam
03.08.2006
9 S 4.06

Hundesteuer; vorläufiger Rechtschutz; Beschwerde; behördliches Aussetzungsverfahren; drohende Vollstreckung; Mahnung zur Vorbereitung der Vollstreckung

Für die Frage, ob dem Schuldner ein Aussetzungsantrag bei der Behörde zeitlich noch zumutbar ist, gilt ein strenger Maßstab, weil § 80 Abs. 6 VwGO das Ziel verfolgt, die Gerichte von Aussetzungsanträgen zu entlasten, und im Regelfall davon auszugehen ist, dass die Behörden über einen bei ihnen angebrachten Aussetzungsantrag vor Durchführung der Vollstreckung entscheiden

1. Eine Vollstreckung im Sinne von § 80 Abs. 6 Satz 2 Nr. 2 VwGO droht erst dann, wenn die Behörde konkrete Vorbereitungshandlungen für die Durchführung der Vollstreckung getroffen hat und aus der Sicht eines objektiven Betrachters die Vollstreckung zeitlich so unmittelbar bevorsteht, dass es dem Antragsteller nicht zuzumuten ist, zunächst bei der Behörde und nicht unmittelbar bei Gericht die Aussetzung der Vollziehung zu beantragen.

2. Eine Mahnung nach § 259 Abs. 1 AO genügt in diesem Sinn nicht ohne weiteres für eine drohende Vollstreckung, auch wenn mit ihr eine Androhung oder Ankündigung der Vollstreckung verbunden wird. Es kommt maßgeblich auf die Umstände des Einzelfalls an.

VwGO § 80 Abs. 6 Satz 2 Nr. 2
VwVG BB § 5
AO § 259 Satz 1

Aktenzeichen: 9S4.06 Paragraphen: VwGO§80 VwVGBB§5 AO§259 Datum: 2006-08-03
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9706

PDF-DokumentSteuerrecht - Gewerbesteuer Vollstreckung

Bayerischer VGH - VG München
27.07.2006
4 B 05.2832

Messbescheid; Gewerbesteuerbescheid; Aussetzung der Vollziehung; Sicherheitsleistung; Avalzinsen; Erstattungsanspruch; Folgenbeseitigungsanspruch

Wird die sofortige Vollziehung eines Gewerbesteuerbescheids gegen Sicherheitsleistung ausgesetzt, sind die für die gestellte Bürgschaft angefallenen Avalzinsen von der Gemeinde nicht (anteilig) zu erstatten, wenn die festgesetzte Gewerbesteuer später aufgrund des Rechtsbehelfsverfahrens gegen den Messbescheid herabgesetzt wird.

VwGO § 80 Abs. 4 Satz 2
AO § 233
AO § 236
ZPO § 717 Abs. 2

Aktenzeichen: 4B05.2832 Paragraphen: VwGO§80 AO§233 AO§236 ZPO§717 Datum: 2006-07-27
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8965

PDF-DokumentSteuerrecht - Grundsteuer

BFH - FG Baden-Württemberg
19.7.2006
II R 81/05

Keine Grundsteuerbefreiung für selbstgenutztes Einfamilienhaus - Umfang der Bindungswirkung einer Entscheidung des BVerfG bezogen auf deren Gesetzeskraft Der Gesetzgeber ist von Verfassungs wegen nicht gehalten, das selbstgenutzte Einfamilienhaus von der Grundsteuer auszunehmen.

GG Art. 2 Abs. 1, Art. 14, Art. 106 Abs. 6
BVerfGG § 31 Abs. 1 und 2
GrStG § 1, § 2 Nr. 2, §§ 13 ff.

Aktenzeichen: IIR81/05 Paragraphen: GGArt.2 GGArt.14 GGArt.106 GrStG§1 GrStG§2 GrStG§13 Datum: 2006-07-19
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9129

PDF-DokumentSteuerrecht - Zweitwohnungssteuer

FG Hamburg
7.7.2006
7 K 55/05

Die Klägerin wendet sich gegen die Festsetzung von Zweitwohnungsteuer.

Die Zweitwohnungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer im Sinne des Art. 105 Abs. 2a Grundgesetz (GG). Als Aufwandsteuer knüpft sie an den zusätzlichen Aufwand für die Lebensführung an, der durch das Innehaben einer Zweitwohnung sichtbar wird und besteuert damit die in der Einkommensverwendung für den persönlichen Lebensbedarf zum Ausdruck kommende wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Hiervon geht auch der Gesetzgeber aus, in dem er daran anknüpft, dass jemand eine Nebenwohnung im Geltungsbereich des Gesetzes innehat und diese von ihm bewohnt wird. Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darf die steuererhebende Gemeinde von der tatsächlichen Vermutung der Vorhaltung einer Zweitwohnung auch für Zwecke der persönlichen Lebensführung ausgehen, solange der Zweitwohnungsinhaber keine Umstände vortrage, die die tatsächliche Vermutung der Eigennutzung erschüttern. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: 7K55/05 Paragraphen: Datum: 2006-07-07
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9340

PDF-DokumentSteuerrecht - Hundesteuer

Hessischer VGH - VG Darmstadt
05.07.2006
5 UZ 1006/06

Aufwandsteuer, Bundespolizei, Diensthund, Halter, Hundesteuer, Satzung

Wird von einem Angehörigen der Bundespolizei ein Diensthund außerhalb der Dienstzeit zu Hause gehalten, kann ihn eine kommunale Satzung der Hundesteuerpflicht unterwerfen.

GG Art. 105 Abs. 2a
HessKAG § 7 Abs. 2
HStS der Gemeinde Riedstadt

Aktenzeichen: 5UZ1006/06 Paragraphen: GGArt.105 HessKAG§7 Datum: 2006-07-05
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9133

PDF-DokumentSteuerrecht - Gewerbesteuer

FG Düsseldorf
22.6.2006
15 K 2567/03 BB

Die Beteiligten streiten darüber, ob die Klägerin ihren Betrieb gewerblicher Art (BgA) Badeanstalten mit Gewinnerzielungsabsicht betreibt und damit vermögensteuer- und gewerbesteuerpflichtig ist.

1. Nach § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStDV sind Unternehmen von juristischen Personen des öffentlichen Rechts (nur) gewerbesteuerpflichtig, wenn sie als stehender Gewerbebetrieb im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 GewStG anzusehen sind. Auch vermögensteuerpflichtig waren bis einschließlich 31.12.1996 und damit auch zum maßgebenden Bewertungsstichtag nach § 1 Abs. 1 Nr. 2 g VStG nur Gewerbebetriebe im Sinne des GewStG von juristischen Personen des öffentlichen Rechts.

2. Unternehmen der öffentlichen Hand sind damit, soweit sie nicht als privatrechtliche Körperschaften betrieben werden, deren gesamte Tätigkeit einschließlich Vermögensverwaltung nach § 2 Abs. 2 und 3 GewStG als Gewerbebetrieb gilt, nur gewerbesteuer- und vermögensteuerpflichtig, soweit sie die Merkmale des Gewerbebetriebs nach § 2 Abs. 1 Satz 2 in Verbindung mit § 15 Abs. 2 EStG erfüllen. Dies setzt u.a. voraus, dass eine nachhaltige Tätigkeit mit der Absicht der Gewinnerzielung unternommen wird.

3. Gewinnerzielungsabsicht ist die Absicht einer nachhaltigen Mehrung des Betriebsvermögens. An dieser Absicht fehlt es regelmäßig, wenn die Prognose des zu erwirtschaftenden Totalgewinns negativ ausfällt. (Leitsatz der Redaktion)

GewStDV § 2

Aktenzeichen: 15K2567/03 Paragraphen: GewStDV§2 Datum: 2006-06-22
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8922

PDF-DokumentSteuerrecht - Spielautomaten

OVG Sachsen-Anhalt
12.06.2006
4 M 236/06

Zur Prüfung des Stückzahlmaßstabes in einer Spielautomatensteuersatzung im Eilverfahren

Aus der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (zuletzt Urt. 14. Dezember 2005 - 10 CN 1.05 1 -, KStZ 2006, 72 ) zur Prüfung des Stückzahlmaßstabes in einer Spielautomatensteuersatzung folgt zunächst lediglich die Verpflichtung des Gerichts zur weiteren Sachaufklärung, wenn konkrete Anhaltspunkte für ein Überschreiten der zulässigen Schwankungsbreite vorliegen. Für eine Beweislastentscheidung bzw. Herabsetzung der Ermittlungspflicht des Gerichts auf Grund einer Untätigkeit der steuererhebenden Gemeinde besteht dann noch kein Raum. Die insoweit erforderlichen Ermittlungen sind jedoch nicht Sache eines Eil- und Beschwerdeverfahrens.

Aktenzeichen: 4M236/06 Paragraphen: Datum: 2006-06-12
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9376

PDF-DokumentSteuerrecht - Grundsteuer

FG Hamburg
25.5.2006
III 56/05

Grundsteuererhöhung

1. Die Erhöhung des Grundsteuer-Hebesatzes 2005 durch Gesetz vom 17. Dezember 2004 auf 540 v.H. (HmbGVBl. 2004, 496) für Haushaltszwecke ist nicht zu beanstanden.

2. Es entspricht dem Zweck jeder Steuer, einschließlich der Realsteuern, sie als Geldleistung ohne besondere Gegenleistung zur Erzielung von (Haushalts-)Einnahmen aufzuerlegen (§ 3 AO). In anderen Großstädten wie Berlin, Hannover und Bremen gelten Hebesätze in ähnlicher Größenordnung.

Aktenzeichen: III56/05 Paragraphen: Datum: 2006-05-25
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9387

PDF-DokumentSteuerrecht - Hundesteuer

VG Stuttgart
16.05.2006
1 K 277/06

Kampfhundesteuer, Ermäßigung, Begleithundeprüfung, Diskriminierungsverbot, Dienstleistungsfreiheit

Eine Regelung in einer Hundesteuersatzung, welche die Steuerermäßigung für sog. Kampfhunde von der Ablegung der Begleithundeprüfung bei einem Verband des deutschen Hundewesens abhängig macht, verstößt gegen das gemeinschaftsrechtliche Diskriminierungsverbot (Art. 12 EGV) i.V.m. der Dienstleistungsfreiheit (Art. 46 ff. EGV) und ist daher wegen des Vorrangs des Gemeinschaftsrechts unanwendbar (vgl. Art. 10, 249 EGV).

EGV Art. 12
EGV Art. 49
KAG § 9

Aktenzeichen: 1K277/06 Paragraphen: KAG§9 Datum: 2006-05-16
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8853

PDF-DokumentSteuerrecht - Vergnügungssteuer

FG Hamburg
09.05.2006
7 V 36/06

Zur verfassungsgemäßheit des Hamburger Spielvergnügungsteuergesetzes.

Aktenzeichen: 7V36/06 Paragraphen: Datum: 2006-05-09
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8714

PDF-DokumentSteuerrecht - Umsatzsteuer

BVerwG - OVG NRW - VG Düsseldorf
04.05.2006
10 C 10.05

Umsatzsteuer; Steuerbefreiung für kulturelle Einrichtungen; Vorsteuerabzug; Option zur Besteuerung; Wettbewerbsneutralität der Umsatzsteuer; Gleichbehandlung; Besteuerungsverfahren; Steuersicherungsauftrag; Legalitätsprinzip; Offizialmaxime; Untersuchungsgrundsatz; Bescheinigung einer Verwaltungsbehörde; Bindungswirkung für die Finanzbehörde; Amtshilfe der Kultusbehörde; strukturelles Vollzugsdefizit

1. Die Erteilung einer Bescheinigung nach § 4 Nr. 20 Buchst. a Satz 2 UStG durch die zuständige Kultusbehörde setzt nicht einen Antrag des Unternehmers voraus.

2. Wird die Bescheinigungsbehörde durch das Ersuchen des Finanzamts um entsprechende Prüfung in das Besteuerungsverfahren eingebunden, verbleibt ihr kein Handlungsermessen. Die Bescheinigung ist vielmehr zwingend zu erteilen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen des § 4 Nr. 20 Buchst. a Satz 2 UStG vorliegen.

GG Art. 3 Abs. 1
UStG § 4 Nr. 20 Buchst. a
UStG § 9 Abs. 1
AO § 85 Satz 1
AO § 86 Satz 2 Nr. 1
AO § 88
AO § 111 ff.
VwVfG NRW § 22
RL 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. n)
RL 77/388/EWG Art. 13 Teil C

Aktenzeichen: 10C10.05 Paragraphen: GGArt.3 UStG§4 UStG§9 AO§85 AO§86 AO§88 AO§111 VwVfGNRW§22 77/388/EWG Datum: 2006-05-04
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9880

PDF-DokumentSteuerrecht - Vergnügungssteuer

OVG Mecklenburg-Vorpommern - VG Schwerin
25.04.2006
1 M 27/06

Vergnügungsteuer; Stückzahlmaßstab; Einspielergebnisse; Wahrscheinlichkeitsmaßstab

Zur Überprüfung eines Stückzahlenmaßstab für eine Vergnügungsteuer in einem verwaltungsgerichtlichen Verfahren.

KAG M-V § 3
GG Art. 3

Aktenzeichen: 1M27/06 Paragraphen: KAGM-V§3 GGArt.3 Datum: 2006-04-25
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8728

PDF-DokumentSteuerrecht - Zweitwohnungssteuer

OVG Schleswig-Holstein - VG Schleswig
06.04.2006
2 LB 51/05

Zweitwohungssteuer, Ferienwohnung, Verfügbarkeit, Vermietungsauftrag, Eigennutzung

Eine Nutzung ist dem Inhaber einer Zweitwohnung nicht schon deswegen aus Rechtsgründen verwehrt, weil einem anderen gemäß Provision ein Vermietungsauftrag erteilt worden ist und der Wohnungsinhaber - von konkret bestimmten Zeiten abgesehen - auf eigene Nutzungsrechte oder Nutzungsmöglichkeiten verzichtet hat (Abgrenzeng zu BVerwG, 8 C 6.98).

KAG SH § 3

Aktenzeichen: 2LB51/05 Paragraphen: KAGSH§3 Datum: 2006-04-06
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8889

PDF-DokumentSteuerrecht - Umsatzsteuer

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
05.04.2006
9 B 3.05

Umsatzsteuerbefreiung, Ausstellung einer Bescheinigung, Beruf, Berufsfortbildung, berufliche Fortbildung, ordnungsgemäße Vorbereitung, Internet, IuK-Anwendung, Know-how-Transfer für Unternehmen, Unternehmensberatung, Qualifizierung von Arbeitnehmern, Europäischer Sozialfonds, Förderung, Kofinanzierung, Entgeltlichkeit bei kostenloser Abgabe der Leistung an Endabnehmer, Pilotprojekt, Vorreiterprojekt, offene Konzeption der Maßnahmen, tatsächliche Entwicklung, formales Lernen, Interaktion mit Einrichtung, Selbstlernprogramme, freier Zugang zu Lehrangeboten, Lernzielkontrolle, Qualifikationsstunden, Unternehmensbezogenheit, Abgrenzung zu Fortbildungsmaßnahmen

1. Die Ausstellung eine Bescheinigung durch die zuständige Landesbehörde über die ordnungsgemäße Vorbereitung auf einen Beruf ist rechtswidrig, wenn eine Einrichtung ein Pilotprojekt durchführt, dessen ursprüngliche Konzeption eine Eignung zu ordnungsgemäßer beruflicher Fortbildung von Arbeitnehmern zwar ermöglicht, aber in dem Sinne offen ist, dass die tatsächliche Umsetzung davon abweichen und sich im Schwerpunkt als Knowhow-Transfer für das Beschäftigungsunternehmen darstellen kann.

2. Ist nach der tatsächlichen Umsetzung des Projekts eine Qualifizierung von Beschäftigten nur noch gewährleistet, soweit diese im Rahmen von Projekten und Zielsetzungen des konkreten Beschäftigungsunternehmens gefordert wird, handelt es sich dabei nicht um Maßnahmen der beruflichen Fortbildung. Diese setzen bezogen auf den Arbeitnehmer den Erwerb von Kenntnissen, Fähigkeiten und Erfahrungen voraus, die allgemein für die Ausübung eines Berufs besser qualifizieren; dazu genügt es nicht, lediglich betriebsbezogen erforderliche Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.

6. Richtlinie zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Umsatzsteuern vom 17. Mai 1977 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchstabe i

UStG 1993 § 4 Nr. 21 b
UStG 1993 § 9

Aktenzeichen: 9B3.05 Paragraphen: UStG§4 UStG§9 77/388/EWG Datum: 2006-04-05
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9466

PDF-DokumentSteuerrecht - Grundsteuer

BVerwG - Sächsisches OVG - VG Chemnitz
05.04.2006
10 C 6.05

Grundsteuer; Einheitswert; Steuermessbetrag; Steuermesszahl; Gemeindegruppen; Eingemeindung; Hebesatz; Billigkeitserlass; Gleichbehandlung

Dass bei der Festsetzung der Grundsteuermesszahl für Grundstücke in den neuen Bundesländern, die nach Maßgabe der aufgrund des Einigungsvertrages wieder in Kraft gesetzten §§ 29, 30 GrStDV zu beurteilen sind, nach § 30 Abs. 3 GrStDV eine nach dem 1. Januar 1935 erfolgte Eingemeindung mit der Folge einer erhöhten Grundsteuerbelastung unberücksichtigt bleibt, begründet keinen Anspruch auf einen Teilerlass der Grundsteuer aus Billigkeitsgründen (insoweit Aufgabe von BVerwG, Urteil vom 5. Juni 1959 BVerwG 7 C 97.57 BVerw- GE 8, 334).

GG Art. 3 Abs. 1
AO § 227
GrStG § 41 Satz 1
GrStDV § 29
GrStDV § 30 Abs. 3
EV Anl. I Kap. IV Sachgebiet B Abschn. II Nr. 30

Aktenzeichen: 10C6.05 Paragraphen: GGArt.3 AO§227 GrStG§41 GrStDV§29 GeStDV§30 Datum: 2006-04-05
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9878

PDF-DokumentSteuerrecht - Grundsteuer

BVerwG - Sächsisches OVG - VG Chemnitz
05.04.2006
10 C 8.05

Was die hier in Streit stehende Auslegung des § 30 Abs. 3 GrStDV betrifft, finden sich weder im Wortlaut des seine Geltung anordnenden § 41 GrStG noch in der Entstehungsgeschichte und auch nicht in der Gesetzessystematik Anhaltspunkte dafür, dass der Gesetzgeber die in § 29 GrStDV vorgesehene Abstufung der Steuermesszahlen entgegen dem eindeutigen Wortlaut des § 30 Abs. 3 GrStDV in nach dem 1. Januar 1935 eingemeindeten Kommunen nicht fortgelten lassen wollte. Gerade angesichts des eindeutigen Wortlauts des § 30 Abs. 3 GrStDV hätte es, entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts, eines klaren Hinweises des Gesetzgebers darauf bedurft, dass er trotz unveränderter Übernahme des Verordnungstextes der seinen Regelungszweck entkräftenden Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts den Vorzug geben wollte. (Leitsatz der Redaktion)

GrStDV § 29
GrStDV § 30 Abs. 3
AO § 277

Aktenzeichen: 10C8.05 Paragraphen: GrStDV§29 GrStDV§30 AO§277 Datum: 2006-04-05
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9879

PDF-DokumentSteuerrecht - Zweitwohnungssteuer

Bayerischer VGH
04.04.2006
4 N 05.2249

Zweitwohnungsteuer; Örtliche Aufwandsteuer; Zweitwohnung; Kapitalanlage; Hauptwohnung; Mietaufwand; Nettokaltmiete; Schätzung; Staffel; Pauschalierung

1. Die Gemeinden sind aufgrund des Art. 3 KAG (i.d.F. des Gesetzes vom 26.7.2004, GVBl. S. 272) berechtigt, eine Zweitwohnungsteuer zu erheben.

2. Ein nach der Höhe der Nettokaltmiete in sieben Gruppen gestaffelter Steuersatz begegnet trotz der Sprünge in der Steuerbelastung grundsätzlich keinen Bedenken.

3. Mit Blick auf die Möglichkeit gemischter Nutzung der Zweitwohnung (Vermietung als auch persönlicher Gebrauch) muss die Steuersatzung keine zeitliche Untergrenze der Eigennutzungsmöglichkeit vorsehen.

GG Art. 105 Abs. 2a
KAG Art. 3

Aktenzeichen: 4N05.2249 Paragraphen: GGArt.105 KAGArt.3 Datum: 2006-04-04
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8301

PDF-DokumentSteuerrecht - Sonstiges

FG Nürnberg
4.4.2006
I 365/2004

Streitig ist, ob nach dem Umzug der Stadtwerke das ehemalige Verwaltungsanwesen Betriebsvermögen geblieben ist.

BgA können grundsätzlich gewillkürtes Betriebsvermögen bilden, indem der Rechtsträger Wirtschaftsgüter, die in einem gewissen objektiven Zusammenhang mit dem BgA stehen und ihn zu fördern bestimmt und geeignet sind, diesem zuordnet. Dies wird in der Literatur fast einhellig vertreten.

So können nach dem BMF-Schreiben vom 23.08.1979 Eigenbetriebe i. S. der Eigenbetriebsverordnung unter bestimmten Voraussetzungen gewillkürtes Betriebsvermögen haben und es bestehen z.B. keine Bedenken, die an eine Gaststätte verpachteten Leerräume eines Schwimmbades als gewillkürtes Betriebsvermögen des BgA zu behandeln. Der BFH hat die Frage, ob ein BgA über gewillkürtes Betriebsvermögen verfügen kann, bisher offen gelassen. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: I365/2004 Paragraphen: Datum: 2006-04-04
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=9388

PDF-DokumentSteuerrecht - Vergnügungssteuer Spielautomaten

VG Lüneburg
16.03.2006
2 A 211/05

Aufwandssteuer, Einspielergebnisse, Spielautomat, Stückzahlmaßstab, Vergnügungssteuer

Vergnügungssteuer für Spielautomaten

NKAG § 3 II

Aktenzeichen: 2A211/05 Paragraphen: NKAG§3 Datum: 2006-03-16
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8224

PDF-DokumentSteuerrecht - Vergnügungssteuer Spielautomaten

VG Lüneburg
16.03.2006
2 A 213/05

Aufwandssteuer, Einspielergebnisse, kalkulatorische Abwälzbarkeit, Spielautomat, Vergnügungssteuer

Vergnügungssteuer für Gewinnspielautomaten

Zur Zulässigkeit des Stückzahlmaßstabes bei der Aufstellung in Sppielhallen

NKAG § 3 II

Aktenzeichen: 2A213/05 Paragraphen: NKAG§3 Datum: 2006-03-16
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=8225

Ergebnisseite:   vorherige  3  4  5  6  7  8  9  10  11  12  13  14  15  16  17  18  nächste  
Startseite | Gesetze und Verordnungen | Informationen zu PDF | Anwalts- und Sachverständigenverzeichnis | RechtsCentrum.de AKTUELL | RechtsCentrum.de REGIONAL | Kontakt | Impressum
© 2002 - 2021 RechtsCentrum.de Dipl.-Ing. Horst Fabisch GmbH