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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

OVG NRW
22.11.2007
20 D 38/05.AK

Die in § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 LuftSiG geregelten Pflichten des Unternehmers eines Verkehrsflughafens, zum Schutz des Flughafenbetriebes vor Angriffen auf die Sicherheit des Luftverkehrs bestimmte Personenund Warenkontrollen vorzunehmen, sind verfassungsgemäß und mit europäischem Recht vereinbar (wie BVerwG, Beschluss vom 23. 11. 2006 - 3 B 26.06 -). § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 LuftSiG unterliegt auch in formeller Hinsicht keinen verfassungsrechtlichen Bedenken. Das Gesetz zur Neuregelung von Luftsicherheitsaufgaben vom 11. 1. 2005 - LuftSiNeuregG - (BGBl. I S. 78) enthält keine die Zustimmung des Bundesrates auslösenden Regelungen.

LuftSiG § 8 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5
GG Art. 2 Abs. 2
GG Art. 12 Abs. 1
GG Art. 14 Abs. 1
GG Art. 87d Abs. 2
GG Art. 85 Abs. 1

Aktenzeichen: 20D38/05 Paragraphen: LuftSiG§8 GGArt.2 GGArt.12 Datum: 2007-11-22
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

BVerwG
01.11.2007
4 VR 3000.07

Luftrechtliche Planfeststellung; ergänzendes Verfahren; besonderer Schutz der Nachtruhe; Betriebsbeschränkungen; Verbot von nächtlichem Passagierflugverkehr; partielles Nachtflugverbot; Streckenzugangsverordnung; Betriebsbeschränkungsrichtlinie; ausgewogener Ansatz

1. Ein allgemeines Bedürfnis nach Durchführung gewerblichen Passagierflugverkehrs in der Nachtkernzeit (0:00 bis 5:00 Uhr) ist nicht geeignet, sich über das Interesse von Flughafenanwohnern am Schutz der Nachtruhe (§ 29b Abs. 1 Satz 2 LuftVG) hinwegzusetzen, wenn ihnen schon durch Frachtflugverkehr, der auf die Nachtstunden angewiesen ist, eine massive Beeinträchtigung ihrer Nachtruhe zugemutet wird.

2. Zur Frage der Vereinbarkeit eines partiellen, auf den gewerblichen Passagierflugverkehr beschränkten Nachtflugverbots mit der VO (EWG) Nr. 2408/92 - Streckenzugangsverordnung - und der Richtlinie 2002/30/EG - Betriebsbeschränkungsrichtlinie -.

LuftVG § 6
LuftVG § 8
LuftVG § 29b Abs. 1 Satz 2
Richtlinie 2002/30/EG Art. 4 Abs. 1 Satz 1
VO (EWG) Nr. 2408/92 Art. 3 Abs. 1
VO (EWG) Nr. 2408/92 Art. 8 Abs. 2

Aktenzeichen: 4VR3000.07 Paragraphen: LuftVG§6 LuftVG§8 LuftVG§29b 2002/30/EG 2408/92/EWG Datum: 2007-11-01
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

BGH - Kammergericht - LG Berlin
18.10.2007
III ZR 277/06

a) § 6 Abs. 3 der Verordnung über Bodenabfertigungsdienste auf Flugplätzen (Bodenabfertigungsdienst-Verordnung - BADV) vom 10. Dezember 1995 (BGBl. I S. 2885) betrifft nur das Verhältnis des Flugplatzunternehmers zu Dienstleistern und Selbstabfertigern und schließt es nicht aus, von Luftfahrtunternehmen in ihrer Eigenschaft als Flughafennutzer Entgelte für die Nutzung der Zentralen Infrastruktureinrichtungen eines Flughafens zu erheben.

b) Eine solche Entgelterhebung ist auch mit Art. 8 der Richtlinie 96/67/EG des Rates vom 15. Oktober 1996 über den Zugang zum Markt der Bodenabfertigungsdienste auf den Flughäfen der Gemeinschaft (ABlEG Nr. L 272 S. 36) vereinbar, der mit Blick auf den Zweck der Richtlinie, den Zugang zum Markt der Bodenabfertigungsdienste zu öffnen, ebenfalls allein das Verhältnis zwischen Flughafenunternehmern und Abfertigern einschließlich der Selbstabfertiger betrifft und Luftfahrtunternehmen als Flughafennutzer nicht erfasst.

c) Eine gemeinsame Betrachtung der Kosten- und Erlössituation aller zu einem Vertragskonzern verbundenen Flughäfen eines Flughafensystems hält sich im Rahmen des von § 315 BGB eingeräumten Spielraums. d) Eine derartige Gesamtkostenbetrachtung ohne Erschwerung oder Vereitelung des Marktzugangs stellt keine Maßnahme der Verkehrsaufteilung im Sinne des Art. 8 Abs. 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2408/92 des Rates vom 23. Juli 1992 über den Zugang von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft zu Strecken des innergemeinschaftlichen Flugverkehrs (ABlEG Nr. L 240 S. 8) dar.

e) § 1 Abs. 2 BADV gebietet nicht die gesonderte Festsetzung von Nutzungsentgelten für jeden einzelnen Flughafen eines Flughafensystems.

Richtlinie 96/67/EG des Rates vom 15. Oktober 1996 über den Zugang zum Markt der Bodenabfertigungsdienste auf den Flughäfen der Gemeinschaft (ABlEG Nr. L 272 S. 36) Art. 8
Verordnung über Bodenabfertigungsdienste auf Flugplätzen (Bodenabfertigungsdienst-Verordnung - BADV) vom 10. Dezember 1995 (BGBl. I S. 2885) § 6, § 1 Abs. 2
Verordnung (EWG) Nr. 2408/92 des Rates vom 23. Juli 1992 über den Zugang von Luftfahrtunternehmen der Gemeinschaft zu Strecken des innergemeinschaftlichen Flugverkehrs (ABlEG Nr. L 240 S. 8) Art. 8 Abs. 1
BGB § 315

Aktenzeichen: IIIZR277/06 Paragraphen: Datum: 2007-10-18
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht Sicherheit

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
01.10.2007
12 S 58.07

Luftverkehr; Luftsicherheit; Zuverlässigkeit; Zuverlässigkeitsüberprüfung; Luftfahrererlaubnis; Anordnung des Ruhens; Überprüfung von Luftfahrern mit gültiger Erlaubnis bei Inkrafttreten des Luftsicherheitsgesetzes

Luftfahrer, die bei Inkrafttreten des Luftsicherheitsgesetzes zum 15. Januar 2005 im Besitz einer gültigen Luftfahrererlaubnis für Privatflugzeugführer waren, müssen sich vor Ablauf dieser Erlaubnis grundsätzlich keiner Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 7 LuftSiG unterziehen.

LuftVG § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3
LuftVG § 4 Abs. 3
LuftSiG § 7
LuftSiZÜV § 1 Abs. 2 Nr.

Aktenzeichen: 12S58.07 Paragraphen: LuftVG§4 LuftSiG§7 LuftSiZÜV§1 Datum: 2007-10-01
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
28.09.2007
12 ME 161/07

Sachverständiger, flugmedizinischer, Tauglichkeit, Tauglichkeitszeugnis, Überprüfung, Zentrum, flugmedizinisches

Zur Normstruktur des § 24c LuftVZO n. F.

LuftVZO § 24c
LuftVZO § 24d
LuftVZO § 24e

Aktenzeichen: 12ME161/07 Paragraphen: LuftVZO§24c LuftVZO§24d LuftVZO§24e Datum: 2007-09-28
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
01.08.2007
12 ME 402/06

AOC, Betriebsgenehmigung, JAR-OPS 3 deutsch, Leistungsfähigkeit, finanzielle, Liquiditätsunterdeckung, Luftverkehrsbetreiberzeugnis, Wirtschaftsplan

Anordnung des Ruhens einer luftverkehrsrechtlichen Betriebsgenehmigung; Luftverkehrsbetreiberzeugnis

LuftBO § 1
LuftVG § 20
LuftVZO § 61
VO (EWG) Nr 2407/92 Art 5
VO (EWG) Nr 2407/92 Art 9

Aktenzeichen: 12ME402/06 Paragraphen: LuftBO§1 LuftVG§20 LuftVZO§61 2407/92/EWG Datum: 2007-08-01
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht Planfeststellung

BVerwG
27.06.2007
4 A 2004.05

Planfeststellung; luftrechtliche ~; Fluglärm; Zumutbarkeit; Schutzvorkehrungen; Übernahmeanspruch; Reichweite eines; Wohngrundstück; Betriebsgrundstück; Entschädigung; Entschädigungsverfahren; Entschädigungsbehörde; Bindung der ~; Enteignung

1. Wird einem durch Verkehrslärm (hier: Fluglärm) Betroffenen im Planfeststellungsbeschluss dem Grunde nach ein Anspruch auf Übernahme seines Wohngrundstücks nach § 74 Abs. 2 Satz 3 VwVfG zugesprochen, ist über die Höhe der Übernahmeentschädigung im nachfolgenden Entschädigungsverfahren zu entscheiden. In diesem Verfahren sind die Rechtsgedanken des Enteignungsrechts heranzuziehen, soweit sich aus der Funktion des Übernahmeanspruchs, den Anspruch auf Schutzvorkehrungen zu ersetzen, nichts anderes ergibt.

2. Nach den Grundsätzen des Enteignungsrechts richtet sich, ob der Eigentümer die Ausdehnung der Übernahme auf die mit seinem Wohngrundstück zusammenhängenden betrieblich genutzten Flächen sowie eine Entschädigung für betriebliche Folgeschäden verlangen kann. Der Planfeststellungsbeschluss darf die Geltendmachung dieser Ansprüche nicht mit Wirkung für das Entschädigungsverfahren ausschließen.

BauGB § 92


LuftVG § 9 Abs. 2
LuftVG § 28 Abs. 2
SächsEntEG § 3
VwVfG § 74 Abs. 2 Satz 3

Aktenzeichen: 4A2004.05 Paragraphen: BauGB§92 BauGB§93 BauGB§96 LuftVG§9 LuftVG§28 SächsEntEG§3 VwVfG§74 Datum: 2007-06-27
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=11229

PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

BVerwG
19.06.2007
4 VR 2.07

Militärflugplatz; Änderungsgenehmigung; aufschiebende Wirkung; Fortdauer der -; Rechtsmittelgericht; berichtigende Auslegung; Suspensiveffekt

1. § 80b Abs. 2 VwGO ist berichtigend dahin auszulegen, dass das Rechtsmittelgericht auf Antrag anordnen kann, dass die aufschiebenden Wirkung fortdauert.

2. Der Antrag nach § 80b Abs. 2 VwGO ist nicht fristgebunden; eine Frist ergibt sich auch nicht mittelbar aus dem Begriff der Fortdauer der aufschiebenden Wirkung.

LuftVG § 6 Abs. 5 Satz 2
LuftVG § 10 Abs. 6
LuftVG § 71 Abs. 3 Satz 1

Aktenzeichen: 4VR2.07^ Paragraphen: LuftVG§6 LuftVG§10 LuftVG§71 Datum: 2007-06-19
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

BVerwG - OVG Hamburg - VG Hamburg
26.04.2007
4 C 12.05

Sonderlandeplatz; Sonderflugplatz; Gewässerausbau; selbständiges Vorhaben; Folgemaßnahme, subjektives Recht, Abwägungsgebot; Enteignungsbetroffener; Lärmbetroffener; Meldegebiet; unmittelbare Wirkung; Popularklagebefugnis; Recht auf Naturgenuss; effektive Durchsetzung des Gemeinschaftsrechts, privatnützige/gemeinnützige Planfeststellung; Gemeinwohl; Planrechtfertigung; Verkehrsbedarf; Arbeitsmarkt; regionale Strukturhilfe; Übernahmeanspruch; Außenwohnbereich; Entschädigung; Zumutbarkeitsgrenze; passiver Schallschutz

1. Die Vogelschutzrichtlinie und die FFH-Richtlinie verleihen einem einzelnen nicht das Recht, Verstöße gegen die Bestimmungen zum Schutz der Vogelschutzund der FFH-Gebiete zu rügen.

2. Das Luftverkehrsrecht unterscheidet nicht zwischen privatund gemeinnützigen Vorhaben. Auch für die Planfeststellung eines nur privaten Verkehrszwecken dienenden Sonderflugplatzes gelten die allgemeinen Anforderungen der Planrechtfertigung und des Abwägungsgebots einschließlich der Grundsätze über die Anordnung von Schutzvorkehrungen und Entschädigung nach § 9 Abs. 2 LuftVG und § 74 Abs. 2 VwVfG.

3. Maßgebend für die Planrechtfertigung sind allein die Ziele des Luftverkehrsgesetzes. Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die Förderung der regionalen Wirtschaftsstruktur gehören nicht dazu. Sie können aber als öffentliche Belange im Rahmen der Abwägung Bedeu-tung erlangen.

4. Besteht ein auch öffentliches Interesse am Ausbau eines privaten Verkehrszwecken dienenden Sonderlandeplatzes, kann dieses sich in Verbindung mit den privaten Verkehrsinteressen des Flugplatzunternehmers im Wege der Abwägung gegen die Lärmschutzbelange der Anwohner durchsetzen, auch wenn passiver Schallschutz oder Entschädigung gewährt werden muss. Ob das private Verkehrsinteresse allein hierfür ausreichen kann, bleibt offen.

EG Art. 234
GG Art. 14
LuftVG §§ 6, 8 Abs. 1, 9 Abs. 2, 28 Abs. 1 Satz 2,
LuftVZO §§ 38 Abs. 2, 49 Abs. 2
WHG § 31
BNatSchG 1998 §§ 4, 8, 19a, 19c, 39 Abs. 1
BNatSchG 2002 §§ 18 ff.
BNatSchG 2002 § 34
RL 79/4097/EWG (VRL) Art. 4
RL 92/43/EWG Art. 6
RL 92/43/EWG Art. 7
BauGB § 38
VwVfG (Hmb) § 74 Abs. 2
VwVfG (Hmb) § 75 Abs. 1
VwVfG (Hmb) § 78 Abs. 1

Aktenzeichen: 4C12.05 Paragraphen: Datum: 2007-04-26
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PDF-DokumentVerkehrswegerecht - Luftverkehrsrecht

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
22.03.2007
12 ME 137/07

Begutachtung, Luftfahrerschein, Luftverkehrssicherheit, Ruhen der Lizenz, Verstoß, straßenverkehrsrechtlicher, Zuverlässigkeit

Zweifel an der luftverkehrsrechtlichen Zuverlässigkeit des Erlaubnisinhabers

1. Wiederholte und erhebliche Verstöße gegen straßenverkehrsrechtliche Vorschriften können Bedenken gegen die luftverkehrsrechtliche Zuverlässigkeit des Erlaubnisinhabers begründen.

2. Kommt der Erlaubnisinhaber einer rechtmäßigen Begutachtungsanordnung nicht nach, so kann die zuständige Behörde regelmäßig auf seine Unzuverlässigkeit schließen.

LuftSiG § 7
LuftVG § 4 I 2 Nr 3

LuftVZO §§ 24 I Nr 3, 24 II, 24c II, 29 I 1, 29 III 1

Aktenzeichen: 12ME137/07 Paragraphen: LuftSiG§7 LuftVG§4 LuftVZO§24 LuftVZO§24c LuftVZO§29 Datum: 2007-03-22
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