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PDF-DokumentWEG-Recht - Prozeßrecht Verwalterhaftung

BGH - LG Dortmund - AG Dortmund
8.2.2019
V ZR 153/18

Die Wohnungseigentümergemeinschaft kann die individuellen Schadensersatzansprüche der Wohnungseigentümer gegen den Verwalter wegen der ihnen in einem Beschlussmängelverfahren auferlegten Kosten an sich ziehen und im eigenen Namen in gesetzlicher Prozessstandschaft geltend machen (gekorene Ausübungsbefugnis). Hiervon ausgenommen sind Schadensersatzansprüche wegen Kosten, die einem Wohnungseigentümer durch die Beauftragung eines eigenen Rechtsanwalts entstanden sind.

WEG § 10 Abs 6 S 3

Aktenzeichen: VZR153/18 Paragraphen: Datum: 2019-02-08
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38893

PDF-DokumentWEG-Recht - WEG-Versammlung Stimmrecht

BGH - LG Dresden - AG Leipzig
18.1.2019
V ZR 72/18

Zur Herabsetzung der Stimmkraft des Eigentümers von sog. „Geisterwohnungen“.

WEG § 10 Abs 2 S 3, § 21 Abs 8

Aktenzeichen: VZR72/18 Paragraphen: Datum: 2019-01-18
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38942

PDF-DokumentWEG-Recht - Verwalter Verwalterbestellung

BGH - LG Dresden - AG Leipzig
18.1.2019
V ZR 324/17

Werden mehrere Bewerber um das Amt des Verwalters zur Wahl gestellt, muss über jeden Kandidaten abgestimmt werden, sofern nicht ein Bewerber die absolute Mehrheit erreicht und die Wohnungseigentümer nur eine Ja-Stimme abgeben können.

WEG § 25 Abs 1, § 26 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: VZR324/17 Paragraphen: Datum: 2019-01-18
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PDF-DokumentGrundstücksrecht WEG-Recht - Sondereigentum Grundbuchrecht Grundlastenrecht

BGH - OLG Schlewig - AG Oldenburg
17.1.2019
V ZB 81/18

1. Ein nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteiltes Grundstück kann zugunsten einer der Sondereigentumseinheiten mit einer Grunddienstbarkeit belastet werden, die ihrem Inhalt nach nur an dem ganzen Grundstück bestellt werden kann; der Eintragung der Dienstbarkeit in das Wohnungs- oder Teileigentumsgrundbuch der herrschenden Sondereigentumseinheit bedarf es hierfür nicht.

2. Das Fehlen des nach § 4 Abs. 1 WGV vorgeschriebenen Gesamtvermerks führt nicht zur Unwirksamkeit der Belastung des nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilten Grundstücks mit einer Grunddienstbarkeit.

3. Aus dem Umstand allein, dass eine Grunddienstbarkeit, die nach ihrem Inhalt nur an dem ganzen, nach dem Wohnungseigentumsgesetz aufgeteilten Grundstück bestellt werden kann, in die Grundbücher der einzelnen Sondereigentumseinheiten ohne den nach § 4 Abs. 1 WGV vorgeschriebenen Gesamtvermerk eingetragen worden ist, kann nicht geschlossen werden, dass eine i.S.v. § 53 Abs. 1 Satz 2 GBO inhaltlich unzulässige Belastung der einzelnen Sondereigentumseinheiten vorliegt (entgegen BayObLG, Beschluss vom 27. April 1995 - 2Z BR 31/95, MittBayNot 1995, 288).

BGB § 1018
GBO § 22 Abs 1 S 1, § 53 Abs 1 S 2
WEGVfg § 4 Abs 1

Aktenzeichen: VZB81/18 Paragraphen: Datum: 2019-01-17
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PDF-DokumentHonorarrecht/RVG WEG-Recht - Streitwert WEG-Verfahren Prozeßrecht

BGH - LG Berlin - AG Köpenick
17.1.2019
V ZB 121/18

Das für die Rechtsmittelbeschwer maßgebliche wirtschaftliche Interesse des klagenden Wohnungseigentümers, der erfolglos einen Beschluss über die Bestellung des Verwaltungsbeirats angefochten hat, ist in aller Regel auf 750 € zu schätzen.

ZPO § 3, § 511 Abs 2 S 2 Nr 1

Aktenzeichen: VZB121/18 Paragraphen: Datum: 2019-01-17
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38743

PDF-DokumentWEG-Recht - Teilungserklärung WEG-Versammlung

BGH - LG Düsseldorf - AG Ratingen
10.1.2019
III ZR 37/18

Im Rahmen eines Konzepts zum betreuten Wohnen ist ein in einer Teilungserklärung enthaltener Kontrahierungszwang unwirksam, durch den die Wohnungseigentümer zum Abschluss von Betreuungsverträgen mit einer Bindung von mehr als zwei Jahren verpflichtet werden sollen, wenn sie die Wohnung selbst nutzen, und der den einzelnen Wohnungseigentümern beziehungsweise der Wohnungseigentümergemeinschaft keine angemessenen Spielräume für eine interessengerechte Ausgestaltung der Verträge einräumt (Anschluss und Fortführung von BGH, Urteile vom 13. Oktober 2006, V ZR 289/05, NJW 2007, 213 und vom 21. Dezember 2012, V ZR 221/11, NJW 2013, 1963).

BGB § 242, § 309 Nr 9 Buchst a
WEG § 10 Abs 2 S 2

Aktenzeichen: IIIZR37/18 Paragraphen: Datum: 2019-01-10
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PDF-DokumentWEG-Recht - Wirtschaftsplan WEG-Versammlung

BGH - LG Hambuerg - AG Hamburg
14.12.2018
V ZR 2/18

1. Die Wohnungseigentümer haben die Kompetenz zu beschließen, dass ein konkreter Wirtschaftsplan bis zur Beschlussfassung über den nächsten Wirtschaftsplan fortgelten soll; eine abstrakt-generelle Regelung des Inhalts, dass jeder künftige Wirtschaftsplan bis zur Verabschiedung eines neuen fortgelten soll, bedarf hingegen der Vereinbarung.

2. Der Verwalter wird weder durch einen konkreten Fortgeltungsbeschluss noch durch eine generelle Fortgeltungsvereinbarung von der Pflicht entbunden, auch für das folgende Kalenderjahr einen Wirtschaftsplan aufzustellen.

WEG § 28 Abs 1 S 1, § 28 Abs 5

Aktenzeichen: VZR2/18 Paragraphen: Datum: 2018-12-14
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PDF-DokumentWEG-Recht - Ordnungsgemäße Verwaltung

BGH - LG Düsseldorf - AG Mettmann
7.12.2018
V ZR 273/17

Ein auf der Grundlage einer entsprechenden landesrechtlichen Pflicht gefasster Beschluss der Wohnungseigentümer über den einheitlichen Einbau und die einheitliche Wartung und Kontrolle von Rauchwarnmeldern in allen Wohnungen durch ein Fachunternehmen entspricht regelmäßig auch dann ordnungsmäßiger Verwaltung, wenn er auch Wohnungen einbezieht, in denen Eigentümer bereits Rauchwarnmelder angebracht haben (Fortführung von Senat, Urteil vom 8. Februar 2013, V ZR 238/11, NZM 2013, 512).

WEG § 21 Abs 3

Aktenzeichen: VZR273/17 Paragraphen: Datum: 2018-12-07
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38352

PDF-DokumentWEG-Recht - Sondernutzungsrechte

BGH - LG Hamburg - AG Hamburg-Harburg
6.12.2018
V ZR 338/17

1. Die Beschwer des Beklagten, der sich gegen die gerichtliche Feststellung des Bestehens eines Sondernutzungsrechts eines anderen Wohnungseigentümers wendet, richtet sich nach der Wertminderung, die seine Wohneinheit erfährt, wenn es bei dem Urteil bliebe (im Anschluss an Senat, Beschluss vom 25. Januar 2018, V ZR 135/17, WuM 2018, 181 Rn. 3).

2. Die Beschwer des Klägers, dessen Klage auf Feststellung des Bestehens bzw. auf Einräumung eines Sondernutzungsrechts abgewiesen worden ist, bemisst sich nach der Wertsteigerung, die sein Wohnungseigentum bei Stattgabe der Klage erfährt.

ZPOEG § 26 Nr 8
ZPO § 3

Aktenzeichen: VZR338/17 Paragraphen: Datum: 2018-12-06
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38355

PDF-DokumentWEG-Recht - Sonstiges

BGH - OLG München - AG Landshut
6.12.2018
V ZB 94/16

1. Zu den nach § 1069 Abs. 1 BGB auf die Bestellung eines Nießbrauchs an einem übertragbaren Recht anwendbaren Vorschriften gehören nur die Vorschriften, die allgemein für die Übertragung des mit dem Nießbrauch zu belastenden Rechts gelten. Ob besondere Ausgestaltungen für die Übertragung des Rechts auch für die Bestellung eines Nießbrauchs gelten, bestimmt sich nach den Vorschriften, die diese Ausgestaltungen zulassen.

2. Bei dem Dauerwohn- und dem Dauernutzungsrecht kann der Zustimmungsvorbehalt nach § 42 Abs. 1, § 35 Satz 1 WEG nur für die Übertragung des Rechts, nicht dagegen für die Belastung mit beschränkten dinglichen Rechten vereinbart werden. Ein Zustimmungsvorbehalt für die Bestellung dinglicher Rechte am Dauernutzungsrecht, die - wie der Nießbrauch - zum Gebrauch und zur Nutzung des zu belastenden Rechts berechtigen, kann aber gemäß § 33 Abs. 4 Nr. 1 WEG als Inhalt des Rechts vereinbart werden.

BGB § 1069 Abs 1
WEG § 33 Abs 4 Nr 1, § 35 S 1, § 42 Abs 1

Aktenzeichen: VZB94/16 Paragraphen: Datum: 2018-12-06
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=38692

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