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PDF-DokumentProzeßrecht Haftungsrecht Berufsrecht - Zustellung Fax Rechtsanwaltshaftung Rechtsanwälte

BGH - LG Paderborn - AG Brakel
20.8.2019
VIII ZB 19/18

Scheitert die Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes an der temporären Belegung oder Störung des Telefaxempfangsgeräts des Gerichts, darf der Prozessbevollmächtigte der Partei nicht ohne Weiteres mehrere Stunden vor Ablauf des letzten Tages der Frist - vorliegend bereits gegen 20.00 Uhr - zusätzliche Übermittlungsversuche einstellen (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 4. November 2014 - II ZB 25/13, NJW 2015, 1027 Rn. 21).

ZPO § 233

Aktenzeichen: VIIIZB19/18 Paragraphen: Datum: 2019-08-20
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PDF-DokumentBerufsrecht - Richter

OLG Rostock - LG Schwerin
16.8.2019
20 RR 16/19

Auch ein Proberichter, der die Voraussetzungen des § 29 Abs. 1 Satz 2 GVG erfüllt, kann als gemäß § 21e Abs. 1 Satz 1 GVG bestellter Vertreter den Vorsitz in der Kleinen Strafkammer führen; § 28 Abs. 2 Satz 2 DRiG steht nicht entgegen.

DRiG § 28
GVG § 29, § 59
GG Art 97

Aktenzeichen: 20RR16/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-16
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PDF-DokumentProzeßrecht Haftungsrecht Berufsrecht - Fristen Haftungsrecht Rechtsanwälte

OVG Saarland - VG Saarland
16.8.2019
2 B 250/19

Versäumung der Beschwerdefrist: Wiedereinsetzungsantrag

1. Rechtsanwälte sind grundsätzlich verpflichtet, Fristsachen mit größter Genauigkeit zu behandeln.

2. Der Antragsteller muss sich das Versäumnis seiner (früheren) Prozessbevollmächtigten, ihn auf ihre fehlende Absicht, Beschwerde einzulegen, hinzuweisen, zurechnen lassen.

VwGO § 147 Abs 1 S 1, § 60 Abs 1
ZPO § 85 Abs 2

Aktenzeichen: 2B250/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-16
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PDF-DokumentBerufsrecht Prozeßrecht - Richter Richter/Schöffen

OLG Rostock - LG Stralsund
12.8.2019
20 RR 28/19

Befestigt ein Amtsträger innerhalb weniger Minuten auf Grund eines einheitlichen Tatentschlusses mehrere schriftliche Verwarnungen an geparkten Kraftfahrzeugen, obwohl er weiß, dass kein Bußgeldtatbestand verwirklicht ist, liegt natürliche Handlungseinheit vor, weil eine getrennte Beurteilung der Tatakte gekünstelt erscheint.

StGB § 52, § 53, § 344

Aktenzeichen: 20RR28/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-12
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PDF-DokumentHaftungsrecht Berufsrecht - Rechtsanwälte Rechtsanwaltshaftung

BGH - LG Wiesbaden - AG Idstein
8.8.2019
VII ZB 35/17

Der Einzelanwalt, der am Tag des Ablaufs der Berufungsbegründungsfrist unvorhergesehen erkrankt und deshalb nicht mehr in der Lage ist, die Berufungsbegründung rechtzeitig fertigzustellen, genügt seinen Sorgfaltspflichten regelmäßig dann, wenn er einen Vertreter beauftragt, der einen Fristverlängerungsantrag stellt. Erteilt die Gegenseite in diesem Fall die zur Fristverlängerung gemäß § 520 Abs. 2 ZPO erforderliche Einwilligung nicht und wird die Frist deshalb nicht verlängert, ist dem Berufungsführer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist zu gewähren (Fortführung von BGH, Beschluss vom 6. Juli 2009 - II ZB 1/09, NJW 2009, 3037).

ZPO § 85 Abs 2, § 233, § 520 Abs 2

Aktenzeichen: VIIZB35/17 Paragraphen: Datum: 2019-08-08
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PDF-DokumentArztrecht Berufsrecht - Ärzte Zulassungsrecht

BVerwG - Bayerischer VGH - VG Regensburg
31.7.2019
3 B 7.18

Approbation als Arzt; Berufsfreiheit; Divergenzrüge; Gefahrenprognose; Grundsatzrüge; Unwürdigkeit; Verhältnismäßigkeit; Versicherungsbetrug; Widerruf; maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt; schwerwiegendes Fehlverhalten;

Widerruf der ärztlichen Approbation wegen Unwürdigkeit

Der Widerruf der ärztlichen Approbation wegen Unwürdigkeit gemäß § 5 Abs. 2 Satz 1 i.V.m. § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BÄO ist nur gerechtfertigt, wenn er im maßgeblichen Beurteilungszeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens zur Abwehr einer Gefahr für das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient weiterhin erforderlich ist.

BÄO § 3 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, § 5 Abs. 2 Satz 1
GG Art. 12 Abs. 1
VwGO § 132 Abs. 2 Nr. 1 und 2

Aktenzeichen: 3B7.18 Paragraphen: Datum: 2019-07-31
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PDF-DokumentHaftungsrecht Berufsrecht Prozeßrecht - Rechtsanwälte Rechtsanwaltshaftung Fristen Zustellung

BGH - OLG Hamm - LG Gelsenkirche
31.7.2019
XII ZB 36/19

Ein Rechtsanwalt muss allgemeine Vorkehrungen dafür treffen, dass das zur Wahrung von Fristen Erforderliche auch dann unternommen wird, wenn er unvorhergesehen ausfällt. Dabei hat der Einzelanwalt für den Fall einer Verhinderung im Rahmen der ihm obliegenden allgemeinen Vorkehrungen selbst für eine anwaltliche Vertretung Vorsorge zu treffen (im Anschluss an BGH Beschlüsse vom 16. April 2019 - VI ZB 44/18 - juris und vom 10.April 2018 - VI ZB 44/16, NJW-RR 2018, 1210).

FamFG § 113 Abs 1, § 117 Abs 5
ZPO § 130 Nr 6, § 233 S 1

Aktenzeichen: XIIZB36/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-31
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PDF-DokumentProzeßrecht Haftungsrecht Berufsrecht - Zustellung Fax Rechtsanwaltshaftung Rechtsanwälte

OLG Dresden - LG Chemnitz
29.7.2019
4 U 879/19

1. Scheitert die Übermittlung eines fristgebundenen Schriftsatzes an das Gericht aus zunächst ungeklärter Ursache, hat der Rechtsanwalt technische Störungen im Empfangsbereich durch eine Rückfrage bei Gericht auszuschließen.

2. Ist auch hiernach eine Versendung per Telefax nicht möglich, hat der Rechtsanwalt den Schriftsatz gegebenenfalls persönlich aus dem besonderen elektronischen Anwaltspostfach (beA) zu versenden; dass hierfür derzeit nur eine passive Nutzungspflicht besteht, steht einer solchen Pflicht nicht entgegen.

ZPO § 85 Abs 2, § 233, § 234
BRAO § 31a Abs 6

Aktenzeichen: 4U879/19 Paragraphen: Datum: 2019-07-29
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PDF-DokumentHaftungsrecht Berufsrecht - Rechtsanwälte Rechtsanwaltshaftung

BGH - LG Berlin - AG Charlottenburg
23.7.2019
VI ZR 307/18

§ 43a Abs. 5 Satz 2 BRAO ist kein Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des Rechtsschutzversicherers.

BGB § 823 Abs 2
BRAO § 43a Abs 5 S 2

Aktenzeichen: VIZR307/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-23
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PDF-DokumentBaurecht Berufsrecht - Verjährung Sachverständiger

OLG Brandenburg - LG Potsdam
19.7.2019
7 U 164/18

Mangelhaftes Gutachten, Verjährung

Maßgeblich ist die Verjährungsfrist des § 634a Abs. 1 Nr. 2 BGB. Nach dieser Bestimmung verjähren die in § 634 Nr. 1, 2 und 4 BGB bezeichneten Ansprüche bei einem Bauwerk und einem Werk, dessen Erfolg in der Erbringung von Planungs- oder Überwachungsleistungen hierfür besteht, in fünf Jahren. Die Frist beginnt mit der Abnahme der Werkleistung. § 634a Abs. 2 BGB. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: 7U164/18 Paragraphen: Datum: 2019-07-19
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=39213

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