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PDF-DokumentMietrecht - Mängel Mietminderung

BGH - LG Mannheim - AG Mannheim
5.6.2013
VIII ZR 287/12

1. Bei der Beurteilung des Vorliegens eines Mangels der Mietsache ist, wenn Parteiabreden zur Beschaffenheit der Mietsache fehlen, jedenfalls die Einhaltung der maßgeblichen technischen Normen geschuldet. Dabei ist nach der Verkehrsanschauung grundsätzlich der bei Errichtung des Gebäudes geltende Maßstab anzulegen (Bestätigung von BGH, Urteile vom 6. Oktober 2004, VIII ZR 355/03, NJW 2005, 218 unter II 1; vom 17. Juni 2009, VIII ZR 131/08, NJW 2009, 2441 Rn. 9 f.; vom 7. Juli 2010, VIII ZR 85/09, NJW 2010, 3088 Rn. 12 f. und vom 1. Juni 2012, V ZR 195/11, NJW 2012, 2725 Rn. 10).

2. Nimmt der Vermieter bauliche Veränderungen an einem älteren Gebäude vor, so kann der Mieter, sofern nicht etwas anderes vereinbart ist, nur dann erwarten, dass der Tritt- und Luftschallschutz anschließend den höheren Anforderungen der zur Zeit der baulichen Veränderungen geltenden DIN-Normen genügt, wenn die Maßnahmen von der Intensität des Eingriffs in die Gebäudesubstanz her mit einem Neubau oder einer grundlegenden Veränderung des Gebäudes vergleichbar sind (Bestätigung der Senatsurteile vom 6. Oktober 2004, VIII ZR 355/03, aaO und vom 17. Juni 2009, VIII ZR 131/08, aaO Rn. 12).

3. Zu der Frage, ob eine erhebliche Minderung der Tauglichkeit der Mietsache zum vertragsgemäßen Gebrauch vorliegt, wenn der Tritt- oder Luftschallschutz einer Mietwohnung die Mindestwerte der anzuwendenden DIN-Normen um nicht mehr als ein Dezibel unterschreitet.

BGB § 536 Abs 1, § 812 Abs 1 S 1 Alt 1

Aktenzeichen: VIIIZR287/12 Paragraphen: Datum: 2013-06-05
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PDF-DokumentMietrecht AGB-Recht - Mietvertragsrecht Mietverträge

EuGH
30.5.2013
C-488/11

Auslegung der Richtlinie über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen: Anwendbarkeit auf Wohnraummietverträge zwischen gewerblichem Vermieter und Verbraucher in den Niederlanden; Zulässigkeit der Missbrauchskontrolle durch nationale Gerichte; Feststellung der Nichtigkeit einer Vertragsstrafeklausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Verbraucherverträgen von Amts wegen

EWGRL 13/93 Art 1 Abs 1, Art 2, Art 3 Abs 1, Art 6 Abs 1, Art 7 Abs 1

Aktenzeichen: C-488/11 Paragraphen: Datum: 2013-05-30
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PDF-DokumentMietrecht AGB-Recht - Mietvertragsrecht Mietverträge

BGH - LG Berlin - AG Pankow-Weißensee
29.5.2013
VIII ZR 285/12

Eine formularmäßige Klausel in einem Wohnraummietvertrag, die den Mieter verpflichtet, sich anteilig an den Kosten zum Zeitpunkt der Beendigung des Mietverhältnisses noch nicht fälliger Schönheitsreparaturen zu beteiligen (Quotenabgeltungsklausel), und zur Berechnung der Abgeltungsbeträge folgende Regelung vorsieht:

"Berechnungsgrundlage ist der Kostenvoranschlag eines vom Vermieter auszuwählenden Malerfachgeschäfts",

ist gemäß § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB unwirksam (Aufgabe von Senatsbeschluss [Rechtsentscheid] vom 6. Juli 1988, VIII ARZ 1/88, BGHZ 105, 71, 79 ff., und von Senatsurteil vom 6. Oktober 2004, VIII ZR 215/03, WuM 2004, 663).

BGB § 307 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: VIIIZR285/12 Paragraphen: BGB§307 Datum: 2013-05-29
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PDF-DokumentMietrecht - Umsatzsteuer

Kammergericht - LG Berlin
24.5.2012
8 U 160/11

1. Sind die Umsätze eines Vermieters aus der Vermietung von Gewerberäumen nach § 4 Nr. 12 lit. a UStG von der Umsatzsteuer befreit und konnte der Vermieter auch nicht wirksam gemäß § 9 Abs. 1 UStG auf diese Befreiung verzichten, dann geht eine im schriftlichen Mietvertrag getroffene Vereinbarung, wonach zu der Grundmiete und zu den Heiz- und Betriebskostenvorschüssen jeweils die gesetzliche Mehrwertsteuer zu zahlen ist, ihrem Wortlaut nach ins Leere.

2. Eine im Wege ergänzender Vertragsauslegung zu schließende Regelungslücke kommt in Betracht, wenn die Vertragsparteien die Höhe der Miete unter Berücksichtigung einer als möglich angesehen Option des Vermieters zur Umsatzsteuer und der sich daraus ergebenden Steuervorteile ausgehandelt haben, so dass nicht lediglich ein einseitiger Kalkulationsirrtum des Vermieters vorliegt.

UStG § 4 Nr 12 Buchst a, § 9 Abs 1
BGB § 157

Aktenzeichen: 8 U 160/11 Paragraphen: UStG§4 UStG§9 BGB§157 Datum: 2013-05-24
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PDF-DokumentMietrecht Prozeßrecht - Prozeßrecht Kündigungsrecht Zustellung

OLG Hamburg - LG Hamburg
24.4.2013
8 U 41/12

Vereitelt der Mieter den Zugang einer per Einschreiben mit Rückschein verschickten Kündigung, indem er trotz Erhalt des Benachrichtigungsscheins das Kündigungsschreiben nicht bei der Post abholt, und ist der Vermieter deshalb verpflichtet, unverzüglich einen neuen Versuch zu unternehmen, die Kündigung in den Machtbereich des Mieters zu bringen ( BGHZ 137,205,209 ), kann eine erneute Zustellung durch den Vermieter 13 Tage nach dem Erhalt der Benachrichtigung über die Nichtabholung des Kündigungsschreibens noch rechtzeitig sein.

BGB §§ 130, 242

Aktenzeichen: 8U41/12 Paragraphen: BGB3130 BGB§242 Datum: 2013-04-24
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PDF-DokumentMietrecht - Leistungsstörungen Sonstiges

OLG Koblenz - LG Koblenz
12.4.2013
10 U 832/12

Die Kläger verlangen von den Beklagten die Zahlung eines Geldbetrages wegen der Kosten von Schönheitsreparaturen und Renovierungsarbeiten. Die Beklagten begehren im Wege der Widerklage die Erstattung einer seitens der Kläger eingezogenen Mietbürgschaft auf erstes Anfordern.

Aktenzeichen: 10U832/12 Paragraphen: Datum: 2013-04-12
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PDF-DokumentMietrecht - Mietvertragsrecht Sonstiges

BGH - LG Berlin - AG Charlottenburg
10.4.2013
VIII ZR 213/12

1. Unter den nach der Verkehrsanschauung zu bestimmenden Begriff des "Wohnens" fallen nur solche berufliche Tätigkeiten des Mieters, die in einer nicht nach außen in Erscheinung tretenden Weise ausgeübt werden. Geschäftliche Aktivitäten des Mieters, die der Mieter in ausschließlich zu Wohnzwecken vermieteten Räumen ausübt und die nach außen in Erscheinung treten, muss der Vermieter nicht ohne vorherige Vereinbarung dulden.

2. Eine Verpflichtung des Vermieters, eine vertragswidrige Nutzung der Mieträume zu gestatten, kommt nur dann in Betracht, wenn von der beabsichtigten Tätigkeit - was der Mieter darzulegen und zu beweisen hat - keine weitergehenden Einwirkungen auf die Mietsache oder Mitmieter ausgehen als bei einer üblichen Wohnnutzung (Bestätigung von BGH, Urteil vom 14. Juli 2009, VIII ZR 165/08, NJW 2009, 3157).

BGB § 535 Abs 1, § 563 Abs 4

Aktenzeichen: VIIIZR213/12 Paragraphen: BGB§535 BGB§563 Datum: 2013-04-10
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PDF-DokumentMietrecht - Mietsicherheit

BGH - OLG Karlsruhe - LG Mannheim
10.4.2013
VIII ZR 379/12

Auf eine Sicherheit, die dem Vermieter zur Abwendung einer Kündigung wegen Zahlungsverzugs gewährt wird, findet § 551 Abs. 1, 4 BGB keine Anwendung (Fortführung von BGH, Urteil vom 7. Juni 1990, IX ZR 16/90, BGHZ 111, 361, 363).

BGB § 551 Abs 1, § 551 Abs 4, § 765 Abs 1

Aktenzeichen: VIIIZR379/12 Paragraphen: Datum: 2013-04-10
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PDF-DokumentMietrecht Honorarrecht/RVG - Mängel Streitwert Mietrecht

LG Hamburg - AG Hamburg-St. Georg
8.4.2013
334 T 8/13

Eine Erhöhung des in § 41 Abs. 5 Satz 1 GKG vorgesehenen Höchststreitwerts, der dem Jahresbetrag des Minderungswerts entspricht, ist mit dem Sinn und Zweck der Vorschrift, hohe Kostenbelastungen für die Beteiligten zu vermeiden, nicht vereinbar und kommt daher nicht in Betracht.

GKG § 48 Abs 1 S 1, § 41 Abs 5 S 1

Aktenzeichen: 334T8/13 Paragraphen: GKG§48 GKG§41 Datum: 2013-04-08
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PDF-DokumentMietrecht - Antennenanlagen

BVerfG
31.3.2013
1 BvR 1314/11

Stattgebender Kammerbeschluss: Anforderungen an Abwägung der Interessen des Mieters und des Wohnungseigentümer bzgl der Installation einer Parabolantenne - hier: unzureichende fachgerichtliche Gewichtung des spezifischen Informationsinteresses türkischer Staatsangehöriger turkmenischer Abstammung - Gegenstandswertfestsetzung auf 25.000 Euro

GG Art 5 Abs 1 S 1 Halbs 2, Art 5 Abs 2
BVerfGG § 93c Abs 1 S 1
BGB § 535, § 541

Aktenzeichen: 1BvR1314/11 Paragraphen: GGArt.5 BGB§535 BGB§541 Datum: 2013-03-31
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