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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Sonstiges

BVerwG - Bayerischer VGH - VG Augsburg
13.2.2020
2 C 9.19

Abschlag; Altersgeld; Arbeitnehmerfreizügigkeit; Auslandseinsatz der Bundeswehr; Ausscheiden aus dem auf Lebenszeit begründeten Dienstverhältnis; Berufssoldat; Dienstherrenwechsel mit Zustimmung des abgebenden Dienstherrn; Gleichbehandlung; Grundfreiheit; Inländerdiskriminierung; Nachversicherung; Regelaltersgrenze; Staatsvertrag; Versorgung von Berufssoldaten; Versorgungslasten; gesetzliche Rentenversicherung; grenzüberschreitender Bezug; rein innerstaatlicher Sachverhalt; Altersgeld für vorzeitig ausgeschiedene Berufssoldaten

1. Der Abschlag nach § 7 Abs. 1 Satz 1 AltGG ist mit dem Grundgesetz vereinbar.

2. Fragen der Unionsrechtskonformität des Abschlags im Hinblick auf die Grundfreiheit der Arbeitnehmerfreizügigkeit gemäß Art. 45 AEUV stellen sich nicht in Fällen mit einem rein mitgliedstaatlichen (innerstaatlichen) Sachverhalt ohne Bezug zum Unionsrecht. Die rein hypothetische Aussicht einer künftigen Ausübung oder Beeinträchtigung des Rechts auf Freizügigkeit genügt insoweit nicht.

AEUV Art. 45
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5
AltGG §§ 3, 7
SG §§ 45, 46
SGB VI § 8

Aktenzeichen: 2C9.19 Paragraphen: Datum: 2020-02-13
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Zulagen

VGH Baden-Württemberg - VG Stuttgart
10.12.2019
4 S 2227/18

Erschwerniszulagen im Sinne des § 850a Nr. 3 ZPO sind auch Sonn- und Feiertags- sowie Nachtarbeitszulagen.

Zulagen für Samstagsarbeit werden von der Regelung hingegen nicht erfasst.

Aktenzeichen: 4S2227/18 Paragraphen: Datum: 2019-12-10
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22698

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Umzugskosten

BVerwG
28.11.2019
5 A 4.18

"3 + 5-Regelung"; Allgemeinverfügung; Allgemeinverfügung sui generis; Aufschub; Auslegung; Außenwirkung; BND; Begünstigung; Bekanntgabe von Verwaltungsakten; Bekanntgabewille; Berücksichtigung erkennbarer Umstände; Bundesnachrichtendienst; Dienstortverlagerung; Dienstpostenverlagerung; Einstellung; Empfängerhorizont; Festlegung; Funktionale Konzentration des Bundesnachrichtendienstes; Fürsorgepflicht des Dienstherrn; Lebensplanung; Pendler; Personalmaßnahme; Regelungswirkung; Restrukturierung; Standortverlagerung; Trennungsgeld; Trennungsgeldanspruch; Trennungsgeldempfänger; Umzug; Umzugskosten; Umzugskostenvergütung; Umzugskostenvergütungszusage; Versetzung; Verwaltungsakt; Verwaltungsvorschrift; Verwendung an einem künftigen Dienstort; Wirksamkeit; Wirksamkeitsaufschub; Zusage; besondere Belastungen; erweitertes Trennungsgeld; finanzielle Rahmenbedingungen; oberste Dienstbehörde; objektive Auslegung; objektiver Erklärungswert; personeller Anwendungsbereich; von wesentlichen Restrukturierungen betroffener Bereich;

Wirksamkeitsaufschub für Umzugskostenvergütungszusagen nach § 3 Abs. 3 BUKG

1. § 3 Abs. 3 BUKG ermächtigt die oberste Dienstbehörde zum Erlass eines Wirksamkeitsaufschubs für Umzugskostenvergütungszusagen durch Verwaltungsakt in Gestalt einer Allgemeinverfügung.

2. Die Festlegung vom 17. November 2017, mit der das Bundeskanzleramt aus Anlass der Verlagerung von Dienststellen des Bundesnachrichtendienstes an den Dienstort Berlin den Aufschub der Wirksamkeit von Umzugskostenvergütungszusagen angeordnet hat, ist eine Allgemeinverfügung.

3. Diese Festlegung begünstigt solche Beschäftigte des Bundesnachrichtendienstes nicht, die bereits für den neuen Standort Berlin eingestellt wurden und sich deshalb in ihrer Lebensplanung von vornherein auf eine Tätigkeit an diesem Dienstort einstellen konnten.

GG Art. 33 Abs. 5
BUKG § 2 Abs. 3 Satz 2, § 3 Abs. 3 Satz 1, Satz 2 Nr. 1 und 2, Satz 3 und 4,
BUKG § 12 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 4, §§ 13, 15 Abs. 2
VwGO § 50 Abs. 1 Nr. 4
VwVfG § 3a Abs. 2 Satz 2, § 35 Satz 1 und Satz 2 Alt. 1, § 37 Abs. 3 Satz 3,
VwVfG §§ 41, 43 Abs. 1 Satz 1
BGB §§ 133, 157

Aktenzeichen: 5A4.18 Paragraphen: Datum: 2019-11-28
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22864

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Feiertagsvergütung

OVG Saarland - VG Saarland
6.8.2019
1 A 228/18

Wochenfeiertagsrückvergütung; finanzielle Abgeltung; Freizeitausgleich; Grundsatz der Gesetzesbindung der Besoldung; gesetzliche Grundlage; Analogie

Für eine "Wochenfeiertagsrückvergütung" in Form einer finanziellen Abgeltung fehlt es an einer gesetzlichen Grundlage.

SGB § 71 Abs 1, § 78 Abs 1, § 78 Abs 3 S 3

Aktenzeichen: 1A228/18 Paragraphen: Datum: 2019-08-06
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22262

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Zulagen

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
6.6.2019
2 C 9.18

Ausgleichszulage; Einbau der Sonderzuwendung in das Grundgehalt; Einrechnung; Gebot der größtmöglichen Wahrung der beamtenrechtlichen Rechtsstellung; Organisationsreform in der gesetzlichen Rentenversicherung; Verringern von Dienstbezügen; dynamische Rechtsstandswahrung; statische (betragsmäßige) Besitzstandswahrung; unfreiwilliger Dienstherrnwechsel;

Ausgleichszulage nach Dienstherrnwechsel gemäß § 4 Abs. 3 RVOrgRefÜG

Die Regelung über die Ausgleichszulage nach § 4 Abs. 3 Satz 3 RVOrgRefÜG ist nicht als dynamische Rechtsstandswahrung, sondern lediglich dahingehend auszulegen, dass sie betragsmäßig den Besitzstand des Beamten im Zeitpunkt seines Übertritts zum neuen Dienstherrn wahrt (Aufgabe von BVerwG, Urteile vom 30. Januar 2014 - 2 C 27.12 - Buchholz 240 § 13 BBesG Nr. 6 und - 2 C 12.13 - juris).

RVOrgRefÜG § 4
BBesG 2002 § 13

Aktenzeichen: 2C9.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22228

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Alimentation Sonstiges

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
6.6.2019
2 C 18.18

Alimentationsprinzip; Anrechnung; Anrechnungsregelung; Berufungsvereinbarung; Besoldung; Bewilligungsentscheidung; Eingriff; Erhöhung; Gleichbehandlungsgrundsatz; Konsumtion; Leistungsbezüge; Leistungsprinzip; Professorenbesoldung; Rechtsbereinigung; Vergabe; W-Besoldung; additive Besoldungselemente; alimentative Besoldungselemente; hergebrachte Grundsätze des Berufsbeamtentums; prozedurale Anforderungen;

Anrechnung einer Grundgehaltserhöhung auf Leistungsbezüge im Rahmen der Professorenbesoldung

1. Im Rahmen der durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur W-Besoldung (Urteil vom 14. Februar 2012 - 2 BvL 4/10 - BVerfGE 130, 263) erforderlich gewordenen Neuregelung der Professorenbesoldung bestand auch für eine vollständige Anrechnung der Grundgehaltserhöhung auf bestehende Leistungsbezüge ein hinreichender sachlicher Grund (Fortschreibung von BVerwG, Urteil vom 21. September 2017 - 2 C 30.16 - BVerwGE 159, 375).

2. Die prozeduralen Anforderungen des Bundesverfassungsgerichts für das Gesetzgebungsverfahren (BVerfG, Urteil vom 14. Februar 2012 - 2 BvL 4/10 - BVerfGE 130, 263 <301>) gelten nur für alimentative, nicht aber für additive Besoldungselemente und damit nicht für Leistungsbezüge oder Leistungsbezüge betreffende Anrechnungsregelungen.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5
ErhöhungsG NRW §§ 1, 2, 4

Aktenzeichen: 2C18.18 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22409

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Zulagen

BVerwG
14.3.2019
2 A 11.17

BND; Bundesnachrichtendienst; Dauerverwender; Kommandantenzulage; Soldat; Stellenzulage; Zeitverwender; Zivilbehörde; Zulagenberechtigung; Zulagentatbestand; militärischer Aufgabenbereich; zivile Behörde; zivile Dienststelle;

Keine Kommandantenzulage für Soldaten in fliegerischer Verwendung beim BND

1. Ein Anspruch auf die sog. Kommandantenzulage als Stellenzulage gemäß § 42 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3 Satz 1 BBesG i.V.m. Ziff. II Nr. 6 Abs. 1 Satz 2 der Vorbemerkungen zu den Besoldungsordnungen A und B (Anlage I zu § 20 Abs. 2 Satz 1 BBesG) setzt eine Verwendung des Soldaten im militärischen Aufgabenbereich der Bundeswehr voraus.

2. Daran fehlt es bei Soldaten, die als sog. Zeit- oder Dauerverwender beim Bundesnachrichtendienst (BND) und damit bei einer für den Auslandsnachrichtendienst zuständigen zivilen Behörde tätig sind (im Anschluss an BVerwG, Urteil vom 16. Oktober 2008 - 2 A 9.07 - BVerwGE 132, 110 Rn. 51 ff. und Beschluss vom 6. Oktober 2016 - 2 B 65.14 - Buchholz 240.1 BBesO Nr. 40 Rn. 11 f.).

GG Art. 87a
BBesG § 20 Abs. 2 Satz 1,
BBesG § 42 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, Vorbem. BBesO A und B Ziff. II Nr. 6 Abs. 1 Satz 2

Aktenzeichen: 2A11.17 Paragraphen: Datum: 2019-03-14
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=22021

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Rückforderung

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
21.2.2019
2 C 24.17

Alimentationspflicht; Billigkeitsentscheidung; Ehescheidung; Kürzung der Versorgungsbezüge nach Ehescheidung; Ratenzahlung; Rückforderung; Verjährung; Versorgungsausgleich; Versorgungsbezüge; amtsunabhängige Mindestversorgung; Überzahlung; Rückforderung überzahlter Versorgungsbezüge

1. Liegt kein überwiegendes behördliches Mitverschulden für die Überzahlung von Besoldungs- oder Versorgungsbezügen vor, genügt die Einräumung von angemessenen Ratenzahlungsmöglichkeiten regelmäßig den Erfordernissen einer im Rahmen des Rückforderungsbescheids zu treffenden Billigkeitsentscheidung.

2. Eine Unterschreitung der amtsunabhängigen Mindestversorgung aufgrund der Kürzung der Bezüge um den familienrechtlichen Versorgungsausgleich oder durch Zahlungspflichten infolge der Rückforderung überzahlter Bezüge ist auch bei einem vermögenslosen Ruhestandsbeamten verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.

LBeamtVG BE § 14 Abs. 4, § 52 Abs. 2, § 57
BGB §§ 195, 199 Abs. 1
VAHRG § 9 Abs. 4
VersAusglG § 4 Abs. 2
GG Art. 33 Abs. 5

Aktenzeichen: 2C24.17 Paragraphen: Datum: 2019-02-21
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=21928

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Alimentation Besoldung

BVerwG - OVG NRW - VG Köln
21.2.2019
2 C 50.16

Alimentation; Auslegung; Auslegungsregel; Besoldung; Feststellungsbegehren; Klagebegehren; Leistungsbegehren; Rechtsschutzbegehren; Rechtsschutzziel; Widerspruch; Willenserklärung; zeitnahe Geltendmachung; Zeitnahe Geltendmachung des Anspruchs auf amtsangemessene Alimentation; Auslegung von Erklärungen

1. Es gibt keine Auslegungsregel, wonach die Beanstandung einer Vorschrift, die zu einer Kürzung der Dienstbezüge führt, mit dem Ziel, die Fortzahlung der Dienstbezüge nach den bisherigen Vorschriften zu erreichen, zugleich das Begehren enthält festzustellen, dass die Alimentation verfassungswidrig zu niedrig bemessen ist.

2. Ob ein Feststellungsbegehren als nachrangiges Begehren in einem Leistungsbegehren enthalten ist, ist nach dem im Einzelfall erkennbar verfolgten und geltend gemachten Rechtsschutzziel zu ermitteln.

3. Bei der Ermittlung des Rechtsschutzziels verlässt eine Auslegung den Rahmen des nach § 133 BGB Vertretbaren, wenn sie Erklärungen einen Inhalt - sei er auch förderlich - beimisst, für den es nach dem geäußerten Willen des Erklärenden und den sonstigen Umständen aus der Sicht eines objektiven Empfängers keinen Anhalt gibt.

GG Art. 33 Abs. 5
BRRG § 126 Abs. 3
BGB § 133

Aktenzeichen: 2C50.16 Paragraphen: Datum: 2019-02-21
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=21950

PDF-DokumentLohn/Besoldung - Reisekosten Trennungsgeld

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
13.2.2019
4 S 2821/17

1. Zum Ausgleich der dienstlich veranlassten Mehraufwendungen etwa bei Abordnungen sieht das Trennungsgeldrecht ein geschlossenes System vor, das danach differenziert, ob der Berechtigte entweder auswärtig am Dienstort verbleibt (§ 3 LTGVO) oder täglich an seinen Wohnort zurückkehrt (§ 6 LTGVO).

2. Eine Reisebeihilfe (§ 5 LTGVO) kann nur gewährt werden, wenn ein auswärtiges Verbleiben und damit eine Trennungsgeldberechtigung nach § 3 LTGVO während des gesamten Anspruchszeitraums bestanden hat.
3. Die Gewährung von Trennungsgeld nach § 3 LTGVO setzt zwingend die Beibehaltung einer auswärtigen Unterkunft voraus. Gibt der Trennungsgeldberechtigte seine auswärtige Unterkunft auf, ist er hernach allenfalls als Pendler gemäß § 6 LTGVO trennungsgeldberechtigt.

Aktenzeichen: 4S2821/17 Paragraphen: Datum: 2019-02-13
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=21539

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