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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Sonstiges Pflegeversicherungsrecht

BGH - LG Stuttgart - AG Böblingen
26.2.2013
VI ZR 359/11

1. Der Anspruch des Pflegeheimbewohners auf Einsicht in die Pflegeunterlagen geht gemäß § 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X i.V.m. § 401 Abs. 1 analog, § 412 BGB auf den - aufgrund des Schadensereignisses zu kongruenten Sozialleistungen verpflichteten - Sozialversicherungsträger über, wenn und soweit mit seiner Hilfe das Bestehen von Schadensersatzansprüchen geklärt werden soll und die den Altenpflegern obliegende Pflicht zur Verschwiegenheit einem Gläubigerwechsel nicht entgegensteht.

2. Die Pflicht zur Verschwiegenheit steht einem Gläubigerwechsel in der Regel nicht entgegen, wenn eine Einwilligung des Heimbewohners in die Einsichtnahme der über ihn geführten Pflegedokumentation durch den Sozialversicherungsträger vorliegt oder zumindest sein vermutetes Einverständnis anzunehmen ist, soweit einer ausdrücklichen Befreiung von der Schweigepflicht Hindernisse entgegenstehen.

3. Es wird regelmäßig davon auszugehen sein, dass die Offenlegung der Pflegedokumentation gegenüber dem Krankenversicherer dem mutmaßlichen Willen des verstorbenen Heimbewohners entspricht, wenn die Entbindung von der Schweigepflicht dem Träger der gesetzlichen Krankenversicherung die Verfolgung von Schadensersatzansprüchen wegen der Verletzung von Betreuungspflichten des Altenpflegepersonals ermöglichen soll.

GG Art 1, Art 2 Abs 1
BGB § 242, § 401 Abs 1, § 412

Aktenzeichen: VIZR359/11 Paragraphen: GGArt.1 GGArt.2 BGB§242 BGB§401 BGB§412 Datum: 2013-02-26
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Pflegeversicherungsrecht

BGH - OLG Schleswig - LG Lübeck
12.4.2011
VI ZR 158/10

a) Der Übergang von Schadensersatzansprüchen nach § 1542 RVO, § 116 Abs. 1 SGB X vollzieht sich grundsätzlich schon im Zeitpunkt des schädigenden Ereignisses, soweit der Sozialversicherungsträger dem Geschädigten möglicherweise in Zukunft Leistungen zu erbringen hat, die sachlich und zeitlich mit den Erstattungsansprüchen des Geschädigten kongruent sind.

b) Dieser Grundsatz erfährt eine Ausnahme in den Fällen, in denen neue Leistungsberechtigungen erst nach dem Schadensereignis aufgrund sogenannter "Systemänderungen" geschaffen werden.

c) Die Neuregelung des Anspruchs auf häusliche Pflegehilfe in §§ 36 ff. SGB XI bedeutet keine Systemänderung, sondern lediglich eine Modifizierung der bereits seit 1989 in §§ 53 ff. SGB V a.F. vorgesehenen Pflegeleistungen (Fortentwicklung der Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, 381, 386 und vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, VersR 2003, 267 – alle auch www.RechtsCentrum.de).

SGB X § 116
SGB XI §§ 36 ff.
BGB § 843

Aktenzeichen: VIZR158/10 Paragraphen: SGBX§116 SGBXI§36 BGB§843 Datum: 2011-04-12
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Pflegeversicherungsrecht Verjährung

BGH - OLG Stuttgart - LG Ellwangen
15.3.2011
VI ZR 162/10

Kommt es für den Beginn der Verjährung auf die Kenntnis des zuständigen Sachbearbeiters der Pflegekasse an, ist die Kenntniserlangung durch den Beschäftigten für die Verjährung der Forderungen der Pflegekasse nur relevant, wenn und soweit der Bedienstete bei der Abwicklung des Schadensfalles für diese handelt.

BGB § 199

Aktenzeichen: VIZR162/10 Paragraphen: BGB3199 Datum: 2011-03-15
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PDF-DokumentVersicherungsrecht - Pflegeversicherungsrecht Versicherungsvertragsrecht

OLG Karlsruhe - LG Karlsruhe
27.07.2006
12 U 34/06

1. Zum Beweis des Zugangs der Unterlagen gem. § 5a Abs. 1 VVG.

2. Ein verfristeter Widerspruch gem. § 5a VVG kann bei Vorliegen eines Rechts zur Lösung des Versicherungsvertrags wegen Erhöhung der Beiträge in eine Kündigung umgedeutet werden.

VVG § 5a
MB/KK-94 § 13 Abs. 5
BGB § 140
ZPO § 286

Aktenzeichen: 12U34/06 Paragraphen: VVG§5a MB/KK-94§13 BGB§140 ZPO§286 Datum: 2006-07-27
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PDF-DokumentAGB-Recht Sozialversicherungsrecht - Sonstige Verträge Pflegeversicherungsrecht

BGH - LG Karlsruhe - AG Karlsruhe
10.12.2003 IV ZR 217/02
Die Berechnung des fiktiven Nettoarbeitsentgelts unter Berücksichtigung fiktiver Abzüge für Pflegeversicherung, Solidaritätszuschlag, Umlage und Steueranteil aus Zukunftssicherung führt zu keiner unangemessenen Benachteiligung der Versicherten im Sinne der §§ 9
AGBG, 307 BGB. VBLS § 41 Abs. 2 c AGBG § 9 Bk, Cl

Aktenzeichen: IVZR217/02 Paragraphen: AGBG§307 VBLS§41 AGBG§9 Datum: 2003-12-10
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PDF-DokumentVersicherungsrecht Mietrecht Sozialversicherungsrecht - Sonstiges Pflegeversicherungsrecht

13.2.2003 III ZR 194/02
a) Zur Anwendung des am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen Dritten Gesetzes zur Änderung des Heimgesetzes auf Altverträge.

b) Zum Einfluß einer Neubelegung eines Heimplatzes nach dem Tod des Bewohners auf den Entgeltanspruch des Trägers bei Vereinbarung einer Fortgeltung des Vertrags im Sinn des § 4b Abs. 8 Satz 2 HeimG i.d.F. vom 23. April 1990.
HeimG § 26 Abs. 1 F: 5. November 2001 HeimG § 4b Abs. 8 Satz 2 F: 23. April 1990

Aktenzeichen: IIIZR194/02 Paragraphen: HeimG§26 HeimG§4b Datum: 2003-02-13
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Pflegeversicherungsrecht

3.12.2002 VI ZR 142/02
Bei einem bereits nach den §§ 53 ff. SGB V leistungsberechtigten Schwerpflegebedürftigen stellen sich die in Art. 1 des PflegeVG geschaffenen Ansprüche auf Leistungen nach §§ 36 ff. SGB XI nicht als Systemänderung dar.
SGB XI §§ 36 ff. SGB X § 116 BGB § 843

Aktenzeichen: VIZR142/02 Paragraphen: SGBXI§36 SGBX§116 BGB§843 Datum: 2002-12-03
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PDF-DokumentSozialversicherungsrecht - Pflegeversicherungsrecht

4.8.2000 III ZR 158/99 a)Ein Entgelt für Wahlleistungen ist dann unangemessen hoch im Sinne des § 22 Abs. 1 Satz 3 1. Halbs. BPflV, wenn zwischen dem objektiven Wert der Wahlleistung und dem dafür zu entrichtenden Preis ein Mißverhältnis besteht. Ein auffälliges Mißverhältnis wie bei § 138 Abs. 2 BGB ist nicht erforderlich. b)Die Angemessenheit des für die Wahlleistung Unterkunft (Ein- oder Zweibettzimmerzuschlag) verlangten Entgelts beurteilt sich maßgeblich nach Ausstattung, Lage und Größe des Zimmers sowie - wie sich aus der Mindestentgeltregelung des § 22 Abs. 1 Satz 3 2. Halbs. i.V.m. § 7 Abs. 2 Satz 2 Nr. 7 BPflV ergibt - der Höhe des Basispflegesatzes. c)Verlangt ein Krankenhaus ein unangemessen hohes Wahlleistungsentgelt, so verliert es deswegen nicht das Recht, die Höhe seiner Wahlleistungsentgelte autonom zu bestimmen. Daher kann auch im Verbandsprozeß nach § 22 Abs. 1 Satz 5 BPflV dem Krankenhaus nicht der nach Auffassung des Verbands der privaten Krankenversicherung oder des Gerichts "richtige", sondern nur der gerade noch zulässige Preis vorgegeben werden (Angemessenheitsgrenze). BPflV § 22 Abs. 1 Satz 3 und 5 F: 23. Juni 1997

Aktenzeichen: IIIZR158/99 Paragraphen: BPflV§22 Datum: 2000-08-04
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