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PDF-DokumentFamilienrecht - Prozeßrecht Pflegschaft

BGH - OLG Hamburg - AG Hamburg-Barmbek
22.4.2020
XII ZB 477/19

Ergänzungspflegeschaft und Verfahrensbeistand für minderjährige Kinder und Ermittlungs- und Strafverfahren gegen die beschuldigten Eltern

1. Sind die Eltern hinsichtlich der Zustimmung zur Zeugenvernehmung des minderjährigen Kindes im Ermittlungs- bzw. Strafverfahren als Beschuldigte von der gesetzlichen Vertretung des Kindes ausgeschlossen, hat das Familiengericht für die notwendige Anordnung einer Ergänzungspflegschaft weder die Aussagebereitschaft des Kindes noch dessen (fehlende) Verstandesreife zu prüfen.(Rn.20)(Rn.25)

2. Im Verfahren zur Bestellung eines Ergänzungspflegers bedarf es in diesem Fall nicht der persönlichen Anhörung des Kindes und auch nicht der Bestellung eines Verfahrensbeistands.(Rn.26)

BGB § 1796 Abs 2, § 1909 Abs 1 S 1
FamFG § 158, § 159
StPO § 52 Abs 2 S 2

Aktenzeichen: XIIZB477/19 Paragraphen: Datum: 2020-04-22
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=40117

PDF-DokumentProzeßrecht Familienrecht - Prozeßrecht Pflegschaft Rechtliches Gehör

BGH - LG Coburg - AG Coburg
12.2.2020
XII ZB 179/19

Sieht das Betreuungsgericht gemäß § 288 Abs. 1 FamFG von der Bekanntgabe eines Gutachtens an den Betroffenen ab, kann durch die Bekanntgabe des Gutachtens an den Verfahrenspfleger allenfalls dann ein notwendiges Mindestmaß rechtlichen Gehörs sichergestellt werden, wenn zusätzlich die Erwartung gerechtfertigt ist, dass der Verfahrenspfleger mit dem Betroffenen über das Gutachten spricht. Letzteres setzt in der Regel einen entsprechenden Hinweis des Betreuungsgerichts an den Verfahrenspfleger voraus (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 8. August 2018 , XII ZB 139/18, FamRZ 2018, 1769).

FamFG § 37 Abs 2, § 288 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB179/19 Paragraphen: Datum: 2020-02-12
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=39939

PDF-DokumentFamilienrecht - Prozeßrecht Pflegschaft

OLG Hamburg - AG Hamburg-Barmbeck
8.5.2019
2 WF 31/19

1. Liegen die Voraussetzungen des § 52 Abs. 2 S. 2 StPO vor, sind die Eltern kraft Gesetzes von der Vertretung des Kindes im Hinblick auf dessen Zeugnisverweigerungsrecht ausgeschlossen und es ist dann gem. § 1909 Abs. 1 S.1 BGB zwingend ein Ergänzungspfleger zu bestellen.

2. Voraussetzung für die Einrichtung einer Ergänzungspflegschaft ist, dass dem betroffenen Kind die notwendige Verstandesreife fehlt, um über die Wahrnehmung des ihm zustehenden Zeugnisverweigerungsrechts selbst entscheiden zu können.

3. Die Frage der Verstandesreife muss von den Strafverfolgungsbehörden eigenverantwortlich und nicht durch das Familiengericht beantwortet werden. Das Familiengericht ist an die Beurteilung der Strafverfolgungsbehörden zur Verstandesreife gebunden.

4. Unerheblich für die Einsetzung der Ergänzungspflegschaft ist, ob die betroffenen Kinder aussagebereit sind.

5. Eine Vorabprüfung der Aussagebereitschaft des Kindes vor Einsetzung der Pflegschaft ist nicht erforderlich. Sie findet im Gesetz keine Stütze.

6. Daher ist auch weder das unter 14-Jahre alte Kind persönlich anzuhören noch ist ihm ein Verfahrensbeistand zu bestellen.

StPO § 52 Abs 2 S 2
BGB § 1909 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 2WF31/19 Paragraphen: Datum: 2019-05-08
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PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegschaft Kostenrecht

BGH - OLG FRankfurt - AG Frankfurt
11.4.2018
XII ZB 487/17

Ein formell rechtskräftiger Berichtigungsbeschluss, mit dem nachträglich die berufsmäßige Führung einer Ergänzungspflegschaft festgestellt wird, ist für das Vergütungsfestsetzungsverfahren auch dann bindend, wenn die Voraussetzungen für eine Berichtigung des Bestellungsbeschlusses nicht vorgelegen haben.

BGB § 1836 Abs 1 S 2 Nr 2, § 1915 Abs 1
FamFG § 42 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB487/17 Paragraphen: Datum: 2018-04-11
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=37824

PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegschaft Kostenrecht

OLG Celle - AG Dannenberg
31.1.2018
6 W 8/18

Höhe der Nachlasspflegervergütung für einen Rechtsanwalt; Begründungsumfang des Nachlassgerichts bei der Festsetzung

1. Formelhafte "Begründungen" bei Festsetzung der Nachlasspflegervergütung, die ungeprüft die Angaben im Festsetzungsantrag übernehmen, genügen nicht den Anforderungen des § 38 Abs. 3 Satz 1 FamFG.

2. Ein Stundensatz für einen Rechtsanwalt in Höhe von 130 € kann allenfalls ganz ausnahmsweise in Betracht kommen.

3. In einem Fall ungenügender Begründung kann eine Aufhebung und Zurückverweisung nach § 69 Abs. 1 Satz 2 FamFG erfolgen.

BGB § 1915 Abs 1 S 2
FamFG § 38 Abs 3 S 1, § 69 Abs 1

Aktenzeichen: 6W8/18 Paragraphen: Datum: 2018-01-31
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PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegeeltern Pflegschaft

BGH - OLG Hamm - AG Iserlohn
16.11.2016
XII ZB 328/15

Pflegeeltern können eine Rückführung des Pflegekindes nach § 1632 Abs. 4 BGB nur dann beanspruchen, wenn zwischen der Herausnahme des Kindes aus ihrem Haushalt und der Einleitung des Verfahrens auf Anordnung des Verbleibs ein unmittelbarer zeitlicher Zusammenhang besteht.

BGB § 1632 Abs 4
GG Art 6 Abs 1, Art 6 Abs 3

Aktenzeichen: XIIZB328/15 Paragraphen: BGB§1632 GGArt.6 Datum: 2016-11-16
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PDF-DokumentFamilienrecht - Nachlaßpflegschaft Kostenrecht

OLG Braunschweig - AG Göttingen
11.8.2016
1 WF 139/16

Festsetzung des Aufwendungsersatzes für Ergänzungspfleger gegen Übernahmeschuldner

Hat ein Beteiligter eines notariellen Grundstücksübertragungsvertrages die durch die Ur-kunde ausgelösten Kosten übernommen, so können die Aufwendungen des zur Vertretung der beteiligten Kinder bestellten Ergänzungspflegers gegen ihn als Übernahmeschuldner festgesetzt werden.

BGB § 1835 Abs 3, § 1836c, § 1909, § 1915
FamGKG § 24 Nr 2
GKG § 29 Nr 2
GNotKG § 27 Nr 2

Aktenzeichen: 1WF139/16 Paragraphen: BGB§1835 BGB§1836c BGB§1915 Datum: 2016-08-11
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PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegschaft

LG Lüneburg - AG Celle
4.3.2015
8 T 9/15

Die Entscheidung über die Bestellung eines Abwesenheitspflegers für einen Angehörigen eines fremden Staates ist in Niedersachsen nicht auf den Rechtspfleger übertragen worden

1. Die Entscheidung eines Rechtspflegers über die Bestellung eines Abwesenheitspflegers für einen Angehörigen eines fremden Staates ist nichtig (§ 8 Abs. 4 Satz 1 RPflG).

2. Auf die Nichtigkeit kann sich derjenige, der die Abwesenheitspflegschaft angeregt hat, nur berufen, wenn er beschwerdebefugt ist.

RPflG § 8 Abs 4 S 1
FamFG § 59 Abs 1
JusGerZustV ND § 14
RPflErmÜtrV ND § 1 Nr 7
RPflG § 15 Nr 5, § 19 Abs 1 Nr 1

Aktenzeichen: 8T9/15 Paragraphen: Datum: 2015-03-04
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PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegschaft Sorgerecht

BGH - OLG München - AG München
4.6.2014
XII ZB 353/13

Der Elternteil, dem u.a. das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen worden ist, der aber noch über Teilbereiche des Sorgerechts verfügt, ist in dem von den Pflegeeltern und dem Ergänzungspfleger geführten Verfahren auf Anordnung des Verbleibs des Kindes in der Pflegefamilie nach § 1632 Abs. 4 BGB grundsätzlich zu beteiligen.

FamFG § 7 Abs 2 Nr 1
BGB § 1626, § 1631 Abs 1, § 1632 Abs 4
GG Art 6 Abs 2 S 1

Aktenzeichen: XIIZB353/13 Paragraphen: FamFG§7 BGB§1626 BGB§1836 BGB§1632 Datum: 2014-06-04
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=34357

PDF-DokumentFamilienrecht - Pflegschaft

BGH - OLG Celle - AG Hameln
30.4.2014
XII ZB 190/13

Zur nachträglichen Feststellung berufsmäßiger Amtsführung eines Umgangspflegers (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 8. Januar 2014, XII ZB 354/13, FamRZ 2014, 468 und vom 29. Januar 2014, XII ZB 372/13, FamRZ 2014, 653).

Wurde im Bestellungsbeschluss für den Umgangspfleger die Feststellung einer berufsmäßigen Führung der Pflegschaft nicht getroffen, kann diese Feststellung (hier: durch einen Aktenvermerk des Familienrichters) nicht mit Rückwirkung nachgeholt werden. Die Frage, ob der Umgangspfleger die Pflegschaft berufsmäßig führt ist nach dem klaren Wortlaut des Gesetzes bereits "bei der Bestellung" des Pflegers zu klären (§ 1684 Abs. 3 Satz 6 BGB i.V.m. § 277 Abs. 2 Satz 1 FamFG, § 1836 Abs. 1 Satz 2 BGB).

BGB § 1684 Abs 3 S 6, § 1836 Abs 1 S 2
FamFG § 277 Abs 2 S 1

Aktenzeichen: XIIZB190/13 Paragraphen: BGB§1684 BGB§1836 FamFG§277 Datum: 2014-04-30
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=34355

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