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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG Zweibrücken - AG Pirmasens
26.11.2014
XII ZB 405/14

Vor der Bestellung eines Betreuers darf das Gericht unter den Voraussetzungen des § 34 Abs. 3 Satz 1 FamFG nur dann von der Anhörung des Betroffenen absehen, wenn eine Vorführung des Betroffenen unverhältnismäßig ist und das Gericht zuvor sämtliche nicht mit Zwang verbundenen Versuche unternommen hat, um den Betroffenen zu befragen oder sich von ihm einen persönlichen Eindruck zu verschaffen (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 2. Juli 2014, XII ZB 120/14, FamRZ 2014, 1543).

FamFG § 34 Abs 3 S 1, § 278 Abs 5

Aktenzeichen: XIIZB405/14 Paragraphen: FamFG§34 FamFG§278 Datum: 2301-11-26
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Kostenrecht

BGH - LG Köln - AG Köln
3.5.2017
XII ZB 403/15

Eine entsprechende Anwendung des § 6 VBVG auf die Vergütung eines neben einem Bevollmächtigten bestellten Betreuers scheidet aus, wenn die Betreuung wegen des von vornherein beschränkten Umfangs der Vollmacht erforderlich wird (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 8. Juli 2015, XII ZB 494/14, FamRZ 2015, 1710 und vom 20. März 2013, XII ZB 231/12, FamRZ 2013, 873).

VBVG § 6 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB403/15 Paragraphen: Datum: 2017-05-03
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Kostenrecht

BGH - LG Deggendorf - AG Deggendorf
12.4.2017
XII ZB 86/16

1. Die erfolgreich abgeschlossene Fortbildung zum "Zertifizierten Betreuer - Curator de jure" an der Technischen Hochschule Deggendorf ist mit einer Ausbildung an einer Hochschule vergleichbar und rechtfertigt eine Erhöhung des dem Berufsbetreuer zu vergütenden Stundensatzes nach § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 VBVG.

2. Zur nachträglichen Zulassung der Beschwerde durch den Rechtspfleger.

VBVG § 4 Abs 1 S 2 Nr 2
FamFG § 61 Abs 2
RPflG § 11 Abs 2

Aktenzeichen: XIIZB86/16 Paragraphen: Datum: 2017-04-12
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG Koblenz - AG St. Goar
22.3.2017
XII ZB 260/16

Betreuerbestellung für bestimmte Aufgabenkreise: Beurteilung des Betreuungsbedarfs des Betroffenen

Ein Betreuer darf nur für Aufgabenkreise bestellt werden, in denen die Betreuung erforderlich ist. Für welche Aufgabenkreise ein Betreuungsbedarf besteht, ist aufgrund der konkreten, gegenwärtigen Lebenssituation des Betroffenen zu beurteilen. Dabei genügt es, wenn ein Handlungsbedarf in dem betreffenden Aufgabenkreis jederzeit auftreten kann (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 15. Februar 2017, XII ZB 510/16 - juris und vom 6. Juli 2016, XII ZB 131/16, FamRZ 2016, 1668).(Rn.7)

BGB § 1896 Abs 2

Aktenzeichen: XIIZB260/16 Paragraphen: BGB§1896 Datum: 2017-03-22
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Steuern Kostenrecht

OLG Rostock
31.1.2017
10 UF 305/14

Auf die Vergütung des gemäß § 1684 Abs. 3 BGB bestellten Umgangspflegers ist keine Umsatzsteuer zu entrichten.

UStG § 4 Nr 25 S 3c
BGB § 1684 Abs 3, § 1773, § 1835, § 1909

Aktenzeichen: 10UF305/14 Paragraphen: Datum: 2017-01-31
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG Bonn - AG Bonn
25.1.2017
XII ZB 438/16

1. Die Beteiligung einer Person in einem Betreuungsverfahren als Betreuer oder Bevollmächtigter schließt nicht aus, dass dieselbe Person zugleich nach § 274 Abs. 4 Nr. 1 FamFG auch sog. Kann-Beteiligte des Verfahrens und dann gemäß § 303 Abs. 2 FamFG im eigenen Namen beschwerdeberechtigt ist (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 11. Januar 2017, XII ZB 305/16, zur Veröffentlichung bestimmt; vom 6. Juli 2016, XII ZB 61/16, FamRZ 2016, 1671 und vom 9. September 2015, XII ZB 125/15, FamRZ 2015, 2162).

2. Legt der Betreuer oder der Bevollmächtigte im eigenen Namen Beschwerde ein, muss das Beschwerdegericht vor einer Beschwerdeverwerfung jedenfalls in Erwägung ziehen, dass die Beschwerdeberechtigung hierfür aus § 303 Abs. 2 Nr. 1 oder 2 FamFG folgen kann (Fortführung des Senatsbeschlusses vom 11. Januar 2017, XII ZB 305/16, zur Veröffentlichung bestimmt).

3. Als Person des Vertrauens kommt in Betreuungsverfahren auch eine Person in Betracht, die der Betroffene nicht benannt hat.

4. Von einem für die Bejahung der Stellung als Person des Vertrauens genügenden, aktuell bestehenden Vertrauensverhältnis ist auszugehen, wenn der Betroffene einer Person eng verbunden ist und ihr daher in besonderem Maße Vertrauen entgegenbringt. Dies kann sich aus Äußerungen des Betroffenen, aber auch aus sonstigen Umständen ergeben (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 24. Oktober 2012, XII ZB 386/12, FamRZ 2013, 115).

FamFG § 274 Abs 4 Nr 1, § 303 Abs 2 Nr 1, § 303 Abs 2 Nr 2, § 303 Abs 4

Aktenzeichen: XIIZB438/16 Paragraphen: Datum: 2017-01-25
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Prozeßrecht

BGH - LG Mainz - AG Mainz
11.1.2017
XII ZB 305/16

Durch eine auf § 19 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RPflG gestützte landesrechtliche Rechtsverordnung kann der Richtervorbehalt für die Bestellung eines Verhinderungs- oder Ergänzungsbetreuers gemäß § 1899 Abs. 4 BGB aufgehoben werden, soweit dadurch lediglich ein Ausschnitt aus dem Aufgabenbereich des Hauptbetreuers auf einen Verhinderungs- oder Ergänzungsbetreuer übertragen wird, ohne den Gesamtumfang des von der Betreuung erfassten Aufgabenkreises zu erweitern oder zu beschränken.

BGB § 1899 Abs 4
RPflG § 19 Abs 1 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: XIIZB305/16 Paragraphen: BGB§1899 Datum: 2017-01-11
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand Prozeßrecht

BGH - LG München II - AG Starnberg
7.12.2016
XII ZB 136/16

1. Zu den Voraussetzungen, unter denen die Beschwerdekammer im Betreuungsverfahren eines ihrer Mitglieder mit der Anhörung des Betroffenen beauftragen kann (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 15. Juni 2016, XII ZB 581/15, FamRZ 2016, 1446).

2. Zu den Voraussetzungen der Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts (im Anschluss an Senatsbeschluss vom 27. April 2016, XII ZB 7/16, FamRZ 2016, 1070).

FamFG § 26, § 68 Abs 3, § 278 Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB136/16 Paragraphen: Datum: 2016-12-07
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PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG Stralsund - AG Stralsund
7.12.2016
XII ZB 346/16

Zu den Voraussetzungen für die Aufhebung einer Betreuung bei fehlender Eignung eines von dem Betroffenen mit freiem Willen vorgeschlagenen Betreuers.

BGB § 1896 Abs 2, § 1897 Abs 4 S 1, § 1908d Abs 1

Aktenzeichen: XIIZB346/16 Paragraphen: BGB§1896 BGB§1897 BGB§1908d Datum: 2016-12-07
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36878

PDF-DokumentFamilienrecht - Betreuung/Beistand

BGH - LG München II - AG Fürstenfeldbruck
7.12.2016
XII ZB 458/15

1. Zu einer Willenserklärung, die eine geringfügige Angelegenheit des täglichen Lebens - wie etwa den Erwerb geringer Mengen Alkoholika - betrifft, bedarf der Betroffene auch bei bestehendem Einwilligungsvorbehalt für die Vermögenssorge nicht der Einwilligung seines Betreuers, es sei denn, das Betreuungsgericht hat hierfür gemäß § 1903 Abs. 3 Satz 2 BGB eine gesonderte Anordnung getroffen (qualifizierter Einwilligungsvorbehalt).

2. Auch eine Anordnung nach § 1903 Abs. 3 Satz 2 BGB muss verhältnismäßig sein. Deshalb hat der Tatrichter vor allem zu prüfen, ob der qualifizierte Einwilligungsvorbehalt geeignet und erforderlich ist, um den bezweckten Erfolg zu erreichen (hier: den Betroffenen daran zu hindern, Alkohol zu erwerben).

BGB § 1903 Abs 1, § 1903 Abs 3 S 2

Aktenzeichen: XIIZB458/15 Paragraphen: BGB§1903 Datum: 2016-12-07
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=36880

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