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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg
18.1.2017
8 B 16.16

Alternativbegründung; Alternativerwägung; Anleger; Anlegerentschädigung; Entschädigungsfall; Finanzkommissionsgeschäft; kollektive Anlage; Kommissionsgeschäft; Organismus für gemeinsame Anlagen; OGAW; Omnibuskonto; PMA-Modell; prägendes Merkmal; richtlinienkonforme Auslegung; Typus; verdeckte Stellvertretung; Wertpapiergeschäft.

Zur Abgrenzung des Finanzkommissionsgeschäfts vom Organismus für gemeinsame Anlagen

1. Für die Einordnung eines Geschäftsmodells als Finanzkommissionsgeschäft oder als Organismus für gemeinsame Anlagen kommt es auf die rechtliche Ausgestaltung der Geschäftsbeziehung und nicht auf eine etwa davon abweichende Praxis an.

2. Ein Managed Account-Modell, dem eine Vielzahl paralleler Geschäftsbesorgungsverträge mit einzelnen Kunden zum Handel mit Finanzinstrumenten in eigenem Namen und für deren Rechnung gegen Ausführungsprovision zugrundeliegt, ist auch dann als Finanzkommissionsgeschäft (§ 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 KWG) einzuordnen, wenn die Kundenaufträge faktisch gebündelt oder die treuhänderisch getrennt zu verwahrenden Gelder der einzelnen Kunden rechtswidrig auf Omnibuskonten mit Geldern anderer Kunden vermischt verwendet werden. Solche Umstände genügen nicht, das Modell als Organismus für gemeinsame Anlagen im Sinne des Art. 2 Abs. 1 Buchst. h der Richtlinie 2004/39/EG (zuvor: Art. 2 Abs. 2 Buchst. h der Richtlinie 93/22/EWG) zu qualifizieren (Anschluss an BGH, Urteil vom 20. September 2011 - XI ZR 434/10 - BGHZ 191, 95 Rn. 26 ff.; Fortführung von BVerwG, Urteil vom 27. Februar 2008 - 6 C 11.07 und 6 C 12.07 - BVerwGE 130, 262 Rn. 56).

GRC Art. 47 Abs. 2
Richtlinie 93/22/EWG Art. 2 Abs. 2 Buchst. h
Richtlinie 2004/39/EG Art. 2 Abs. 1 Buchst. h
GG Art. 103 Abs. 1
VwGO § 108 Abs. 2, § 132 Abs. 2 Nr. 1 bis 3, § 133 Abs. 3 Satz 3
EAEG § 1 Abs. 3, § 3 Abs. 4, § 5 Abs. 4 Satz 6, § 8 Abs. 4 Satz 1 und 2, Abs. 6
EdWBeitrV § 8
WpHG § 34a Abs. 1 a.F.
HGB §§ 383 ff.

Aktenzeichen: 8B16.16 Paragraphen: Datum: 2017-01-18
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
28.7.2016
7 C 3.15

Geheimhaltungspflicht; Vertraulichkeitspflicht; Rechtsvorschrift; Rechtsverordnung; Nichtöffentlichkeit; Verwaltungsrat; dynamische Verweisung; materielles Geheimhaltungsbedürfnis.

Zum Begriff der "Rechtsvorschrift" im Sinne des § 3 Nr. 4 IFG

Der Begriff der Rechtsvorschrift im Sinne des § 3 Nr. 4 IFG umfasst auch eine Regelung in einer Rechtsverordnung.

GG Art. 80 Abs. 1
IFG § 3 Nr. 4
FinDAG § 5 Abs. 3
Satzung der BaFin § 6 Abs. 1 Satz 2

Aktenzeichen: 7C3.15 Paragraphen: Datum: 2016-07-28
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

BVerwG - VG Frankfurt/Main
20.1.2016
10 C 21.14

Restrukturierungsfonds; Kreditinstitut; Jahresbeitrag; Mindestbeitrag; Belastungsobergrenze; Zumutbarkeitsgrenze.

Jahresbeitrag zum Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute

Der Jahresbeitrag zum Restrukturierungsfonds für Kreditinstitute darf auch dann in Höhe des Mindestbeitrags nach § 3 Abs. 2 RStruktFV festgesetzt werden, wenn dieser die für das betroffene Kreditinstitut nach § 3 Abs. 4 RStruktFV ermittelte Belastungsobergrenze überschreitet.

RStruktFG § 12 Abs. 2 und 10
RStruktFV § 1 Abs. 1, § 3 Abs. 1, 2 und 4, § 4 Abs. 4

Aktenzeichen: 10C18.14 Paragraphen: Datum: 2015-12-02
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19524

PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

BVerwG - Hessischer VGH - VG Frankfurt/Main
4.11.2015
7 C 4.14

Finanzaufsicht; BaFin; Berufsgeheimnis; Verschwiegenheitspflicht; Geheimhaltung; Betriebs- und Geschäftsgeheimnis; Wettbewerbsrelevanz; Insolvenz; aufsichtsrechtliches Geheimnis; richtlinienkonforme Auslegung.

Vorabentscheidungsersuchen zur Reichweite des Berufsgeheimnisses der Finanzaufsichtsbehörde Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof der Europäischen Union zur Klärung von Fragen der Reichweite des Berufsgeheimnisses (Verschwiegenheitspflicht) der Finanzaufsichtsbehörde.

IFG § 3 Nr. 4
KWG § 9 Abs. 1
RL 2004/39/EG Art. 54

Aktenzeichen: 7C4.14 Paragraphen: Datum: 2015-11-04
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19434

PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

VGH Hessen - VG Frankfurt
6.5.2015
6 A 207/15

Auskunftsanspruch der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht

1. Für die Untersuchung, ob Finanzdienstleistungsgeschäfte unerlaubt getätigt werden, ist es angesichts des Zwecks des § 44c Abs. 1 KWG, unerlaubte Bankgeschäfte oder Finanzdienstleistungen zu verhindern bzw. im Vorfeld aufzuklären, der Aufsichtsbehörde möglich, schon bei niedrigschwelligen Erkenntnissen die Aufklärung des Sachverhaltes und der näheren Umstände durch Auskunftsverlangen an den Betroffenen zu betreiben.

2. Nach § 17 FinDAG kann die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ein gegenüber der allgemeinen Regelung in § 6 VwVG deutlich auf bis zu 250.000 Euro heraufgesetztes Zwangsgeld androhen, muss bei der Androhung die Höhe aber nach pflichtgemäßem Ermessen und gegebenenfalls unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Betroffenen bestimmen.

KredWG § 44c Abs 1 S 1
VwVG § 6 Abs 1, § 9 Abs 1
FinDAG § 17

Aktenzeichen: 6A207/15 Paragraphen: Datum: 2015-05-06
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

VGH Hessen - VG Frankfurt
6.5.2015
6 A 493/14

Prüfung des Geschäftsbetriebs gem. § 44 KWG

1. Eine Heilung durch Nachholung setzt voraus, dass die mit dem Fehler verbundenen Nachteile noch vollständig beseitigt werden können; das ist in der Regel dann nicht mehr der Fall, wenn das Verfahrensergebnis bereits vollzogen ist.

2. Selbst wenn Geheimhaltungs und Datenschutzvorschriften es gebieten, bestimmte vertrauliche Daten nicht preiszugeben, folgt daraus nicht, dass die Begründung des Verwaltungsakts verschweigen darf, dass solche Daten existieren und für die Entscheidung der Behörde tragend gewesen sind.

KredWG § 44 Abs 1
VwVfG § 28, § 39, § 46, § 45

Aktenzeichen: 6A493/14 Paragraphen: Datum: 2015-05-06
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PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
9.3.2015
12 N 44.13

Zulassungsbegehren; EdB; Informationszugang; Gehälter der EdB-Geschäftsführer; Prüfungsvorgänge der BaFin gegenüber einer Bank; personenbezogene Daten; keine Einwilligung der Betroffenen; Verfügungsberechtigung der verpflichteten Stelle; Zuständigkeit; identischer Antrag bei BaFin; keine Gewährung des Informationszugangs durch EdB

Zur (fehlenden) Verfügungsberechtigung einer Entschädigungseinrichtung nach dem Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetz über Informationen betreffend Prüfvorgänge der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht nach dem Kreditwesengesetz bei einem Kreditinstitut gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 IFG

IFG § 5 Abs 1 S 1, § 7 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 12N44.13 Paragraphen: IFG§5 IFG§7 Datum: 2015-03-09
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=18856

PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

OVG Berlin-Brandenburg
28.1.2015
12 B 2.13

Informationszugang; Akteneinsicht; Protokolle und Sitzungsnieder-schriften des Verwaltungsrats der BaFin; Ausschlussgrund; Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflicht; Regelung durch Rechtsvorschrift; Satzung; Anordnung der Nichtöffentlichkeit der Sitzungen des Verwaltungsrats; allgemeine gesetzliche Ermächtigungsgrundlage

Die Protokolle und Sitzungsniederschriften des Verwaltungsrats der BaFin unterliegen nach § 6 Abs. 1 Satz 2 der als Rechtsverordnung vom Bundesministerium der Finanzen erlassenen Satzung der BaFin, der die Nichtöffentlichkeit der Sitzungen des Verwaltungsrats anordnet, einer durch Rechtsvorschrift geregelten Geheimhaltungs- und Vertraulichkeitspflicht im Sinne des § 3 Nr. 4 IFG. Bei der Satzungsregelung handelt es sich um eine auf einer gesetzlichen Ermächtigung beruhende Rechtsvorschrift des Bundes, die materiellen Geheimhaltungsinteressen dient und den Anforderungen des Ausschlussgrundes genügt.

IFG § 1 Abs 1 S 1, § 3 Nr 4
FinDAG § 2, § 5 Abs 2, § 5 Abs 3

Aktenzeichen: 12B2.13 Paragraphen: IFG§1 IFG§3 Datum: 2015-01-28
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=18757

PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht Börsenaufsicht

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
22.1.2015
10 C 12.14

Ausschlussfrist für Antrag auf Reduzierung der Bemessungsgrundlage für Jahresbeitrag zur Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen

Abzugsfähige Erträge; Antragsfrist; Ausschlussfrist; Beitrag; Beitragserhebung; Beitragsminderung; Bemessungsfaktor; Bemessungsgrundlage; Bemessungskritierien; Berufsausübungsfreiheit; Bestimmtheit; Bestimmtheitsgebot; Bruttoprovisionsaufwand; Bruttoerträge aus Finanzgeschäften; Demokratiegebot; Entschädigungseinrichtung; Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen; Finanzgeschäfte; Finanzinstitut; Fristversäumung; Geschäftsstruktur; gesetzliche Ermächtigung; Geschäftstätigkeit; gesicherte Geschäfte; Gleichbehandlung, Gleichheit; Grundrechtsrelevanz; institutionelle Kunden; Jahresbeitrag; Minderung der Beitragsbemessungsgrundlage; Nachweis; Nachweisfrist; Natur der Sache; Nettoerträge; Parlamentsvorbehalt,Stabilisierung des Finanzdienstleistungsmarktes; Ungleichbehandlung; Verhältnismäßigkeit; Verordnungsermächtigung, Versäumung der Frist; Vorbehalt des Gesetzes; Wesentlichkeitstheorie; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand.

1. § 2 Abs. 2 Satz 1 EdWBeitrV 2003 begründet eine Ausschlussfrist, nach deren Ablauf eine Reduzierung der Bemessungsgrundlage für den Jahresbeitrag zur Entschädigungseinrichtung für Wertpapierhandelsunternehmen nicht mehr beansprucht werden kann.

2. Die Regelung über die Ausschlussfrist bedarf weder im Hinblick auf Art. 80 Abs. 1 GG noch aus anderen verfassungsrechtlichen Gründen einer über § 8 Abs. 3 EAEG 2003 hinausgehenden gesetzlichen Ermächtigungsgrundlage.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 12 Abs. 1, Art. 80 Abs. 1
EAEG 2003 § 8
EdWBeitrV 2003 §§ 1, 2
VwVfG § 32 Abs. 1, 5

Aktenzeichen: 10C12.14 Paragraphen: Datum: 2015-01-22
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19011

PDF-DokumentOrdnungsrecht - Bankenaufsicht

VG Freiburg
22.1.2013
5 K 437/12

1. Ob und inwieweit eine Tätigkeit in einer Depotbank auf der Qualifikationsebene eines Ausbildungsberufs im Sinn von § 32 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a LBesGBW ausgeübt wurde, kann auch anhand der tariflichen Eingruppierung durch den damaligen Arbeitgeber beurteilt werden.

2. Für die Beurteilung der Förderlichkeit einer Tätigkeit für die Verwendung als Beamte oder Beamter besteht gemäß § 32 Abs. 1 LBesGBW kein Ermessens- und kein Beurteilungsspielraum.

3. Bei der Auslegung und Anwendung des Begriff der Förderlichkeit sind keine zu engen Maßstäbe anzulegen (hier: Mitarbeit in einer Depotbank, Berücksichtigung für Verwendung als Lehrer u.a. für Betriebswirtschaftslehre).

Aktenzeichen: 5K437/12 Paragraphen: Datum: 2013-01-22
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=17274

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