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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Naturschutzgebiete Sonstiges

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg
4.8.2016
4 BN 12.16

FFH-Gebiet; Gebietsausweisung; Meldeverfahren; Phase 2; Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung; Vorabentscheidungsverfahren; Beweisantrag; Substantiierung.

Bei der Erstellung einer Liste der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung nach Art. 4 Abs. 2 Unterabs. 1 FFH-RL darf die Kommission keine anderen als die naturschutzfachlichen Gründe nach Anhang III Phase 2 FFH-RL beachten (im Anschluss an EuGH, Urteil vom 14. Januar 2010 - C-226/08 [ECLI:EU:C:2010:10], Stadt Papenburg - Rn. 30).

AEUV Art. 267 Abs. 1 Buchst. b
FFH-RL Art. 4 Abs. 2; Anhang III
VwGO § 86 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 4BN12.16 Paragraphen: Datum: 2016-08-04
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Naturschutzgebiete Sonstiges

OVG Berlin-Brandenburg - VG Frankfurt/Oder
21.12.2015
OVG 11 N 21.13

Naturpark; Naturschutzgebiet; Grenze; verbale Umschreibung; Wille des Verordnungsgebers; nur noch katastermäßig erfasstes Wegegrundstück als Grenze

VwGO § 43, § 86, § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 2, § 124 Abs 2 Nr 5

Aktenzeichen: 11N21.13 Paragraphen: Datum: 2015-12-21
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PDF-DokumentNaturschutzrecht Staatsrecht - Sonstiges

BVerwG - OVG Sachsen-Anhalt - VG Magdeburg
10.4.2013
4 C 3.12

Bundeswehr; Tiefflugübungen; FFH-Gebiet; anerkannte Naturschutzvereinigung; Mitwirkungsrecht; „Befreiung“; andere Entscheidung; habitatschutzrechtliche Ge- und Verbote; Verträglichkeitsprüfung; Abweichungsentscheidung; „aufgedrängte Prüfung“; fachrechtliches Trägerverfahren; Sicherheitsmindesthöhen; Mindestflughöhen; luftverkehrsrechtliche Abweichungsentscheidung; Berücksichtigung der öffentlichen Sicherheit oder Ordnung; Freistellung von habitatschutzrechtlichen Verfahrensanforderungen (verneint); Entscheidungskompetenz der Bundeswehr; Verteidigungsauftrag; verteidigungspolitischer Beurteilungsspielraum; behördeninternes Entscheidungsverfahren; „Sachverstandspartizipation“; naturschutzfachlicher Sachverstand; Ad-hoc-Entscheidung; Gefahr im Verzug; Geheimhaltungsinteresse; „Projekt“; wirkungsbezogener Begriff; eingrenzende Präzisierung; Grundentscheidung; Zurückverweisung.

1. Die Bundeswehr ist im Rahmen ihrer Befugnis, von den luftverkehrsrechtlich vorgegebenen Mindestflughöhen abzuweichen (§ 30 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 LuftVG), von den habitatschutzrechtlichen Verfahrensschritten gemäß § 34 Abs. 1 und Abs. 3 bis 5 BNatSchG nicht freigestellt.

2. Die Mitwirkung anerkannter Naturschutzverbände bei einer habitatschutzrechtlich erforderlichen Abweichungsentscheidung gemäß § 63 Abs. 2 Nr. 5 BNatSchG ist verfahrensrechtlich auf die Vorbereitung der Entscheidung und inhaltlich auf die Einbringung naturschutzfachlichen Sachverstandes beschränkt.

FFH-RL Art. 6 Abs. 3 und 4
V-RL Art. 4 Abs. 4
GG Art. 87a Abs. 1
BNatSchG § 34 Abs. 1, Abs. 3 bis 5; § 63 Abs. 2 Nr. 5
LuftVG § 30 Abs. 1 Satz 1 und 3, Abs. 2 Satz 1
WaStrG § 48
VwVfG § 9; § 28 Abs. 2 Nr. 1 und 2, Abs. 3; § 29 Abs. 2

Aktenzeichen: 4C3.12 Paragraphen: Datum: 2013-04-10
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Sonstiges

OVG Lüneburg - VG Hannover
8.3.2013
12 LA 260/12

Naturschutzrechtliche Eingriffsregelung im immissionsschutzrechtlichen Verfahren

Der bloße Verzicht auf einen genehmigten Eingriff in Natur und Landschaft ist für sich genommen nicht geeignet, als Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahme i. S. v. § 15 Abs. 2 BNatSchG für einen anderen Eingriff zu dienen.

BNatSchG § 15 Abs 2

Aktenzeichen: 12LA260/12 Paragraphen: BnatSchG§15 Datum: 2013-03-08
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PDF-DokumentNaturschutzrecht Kommunalrecht - Sonstiges

Bayerischer VGH - VG Bayreuth
9.11.2012
14 ZB 11.1597

Befreiung vom Verbot des Fällens eines schutzwürdigen Baumes (Platane) für Nachbarn; Subjektive Rechtskraftwirkung eines (zivilgerichtlichen) Urteils; Überlagerung zivilrechtlicher Eigentumsregelungen durch öffentlich-rechtliche Baumschutzverordnung; Wurzeleinwüchse in private Kanäle; Laubwurf, Moosbildung, Rutschgefahr als "offenbar nicht beabsichtigte Härte" (verneint); In der Vorinstanz unterbliebene Rüge in Bezug auf geltend gemachten Verfahrensfehler; Beruhen des Urteils auf dem geltend gemachten Verfahrensfehler (verneint)

Baumschutzverordnung der Stadt Coburg
VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124 Abs 2 Nr 5
BGB § 1004
ZPO § 295 Abs 1, § 325 Abs 1 ZPO

Aktenzeichen: 14ZB11.1597 Paragraphen: VwGO§124 BGB§1004 ZPO§295 ZPO§325 Datum: 2012-11-09
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Naturschutzgebiete Sonstiges

Bayerischer VGH - VG Bayreuth
25.9.2012
14 B 10.1550

Naturschutzrechtliche Wiederherstellungsanordnung; FFH-Gebiet "Itztal von Coburg bis Baunach"; Magere Flachland-Mähwiesen; Flurbereinigungsverfahren

1. Zur Rechtmäßigkeit einer naturschutzrechtlichen Wiederherstellungsanordnung einer in Ackerland umgebrochenen "Mageren Flachland-Mähwiese" gemäß Lebensraumtyp 6510 der FFH-Richtlinie.

2. Nach ständiger Rechtsprechung unterliegt ein FFH-Gebiet dem besonderen Gebietsschutz nach der FFH-Richtlinie ab dem Zeitpunkt seiner Listung, auch wenn das Gebiet noch nicht nach nationalem Recht als besonderes Schutzgebiet ausgewiesen ist. Anhaltspunkte dafür, dass dies mit höherrangigem europäischen Recht, insbesondere dem gemeinschaftsrechtlichen Grundrecht des Eigentumsschutzes, unvereinbar sein könnte, bestehen nicht.

3. Einwände gegen die Sachgerechtigkeit der Gebietsauswahl und -abgrenzung (bzw. der Listung des Gebiets durch die Kommmission) bedürfen insbesondere im Hinblick auf den fachlichen Beurteilungsspielraum bei der Identifizierung von FFH-Gebieten einer besonderen Substantiierung. Bedenken gegen dessen konkrete Abgrenzung in Randbereichen stellen nicht per se die Gebietsauswahl insgesamt in Frage.

4. (Möglicherweise) fehlerhaften Grundstücksbewertungen im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens kommt kein (bindender) Aussagegehalt in Bezug auf eine zulässige Nutzung von Grundstücken zu.

NatSchG Bay Art 2c aF, Art 6a Abs 5 S 2 aF, Art 13c aF
BNatSchG § 10 Abs 1 Nr 5 aF, § 10 Abs 1 Nr 9 aF

Aktenzeichen: 14B10.1550 Paragraphen: Datum: 2012-09-25
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Naturschutzgebiete Sonstiges

OVG NRW - VG Köln
11.9.2012
8 A 104/10

Befreiung von den Verboten einer Naturschutzgebietsverordnung - öffentliches Interesse an Mobilfunkversorgung

1. Ein in einem FFH-Gebiet geplantes Vorhaben, das die von der FFH-Richtlinie geschützten Lebensräume und Arten nicht beeinträchtigt, ist nicht an dem strengen Maßstab des § 48d LG NRW bzw. § 34 Abs. 3 BNatSchG, sondern an demjenigen des § 69 LG NRW bzw. § 67 BNatSchG zu messen.

2. Von den naturschutz- bzw. landschaftschaftsschutzrechtlichen Geboten und Verboten kann nach § 69 Abs. 1 Satz 1 lit. b) LG NRW bzw. § 67 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BNatSchG auf Antrag Befreiung erteilt werden, wenn überwiegende Gründe des Wohls der Allgemeinheit die Befreiung erfordern. Eine Befreiung ist nicht erst dann erforderlich, wenn den Belangen der Allgemeinheit auf keine andere Weise als durch die Befreiung entsprochen werden könnte, sondern schon dann, wenn es zur Wahrnehmung des jeweiligen öffentlichen Interesses vernünftigerweise geboten ist, mit Hilfe der Befreiung das Vorhaben an der vorgesehenen Stelle zu verwirklichen.

3. An der Erbringung der Dienstleistung "Mobilfunk" besteht ein öffentliches Interesse.

4. Einzelfall, in dem die durch eine Naturschutzverordnung geschützten Belange des Landschaftsschutzes das Interesse an einer Verbesserung der Mobilfunkversorgung überwiegen.

BNatSchG § 67

Aktenzeichen: 8A104/10 Paragraphen: BNatSchG§67 Datum: 2012-09-11
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PDF-DokumentNaturschutzrecht Kommunalrecht - Sonstiges

Bayerischer VGH - VG Ansbach
25.4.2012
14 B 10.1750

Bei der Entscheidung über die ausnahmsweise Zulassung des Fällens schutzwürdiger Bäume kommt es nicht auf individuelle, gesundheitliche Dispositionen des Betroffenen (i.S.v. Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG) an. Eine offensichtlich nicht beabsichtigte Härte ist bodenbezogen und nicht personenbezogen zu ermitteln (wie BayVGH vom 19.1.2005 Az. 15 ZB 04.853; BayVGH vom 7.8.1998 Az. 22 B 96.625; OVG Saarland vom 27.4.2009 NuR 2009, 428).

Baumschutzverordnung der Stadt Fürth
NatSchG Bay Art 49 aF
BNatSchG § 67 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 14B10.1750 Paragraphen: NatSchGBayArt.49 BNatSchG§67 Datum: 2012-04-25
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Sonstiges

VG Wiesbaden
14.4.2011
4 K 1208/10.WI

Zaun aus Baustahlmatten zur Verhinderung von Wildschäden ist unzulässiger naturschutzrechtlicher Eingriff

BNatSchG §§ 13 bis 19

Aktenzeichen: 4K1208/10 Paragraphen: BNatSchG§13 Datum: 2011-04-14
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PDF-DokumentNaturschutzrecht - Bodenschutz Sonstiges

OVG Lüneburg - VG Hannover
16.6.2010
4 ME 122/10

Anordnungen; Durchsetzung; Einbau von Fremdboden; Grundsatz des geringstmöglichen Eingriffs; Maßnahmen der Zwangsvollstreckung; Naturschutzrecht; Naturschutzrechtliche Anordnung; Untersagung; Zwangsmittel; geringstmöglicher Eingriff; milderes Mittel; ultima ratio; vollständige Untersagung

Naturschutzrechtliche Untersagung des Einbaus von Fremdboden in eine Bodenabbaugrube

1. Der Grundsatz des geringstmöglichen Eingriffs ist auch beim Erlass naturschutzrechtllicher Verfügungen zu beachten.

2. Zum Verstoß der vollständigen Untersagung des Einbaus von Fremdboden gegen den Grundsatz des geringstmöglichen Eingriffs.

NAGBNatSchG § 2 I 3
NAGBNatSchG § 2 III 1
NVwVG § 70 I
Nds.SOG § 4 I
Nds.SOG § 64 ff.

Aktenzeichen: 4ME122/10 Paragraphen: NAGBNatSchG§2 Datum: 2010-06-16
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