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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

BVerwG - VG Berlin
2.2.2017
2 C 25.15

Beamter; Versorgung; Versorgungsbezüge; Ruhen; ruhegehaltfähige Dienstzeit; Vordienstzeit; DDR; SED; Parteihochschule; Systemnähe; systemnahe Tätigkeit; Übertragung einer Tätigkeit; Menschenrechtsverletzungen; Ministerium für Staatssicherheit; Amt für Nationale Sicherheit; MfS; AfNS; Grenztruppen; Zentrale Staatliche Preiskontrolle für Investitionen; ZSPI; Amt für Preise; gesetzliche Vermutung; materielle Beweislast; Kausalität; Widerlegung; Widerlegbarkeit; Aufklärungspflicht; Überzeugungsgrundsatz.

Ruhen von Versorgungsbezügen wegen besonderer persönlicher Nähe zum System der ehemaligen DDR

1. Die Parteihochschule "Karl Marx" beim Zentralkomitee der SED war eine der Akademie für Staat und Recht vergleichbare Bildungseinrichtung im Sinne des § 30 Abs. 2 Satz 2 Nr. 4 BBesG.

2. Um die in § 30 Abs. 2 Satz 2 BBesG enthaltene Vermutung zu widerlegen, dass eine bestimmte Tätigkeit aufgrund einer besonderen persönlichen Nähe zum System der ehemaligen DDR übertragen war, muss zur Überzeugung des Gerichts feststehen, dass die Erfüllung eines der in dieser Vorschrift enthaltenen Beispielsfälle nicht einmal eine von womöglich mehreren Ursachen für die Übertragung der Tätigkeit gewesen ist.

3. Die von § 30 Abs. 1 Satz 2 BBesG bewirkte Erfassung von Zeiten, die vor einer solchen Tätigkeit zurückgelegt worden sind, reicht bei der Bestimmung der Höchstgrenze im Rahmen des § 55 Abs. 2 BeamtVG bis zur Vollendung des siebzehnten Lebensjahrs zurück.

4. Dieses Regelungsgefüge verstößt weder gegen Art. 33 Abs. 5 GG (Alimentationsgrundsatz) noch gegen den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG. Es hält sich im Rahmen der weiten Typisierungs- und Pauschalierungsbefugnis des Gesetzgebers. Jedem Beamten, dem aufgrund besonderer persönlicher Nähe zum System der ehemaligen DDR dort eine Tätigkeit i.S.v. § 30 Abs. 2 BBesG übertragen war, verbleibt bei wirtschaftlicher Betrachtung zumindest die im Dienste der Bundesrepublik Deutschland "erdiente" Versorgung und in jedem Fall die Mindestversorgung des § 14 Abs. 4 Satz 1 BeamtVG.

GG Art. 3 Abs. 1, Art. 33 Abs. 5
BeamtVG §§ 12a, 14 Abs. 4 Satz 1, § 55
BBesG §§ 28, 30
VwGO § 86 Abs. 1 Satz 1, § 108 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 2C25.15 Paragraphen: Datum: 2017-02-02
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

VG Sigmaringen
23.6.2016
2 K 4725/13

Vorübergehende Erhöhung des Ruhegehaltssatzes bei Antragsruhestand; besondere Altersgrenze

Aktenzeichen: 2K4725/13 Paragraphen: Datum: 2016-06-23
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
12.3.2015
5 LA 144/14

Anrechnung von Zeiten als ruhegehaltfähig - Antrag auf Zulassung der Berufung Zum Begriff des öffentlich-rechtlichen Dienstherrn im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG a. F. - zur Auslegung der Formulierung durch [...] Verwaltungsabkommen [...] geschaffen in § 10 Abs. 1 Satz 2 BeamtVG a. F.

Es entspricht der gefestigten Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zu § 10 BeamtVG (a. F.) bzw. zu der vergleichbaren Vorschrift des § 115 Abs. 1 BBG a. F., der sich der Senat anschließt, dass der Begriff des öffentlich-rechtlichen Dienstherrn im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG a. F. nur juristische Personen des öffentlichen Rechts umfasst.

Kommt es dementsprechend hinsichtlich der Frage, ob ein Arbeitgeber als öffentlich-rechtlicher Dienstherr im Sinne des § 10 Abs. 1 Satz 1 BeamtVG a. F. zu qualifizieren ist, allein auf die äußere Rechtsform an, hat dies zur Folge, dass Zeiten der Tätigkeit bei einer juristischen Person des Privatrechts (hier: bei einem eingetragenen Verein) nicht als ruhegehaltfähige Vordienstzeiten zu berücksichtigen sind.

Aus der gesetzlichen Formulierung durch [...] Verwaltungsabkommen [...] geschaffen in § 10 Abs. 1 Satz 2 BeamtVG a. F. muss der Schluss gezogen werden, das Gesetz fordere zumindest eine gewisse Bindung der von mehreren öffentlich-rechtlichen Dienstherrn geschaffenen Einrichtung an das öffentliche Recht, insbesondere an die Grundstrukturen des öffentlichen Dienstes (Anschluss an OVG Rh. Pf., Urteil vom 15.12.1982 - 2 A 20/82 -, DÖD 1983, 284, 285; OVG LSA, Beschluss vom 6.11.2008 - 1 L 78/08 -, juris Rn. 8).

BBG § 115 Abs 1
BeamtVG § 10 S 2, § 10 Abs 1 S 1, § 10 S 1, § 10 Abs 1 S 2
BeamtVG ND § 10 Abs 1 S 2, § 10 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: 5LA144/14 Paragraphen: Datum: 2015-03-12
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
22.8.2014
5 LA 238/13

Berücksichtigung von Zeiten als ruhegehaltfähige Dienstzeit - zum Begriff des ausländischen öffentlichen Dienstes

Zur Auslegung des in § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 NBeamtVG und § 11 Nr. 2 BeamtVG verwendeten Rechtsbegriffs ausländischer öffentlicher Dienst.

BBG § 116 Abs 1 Nr 2
BeamtVG § 11 Nr 2
BeamtVG ND § 11 Abs 1 S 1 Nr 2

Aktenzeichen: 5LA238/13 Paragraphen: Datum: 2014-08-22
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

OVG Lüneburg - VG Hannover
10.4.2014
5 LA 79/13

Ruhegehaltfähigkeit einer Stellenzulage

Die mit Wirkung vom 1. Januar 1999 erfolgte Verringerung der Höhe der Ruhegehaltfähigkeit der Zulage für Soldaten als fliegendes Personal bzw. in fliegerischer Verwendung und die Vorschrift des § 81 BBesG sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.

BBesG § 42 Abs 4, § 81
GG Art 3 Abs 1, Art 33 Abs 5
BBesO A/B Vorbem 6 Abs 4, Vorbem 6 Abs 1
BBesO A und B Vorbem 6 IV

Aktenzeichen: 5LA79/13 Paragraphen: BBesG§42 BBesG§81 Datum: 2014-04-10
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

BVerwG - OVG Lüneburg - VG Hannover
11.12.2008
2 C 9.08

Berücksichtigung von vorgeschriebenen Ausbildungszeiten als ruhegehaltsfähige Dienstzeit bei der Festsetzung des Ruhegehalts; Ausschluss einer Berücksichtigung beim Ruhegehalt im Fall einer Berücksichtigung bei einer anderen Altersversorgung Die Versorgungsbehörde muss vorgeschriebene Ausbildungszeiten gemäß § 12 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 BeamtVG als ruhegehaltsfähig bei der Festsetzung des Ruhegehalts berücksichtigen, wenn diese Zeiten nicht bei einer anderen Altersversorgung, etwa einer Rente, zu berücksichtigen sind.

BeamtVG § 6 Abs. 1
BeamtVG § 12 Abs. 1
BeamtVG § 55
BeamtVG § 85 Abs. 1
PostPersRG § 4 Abs. 3

Aktenzeichen: 2C9.08 Paragraphen: BeamtVG§6 BeamtVG§12 BeamtVG§55 BeamtVG§85 PostPersRG§4 Datum: 2008-12-11
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

OVG Schleswig
09.08.2007
3 LA 24/06

Beamter; Versorgung; ruhegehaltsfähige Bezüge; Wartefrist Recht der Landesbeamten - Weitergewährung der Amtszulage -

BeamtVG § 5 Abs. 3 S. 1

Aktenzeichen: 3LA24/06 Paragraphen: BeamtVG§5 Datum: 2007-08-09
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

BVerwG - OVG Lüneburg - VG Hannover
23.06.2005
2 C 25.04

vorübergehende Erhöhung des Ruhegehaltssatzes; Mindestruhegehalt

Auch der sog. amtsbezogene Mindestruhegehaltssatz von 35 v.H. kann gemäß § 14 a BeamtVG vorübergehend erhöht werden.

BeamtVG § 4
BeamtVG § 14 Abs. 1
BeamtVG § 14 Abs. 4
BeamtVG § 14 a

Aktenzeichen: 2C25.04 Paragraphen: BeamtVG§4 BeamtVG§14 BeamtVG§14a Datum: 2005-06-23
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PDF-DokumentLohn/Besoldung - Ruhegehalt

BVerwG - VG Frankfurt/Main
25.05.2005
2 C 20.04

Angestelltenverhältnis; Arbeitszeit; Beamtenversorgung; hauptberufliche Beschäftigung; Hauptberuflichkeit; Lehrer; Nebentätigkeit; private Sonderschule; reguläre Arbeitszeit; Ruhegehalt; ruhegehaltfähige Dienstzeit; Schuldienst; Teilzeit; Unterbrechung; "unterhälftige" Beschäftigung; Vordienstzeit.

Eine vor der Berufung in das Beamtenverhältnis im privatrechtlichen Dienst eines öffentlich-rechtlichen Dienstherrn ausgeübte Tätigkeit kann auch dann eine hauptberufliche Tätigkeit sein und damit als ruhegehaltfähige Vordienstzeit berücksichtigt werden, wenn ihr Umfang weniger als die Hälfte der regelmäßigen Arbeitszeit der Beamten ausmacht (Fortentwicklung der bisherigen Rechtsprechung).

BBG § 64
BeamtVG § 4 Abs. 3, § 6 Abs. 1 Satz 2, § 10 Satz 1 Nr. 1, § 11 Nr. 1 b
HessBeamtengesetz (HBG) § 69 Satz 1, § 78 Abs. 1, § 85 a Abs. 5 und 6

Aktenzeichen: 2C20.04 Paragraphen: BBG§64 BeamtVG§4 BeamtVG§6 BeamtVG§10 BeamtVG§11 HBG§69 HGB§78 HGB§85a Datum: 2005-05-25
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PDF-DokumentDienstrecht Lohn/Besoldung - Dienstfähigkeit/Unfähigkeit Ruhegehalt Zulagen

BVerwG - VGH Baden-Württemberg
28.04.2005
2 C 1.04

Begrenzte Dienstfähigkeit; Dienstbezüge; Dienstunfähigkeit; Ruhegehalt; Versorgungsabschlag;

Zuschlag gemäß § 72 a Abs. 2 BBesG

1. Die Höhe des fiktiven Ruhegehaltes, das gemäß § 72 a Abs. 1 Satz 2 BBesG die Untergrenze der Dienstbezüge eines begrenzt dienstfähigen Beamten darstellt, ist unter Berücksichtigung der Regelungen über den Versorgungsabschlag gemäß § 14 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 i.V.m. § 69 d Abs. 3 Satz 1 BeamtVG zu berechnen.

2. Die von Art. 3 Abs. 1 GG geforderte Besserstellung begrenzt dienstfähiger Beamter mit Dienstbezügen gemäß § 72 a Abs. 1 Satz 2 BBesG kann dadurch erreicht werden, dass ihnen der Zuschlag gemäß § 72 a Abs. 2 BBesG gewährt wird. Die Bundesregierung und die Landesregierungen sind verpflichtet, die gemäß § 72 a Abs. 2 BBesG erforderliche Rechtsverordnung für ihren Bereich zu erlassen.

GG Art. 3 Abs. 1
GG Art. 33 Abs. 5
BBesG § 72 a Abs. 1
BBesG § 72 a Abs. 2
BeamtVG § 14 Abs. 3
BeamtVG § 69 d Abs. 3 Satz 1
BBG § 42 a
LBG BW § 53 a

Aktenzeichen: 2C1.04 Paragraphen: GGArt.3 GGArt.33 BBesG§72a BeamtVG§14 BeamtVG§69d BBG§42a LBGBW§53a Datum: 2005-04-28
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=6814

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