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PDF-DokumentNormenkontrolle Kommunalrecht - Antragsbefugnis Prostitution

OVG Rheinland-Pfalz
10.10.2005
12 C 11236/05.OVG

1. Normenkontrollverfahre, Antragsbefugnis

2. Allerdings ist die Ermächtigungsgrundlage des Art. 297 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 des Einführungsgesetzes zum Strafgesetzbuch vom 2. März 1974 (BGBl. I S. 469), zuletzt geändert durch Gesetz zur Bekämpfung von Sexualdelikten und anderen gefährlichen Straftaten vom 26. Januar 1998 (BGBl. I S. 160), – EGStGB -, mit höherrangigem Recht vereinbar. Sie ist geltendes Recht. Nach ihr kann für das ganze Gebiet einer Gemeinde bis zu 50.000 Einwohnern durch Rechtsverordnung verboten werden, der Prostitution nachzugehen. Die Möglichkeit, die Prostitution unter bestimmten Voraussetzungen gänzlich zu verbieten, ist durch das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse der Prostituierten (Prostitutionsgesetz – ProstG -) vom 20. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3983) nicht beseitigt worden; vielmehr wurde dem Vorschlag, Art. 297 EGStGB ersatzlos zu streichen (BT-Drs. 14/4456, S. 3), nicht gefolgt. Art. 297 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EGStGB stellt sich - unabhängig davon, ob hiermit Einschränkungen der Grundrechte aus Art. 12 Abs. 1 GG oder lediglich Art. 2 Abs. 1 GG verbunden sind - als eine von vernünftigen Erwägungen des Gemeinwohls getragene Regelung dar. Als solche vernünftigen Erwägungen des Gemeinwohls nennt Art. 297 EGStGB den Schutz der Jugend und des öffentlichen Anstandes. Beide sind legitime Gemeinwohlzwecke, die eine verhältnismäßige Einschränkung der Berufsausübungs- bzw. allgemeinen Handlungsfreiheit darstellen.

3. Dennoch ist das in § 1 Nr. 09 der Verordnung ausgesprochene Prostitutionsverbot für den Rhein-Lahn-Kreis unwirksam. Die Entscheidung des Verordnungsgebers, im gesamten Landkreis die Prostitution zu verbieten, ist wegen nicht ausreichender Sachverhaltsermittlung und einem Abwägungsdefizit ermessensfehlerhaft. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: 12C11236/05 Paragraphen: Datum: 2005-10-10
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=7161

PDF-DokumentKommunalrecht Ordnungsrecht - Prostitution Ordnungsrecht

VG Stuttgart
22.07.2005
10 K 3330/04

Anbahnungsgaststätte, Prostitutionsgesetz, Sittenwidrigkeit der Prostitution Zur Zulässigkeit einer Gaststätte in einem Bordell (Anbahnungsgaststätte) nach In-Kraft-Treten des Prostitutionsgesetzes.

GastG § 4
ProstG § 1

Aktenzeichen: 10K3330/04 Paragraphen: GastG§4 ProstG§1 Datum: 2005-07-22
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=6811

PDF-DokumentKommunalrecht - Prostitution

VG Kassel
7.4.2004 2 G 1545/04
BETRIEB, BORDELL, NUTZUNGSUNTERSAGUNG, PROSTITUITIONSGESETZ, REINES WOHNGEBIET, UMGEBUNG, VERGNÜGUNGSSTÄTTE

Die Nutzung eines Wohngebäudes zum Zwecke der Ausübung der Prostituition im reinen Wohngebiet ist unzulässig. Es bleibt offen, ob dies auch für eine entsprechende Nutzung im allgemeinen Wohngebiet gilt.
BauGB § 34
BauVO §§ 3, 4
HBO § 72
ProstG

Aktenzeichen: 2G1545/04 Paragraphen: BauGB§34 BauVO§3 BauVO§4 HBO§72 ProstG Datum: 2004-04-07
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=5449

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