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PDF-DokumentDienstrecht - Auswahl Beurteilung Bewerbung

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
10.3.2017
10 S 38.16

Referatsleiterstelle; Bundesministerium der Finanzen; Stellenbesetzungsverfahren; Konkurrentenstreit; einstweilige Anordnung; Bewerbungsverfahrensanspruch; Leistungsvergleich; dienstliche Beurteilung; Anfechtung, Beurteilungsfehler (verneint); eingeschränkter Bewertungsmaßstab (verneint); Gesamturteil, einzelne Bewertungsmerkmale, Binnendifferenzierung, verbale Gesamtwürdigung; strukturiertes Auswahlgespräch; Verfahrensfehler (verneint); Gebot der Chancengleichheit aller Bewerber; Dokumentationspflicht (erfüllt)

GG Art 33 Abs 2
VwGO § 123 Abs 1

Aktenzeichen: 10S38.16 Paragraphen: Datum: 2017-03-10
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=20365

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

VGH Baden-Württemberg - VG Freiburg
23.1.2017
4 S 2241/16

1. Bei dienstlichen Beurteilungen, bei denen die Bildung eines Gesamturteils vorgesehen ist, mit dem die Einzelwertungen in einer nochmaligen eigenständigen Wertung zusammengefasst werden, verbietet sich nicht nur die rein rechnerische Ermittlung des Gesamturteils (vgl. BVerwG, Urteil vom 21.03.2007 - 2 C 2.06 - und Beschluss vom 21.03.2012 - 2 B 18.11 -, jeweils Juris m.w.N.), sondern auch der Rückgriff auf das arithmetische Mittel der Einzelbewertungen zur Begründung eines Beurteilungsvorsprungs bei gleichem Gesamturteil.

2. Die Einbeziehung der Beurteilung der Befähigungsmerkmale in eine Gesamtsaldierung widerspricht zudem dem Sinn der Befähigungsanalyse, mit der individuelle Stärken und Schwächen des Beamten herausdifferenziert werden sollen (vgl. BVerwG, Urteil vom 19.03.2015 - 2 C 12.14 -, Juris).

Aktenzeichen: 4S2241/16 Paragraphen: Datum: 2017-01-23
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=20193

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

BVerwG
21.12.2016
2 VR 1.16

Anforderungsprofil; Anordnungsgrund; Begründung einer dienstlichen Beurteilung; Beurteilungsbeitrag; Dienstvorgesetzter; Erprobung; fiktive Fortschreibung; förderliche Dienstpostenbesetzung; gleiche Beurteilungsmaßstäbe; Gesamturteil; Leistungsabfall; Plausibilisierung; Umsetzung; Verschlechterung; vorläufige Dienstpostenbesetzung.

Begründungsbedürftigkeit einer nicht unerheblichen Verschlechterung im Gesamturteil der dienstlichen Beurteilung

1. Dienstliche Beurteilungen müssen auf gleichen Bewertungsmaßstäben beruhen; dies gilt auch, wenn sich die zur Beurteilung berufene Person aus organisatorischen oder personellen Gründen ändert. Die nicht unerhebliche Verschlechterung im Gesamturteil einer dienstlichen Beurteilung bedarf daher einer Begründung.

2. Die Begründung des Gesamturteils hat schon in der dienstlichen Beurteilung selbst zu erfolgen; anders als etwa bei nachträglich erhobenen Einwänden gegen Einzelbewertungen in der dienstlichen Beurteilung genügt es nicht, das Gesamturteil nachträglich zu plausibilisieren.

GG Art. 33 Abs. 2
BBG § 3 Abs. 2, § 9 Satz 1, § 21 Satz 1, § 22 Abs. 1 Satz 2, Abs. 2
BGleiG § 6 Abs. 3
BLV § 33 Abs. 1 Satz 1, § 50 Abs. 1 Satz 1

Aktenzeichen: 2VR1.16 Paragraphen: Datum: 2016-12-21
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=20141

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

VG Freiburg
27.10.2016
3 K 2181/16

Die Regelungen in Nr. 4.1 bis 4.3 VwV-Beurteilung Pol, nach denen Punkte auch für die einzelnen Befähigungsmerkmale des Beamten zu vergeben sind und die Befähigungsbeurteilung mit einem in Punkte anzugebenden Ergebnis abzuschließen ist, begegnet aus Sicht des Gerichts für sich genommen keinen rechtlichen Bedenken, sofern anschließend das Gesamturteil nicht rein rechnerisch, sondern durch eine Würdigung, Gewichtung und Abwägung der Einzelmerkmale unter Berücksichtigung der Gesamtpersönlichkeit des Beamten ermittelt wird (vgl. Nr. 4.4 VwV-Beurteilung Pol; hier: Abgrenzung zu BVerwG, Urt. v. 19.03.2015 - 2 C 12.14 -, BVerwGE 151, 333 und VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 07.04.2016 - 4 S 2354/15 -).

Die Begründung des Gesamturteils der dienstlichen Beurteilung muss nachvollziehbar erkennen lassen, auf welche Weise der Beurteiler durch Gewichtung der Einzelmerkmale zu dem abschließenden Gesamtergebnis gelangt ist.

Die für eine Auswahlentscheidung maßgebliche Eignungsprognose muss auf die Anforderungen des zu vergebenden Amtes bezogen sein.

Aktenzeichen: 3K2181/16 Paragraphen: Datum: 2016-10-27
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19990

PDF-DokumentDienstrecht - Auswahl Beurteilung Bewerbung

BVerwG - OVG NRW - VG Minden
20.10.2016
2 C 30.15

Vergabe einer Professur; Ausschreibung; Bewerbungsverfahrensanspruch; Gremien einer Universität; Schadensersatzanspruch; Beurteilungskompetenz der Hochschule; Berufungsordnung der Universität; Berufungskommission; Ausschreibung der Professur durch die Universität; Inanspruchnahme gerichtlichen Rechtsschutzes; einstweilige Anordnung; Anordnungsgrund; Konkurrentenmitteilung.

Keine Verpflichtung zur fortlaufenden Kontrolle der wissenschaftlichen Arbeiten von Bewerbern im Verfahren zur Vergabe einer Professur

1. Im Verfahren zur Vergabe einer Professur an einer Universität dürfen die mit der Auswahlentscheidung befassten Gremien der Universität zur Beurteilung der fachlichen Eignung eines Bewerbers auf diejenigen schriftlichen Arbeiten abstellen, die zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits veröffentlicht und damit der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zugänglich sind.

2. Auch in einem Verfahren zur Vergabe einer Professur an einer Universität ist vorläufiger gerichtlicher Rechtsschutz grundsätzlich unmittelbar im Anschluss an die sog. Konkurrentenmitteilung, d.h. nach Bekanntgabe der verbindlichen Bestimmung der gelisteten Bewerber sowie der maßgeblichen Auswahlerwägungen in Anspruch zu nehmen.

GG Art. 5 Abs. 3 Satz 1, Art. 33 Abs. 2
BGB § 839 Abs. 3
HG NW 2006 §§ 2, 38

Aktenzeichen: 2C30.15 Paragraphen: Datum: 2016-10-20
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=20266

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

OVG Lüneburg - VG Braunschweig
12.4.2016
5 ME 14/16

Bewerbungsverfahrensanspruch - Erfordernis der gesonderten Begründung des Gesamturteils

Zum Erfordernis, das Gesamturteil einer dienstlichen Beurteilung gesondert zu begründen.

GG Art 33 Abs 2

Aktenzeichen: 5ME14716 Paragraphen: Datum: 2016-04-12
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19561

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

VG Hannover
31.3.2016
13 A 4794/15

Dienstliche Beurteilung

Aktenzeichen: 13A4794/15 Paragraphen: Datum: 2016-03-31
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19538

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

BVerwG
17.3.2016
2 A 4.15

Dienstliche Beurteilung; Aufhebung einer dienstlichen Beurteilung; actus contrarius; verfahrensrechtliche Anforderungen; Beurteilungsbeitrag; Beurteiler; Gesamturteil.

Aufhebung einer dienstlichen Beurteilung durch ein außerhalb des Vorgesetztenstrangs stehendes Referat der Behörde

1. Eine dienstliche Beurteilung vermittelt dem Beamten im Hinblick auf Auswahl- und Beförderungsentscheidungen eine nach Art. 33 Abs. 2 GG schutzwürdige Position. Deshalb ist die nachträgliche Aufhebung einer bereits eröffneten dienstlichen Beurteilung von Amts wegen nur analog § 48 VwVfG unter den dort geregelten Voraussetzungen zulässig.

2. Nur Abweichungen des Beurteilers von Beurteilungsbeiträgen müssen nachvollziehbar begründet werden.

GG Art. 33 Abs. 2 und 4
BBG § 21
VwVfG §§ 28, 45, 48

Aktenzeichen: 2A4.15 Paragraphen: Datum: 2016-03-17
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19671

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

VGH Baden-Württemberg - VG Sigmaringen
25.2.2016
4 S 2060/15

Zu den Beurteilungsrichtlinien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie vom 12.05.2011 und der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen vom 28.02.2014.

Aktenzeichen: 4S2060/15 Paragraphen: Datum: 2016-02-25
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19653

PDF-DokumentDienstrecht - Beurteilung

VGH Hessen - VG Frankfurt
24.2.2016
1 A 929/14.Z

Dienstliche Beurteilung

Die Absicht, nach Eintritt in den Ruhestand eine Tätigkeit im Rahmen eines privatrechtlichen Arbeitsverhältnisses aufzunehmen, vermittelt weder ein Rechtsschutzbedürfnis für die mit Eintritt in den Ruhestand erledigte Klage auf Aufhebung und Änderung einer dienstlichen Beurteilung noch ein berechtigtes Interesse an der Feststellung der Rechtswidrigkeit der angegriffenen dienstlichen Beurteilung.

VwGO § 113 Abs 1 S 4, § 124 a Abs 4

Aktenzeichen: 1A929/14 Paragraphen: Datum: 2016-02-24
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=19577

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