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PDF-DokumentBerufsrecht - Apotheken

OVG Lüneburg - VG Oldenburg
26.2.2019
13 ME 289/18

Erfordernis einer Herstellungserlaubnis nach § 13 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AMG für die Eigenfetttransplantation

Die ärztliche Interposition von autologem Fettgewebe im Sinne des Einhandprinzips zur Behandlung von Rhizarthrose (Eigenfetttransplantation) bedarf einer Herstellungserlaubnis nach § 13 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AMG.

AMG § 13 Abs 1 S 1 Nr 1, § 13 Abs 2b, § 2 Abs 1 Nr 1, § 2 Abs 3 Nr 8, § 3 Nr 3, § 4 Abs 9
AMG § 4a S 1 Nr 3
ATMP-VO § 2 Abs 1
TPG § 1a Nr 1, § 1a Nr 4

Aktenzeichen: 13ME289/18 Paragraphen: Datum: 2019-02-26
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PDF-DokumentBerufsrecht - Dolmetscher

OVG Lüneburg - VG Hannover
8.1.2019
13 LA 401/18

Erlöschen alter allgemeiner Beeidigungen als Dolmetscher und Ermächtigungen als Übersetzer.

Die in § 31 Abs. 1 Satz 1 und 2 NJG (und zuvor in § 9h Satz 1 und 2 Nds. AGGVG a.F.) getroffene Anordnung des Erlöschens einer vor dem 1. Januar 2011 vorgenommenen allgemeinen Beeidigung als Dolmetscher oder Ermächtigung als Übersetzer spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2015 ist verfassungsgemäß.

AEUV Art 18
GG Art 12, Art 3
GVGAG ND § 9h
JustizG ND § 23, § 31
VwGO § 124 Abs 2 Nr 1, § 124a Abs 4 S 4, § 124 Abs 2 Nr 2, § 124 Abs 2 Nr 3, § 124a Abs 4 S 5

Aktenzeichen: 13LA401/18 Paragraphen: Datum: 2019-01-08
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PDF-DokumentBerufsrecht - Rechtsanwälte

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
14.11.2018
6 S 64.18

Beschwerde; Antrag auf Feststellung einer gleichwertigen Berufsqualifikation für die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft; Zulassung zur Eignungsprüfung; Solicitor; europäischer Rechtsanwalt; „Qualified Lawyers Transfer Scheme“ (QLTS); Ausbildungsnachweis; Ausbildung nicht überwiegend in EU-Mitgliedstaat; privatwirtschaftlicher Vorbereitungskurs; Selbststudium; Hochschulstudium in China; Zulassungsvoraussetzungen zum QLTS; mindestens dreijährige Berufsausübung als europäischer Rechtsanwalt; fachbezogene Verhältnismäßigkeitsprüfung nach der Berufsanerkennungsrichtlinie; Darlegungsanforderungen im Beschwerdeverfahren

Zum Antrag einer europäischen Rechtsanwältin (Solicitor) auf Feststellung einer gleichwertigen Berufsqualifikation für die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft (hier: Zulassung zur Eignungsprüfung nach den Vorschriften des EuRAG).

VwGO § 146 Abs 4
EuRAG § 16 Abs 2 Nr 1
EGRL 36/2005 Art 14 Abs 4, Art 14 Abs 5

Aktenzeichen: 6S64.18 Paragraphen: Datum: 2018-11-14
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PDF-DokumentBerufsrecht - Arztrecht

VGH Hessen - VG Gießen
13.11.2018
7 A 786/17.Z

Ruhen der Approbation

Abhängig von der Schwere des Fehlverhaltens kann auch ein Handeln oder Unterlassen außerhalb des beruflichen Wirkungskreises die Annahme der Unwürdigkeit zur Ausübung des ärztlichen Berufs rechtfertigen.

BÄO § 6 Abs. 1 Nr 1

Aktenzeichen: 7A786/17 Paragraphen: Datum: 2018-11-13
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PDF-DokumentBerufsrecht - Richter

OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
19.10.2018
4 S 16.18

Einstellung; Richter auf Probe; Eignung; persönliche und charakterliche Mängel; Beurteilung; Auswahlgespräch

Bewirbt sich ein im Dienst eines anderen Bundeslandes stehender Richter auf Probe auf ebenfalls im Probedienst zu besetzende Stellen, so kann der künftige Dienstherr seine Einstellungs- bzw. Auswahlentscheidung grundsätzlich maßgeblich auf die in einem Auswahlgespräch gewonnenen Erkenntnisse über die persönliche und charakterliche Eignung des Bewerbers stützen. Er ist im Einzelfall nicht gehalten, sein Werturteil vorrangig auf der Grundlage einer innerhalb der Probezeit bei einem anderen Dienstherrn erteilten, aber noch nicht hinreichend aussagekräftigen Beurteilung zu treffen.

GG Art 33 Abs 2
BeamtStG § 15 Abs 3 S 1
DRiG § 10 Abs 1, § 12 Abs 1
BeurtAV

Aktenzeichen: 4S16.18 Paragraphen: Datum: 2018-10-19
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PDF-DokumentBerufsrecht - Rechtsanwälte

OVG Berlin-Brandenburg - VG Potsdam
20.9.2018
12 B 27.17

Berechnung des Kammerbeitrags; Arbeitseinkommen; Parallelität von Einkommensteuerrecht und Sozialversicherungsrecht; Berücksichtigung von Mieteinnahmen; Überlassung eines Wirtschaftsguts an eine Personengesellschaft; Vermietung des eigenen Pkw an die eigene Anwaltssozietät (GbR); einkommensteuerrechtliche Zuordnung von Mieteinnahmen als Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit; kein Ausnahmefall von der Anknüpfung an die steuerrechtliche Bewertung; persönlicher Einsatz

Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, die sozialversicherungsrechtlich grundsätzlich nicht als Einkünfte erfasst sind, sind dann anrechenbares Arbeitseinkommen für die Beitragsbemessung des Versorgungswerks der Rechtsanwälte in Brandenburg, wenn sie einkommensteuerrechtlich den Einkünften aus selbständiger Tätigkeit zugeordnet sind.

SGB IV § 15
EStG § 2 Abs 1 S 1 Nr 3, § 2 Abs 2 Nr 1, § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, § 18 Abs 4 S 2

Aktenzeichen: 12B27.17 Paragraphen: Datum: 2018-09-20
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PDF-DokumentBerufsrecht - Rechtsanwälte

BVerwG
7.9.2018
2 WDB 3.18

Anwaltsverschulden; Berufungsfrist; Containersignatur (Umschlagsignatur); Erschwerung des Rechtswegzugangs; Fristversäumung; Gestaltungsbefugnis des Gesetzgebers; Verwerfungsbeschluss des Vorsitzenden; Wiedereinsetzung; einzelfallunabhängiger Geltungsanspruch von Normen; elektronischer Schriftsatz; fortgeschrittene Signatur; gesonderte elektronische Signatur; keine Heilung von Übermittlungsfehlern; keine grundsätzliche Zurechnung im Verfahren der WDO; qualifizierte Signatur;

1. Das generelle Verbot einer elektronischen Containersignatur in § 4 Abs. 2 ERVV begründet keine verfassungsrechtlich bedenkliche unzumutbare Erschwerung des Zugangs zu den Gerichten.

2. Die Heilung eines Übermittlungsmangels ist nach § 55a Abs. 6 Satz 2 VwGO nicht möglich, weil sich dessen Anwendungsbereich auf die Bearbeitungsmöglichkeit des Dokuments beschränkt (wie BSG, Beschluss vom 9. Mai 2018 - B 12 KR 26/18 B - NJW 2018, 2222 <2223>).

3. Das Verschulden des Verteidigers an einer Fristversäumung ist dem Angeschuldigten im wehrdisziplinargerichtlichen Verfahren nicht zuzurechnen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 11. Dezember 2013 - 2 WDB 7.13 - juris Rn. 7). An einem eigenen Verschulden des Angeschuldigten fehlt es, wenn eine nicht den Vorgaben der ERVV entsprechende Übermittlung eines Berufungsschriftsatzes durch den Verteidiger in Rede steht.

WDO § 91 Abs. 1 Satz 1, § 91 Abs. 1 Satz 2, § 115 Abs. 1 Satz 1, § 116 Abs. 1, § 117 Satz 1
VwGO § 55a Abs. 1 Satz 1, § 55a Abs. 2 Satz 2, § 55a Abs. 3, § 55a Abs. 6 Satz 1
ERVV § 4 Abs. 1, § 4 Abs. 2 , § 10 Abs. 1
StPO § 43 Abs. 1 Halbs. 1, § 44 Abs. 1 Satz 1, § 45 Abs. 1 Satz 1, § 45 Abs. 2 Satz 2

Aktenzeichen: 2WDB3.18 Paragraphen: Datum: 2018-09-07
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PDF-DokumentBerufsrecht - Richter

OVG Berlin-Brandenburg - VG Potsdam
9.8.2018
4 S 30.18

Richter auf Probe; Umwandlung in Richterverhältnis auf Lebenszeit; Richter am Finanzgericht; Konkurrentenstreit; Lebenszeitrichter R 1 als Mitbewerber; Ausschreibung; Beschränkung der Ausschreibung; eingeschränktes Bewerberfeld; Eingangsamt; Beförderungsamt; Laufbahnordnung; Besoldungsgruppe R 1 und R 2; Leistungsgrundsatz; Bestenauslese; gemeinsames Fachobergericht; gemeinsamer Richterwahlausschuss

1. Das Richteramtsrecht kennt keine Laufbahnordnung.

2. Soll ein bei dem Finanzgericht verwendeter, geeigneter Richter auf Probe zum Richter am Finanzgericht ernannt werden, muss der Dienstherr keine Beförderungskonkurrenz mit Richtern auf Lebenszeit der Besoldungsgruppe R 1 zulassen.

GG Art 33 Abs 2, Art 98 Abs 4
Verf BB Art 109 Abs 1 S 1
FGO § 15
DRiG § 8

Aktenzeichen: 4S30.18 Paragraphen: Datum: 2018-08-09
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=21129

PDF-DokumentBerufsrecht - Apotheken

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
4.7.2018
13 LA 247/17

Pflicht einer Versandapotheke zur Vorratshaltung nach ApoBetrO 1987 § 15

1. Auch der Inhaber einer Erlaubnis nach § 43 Abs. 1 Satz 1 AMG in Verbindung mit § 11a ApoG zum Versand von apothekenpflichtigen Arzneimitteln (sog. Versandapotheke) unterliegt für diese der Pflicht zur Vorratshaltung nach § 15 ApBetrO.

2. Es spricht Überwiegendes dafür, dass die Pflicht zur Vorratshaltung grundsätzlich konkret produktbezogen und nicht nur wirkstoffbezogen zu verstehen ist.

AMG 1976 § 43 Abs 1 S 1
ApoBetrO 1987 § 15
ApoG § 11a

Aktenzeichen: 13LA247/17 Paragraphen: Datum: 2018-07-04
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=21586

PDF-DokumentBerufsrecht - Wirtschaftsprüfer

BVerwG - OVG Berlin-Brandenburg - VG Berlin
28.3.2018
10 C 2.17

Anfechtungsfrist; Beirat; Demokratiegebot; Grundsatz der Spiegelbildlichkeit; Haushaltsausschuss; Interessengruppen; Vorstand; Wahllisten; Wirtschaftsprüferkammer; funktionale Selbstverwaltung; personalisierte Verhältniswahl;

Wahl des Vorstands der Wirtschaftsprüferkammer

Das Demokratiegebot des Art. 20 Abs. 2 GG verlangt bei der Besetzung des Vorstands der Wirtschaftsprüferkammer und des Haushaltsausschusses des Beirats der Kammer keine spiegelbildliche Repräsentation der im Beirat der Wirtschaftsprüferkammer vertretenen Interessengruppen.

GG Art. 12 Abs. 1, Art. 20 Abs. 1 und 2
VwGO §§ 43, 61 Nr. 2
WPO §§ 57, 57c, 57e, 59, 60, 61, 63
WPK-Satzung § 8 Abs. 3 Satz 1

Aktenzeichen: 10C2.17 Paragraphen: Datum: 2018-03-28
Link: pdf.php?db=verwaltungsrecht&nr=20976

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