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PDF-DokumentAllgemeiner Teil - Gewalt

OLG Frankfurt - AG Frankfurt
22.05.2006
1 Ss 319/05

Zum Gewaltbegriff

Aktenzeichen: 1Ss319/05 Paragraphen: Datum: 2006-05-22
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PDF-DokumentAllgemeiner Teil Besonderer Teil - Gewalt Raubdelikte

BGH . LG Kassel
15.10.2003 2 StR 283/03
Gewalt zur Wegnahme unter Verwendung eines Mittels im Sinne von § 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe b StGB wendet an, wer das Tatopfer zunächst mit anderer Zielrichtung gefesselt hat und im engen zeitlichen und räumlichen Zusammenhang mit der so bewirkten Wehrlosigkeit des Opfers dessen Sachen entwendet.
StGB §§ 249, 250 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b

Aktenzeichen: 2StR283/03 Paragraphen: StGB§249 StGB§250 Datum: 2003-10-15
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=1095

PDF-DokumentAllgemeiner Teil - Gewalt

2.10.2002 2 StR 153/02
Vergewaltigung
1. Schon das Einsperren in einen umschlossenen Raum reicht als Gewalt im Sinne des § 177 Abs. 1 Nr. 1 StGB aus, wenn es dazu dient, das Opfer am Verlassen des Raumes zu hindern und so die sexuellen Handlungen zu ermöglichen; an der notwendigen finalen Verknüpfung der Gewalt mit der sexuellen Handlung kann es dagegen fehlen, falls das Abschließen der Tür nur erfolgt, um ungestört zu sein und eine Entdeckung zu verhindern.

2. Darüber hinaus ist im Einzelfall das - mit nicht ganz unerheblicher Krafteinwirkung verbundene - Festhalten des Opfers ebenso wie die Überwindung von geringfügiger Gegenwehr als Gewalt zu qualifizieren; ausreichend sein kann je nach den Umständen des Falles auch das Packen an der Hand, das auf das Bett Stoßen oder das sich auf das Opfer Legen bzw. der Einsatz überlegener Körperkraft.

3. Eine schutzlose Lage liegt vor, wenn die Schutz- und Verteidigungsmöglichkeiten des Opfers in einem solchen Maße verringert sind, daß es dem ungehemmten Einfluß des Täters preisgegeben ist. Dies ist regelmäßig der Fall, wenn das Opfer sich dem überlegenen Täter allein gegenüber sieht und auf fremde Helfer nicht rechnen kann, wobei es allerdings eines gänzlichen Beseitigens jeglicher Verteidigungsmöglichkeiten nicht bedarf (BGHSt 44, 228, 231; 45, 253, 256). Unerheblich ist, auf welche Umstände die schutzlose Lage des Opfers zurückzuführen ist; sowohl äußere Gegebenheiten als auch in der Person des Opfers liegende Umstände können die verminderten Schutz- und Verteidigungsmöglichkeiten bewirken. Die schutzlose Lage muß nicht vom Täter selbst herbeigeführt sein. (Leitsatz der Redaktion)
StGB § 177

Aktenzeichen: 2StR153/02 Paragraphen: Datum: 2002-10-02
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=604

PDF-DokumentBesonderer Teil Allgemeiner Teil - Nötigung Gewalt Sexualdelikte Strafbemessung

OLG Karlsruhe
6.6.2002 1 Ss 13/02
1. Das nur kurzfristige Versperren des Durchgangs eines Weges stellt keine Gewaltanwendung i.S.d. § 240 StGB dar (Anschluss an OLG Düsseldorf VRS 97, 127).

2. Bei einer auf offener Strasse vorgenommenen sexuellen Belästigung kann es sich um ein Vergehen der Beleidigung handeln, wenn es sich nicht nur um eine unerhebliche Beeinträchtigung handelt und der Tat eine nach außen zu Tage tretende Herabwürdigung der Geschlechtsehre innewohnt.

3. Ein Vergehen der tätlichen Beleidigung nach § 185 2. Alt. StGB setzt eine körperliche Einwirkung voraus, allein der Versuch einer Berührung genügt nicht.

4. Bei einem sexuell motivierten Übergriff muss ein Täter grundsätzlich damit rechnen, dass sein Opfer aufgrund einer früher an ihm begangenen sexuellen Gewalttat vorgeschädigt ist und deshalb besonders schwere Folgen eintreten können. Bei der Strafzumessung ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Täter diese Folgen nicht allein verursacht hat.
StGB §§ 46 Abs. 2, 56 Abs. 1, 177 Abs. 1, 185, 240 Abs. 1, StPO §§ 404

Aktenzeichen: 1Ss13/02 Paragraphen: StGB§46 StGB§56 StGB§177 StGB§185 StGB§240 StPO§404 Datum: 2002-06-06
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=664

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