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PDF-DokumentHaftrecht - Haftbefehl Prozeßrecht Rechtsmittel

BGH
3.4.2019
StB 5/19

Eine Beschwerde gegen einen noch nicht vollstreckten Haftbefehl hat grundsätzlich nicht schon allein deswegen Erfolg, weil die Staatsanwaltschaft Einsicht in die die Haftentscheidung tragenden Aktenteile verweigert hat. Es ist auch nicht veranlasst, die Beschwerdeentscheidung zurückzustellen, bis eine Akteneinsicht ohne die Gefährdung des Untersuchungszwecks möglich ist.

GG Art 103 Abs 1
StPO § 147 Abs 2, § 147 Abs 4

Aktenzeichen: StB5/19 Paragraphen: Datum: 2019-04-03
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4960

PDF-DokumentProzeßrecht - Verjährung

BGH - LG Oldenburg
7.3.2019
3 StR 192/18

Art. 316h Satz 1 EGStGB ist mit den im Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) und in den Grundrechten verankerten Prinzipien der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes unvereinbar, soweit er § 76a Abs. 2 Satz 1 StGB i.V.m. § 78 Abs. 1 Satz 2 StGB sowie § 76b Abs. 1 StGB jeweils in der Fassung des Gesetzes zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13. April 2017 (BGBl. I S. 872) in Fällen für anwendbar erklärt, in denen hinsichtlich der rechtswidrigen Taten, aus denen der von der selbständigen Einziehung Betroffene etwas erlangt hat, bereits vor dem Inkrafttreten der Neuregelung am 1. Juli 2017 Verfolgungsverjährung (§ 78 Abs. 1 Satz 1 StGB) eingetreten war.

StGBEG Art 316h S 1
StGB § 76a Abs 2 S 1, § 76b Abs 1, § 78 Abs 1 S 1, § 78 Abs 1 S 2

Aktenzeichen: 3StR192/18 Paragraphen: Datum: 2019-03-07
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4959

PDF-DokumentSonstige Rechtsgebiete - Schwarzarbeit

BGH - LG Oldenburg
7.3.2019
3 StR 192/18

Schwarzarbeit

Aus grobem Eigennutz im Sinne von § 11 Abs. 2 SchwarzArbG handelt, wer sich bei seinem Verhalten vom Streben nach eigenem Vorteil in einem besonders anstößigen Maße leiten lässt. Das Gewinnstreben muss ein übliches kaufmännisches Maß deutlich übersteigen. Allein das Nichtabführen von Sozialversicherungsbeiträgen genügt hierfür nicht. Nicht erforderlich ist, dass die von den unerlaubt beschäftigten Arbeitnehmern erbrachten Leistungen dem Täter selbst zugutekommen; es genügt, dass er hiervon mittelbar wirtschaftlich profitiert. Wer ausschließlich zu fremdem Vorteil handelt, erfüllt das Tatbestandsmerkmal dagegen nicht. (Leitsatz der Redaktion)

Aktenzeichen: 3StR192/18 Paragraphen: Datum: 2019-03-07
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4958

PDF-DokumentProzeßrecht - Arrest

OLG Hamburg - LG Hamburg
26.10.2018
2 Ws 183/18 - 1 OBL 94/18

1. Ein Vermögensarrest gemäß § 111e StPO darf nur angeordnet werden, wenn zu besorgen ist, dass ohne ihn die Vollstreckung einer Anordnung auf Einziehung von Wertersatz ernstlich gefährdet wäre. Das ist regelmäßig anzunehmen, wenn der Verdacht besteht, der Beschuldigte habe sich durch eine vorsätzliche Straftat einen rechtswidrigen Vermögens-vorteil verschafft.

2. Die Möglichkeit der Anordnung eines dinglichen Arrestes nach § 324 AO steht der An-ordnung eines Vermögensarrestes nach § 111e StPO nicht entgegen.

StPO § 111e Abs 1 S 1, § 304, § 310 Abs 1 Nr 3
UStG § 15 Abs 1 S 1, § 18 Abs 3 S 1

Aktenzeichen: 2Ws183/18 Paragraphen: Datum: 2018-10-26
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4957

PDF-DokumentHaftrecht - Haftbefehl

OLG Hamburg - LG Hamburg
26.4.2019
2 Ws 48/19
2 Ws 49/19

Schon die (einfache) Wahrscheinlichkeit, dass Rechtfertigungs-, Schuld- oder Strafausschließungsgründe vorliegen, beseitigt den dringenden Tatverdacht als Voraussetzung des Haftbefehls nach § 112 Abs. 1 StPO.

StPO § 112 Abs 1

Aktenzeichen: 2Ws48/19 2Ws49/19 Paragraphen: Datum: 2019-04-26
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4956

PDF-DokumentHaftrecht - Haftbefehl Prozeßrecht

OLG Hamburg - LG Hamburg
12.4.2019
2 Ws 43/19 - 7 OBL 16/19

Haftentscheidungen sind auch während einer laufenden Hauptverhandlung stets ohne Schöffen zu treffen. Da die Ursprungsentscheidung und der Nichtabhilfebeschluss inner-halb des Abhilfeverfahrens (§ 306 Abs. 2 StPO) eine verfahrensrechtliche Einheit bilden, kann das Erstgericht eine prozessordnungswidrig zustande gekommene Entscheidung im Abhilfeverfahren im Einzelfall noch heilen.

Der erstmalige Erlass des Haftbefehls nach Urteilsverkündung bedarf in der Regel keiner gesonderten Begründung des dringenden Tatverdachts, weil dieser durch das verurteilende Erkenntnis bereits belegt ist.

StPO § 114, § 126, § 306 Abs 2

Aktenzeichen: 2Ws43/19 Paragraphen: Datum: 2019-04-12
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4955

PDF-DokumentProzeßrecht - Sonstiges

OLG Hamburg - LG Hamburg
4.4.2019
1 Ss 18/19

1. Ein Verbindungsbeschluss, mit dem eine neue Anklage zu gemeinsamer Verhandlung und Entscheidung mit einer bereits eröffneten und terminierten Sache verbunden wird, dokumentiert hinreichend den Willen des Gerichts, diese Anklage zur Hauptverhandlung zuzulassen.

2. Ein Weisungsverstoß unterfällt nur dann dem objektiven Tatbestand des § 145a Satz 1 StGB, wenn auch das ungeschriebene Tatbestandsmerkmal der Rechtsfehlerfreiheit der Weisung erfüllt ist, die Weisung also gesetzlich zulässig ergangen sowie zumutbar und hinreichend bestimmt gefasst ist.

StPO § 207
StGB § 145a S 1

Aktenzeichen: 1Ss18/19 Paragraphen: Datum: 2019-04-04
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PDF-DokumentBesonderer Teil - Sexualdelikte

BGH - LG Wiesbaden
13.2.2019
2 StR 301/18

Ein Täter nutzt ein Überraschungsmoment im Sinne des § 177 Abs. 2 Nr. 3 StGB aus, wenn er die äußeren Umstände erkennt, aus denen sich ergibt, dass sich das Opfer keines sexuellen Angriffs auf seinen Körper versieht. Ferner muss er dieses Überraschungsmoment als Bedingung für das Erreichen seiner sexuellen Handlung dergestalt erfassen, dass er zumindest für möglich hält, dass das Opfer in die sexuelle Handlung nicht einwilligt und dessen Überraschung den Sexualkontakt ermöglicht oder zumindest erleichtert.

StGB § 177 Abs 2 Nr 3

Aktenzeichen: 2StR301/18 Paragraphen: Datum: 2019-02-13
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4953

PDF-DokumentVerkehrsdelikte - Fahrverbot

OLG Karlsruhe - AG Emmendingen
23.4.2019
2 Rb 8 Ss 229/19

Fahrverbot trotz wirtschaftlicher Existenzgefährdung

Bei drei gewichtigen Verkehrsverstößen innerhalb von wenig mehr als einem halben Jahr, von denen einer bereits mit einem Fahrverbot geahndet wurde, ist die Anordnung eines Fahrverbots auch bei Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz geboten.

Aktenzeichen: 2Rb8Ss229/19 Paragraphen: Datum: 2019-04-23
Link: pdf.php?db=strafrecht&nr=4952

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