RechtsCentrum.de
Angezeigte Ergebnisse pro Seite:   5 | 10 | 20 | 50
Suchergebnisse 1 bis 3 von 3

PDF-DokumentErbschaftssteuer - Veranlagung Vorerbe Nacherbe

BFH - Hessisches FG
13.4.2016
II R 55/14

Festsetzung der Erbschaftsteuer für den Vorerbfall nach dem Tod des Vorerben

Die Erbschaftsteuer für den Vorerbfall ist nach dem Tod des Vorerben regelmäßig gegen den Nacherben und nur ausnahmsweise gegen den Erben des Vorerben festzusetzen.

Aktenzeichen: IIR55/14 Paragraphen: Datum: 2016-04-13
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=12933

PDF-DokumentErbschaftssteuer - Vorerbe Fristen

BFH - Niedersächsisches FG
28.3.2012


Berechnung des Zehnjahreszeitraums des § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG - Keine entsprechende Anwendung von § 108 Abs. 3 AO

1. Der für die Berücksichtigung von Vorerwerben maßgebliche Zehnjahreszeitraum des § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG ist rückwärts zu berechnen. Dabei ist der Tag des letzten Erwerbs mitzuzählen.

2. Bei der Berechnung des Zehnjahreszeitraums des § 14 Abs. 1 Satz 1 ErbStG ist § 108 Abs. 3 AO nicht anzuwenden.

Aktenzeichen: IIR43/11 Paragraphen: ErbStG§14 AO§108 Datum: 2012-03-28
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=11617

PDF-DokumentErbschaftssteuer - Vorerbe Nacherbe

Hessisches FG
6.12.2004 1 K 3174/04
1. Gem. § 2100 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) kann der Erblasser einen Erben (Nacherben) in der Weise einsetzen, dass dieser erst Erbe wird, nachdem zunächst ein anderer Erbe (Vorerbe) geworden ist. Bereits mit Eintritt des Vorerbfalles (Tod des Erblassers) erlangt der Nacherbe nach den §§ 2113 ff BGB eine Rechtsstellung, die ihm eine gesicherte Aussicht auf die Erbschaft gewährt. Der Nacherbe erlangt damit ein Anwartschaftsrecht, welches im Zweifelsfall vererblich und übertragbar ist.

2. Der Erwerb des Anwartschaftsrechtes des Nacherben durch diesen anlässlich des Todes des Erblassers löst zunächst ebenso wenig Erbschaftsteuer aus wie der Erwerb des Nacherbenanwartschaftsrechtes durch einen Dritten. Der Steuer unterliegt vielmehr erst der Vermögenserwerb durch Eintritt des Nacherbfalls. Mit diesem entsteht die Steuer nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 h ErbStG entsprechend dem Steuerentstehungszeitpunkt für andere aufschiebend bedingte, befristete oder betagte Erwerbe nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 a ErbStG. Dies ist des-halb gerechtfertigt, weil die durch den Tod des Erblassers dem Nacherben zuwachsende Anwartschaft eine noch nicht genügend greifbare Vermögensposition darstellt, der Übergang des Vermögens des Erblassers vielmehr erst mit dem Eintritt des Nacherbfalls erfolgt. (Leitsatz der Redaktion)
BGB §§ 2100, 2113
ErbStG § 9

Aktenzeichen: 1K3174/04 Paragraphen: BGB§2100 BGB§2113 ErbStG§9 Datum: 2004-12-06
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=4444

Ergebnisseite:   1  
Startseite | Gesetze und Verordnungen | Informationen zu PDF | Anwalts- und Sachverständigenverzeichnis | RechtsCentrum.de AKTUELL | RechtsCentrum.de REGIONAL | Kontakt | Impressum
© 2002 - 2017 RechtsCentrum.de Dipl.-Ing. Horst Fabisch GmbH