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PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - LSG Niedersachsen-Bremen - SG Oldenburg
30.6.2009
B 1 KR 22/08 R

Die Beteiligten streiten über die Erstattung der Restkosten für auf den Kanarischen Inseln in Anspruch genommene Krankenbehandlung.

Aktenzeichen: B1KR22/08 Paragraphen: Datum: 2009-06-30
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=4049

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Auslandsbehandlung

VG Freiburg
24.10.2006
6 K 683/06

Krankenhauskosten, Ausland, Kostenvergleich akuter Anlass, Grenznähe, Freizügigkeitsabkommen Schweiz, Koordinierung, soziale Sicherung und Krankenkosten

1. Bei Krankenhauskosten in der Schweiz ist ein Kostenvergleich nach § 13 Abs. 1 Satz 3 BhV nicht deshalb entbehrlich, weil die Schweiz auf Grund des Freizügigkeitsabkommens vom 21.06.1999 Mitgliedern der Europäischen Gemeinschaft gleichgestellt wäre.

2. Ausländische Krankenhauskosten, die großenteils mittelbar der dortigen staatlichen Krankenhausfinanzierung dienen, können von der deutschen Beihilfe grundsätzlich nicht übernommen werden.

BhV § 13

Aktenzeichen: 6K683/06 Paragraphen: BhV§13 Datum: 2006-10-24
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3374

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung Internationales recht - Auslandsbehandlung Krankenkassen Krankenversicherung

EuGH
16.5.2006
C 372/04

Soziale Sicherheit – Staatlich finanziertes nationales Gesundheitssystem – In einem anderen Mitgliedstaat angefallene Krankheitskosten – Artikel 48 EG bis 50 EG und 152 Absatz 5 EG – Artikel 22 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71

1. Artikel 22 Absatz 2 Unterabsatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbständige sowie deren Familienangehörige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern, in der durch die Verordnung (EG) Nr. 118/97 des Rates vom 2. Dezember 1996 geänderten und aktualisierten Fassung ist dahin auszulegen, dass der zuständige Träger die in Absatz 1 Buchstabe c Ziffer i dieses Artikels genannte Genehmigung nur dann unter Berufung auf das Bestehen einer Wartezeit für eine Krankenhausbehandlung versagen darf, wenn er nachweist, dass dieser Zeitraum nicht den vertretbaren zeitlichen Rahmen überschreitet, der sich aus einer objektiven medizinischen Beurteilung des klinischen Bedarfs des Betroffenen unter Berücksichtigung sämtlicher Parameter ergibt, die seinen Gesundheitszustand zu dem Zeitpunkt kennzeichnen, zu dem der Antrag auf Genehmigung gestellt oder gegebenenfalls erneuert wird.

2. Artikel 49 EG ist auf einen Fall anwendbar, in dem sich eine Person, deren Gesundheitszustand eine Krankenhausbehandlung erforderlich macht, in einen anderen Mitgliedstaat begibt und dort gegen Entgelt eine derartige Behandlung erhält, ohne dass zu prüfen wäre, ob die Leistungen der Krankenhausversorgung, die im Rahmen des nationalen Systems erbracht werden, auf dessen Leistungen diese Person Anspruch hat, selbst Dienstleistungen im Sinne der Bestimmungen über den freien Dienstleistungsverkehr darstellen Artikel 49 EG ist dahin auszulegen, dass er dem nicht entgegensteht, dass die Übernahme der Kosten einer beabsichtigten Krankenhausbehandlung in einer Einrichtung in einem anderen Mitgliedstaat von der Erlangung einer vorherigen Genehmigung durch den zuständigen Träger abhängig gemacht wird.

Die Versagung einer vorherigen Genehmigung darf nicht auf die bloße Existenz von Wartelisten gestützt werden, die dazu dienen, das Krankenhausangebot nach Maßgabe von vorab allgemein festgelegten klinischen Prioritäten zu planen und zu verwalten, ohne dass eine objektive medizinische Beurteilung des Gesundheitszustands des Patienten, seiner Vorgeschichte, der voraussichtlichen Entwicklung seiner Krankheit, des Ausmaßes seiner Schmerzen und/oder der Art seiner Behinderung zum Zeitpunkt der erstmaligen oder erneuten Beantragung der Genehmigung erfolgt ist.

Wenn sich herausstellt, dass der Zeitraum, der sich aus derartigen Wartelisten ergibt, den zeitlichen Rahmen überschreitet, der unter Berücksichtigung einer objektiven medizinischen Beurteilung der vorstehend genannten Umstände vertretbar ist, kann der zuständige Träger die beantragte Genehmigung nicht unter Berufung auf die Existenz dieser Wartelisten, auf eine angebliche Beeinträchtigung der üblichen Prioritätenfolge nach Maßgabe der jeweiligen Dringlichkeit der zu behandelnden Fälle, auf die Kostenfreiheit der im Rahmen des fraglichen nationalen Systems erbrachten Krankenhausbehandlungen, auf die Verpflichtung, für die Übernahme der Kosten einer in einem anderen Mitgliedstaat beabsichtigten Behandlung besondere finanzielle Mittel vorzusehen, und/oder auf einen Vergleich der Kosten dieser Behandlung und der Kosten einer gleichwertigen Behandlung im zuständigen Mitgliedstaat versagen.

3. Artikel 49 EG ist dahin auszulegen, dass, wenn die Rechtsvorschriften des zuständigen Mitgliedstaats die Kostenfreiheit der im Rahmen eines nationalen Gesundheitsdienstes er brachten Krankenhausbehandlungen vorsehen und die Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, für dessen Gebiet einem Patienten, der Anspruch auf Leistungen dieses Dienstes hat, eine Krankenhausbehandlung auf Kosten dieses Dienstes genehmigt wurde oder hätte genehmigt werden müssen, keine vollständige Übernahme der Kosten der Behandlung vorsehen, diesem Patienten vom zuständigen Träger eine Erstattung zu gewähren ist, die der etwaigen Differenz zwischen dem Betrag der objektiv bezifferten Kosten einer gleichwertigen Behandlung in einer Einrichtung des fraglichen Dienstes, gegebenenfalls nach oben begrenzt durch den für die Behandlung im Aufenthaltsmitgliedstaat in Rechnung gestellten Gesamtbetrag, und dem Betrag entspricht, mit dem sich gemäß Artikel 22 Absatz 1 Buchstabe c Ziffer i der Verordnung Nr. 1408/71 in der durch die Verordnung Nr. 118/97 geänderten und aktualisierten Fassung der Träger des letztgenannten Mitgliedstaats nach den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats für Rechnung des zuständigen Trägers beteiligen muss.

Artikel 22 Absatz 1 Buchstabe c Ziffer i der Verordnung Nr. 1408/71 in der durch die Verordnung Nr. 118/97 geänderten und aktualisierten Fassung ist dahin auszulegen, dass sich der Anspruch, den er dem betroffenen Patienten gewährt, ausschließlich auf die Kosten bezieht, die mit der Gesundheitsversorgung verbunden sind, die der Patient im Aufenthaltsmitgliedstaat erhalten hat, d. h., soweit es um eine Krankenhausbehandlung geht, auf die Kosten der eigentlichen medizinischen Leistungen und die damit untrennbar verbundenen Ausgaben für den Aufenthalt des Betroffenen im Krankenhaus.

Artikel 49 EG ist dahin auszulegen, dass ein Patient, dem genehmigt wurde, sich in einen anderen Mitgliedstaat zu begeben, um sich dort in einem Krankenhaus behandeln zu lassen, oder dem die Genehmigung mit einem sich später als unbegründet erweisenden Bescheid versagt wurde, nur insoweit berechtigt ist, vom zuständigen Träger die Übernahme der Nebenkosten dieser zu medizinischen Zwecken erfolgten Auslandsreise zu verlangen, als die Rechtsvorschriften des zuständigen Mitgliedstaats dem nationalen System eine entsprechende Übernahmepflicht im Rahmen einer in einer örtlichen Einrichtung dieses Systems erbrachten Behandlung auferlegen.

4. Die Verpflichtung des zuständigen Trägers nach Artikel 22 der Verordnung Nr. 1408/71 in der durch die Verordnung Nr. 118/97 geänderten und aktualisierten Fassung und Artikel 49 EG, einem Patienten, der Anspruch auf Leistungen eines nationalen Gesundheitsdienstes hat, zu Lasten dieses Trägers eine Krankenhausbehandlung in einem anderen Mitgliedstaat zu genehmigen, wenn die Wartezeit den zeitlichen Rahmen überschreitet, der unter Berücksichtigung einer objektiven medizinischen Beurteilung des Zustands und des klinischen Bedarfs des betroffenen Patienten vertretbar ist, verstößt nicht gegen Artikel 152 Absatz 5 EG.

Aktenzeichen: Paragraphen: Datum: 2006-05-23
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3014

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Beihilfe Auslandsbehandlung

VGH Baden-Württemberg - VG Sigmaringen
20.02.2006
4 S 2954/04

Beihilfe, Auslandsaufwendungen, Kostenvergleich, Grenznähe, Teleologische Reduktion, Manipulationsgebühr, Fürsorgepflicht

1. Aufwendungen für eine Krankenhausbehandlung im Ausland, die aus akutem Anlass bei Aufenthalt in der Nähe der Grenze notwendig geworden ist, sind auch dann ohne Beschränkung auf die entsprechenden Inlandskosten beihilfefähig, wenn sich der Beihilfeberechtigte bei Eintritt des akuten Anlasses nicht im Inland, sondern im Ausland aufgehalten hat.

2. Ein Beihilfeberechtigter hält sich im Ausland jedenfalls dann noch in der Nähe der Grenze auf, wenn er damit rechnen darf, mit dem Kraftfahrzeug ohne Schwierigkeiten nicht länger als etwa eine Stunde für die Wiedereinreise nach Deutschland zu benötigen.

BVO § 13 Abs. 2 Nr. 3

Aktenzeichen: 4S2954/04 Paragraphen: BVO§13 Datum: 2006-02-20
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2919

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - SG Stade
13.12.2005
B 1 KR 6/05 R

Für die Anwendung des § 18 Abs 1 SGB V reicht es nicht schon aus, dass die vom Versicherten konkret begehrte Therapie nur im EU/EWR-Ausland durchgeführt werden kann, sondern die Krankenkasse darf die Kosten einer Therapie nur übernehmen, wenn für die betreffende Krankheit im zur Verfügung stehenden System überhaupt keine, also auch keine andere zumutbare Behandlungsmethode zur Verfügung steht, die dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse genügt. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V § 18

Aktenzeichen: B1KR6/05 Paragraphen: SGBV§18 Datum: 2005-12-13
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2947

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - LSG Niedersachsen-Bremen - SG Aurich
13.12.2005
B 1 KR 21/04 R

Für die Anwendung des § 18 Abs 1 SGB V reicht es nicht schon aus, dass die vom Versicherten konkret begehrte Therapie nur im EU/EWR-Ausland durchgeführt werden kann, sondern die Krankenkasse darf die Kosten einer Therapie nur übernehmen, wenn für die betreffende Krankheit im zur Verfügung stehenden System überhaupt keine, also auch keine andere zumutbare Behandlungsmethode zur Verfügung steht, die dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse genügt. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V § 18

Aktenzeichen: B1KR21/04 Paragraphen: SGBV§18 Datum: 2005-12-13
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2948

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - SG Stade
13.12.2005
B 1 KR 6/05 R

Für die Anwendung des § 18 Abs 1 SGB V reicht es nicht schon aus, dass die vom Versicherten konkret begehrte Therapie nur im EU/EWR-Ausland durchgeführt werden kann, sondern die Krankenkasse darf die Kosten einer Therapie nur übernehmen, wenn für die betreffende Krankheit im zur Verfügung stehenden System überhaupt keine, also auch keine andere zumutbare Behandlungsmethode zur Verfügung steht, die dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse genügt. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V § 18

Aktenzeichen: B1KR6/05 Paragraphen: SGBV§18 Datum: 2005-12-13
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2968

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - SG Aurich
13.12.2005
B 1 KR 21/04 R

Für die Anwendung des § 18 Abs 1 SGB V reicht es nicht schon aus, dass die vom Versicherten konkret begehrte Therapie nur im EU/EWR-Ausland durchgeführt werden kann, sondern die Krankenkasse darf die Kosten einer Therapie nur übernehmen, wenn für die betreffende Krankheit im zur Verfügung stehenden System überhaupt keine, also auch keine andere zumutbare Behandlungsmethode zur Verfügung steht, die dem Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse genügt. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V § 18

Aktenzeichen: B1KR21/04 Paragraphen: SGBV§18 Datum: 2005-12-13
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2969

PDF-DokumentGesundheitskosten Versicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung Behandlungskosten Kostenübernahme

Sächsisches LSG - SG Dresden
18.11.2005
L 1 KR 84/02

Zu den Voraussetzungen der Kostenübernahme einer im Ausland durchgeführten Augenoperation. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V §§ 18, 27

Aktenzeichen: L1KR84/02 Paragraphen: SGBV§18 SGBV§27 Datum: 2005-11-18
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=3101

PDF-DokumentVersicherungsrecht/Versorgung - Auslandsbehandlung

BSG - Bayerisches LSG - SG München
27.09.2005
B 1 KR 13/04 R

Die Beteiligten streiten über die Erstattung von Krankenbehandlungskosten nach Maßgabe des § 17 Abs 1 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V).

Nach Art 10 Satz 1 des "Abkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel über soziale Sicherheit" vom 17. Dezember 1973 kann die zuständige Behörde oder die von ihr bezeichnete Stelle des Vertragsstaates, dessen Rechtsvorschriften nach den Art 5 bis 9 DISVA anzuwenden wären, u.a. auf gemeinsamen Antrag des Arbeitnehmers und des Arbeitgebers die "Befreiung von diesen Rechtsvorschriften" zulassen, wenn die in Betracht kommende Person "den Rechtsvorschriften des anderen Vertragsstaates unterstellt" wird. (Leitsatz der Redaktion)

SGB V § 17 Abs. 2

Aktenzeichen: B1KR13/04 Paragraphen: SGBV§17 Datum: 2005-09-27
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2837

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