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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

BGH - OLG Düsseldorf - LG Düsseldorf
12.5.2016
III ZR 279/15

AGB eines Heimvertrages: Zustimmungserfordernis bei Entgelterhöhung durch den Heimträger;

Wirksamkeit eines einseitigen Entgelterhöhungsrechts des Heimträgers

1. Eine Entgelterhöhung des Unternehmers (Heimträger) bei Änderung der Berechnungsgrundlage nach § 9 WBVG bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Zustimmung des Verbrauchers (Heimbewohner). Dies gilt auch gegenüber Verbrauchern, die Leistungen nach dem SGB XI oder SGB XII in Anspruch nehmen.

2. Eine davon abweichende Vereinbarung, die ein einseitiges Entgelterhöhungsrecht des Heimträgers vorsieht, ist gemäß § 16 WBVG unwirksam.

3. Die formularmäßige Vereinbarung eines einseitigen Entgelterhöhungsrechts des Heimträgers in Wohn- und Betreuungsverträgen benachteiligt den Verbraucher unangemessen im Sinne des § 307 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 BGB, da sie wesentlichen vertragsrechtlichen Grundsätzen widerspricht und dem Gesetzeszweck, den Heimbewohner als gleichberechtigten Verhandlungs- und Vertragspartner zu stärken, zuwiderläuft.

WBVG § 7 Abs 2 S 2, § 7 Abs 2 S 3, § 9, § 16
BGB § 307 Abs 1 S 1

Aktenzeichen: IIIZR279/15 Paragraphen: Datum: 2016-05-12
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PDF-DokumentHeime - Altenheime Vertragsrecht Sonstiges

BGH - OLG Zweibrücken - LG Kaiserslautern
21.5.2015
III ZR 263/14

Überlässt der Betreiber eines Seniorenheims interessierten Pflegegästen oder Dritten im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Wohn- und Betreuungsvertrags als Anlage zu einem vorformulierten Vertragsentwurf eine "Beitrittserklärung", in der sich ein Dritter als Beitretender verpflichtet, selbständig und neben dem Pflegegast für dessen Verpflichtungen aus dem Vertrag aufzukommen, liegt hierin eine Zuwiderhandlung gegen § 14 Abs. 1 Satz 1 WBVG i.S.v. § 2 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Nr. 10 UKlaG, wenn der Beitritt des Dritten im Wohn- und Betreuungsvertrag nicht vereinbart ist.

WBVG § 14 Abs 1 S 1
UKlaG § 2 Abs 1 S 1, § 2 Abs 2 Nr 10

Aktenzeichen: IIIZR263/14 Paragraphen: Datum: 2015-05-21
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

BGH - OLG Köln - LG Köln
6.2.2014
III ZR 187/13

1. Zur Auslegung einer heimvertraglichen Regelung, in der hinsichtlich der von dem Heimträger zu berechnenden Leistungsentgelte auf Regelungen verwiesen wird, die zwischen den Heimträgerverbänden und den öffentlichen Leistungs- und Kostenträgern in der Pflegesatzkommission vereinbart sind.

2. Eine heimvertragliche Regelung, in der die Reduzierung des Heimentgelts bei Heimbewohnern mit Sondenernährung auf rund ein Drittel des Verpflegungsanteils des Heimentgelts festgelegt wird, ist angemessen im Sinne von § 87 Satz 2 SGB XI, § 5 Abs. 7 HeimG a.F. und § 5 Abs. 2 WTG NRW (Fortführung von BGH, Urteile vom 22. Januar 2004, III ZR 68/03, BGHZ 157, 309; vom 4. November 2004, III ZR 371/03, NJW 2005, 824 und vom 13. Dezember 2007, III ZR 172/07, NJW 2008, 653).

BGB § 615 S 2
SGB XI § 85, § 86, § 87 S 2
HeimG vom 27.12.2003 § 5 Abs 7

Aktenzeichen: IIIZR187/13 Paragraphen: BGB§615 HeimG§5 Datum: 2014-02-06
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

LG Neubrandenburg - AG Neubrandenburg
13.6.2012
1 S 139/11

1. Eine Koppelung von Miet- und Betreuungsvertrag in einer Seniorenwohnanlage bedarf einer entsprechenden vertraglichen Vereinbarung.

2. Der Vermieter von Wohnraum in einer Anlage für betreutes Wohnen ist nicht zur Kündigung des Mietverhältnisses nach § 573 Abs. 1 Nr. 2 BGB berechtigt, wenn der Mieter den mit dem Vermieter geschlossenen Betreuungsvertrag kündigt und eine ausdrückliche Koppelung der Verträge nicht vereinbart wurde.

BGB § 573 Abs 2 Nr 1

Aktenzeichen: 1S139/11 Paragraphen: BGB§573 Datum: 2012-06-13
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht Pflegesätze Pflegeaufwendungen

BGH - LG Stade - AG Langen
2.10.2007
III ZR 16/07

a) Im Fall einer Leistungsanpassung nach § 6 Abs. 1 HeimG ist die Bestimmung des § 7 Abs. 3 HeimG nicht anwendbar.

b) Erbringt der Heimträger im Hinblick auf den erhöhten Betreuungsbedarfs des Bewohners nach § 6 Abs. 1 HeimG weitergehende Pflegeleistungen, als sie bislang vertraglich vereinbart waren, setzt die Vergütungspflicht ab dem Zeitpunkt der bewirkten Leistungsanpassung voraus, dass der Heimträger die Änderung des Vertrags spätestens gleichzeitig mit der Leistungsanpassung anbietet oder zum Ausdruck bringt, dass er von seinem im Heimvertrag vorgesehenen Recht Gebrauch machen wird, das Entgelt - bei Versicherten der sozialen Pflegeversicherung für den Fall der Bewilligung einer höheren Pflegestufe durch die Pflegekasse - einseitig zu erhöhen. Dabei muss das Angebot zur Vertragsänderung oder das einseitige Erhöhungsverlangen den Anforderungen des § 6 Abs. 2 HeimG entsprechen.

HeimG §§ 6, 7

Aktenzeichen: IIIZR16/07 Paragraphen: HeimG§6 HeimG§7 Datum: 2007-10-01
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

Hessischer VGH - VG Kassel
12.12.2006
10 UZ 1061/06

Bearbeitungsgebühren, Heimvertrag

Nach § 14 Abs. 1 HeimG ist es dem Heimträger untersagt, von dem Bewerber um einen Heimplatz in dem Heimvertrag eine Bearbeitungsgebühr zu verlangen, wenn das Aufnahmeverfahren sich auf Tätigkeiten beschränkt, die notwendig sind, um dem Bewerber entsprechend den persönlichen Bedürfnissen sachgerecht Unterkunft, Verpflegung und Betreuung gewähren zu können.

HeimG § 14 Abs. 1

Aktenzeichen: 10UZ1061/06 Paragraphen: HeimG§14 Datum: 2006-12-12
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

BGH - LG Wuppertal - AG Wuppertal
23.2.2006
III ZR 167/05

Die Bindung des Servicevertrages an den Fortbestand des Mietvertrages im Rahmen eines Betreuten Wohnens ("Service-Wohnen") ist grundsätzlich nicht sittenwidrig.

BGB §§ 138 Bb, 611, 620 ff

Aktenzeichen: IIIZR167/05 Paragraphen: BGB§138 BGB§611 BGB§620 Datum: 2006-02-23
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

BGH - OLG Koblenz - LG Mainz
27.10.2005
III ZR 59/05

a) Nach der am 1. Januar 2002 in Kraft getretenen Regelung in § 5 Abs. 8 HeimG hält eine Klausel in einem Heimvertrag, nach der für den Fall einer Abwesenheit von bis zu drei Tagen keine Erstattung ersparter Aufwendungen vorzunehmen ist, der Inhaltskontrolle nach § 307 BGB grundsätzlich stand (Abgrenzung zu Senatsurteil BGHZ 148, 233).

b) In Heimverträgen mit Leistungsempfängern der Pflegeversicherung und Sozialhilfeempfängern muss eine Regelung über die Erstattung ersparter Aufwendungen in Fällen vorübergehender Abwesenheit jedoch den in diesen Bereichen getroffenen normativen Vereinbarungen entsprechen.

BGB § 307 Bm
HeimG § 5 Abs. 8

Aktenzeichen: IIIZR59/05 Paragraphen: BGB§307 HeimG§5 Datum: 2005-10-27
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PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

BGH - OLG Nürnberg - LG Nürnberg
13.10.2005
III ZR 400/04

In Heimverträgen mit Leistungsempfängern der Pflegeversicherung bedarf die Gewährung und Berechnung von Zusatzleistungen (hier: Einzelzimmer in Pflegeheim) der vorherigen schriftlichen Vereinbarung. Fehlt es hieran, hat der Heimträger wegen der Nutzung einer solchen Zusatzleistung auch keinen Bereicherungsanspruch.

SGB XI § 88 Abs. 2 Nr. 2
HeimG § 5 Abs. 5
BGB § 812

Aktenzeichen: IIIZR400/04 Paragraphen: SGBXI§88 HeimG§5 BGB§812 Datum: 2005-10-13
Link: pdf.php?db=sozialrecht&nr=2680

PDF-DokumentHeime - Vertragsrecht

OLG Stuttgart - LG Stuttgart
29.06.2005
5 W 34/05

Die mietrechtliche Streitwertregelung des § 41 Abs. 2 GKG ist entsprechend auch auf Heimverträge anwendbar.

GKG § 41 Abs.

Aktenzeichen: 5W34/05 Paragraphen: GKG§41 Datum: 2005-06-29
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