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PDF-DokumentBerufsrecht - Apotheken

BGH - OLG Celle - LG Hannover
14.7.2016
III ZR 446/15

1. Der Heimversorgungsvertrag, den der Apotheker mit dem Heimträger nach § 12a Abs. 1 ApoG schließt, ist seiner Rechtsnatur nach ein der behördlichen Genehmigung unterliegender, privatrechtlicher, zugunsten der Heimbewohner wirkender Rahmenvertrag, der eine zentrale Versorgung der Heimbewohner durch die in dem Vertrag bestimmte Apotheke öffentlich-rechtlich legalisiert.

2. Die gesetzliche Regelung in § 12a ApoG verfolgt eine doppelte Zielrichtung. Einerseits will der Gesetzgeber den Heimen im Sinne des § 1 HeimG einen sachkundigen Apotheker zur Seite stellen, der die "Heimapotheke" kostenlos führt. Andererseits soll der Apotheker für den nicht abgegoltenen Aufwand einen (potentiellen) finanziellen Ausgleich dergestalt erhalten, dass er die Heimbewohner im Rahmen eines auf längere Dauer angelegten Vertragsverhältnisses mit Arzneimitteln beliefert.

3. Eine Vertragspartei, die das Vertragsverhältnis unter Nichtbeachtung einer vereinbarten Kündigungsfrist kündigt, verletzt ihre Pflicht zur Rücksichtnahme nach § 241 Abs. 2 BGB und begeht eine Pflichtverletzung im Sinne von § 280 Abs. 1 Satz 1 BGB (im Anschluss an BGH, Urteil vom 16. Januar 2009, V ZR 133/08, NJW 2009, 1262).

BGB § 241 Abs 2, § 280 Abs 1 S 1
ApoG § 12a Abs 1
HeimG § 1

Aktenzeichen: IIIZR446/15 Paragraphen: Datum: 2016-07-14
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PDF-DokumentHeimeBerufsrecht - Sonstiges Apotheken

OLG Celle - LG Hannover
11.11.2015
4 U 61/15

1. Der Sinn und Zweck von Verträgen i. S. v. § 12 a Abs. 1 Satz 1 ApoG liegt allein darin, dass die Versorgung der Heimbewohner mit Arzneimitteln und apothekenpflichtigen Medizinprodukten gesichert ist. Schutzsubjekt des § 12 a Abs. 1 ApoG sind demgemäß allein die Heimbewohner bzw. - mittelbar - auch das Heim selbst, nicht aber die an dem Vertrag beteiligte Apotheke.

2. Zur Frage, ob eine Apotheke Anspruch auf entgangenen Gewinn hat, wenn ein Heim i.S.v. § 1 Heimgesetz einen mit der Apotheke abgeschlossenen Vertrag i. S. v. § 12 a Abs. 1 Satz 1 ApoG vor Ablauf einer in dem Vertrag geregelten Kündigungsfrist kündigt.

ApoG § 12a Abs 1 S 1
HeimG § 1
BGB § 252, § 280 Abs 1

Aktenzeichen: 4U61/15 Paragraphen: ApoG§12a HeimG§1 BGB§252 BGB§280 Datum: 2015-11-11
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PDF-DokumentBerufsrecht - Sonstiges

LSG Berlin-Brandenburg - SG Berlin
24.7.2015
L 1 KR 382/10 ZVW

Abrechnung - Weiterbildung - manuelle Therapie - Anerkennung ausländischer Abschlüsse -Vergleichbarkeit - Physiotherapeut

SGB V § 124, § 125
EGRL 36/2005

Aktenzeichen: L1KR382/10 Paragraphen: Datum: 2015-07-24
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PDF-DokumentBerufsrecht - Heilpraktiker Haftungsrecht

BGH - OLG Zweibrücken - LG Frankenthal
17.1.2012
VI ZR 336/10

Heilpraktikerhaftung

Dokumentationspflichten nach dem Transfusionsgesetz bei Injektionen eines homöopathi-schen Eigenblutprodukts Nach § 28 Fall 2 TFG gelten die Bestimmungen des Transfusionsgesetzes jedenfalls nicht für Injektionen eines homöopathischen Eigenblutprodukts.

BGB § 823 Abs 1
TFG vom 10.02.2005 § 14, § 28 Alt 2

Aktenzeichen: VIZR336/10 Paragraphen: BGB§823 Datum: 2012-01-17
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PDF-DokumentBerufsrecht Arztrecht - Wettbewerbsrecht Wettbewerb

BGH - OLG Schleswig - LG Itzehoe
17.8.2011
I ZB 7/11

Radiologisch-diagnostische Untersuchungen

Für eine Unterlassungsklage der Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs gegen einen Krankenhausbetreiber, mit der erstrebt wird, dem Beklagten zu verbieten, im geschäftlichen Verkehr radiologisch-diagnostische Untersuchungen als ambulante Leistungen nach § 116b SGB V durchzuführen und/oder abzurechnen, sofern die Untersuchungen keine vom Leistungskatalog des § 116b Abs. 3 SGB V umfassten Krankheiten zum Gegenstand haben, ist der Rechtsweg zu den Sozialgerichten eröffnet.

SGG § 51 Abs 1 Nr 2, § 51 Abs 2 S 1
SGB V § 116b Abs 3

Aktenzeichen: IZB7/11 Paragraphen: SGG§51 SGBV§116b Datum: 2011-08-17
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PDF-DokumentBerufsrecht - Apotheken Wettbewerbsrecht

OVG Lüneburg - VG Osnabrück
8.7.2011
13 ME 94/11

Apothekenabgabepreis, Arzneimittel, Arzneimittelpreisbindung, Eingriffsschwelle, Spürbarkeitsschwelle, Versandapotheke

Ausgabe von Einkaufsgutscheinen durch Apotheken bei Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel

Wird bei einem gegen die Arzneimittelpreisbindung verstoßenden Kundenbindungssystem einer Apotheke ("Bonus-Taler") die für zivilrechtliche Unterlassungsbegehren maßgebliche und sich aus dem Heilmittelwerbe- und Wettbewerbsrecht ergebende "Spürbarkeitsschwelle" eindeutig und offenkundig nicht überschritten, darf dies bei einer aufsichtsbehördlichen Ermessensentscheidung nach dem Arzneimittelpreisrecht nicht ausgeblendet werden. Die demnach an der wettbewerbsrechtlichen "Spürbarkeitsschwelle" zumindest zu orientierende aufsichtsbehördliche "Eingriffsschwelle" ist aber überschritten, wenn eine Versandapotheke Einkaufsgutscheine mit einem betragsmäßigen Wert von 1,50 EUR pro verschreibungspflichtigem Arzneimittel ausgibt.

AMG §§ 69 I 1, 78
HWG §§ 7 I, 7 I 1 Nr 1, 7 I 1 Nr 2
UWG §§ 3 I, 4 Nr 1

Aktenzeichen: 13ME94/11 Paragraphen: AMG§69 AMG§78 Datum: 2011-07-09
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PDF-DokumentArztrecht Berufsrecht - Zulassungsrecht Sonstiges Kassenzulassung

BSG - Hessisches LSG
29.6.2011
B 6 KA 34/10 R

Vertragsärztliche Versorgung - Ermächtigung und Vergütung sozialpädiatrischer Zentren - Sicherstellung einer ausreichenden sozialpädiatrischen Versorgung durch die Einbeziehung anderer Planungsbereiche - keine Übertragung der zu § 116 SGB V entwickelten Grundsätze auf Institutsermächtigung

Aktenzeichen: B6KA34/10 Paragraphen: SGBV§116 Datum: 2011-06-29
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PDF-DokumentBerufsrecht - Heilpraktiker

OVG Lüneburg - VG Stade
15.3.2011
8 ME 8/11

Ausübung der Heilkunde, Beschwerde, Fachkrenntnisse, ärztliche, Gesundheitsgefahr, Heilkunde, Heilpraktiker, Heilpraktikererlaubnis, Heilung, Krankheit, Linderung, TCM, Traditionelle Chinesische Medizin, vorläufiger Rechtsschutz

Zum Erfordernis einer Heilpraktikererlaubnis für die Ausübung verschiedener Behandlungen und Therapien der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Zur Ausübung von Akupunktur, Akupressur, Pulsdiagnostik, Zungendiagnostik, Tuina-Massage, Reflexzonen-Massage und Moxibustion als therapeutischen Verfahren der TCM bedarf es einer Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde, ohne als Arzt bestallt zu sein, nach § 1 HeilprG (Heilpraktikererlaubnis).

HPG § 1
SOG § 11
VwVfG § 37

Aktenzeichen: 8ME8/11 Paragraphen: HPG§1 SOG§11 VwVfG§37 Datum: 2011-03-15
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PDF-DokumentBerufsrecht - Heilpraktiker

VG Hannover
25.6.2010
5 B 2650/10

Berufspflichten; Dokumentationspflicht; Heilpraktikererlaubnis: Widerruf; Krebsverdacht; Zuverlässigkeit

Widerruf einer Heilpraktikererlaubnis, Veranlassung zur Nichtinanspruchnahme notwendiger ärztlicher Hilfe bei Anzeichen für Krebserkrankung.

Ein Heilpraktiker darf das Unterlassen der Inanspruchnahme notwendiger ärztlicher Hilfe nicht veranlassen oder Patienten in der Nichtinanspruchnahme bestärken (im Anschluss an VGH Baden-Württemberg, B. v. 02.10.2008 - 9 S 1782/08 -). Er hat die Aufforderung zur Inanspruchnahme ärztlicher Hilfe zu dokumentieren.

1.DVO-HeilPrG § 2 If
1.DVO-HeilPrG § 7 I 1

Aktenzeichen: 5B2650/10 Paragraphen: Datum: 2010-06-25
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PDF-DokumentBerufsrecht Arztrecht - Wettbewerbsrecht

BGH - OLG Düsseldorf - LG Kleve
18.3.2010
I ZR 172/08

Master of Science Kieferorthopädie

a) Die Bestimmungen des Heilberufsgesetzes NRW über die Führung von Gebietsbezeichnungen, Teilgebietsbezeichnungen oder Zusatzbezeichnungen durch Kammerangehörige sind Marktverhaltensregeln i.S. des § 4 Nr. 11 UWG.

b) Die Führung des von einer österreichischen Universität verliehenen Grades "Master of Science Kieferorthopädie" verstößt nicht gegen §§ 33, 35 Abs. 1 HeilberufsG NRW.

UWG § 4 Nr. 11, § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 und 4
HeilberufsG NRW §§ 33, 35 Abs. 1

Aktenzeichen: IZR172/08 Paragraphen: UWG§4 HeilberufsGNRW§33 HeilberufsGNRW§35 Datum: 2010-03-18
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