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PDF-DokumentBankrecht - Sonstiges

KG Berlin - LG Berlin
25.9.2018
(4) 161 Ss 28/18 (35/18)

Bitcoins sind keine Rechnungseinheit im Sinne des KWG.

KredWG vom 24.02.2012 § 1 Abs 11 S 1
KredWG vom 01.04.2015 § 1 Abs 11 S 1 Nr 7
KredWG § 32 Abs 1 S 1, § 54 Abs 1 Nr 2

Aktenzeichen: 161Ss28/18 Paragraphen: Datum: 2918-09-25
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PDF-DokumentBankrecht - Aufklärungsrecht Verbraucherkreditrecht

OLG Stuttgart - LG Stuttgart
5.4.2020
6 U 182/19

Keine richtlinienkonforme Auslegung contra legem des vom nationalen Gesetzgeber selbst geschaffenen Musters für eine Widerrufsinformation (vergleiche, EuGH, 26. März 2020 - C-66/19; Anschluss EuGH, 15. Januar 2014 - C-176/12; EuGH, 14. Juli 1994 - C-91/92; EuGH, 4. Juli 2006 - C-212/04; EuGH, 24. Januar 2012 - C-282/10; BGH, 3. Juli 2018 - XI ZR 702/16 und BGH, 19. März 2019-03-19 - XI ZR 44/18; Festhaltung OLG Stuttgart, 4. Februar 2019 - 6 U 88/18).

BGB § 312d, § 495
BGBEG Art 247 § 6
EGRL 48/2008 Art 10 Abs 2 Buchst p

Aktenzeichen: 6U182/19 Paragraphen: Datum: 2020-04-05
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PDF-DokumentBankrecht - Währungsrecht

OLG Frankfurt - LG Frankfurt
11.3.2020
17 U 168/19

Konvertierung echter Fremdwährungsschuld

Der Konvertierungszeitpunkt einer echten Fremdwährungsschuld richtet sich nach der (konkludenten) Absprache der Vertragsparteien. Im Zweifel ist nach der Fälligstellung des Darlehensrückzahlungsanspruchs in Anlehnung an § 244 Abs. 2 BGB auf den Zeitpunkt des Zugangs der Verrechnung mit den gewährten Sicherheiten abzustellen.

BGB § 244 Abs 2, § 387, § 388, § 389, § 498

Aktenzeichen: 17U168/19 Paragraphen: Datum: 2020-03-11
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PDF-DokumentBankrecht - Kreditrecht Darlehnsrecht

OLG Schleswig - LG Flensburg
5.3.2020
5 U 162/19

Verpflichtung eines Kreditgebers zur Akzeptanz eines zumutbaren Ersatzkreditnehmers

1. Der Kreditgeber ist verpflichtet, einen Ersatzkreditnehmer zu akzeptieren, wenn der Kreditnehmer ein berechtigtes Interesse hat, sich von dem Vertrag zu lösen und es dem Kreditgeber zuzumuten ist, den Ersatzkreditnehmer zu akzeptieren.

2. Ein berechtigtes Interesse des Darlehensnehmers, einen Ersatzkreditnehmer zu stellen, scheidet aus, wenn der Grund für die vorzeitige Darlehensablösung allein in seiner Person liegt.

BGB § 490

Aktenzeichen: 5U162/19 Paragraphen: Datum: 2020-03-05
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PDF-DokumentBankrecht - Darlehnsrecht Verbraucherkreditrecht

BGH - OLG Karlsruhe - LG Karlsruhe
3.3.2020
XI ZR 461/18

Qualifizierung eines Darlehensvertrags als Verbraucherdarlehen trotz Option zur Umsatzsteuer für die Einnahmen aus dem erworbenen Objekt

Erfordert die Vermietung oder Verpachtung keinen planmäßigen Geschäftsbetrieb und handelt es sich deshalb um eine private und nicht um eine berufsmäßig betriebene Vermögensverwaltung, verliert der Vermieter oder Verpächter,(Rn.12)(Rn.14) der einen Darlehensvertrag schließt, seine Eigenschaft als Verbraucher im Sinne des Verbraucherdarlehensrechts nicht dadurch, dass er für die Umsätze aus Vermietung oder Verpachtung nach § 2 Abs. 1, § 4 Nr. 12 Satz 1 Buchst. a, § 9 Abs. 1 UStG zur Umsatzsteuer optiert.(Rn.15)(Rn.17)

1. Soweit dem Urteil des V. Zivilsenats vom 26. Februar 2016 (V ZR 208/14, WM 2016, 1758 Rn. 29) Abweichendes entnommen werden kann, hat der V. Zivilsenat auf Anfrage mitgeteilt, an seiner Rechtsauffassung nicht festzuhalten.(Rn.18)

2. Zitierungen zum Leitsatz: Festhaltung BGH, Urt. v. 23. Oktober 2001 - XI ZR 63/01; BGH, Urt. v. 25. Januar 2011 - XI ZR 350/08 und BGH, Urt. v. 20. Februar 2018 - XI ZR 445/17; Bestätigung OLG Köln, Urt. v. 8. Februar 2017 - 13 U 94/15; OLG Stuttgart, Urt. v. 17. März 2010 - 3 U 160/09 und OLG Stuttgart, Urt. v. 11. Februar 2015 - 9 U 153/14.

BGB § 13, § 14
BGB vom 26.11.2001 § 355, § 495 Abs 1
UStG § 2 Abs 1

Aktenzeichen: XIZR461/18 Paragraphen: Datum: 2020-03-03
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PDF-DokumentBankrecht - Bankenaufsucht Börsenrecht

VGH Hessen - VG Frankfurt
6.2.2020
6 A 2758/16

1. Der indikative Preis ist nicht von § 117 Satz 2 BörsO FWB 2011 erfasst, und zwar weder in der Alternative der Beeinflussung des Preises von gehandelten Wertpapieren noch in der Alternative der Herbeiführung eines nicht marktgerechten Preises bzw. eines künstlichen Preisniveaus.

2. Die bloße Geeignetheit eingestellter Verkaufsorders zur Beeinflussung eines Börsenpreises reicht nach dem Wortlaut des § 117 Satz 2 BörsO FWB 2011 und auch unter Berücksichtigungn der Entstehungsgeschichte der Vorschriften zur Marktintegrität in der Börsenordnung nicht aus.

BörsO FWB 2011 § 117, § 22, § 24

Aktenzeichen: 6A2758/16 Paragraphen: Datum: 2020-02-06
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PDF-DokumentBankrecht - Lastschriften

BGH - OLG Karlsruhe - LG Freiburg
6.2.2020
I ZR 93/18

Verletzung der SEPA-Verordnung durch Zwang zur Verwendung eines inländische Kontos - SEPA-Lastschrift

1. Art. 9 Abs. 2 der Verordnung (EU) Nr. 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates zur Festlegung der technischen Vorschriften und der Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 924/2009 (SEPA-VO) ist ein Verbraucherschutzgesetz im Sinne des § 2 Abs. 1 Satz 1 UKlaG.(Rn.14)

2. Art. 9 Abs. 2 SEPA-VO ist eine Marktverhaltensregelung im Sinne des § 3a UWG.(Rn.24)(Rn.38)

3. Das aus Art. 9 Abs. 2 SEPA-VO folgende Verbot, dass ein Zahlungsempfänger, der Lastschriften zum Geldeinzug verwendet, einem Zahler vorgibt, in welchem Mitgliedstaat er sein grundsätzlich für Lastschriften erreichbares Zahlungskonto zu führen hat, ist verletzt, wenn ein Zahlungsempfänger in Deutschland wohnhaften Verbrauchern die Bezahlung durch Lastschrift von einem in Luxemburg unterhaltenen Konto verwehrt.(Rn.25)(Rn.33)(Rn.41)

UKlaG § 2 Abs 1 S 1
UWG § 3a
EUV 260/2012 Art 9 Abs 2
EGV 924/2009 Art 9 Abs 2

Aktenzeichen: IZR93/18 Paragraphen: Datum: 2020-02-06
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PDF-DokumentBankrecht - Bankenaufsicht Sonstiges

BVerwG - Hessischer VGH - VG Frankfurt
30.1.2020
10 C 18.19

Akteneinsicht; BaFin; Berufsgeheimnis; Finanzaufsicht; Geschäftsgeheimnis; Informationszugang; Journalist; Presse; Verschwiegenheitspflicht; aufsichtsrechtliches Geheimnis; verfassungsunmittelbarer presserechtlicher Auskunftsanspruch;

Zugang zu Unterlagen der BaFin
Das von § 9 Abs. 1 KWG geschützte Berufsgeheimnis der Finanzaufsichtsbehörden steht auch einem verfassungsunmittelbaren presserechtlichen Auskunftsanspruch entgegen.

GG Art. 5 Abs. 1 Satz 2
IFG § 3 Nr. 4, § 6 Satz 2
KWG § 9 Abs. 1
GeschGehG § 1 Abs. 2, § 2 Nr. 1
EUGRCh Art. 11, 51 Abs. 1, Art. 52 Abs. 3
EMRK Art. 10
IPBPR Art. 19

Aktenzeichen: 10C18.19 Paragraphen: Datum: 2020-01-30
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=40087

PDF-DokumentBankrecht - Inkasso

BGH - OLG Stuttgart - LG Ravensburg
10.12.2019
VI ZR 71/19

Inkassogeschäft: Verbotsirrtum bei Irren über Registrierungspflicht; Ansprüche aus §§ 2, 10 und 20 RDG

1. Ein Täter, dem sämtliche tatsächlichen Umstände bekannt sind und der den Bedeutungssinn des Inkassogeschäfts als normatives Tatbestandsmerkmal zutreffend erfasst, der aber dennoch über die Registrierungspflicht nach § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 RDG irrt, unterliegt in Bezug auf § 2 Abs. 2 Satz 1, §§ 3, 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 20 Abs. 1 Nr. 2 RDG einem Verbotsirrtum im Sinne von § 11 Abs. 2 OWiG und keinem Tatbestandsirrtum im Sinne von § 11 Abs. 1 OWiG (Festhaltung Senatsurteil vom 30. Juli 2019 - VI ZR 486/18, VersR 2019, 1517 Rn. 26 ff.).(Rn.19)

2. Ein Anspruch aus § 2 Abs. 2 Satz 1, §§ 3, 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, § 20 Abs. 1 Nr. 2 RDG kann unter Verweis auf einen solchen Irrtum des Täters mithin nur dann verneint werden, wenn der Irrtum und seine Unvermeidbarkeit positiv festgestellt sind.(Rn.20)

BGB § 823 Abs 2
RDG § 2 Abs 1 S 1, § 2 Abs 2 S 1, § 3, § 10 Abs 1 S 1 Nr 1

Aktenzeichen: VIZR71/19 Paragraphen: Datum: 2019-12-10
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PDF-DokumentBankrecht - Kündigungsrecht Sparer

OLG Dresden - LG Zwickau
21.11.2019
8 U 1770/18

Zur Möglichkeit der ordentlichen Kündigung eines Prämiensparvertrages mit einer Laufzeitangabe von 1188 Monaten.

BGB § 121, § 309, § 489, § 696, § 700

Aktenzeichen: 8U1770/18 Paragraphen: Datum: 2019-11-21
Link: pdf.php?db=bankrecht&nr=39589

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